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Atomwaffen

Jeglicher Einsatz von Atomwaffen verursacht katastrophales menschliches Leid. Ein Atomkrieg würde das Ende unserer Zivilisation und eine Katastrophe für die Ökosysteme des Planeten bedeuten. Schon ein regional begrenzter Atomkrieg hätte so weitreichende Konsequenzen für das Klima und unsere Landwirtschaft, dass das Leben und die Gesundheit von Milliarden von Menschen bedroht wären.

Das Ziel der IPPNW ist es, durch unsere Arbeit dazu beizutragen, einen Atomkrieg zu verhindern. Mit diesem Ziel klären wir über die medizinischen Folgen von Uranbergbau, Herstellung, Testung und Einsatz von Atomwaffen auf und setzen uns für konkrete Abrüstung und ein vollständiges Verbot von Atomwaffen ein.

Mehr über unsere Themen

Aktuelle Aktionen und Veranstaltungen

Aktiv werden!

Hiroshima- und Nagasaki-Gedenktage 2026

Erinnern und Zeichen setzen für eine Welt ohne Atomwaffen

In Erinnerung und Gedenken an die Opfer und die Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki finden bundesweit Aktionen, Mahnwachen, Ausstellungen und viele weitere Veranstaltungen statt.  Auch nach den Gedenktagen wird es weiterhin Veranstaltungen geben. Nehmen Sie an einer Veranstaltung teil oder oganisieren Sie selber eine Aktion!

Postkartenaktion

Atomwaffen-Kooperation mit Frankreich: Ceci n'est pas une option!

Über das Aktionsbündnis atomwaffenfrei.jetzt unterstützt die IPPNW die neue Postkartenaktion von Ohne Rüstung Leben: NEIN zur deutsch-französischen Atomwaffen-Kooperation! Frankreich und Deutschland wollen in der Atomwaffenpolitik stärker zusammenarbeiten. Damit legitimiert Deutschland die nukleare Aufrüstung Frankreichs und den angekündigten Abbau von Transparenz. Protestieren Sie dagegen und machen Sie mit bei der Postkartenaktion an den deutschen Bundeskanzler und den französischen Botschafter!

Veranstaltung in Hannover

30 Jahre IGH-Gutachten: Ein Meilenstein auf dem Weg zur vollständigen Ächtung von Atomwaffen – und heute noch aktuell?

Am 8. Juli 1996, veröffentlichte der Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag ein Gutachten über die Anwendung von Atomwaffen, das bis heute für die Auslegung des geltenden Völkerrechts maßgebliche Bedeutung hat. Zum 30. Jahrestag des Gutachtens haben wir in einer Veranstaltung über erreichte Erfolge vor dem Hintergrund der heutigen, globalen Herausforderungen diskutiert und sind der Frage nachgegangen, welche Bedeutung das Gutachten und der UN-Atomwaffenverbotsvertrag in der heutigen Weltlage haben. Was braucht es heute, um die weltweite und vollständige nukleare Abrüstung weiter voranzubringen?

Vor 30 Jahren, am 8. Juli 1996, veröffentlichte der Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag ein Gutachten über die Anwendung von Atomwaffen, das bis heute für die Auslegung des geltenden Völkerrechts maßgebliche Bedeutung hat. Initiiert wurde dieses wegweisende Gutachten ab 1992 durch das World Court Project – einer internationalen zivilgesellschaftlichen Kampagne, die insbesondere von der IPPNW, der IALANA und dem IPB organisiert und gefördert wurde. Gemeinsam überzeugten die Organisationen die UN Generalversammlung davon, das Gutachten beim Internationalen Gerichtshof in Auftrag zu geben.

Die Kernaussage des Gutachtens war und ist deutlich: die Androhung oder der Einsatz von Atomwaffen verstoßen generell gegen die in bewaffneten Konflikten geltenden Regeln des Völkerrechts und insbesondere gegen die Grundsätze und Regeln des Humanitären Völkerrechts.

Dennoch erleben wir heute, wie die Atomwaffenstaaten ihre nuklearen Arsenale modernisieren und aufstocken. Sie setzen weiterhin hartnäckig auf das Konzept der nuklearen Abschreckung und verletzen damit ihre vom IGH bestätigte, völkerrechtliche Verpflichtung, nuklear abzurüsten. Damit tragen sie dazu bei, dass die Gefahr eines Atomwaffeneinsatzes heute so ist wie noch nie. Dies mahnten zuletzt wieder die Expert*innen des Bulletin of the Atomic Scientists an, als sie die Zeiger der Doomsday Clock im Januar erneut vorrückten.

Aus diesem Grund nehmen die drei Organisationen hinter dem World Court Project den 30. Jahrestag des Gutachtens zum Anlass, um erreichte Erfolge vor dem Hintergrund der heutigen, globalen Herausforderungen zu diskutieren. Dazu gehört auch ein Blick auf den 2021 in Kraft getretenen und ebenfalls durch eine internationale zivilgesellschaftliche Kampagne vorangebrachten UN Atomwaffenverbotsvertrag. Welche Bedeutung haben das Gutachten und der Vertrag in der heutigen Weltlage? Was braucht es heute, um die weltweite und vollständige nukleare Abrüstung wieder weiter voranzubringen?

Die Veranstaltung findet hier statt:
Kulturzentrum PAVILLON, Lister Meile 4, 30161 Hannover


Programm  

Vorprogramm am Samstag, den 20. Juni 2026, 18-20 Uhr

18:00 Uhr   Was bleibt: Ein Filmabend über die Spuren atomarer Gewalt
                  Filmvorführung mit anschließender Diskussion

Den Vorabend der Veranstaltung wollen wir nutzen, um zwei Filme zu zeigen und über diese zu diskutieren: in Horrors of Hiroshima werden die schrecklichen Folgen des Atombombenabwurfs über Hiroshima dargestellt, in der Dokumentation How far from Ground Zero geht der Regisseur auf Spurensuche zum US-amerikanischen Testprogramm im Pazifik und spricht mit Menschen von den Marschallinseln über die Auswirkungen der jahrlangen Detonationen.

Anschließende Diskussion mit Manfred Mohr (IALANA) und Juliane Hauschulz (IPPNW).

Programm am Sonntag, den 21. Juni 2026, 12-17 Uhr

12:00   Begrüßung

12:15   Key Note Speeches
            Das IGH Gutachten: Kernaussagen und zivilgesellschaftliches Engagement (Otto Jäckel, IALANA)
            Zur Relevanz des IGH Gutachtens heute (Marian Losse, ICAN Deutschland)

12:45   Vorstellung der Arbeitsgruppen
13:00   Mittagspause

13:45   Arbeitsgruppen

In Gruppen wollen wir unterschiedliche Aspekte aufgreifen und vertiefen. Zur Auswahl stehen vier Arbeitsgruppen:

(1) Humanitäre Folgen von und die intersektionale Perspektive auf Atomwaffen (Juliane Hauschulz, IPPNW)
(2) Die Bedeutung der Menschen- und Umweltrechte im Atomwaffengutachten und Klimagutachten des IGH) (Volkert Ohm und Manfred Mohr, IALANA)
(3) Die Abschreckungspolitik der Atomwaffenstaaten und das IGH Gutachten (Otto Jäckel und Bernd Hahnfeld, IALANA)
(4) Der Internationale Aspekt im weiteren Einsatz der Zivilgesellschaft (Sean Conner und Emily Molinari, IPB)

15:15   Pause

15:45   Paneldiskussion: Erfolge bei der Ächtung von Atomwaffen in die Zukunft tragen

Wir wollen diskutieren, welche Perspektiven für das Bewahren bisheriger Erfolge bestehen und wie Strategien für völkerrechtlich gebotene, vollständige Ächtung von Atomwaffen aussehen können.

Auf dem Panel:
Reiner Braun – International Peace Bureau
Marian Losse – Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen
Manfred Mohr – Juristinnen und Juristen gegen atomare, biologische und chemische Waffen

Moderation: Kornelia Kania – Friedensbüro Hannover

17:00   Ende der Veranstaltung

Wir bitten um Anmeldung für die Veranstaltung: ialana.de/igh-30

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Die Veranstaltung wird organisiert von:
Internationale Ärzt*innen zur Verhütung eines Atomkriegs (IPPNW) Deutschland
Juristinnen und Juristen gegen atomare, biologische und chemische Waffen (IALANA) Deutschland
International Peace Bureau (IPB)

Die Veranstaltung wird unterstützt von: ICAN Deutschland, Aktionsbündnis atomwaffenfrei.jetzt, Internationales Uranium Film Festival und Friedensbüro Hannover e.V.

Aktion verlängert

Sadakos Kraniche

Beim Origami falten ins Gespräch kommen

Auch 2026 senden wir wieder Origami-Kraniche nach Hiroshima: zum Gedenken an die Atombombenangriffe und an Sadako Sasaki, die Tausend Kraniche bastelte, um nicht an den Folgen der radioaktiven Strahlung zu sterben. Denn was passiert, wenn Menschen zusammenkommen, um einen Kranich zu falten? Es entsteht Raum für Begegnung und für Gespräche über die Zukunft, in der wir leben wollen. Deshalb laden wir dazu ein, bei Veranstaltungen gemeinsam Origami-Kraniche zu falten und dabei über Atomwaffen zu sprechen: die Geschichte, die Folgen und darüber, wie wir für eine Welt ohne diese Waffen eintreten können.

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Aktuelle Materialien

IPPNW-Stellungnahme zur Friedensdenkschrift 2025 der Evangelischen Kirche in Deutschland

Massenvernichtungswaffen im Namen der Kirche?

Die IPPNW kritisiert in einer Stellungnahme die im November 2025 veröffentlichte Friedensdenkschrift „Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Auf vier Seiten kritisiert die IPPNW besonders, dass die Denkschrift den Besitz von Atomwaffen, die Abschreckungslogik und die nukleare Teilhabe zu rechtfertigen versucht.

Wir ermutigen alle Mitglieder und Interessierten, die Stellungnahme in ihren Kirchengemeinden auszulegen und dazu zu nutzen, über friedenspolitische Positionen und Atomwaffen ins Gespräch zu kommen.

Artikel zum Thema Atomwaffen

IPPNW-Presseankündigung vom 23. Juni 2021

IPPNW und ICAN Aktionstage gegen Atomwaffen

Presseankündigung: Protestaktion vom 06. Juli - 11. Juli 2021, Militärstützpunkt Fliegerhorst Büchel

23.06.2021 84 Prozent der Deutschen sind gegen die nuklearen Teilhabe – dennoch lagern auf dem Fliegerhorst Büchel offiziell 20 US-Atombomben. Um darauf aufmerksam zu machen und gegen die geplante Modernisierung der Atomwaffen zu protestieren, kommen vom 06. bis zum 11. Juli 2021 etwa 100 Aktivist*innen in Büchel zusammen. Workshops, Theater und Aktionen sorgen für ein buntes Programm und starke Bilder.


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IPPNW und ICAN-Pressemitteilung vom 17. Juni 2021

Biden-Putin Gipfel: Neue Dynamik für nukleare Abrüstung? 

“Gemeinsame Mitteilung zur Strategischen Stabilität” veröffentlicht

17.06.2021 US-Präsident Biden und der russische Präsident Wladimir Putin haben sich in Genf getroffen. Als Ergebnis wurde eine “Gemeinsame Mitteilung zur Strategischen Stabilität” veröffentlicht.

Wie im Vorfeld in einem Appell von ICAN-Partnern gefordert, bekräftigen beide Seiten in der Mitteilung, dass ein Nuklearkrieg nicht gewonnen werden kann und deshalb niemals geführt werden darf. ICAN Deutschland und die Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) begrüßen die Gespräche zwischen den zwei Staaten mit den größten Atomwaffenarsenalen sowie das Bekenntnis, zur Vermeidung eines Nuklearkrieges.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 16. Juni 2021

Verringern Sie das Risiko eines Atomkrieges

Gipfel-Treffen von Joe Biden und Wladimir Putin

16.06.2021 Vertreter*innen der Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), der Pugwash Conference on Science and Global Affairs sowie der Arms Control Association haben im Vorfeld des heutigen Gipfeltreffens an die beiden Präsidenten Joe Biden und Wladimir Putin appelliert, sinnvolle Schritte zur Verringerung des Risikos eines Atomkrieges zu vereinbaren und Fortschritte bei der nuklearen Rüstungskontrolle und Abrüstung zu erzielen. „Dialog und Kooperation zwischen den Präsidenten sind jetzt umso wichtiger, da die NATO bei ihrem jüngsten Treffen die Rolle der atomaren Abschreckung bekräftigt und sich unverständlicherweise gegen den UN-Vertrag für ein Verbot von Atomwaffen positioniert hat“, erklärt Dr. Lars Pohlmeier, Mitglied im Vorstand der deutschen IPPNW-Sektion.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 14. Juni 2021

Ärzt*innenorganisation IPPNW mahnt: Die atomare Gefahr steigt

SIPRI-Bericht belegt Trendwende in den weltweiten Zahlen der Atomwaffen

14.06.2021 Heute hat das schwedische Forschungsinstitut SIPRI sein Jahrbuch veröffentlicht. Dieses zeigt, dass die Zahl einsatzbereiter Atomwaffen weltweit steigt. Alle Staaten, die im Besitz von Atomwaffen sind, entwickeln und stationieren neue nukleare Systeme. Die IPPNW sieht in dieser Entwicklung eine Trendwende von der sinkenden Zahl der Atomwaffen in den USA und Russland seit dem Kalten Krieg hin zu einem neuen Wettrüsten, an dem sich neun Staaten beteiligen. Damit steigt die Gefahr eines Atomwaffeneinsatzes erheblich.

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Ansprechpartnerin

Juliane Hauschulz

Juliane Hauschulz
Referentin für nukleare Abrüstung
Tel. 030-698074 - 23
Kontakt

Ansprechpartner

Dr. med. Lars Pohlmeier

Dr. med. Lars Pohlmeier
IPPNW-Vorsitzender
Kontakt

Materialien

IPPNW-Forum 186: Nukleare Abrüstung statt leerer Versprechen

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Faltblatt "Mut zum Widerspruch. Mut zur Abrüstung. Gemeinsam gegen die atomare Bedrohung!"
mit Hintergründen zu Rüstungskontrolle und Völkerrecht, zur aktuellen Aufrüstung und zum Engagement für die Abschaffung der Atomwaffen. 

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Hibakusha/Survivors - Überlebende von Atomwaffen: Das vierseitige Faltblatt erläutert die Folgen von Atomwaffen für die Überlebenden und lässt Betroffene zu Wort kommen. Format DinA4.

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Factsheet: Auswirkungen einer Atomexplosion. Was passiert, wenn eine Atombombe gezündet wird? Welche sofortigen, kurz- und langfristigen Auswirkungen hat ihre Explosion? Format DinA4.

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