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Aktuelles zum Thema "Atomenergie und Sicherheit"

Pressemitteilung vom 5. März 2019

Urenco vervierfacht Urananreicherungsgrad

Atompolitische Sicherheitsbarrieren werden durchbrochen

Urananreicherungsanlage Gronau, Foto: URENCO05.03.2019 

Der deutsch-niederländisch-britische Urananreicherer Urenco hat angekündigt, in der firmeneigenen Urananreicherungsanlage in New Mexico/USA Kapazitäten für eine Vervierfachung des bisherigen Urananreicherungsgrads für Brennelemente aufzubauen. Zukünftig soll Uran 235 statt bislang maximal auf 5% auf bis zu 19,75% angereichert werden. Für die Entwicklung der entsprechenden Zentrifugen würde die zentrale Urenco-Techniktochter ETC neben dem Forschungszentrum in Jülich eingesetzt werden. Als mögliche Kunden führt Urenco "fortgeschrittene Reaktortypen" sowie Forschungsreaktoren an, aber auch die von Urenco geplanten eigenen U-Batterie-Atomreaktoren. Konkretes Interesse an dem deutlich höher angereicherten Uran hat in den USA vor wenigen Wochen ausgerechnet das US-Verteidigungsministerium geäußert, das kleine mobile Reaktoren für "rapid response scenarios" bauen möchte.

Anlagenstillstand

Brand in Brennelementefabrik Lingen

Foto: Miriam Staudte10.01.2019 

Am 6. Dezember 2018 kam es in der Brennelementefabrik von Framatome/ANF in Lingen nach einer Verpuffung zu einem Brand in einem Labor des nuklearen Bereiches. Nach Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums sollen etwa 55 Liter Wasserstoff in einer großen Stichflamme verbrannt sein. Leitungen mit uranhaltigem Wasser wurden aus den Verankerungen gerissen und verbrannten, so dass insgesamt 1000 Liter uranhaltiges Wasser ausgelaufen sei. Seit dem Brand ruht die Herstellung von Brennelementen in Lingen

Die Hoffnung der Atomlobby konzentriert sich auf China

Foto: Atomkraftwerk Daya Bay, By No machine-readable author provided. Level plus~commonswiki assumed (based on copyright claims). [Public domain], via Wikimedia Commons10.01.2019 

Der neue “World Nuclear Industry Status Report 2018” kommt zum Ergebnis, dass die Atomenergienutzung weltweit rückläufig ist. Das Maximum der globalen Atomstromproduktion wurde 2006 überschritten, nach Fukushima kam es zu einem weiteren Absturz. Der dreijährige Anstieg der Atomstromproduktion bis 2017 war primär auf China zurückzuführen.

Pressemitteilung vom 9.01.2019

40 Jahre sind genug: Brennelementefabrik Lingen stilllegen!

19. Januar: Anti-Atomkraft-Demo in Lingen

Demonstration gegen Brennelementefabrik Lingen, Foto: Christian Burchert09.01.2019 

Mehrere regionale Anti-Atomkraft-Initiativen sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), Robin Wood und die Ärzteorganisation IPPNW rufen für Samstag, 19. Januar 2019, unter dem Motto "40 Jahre sind genug – Brennelementefabrik Lingen stilllegen!" zu einer Demonstration in Lingen auf. Anlass sind der 40. Jahrestag der Inbetriebnahme der bundesweit einzigen Brennelementefab­rik direkt am 19. Januar sowie der gravierende Brand in der Brennelementefabrik Anfang Dezember. Auftakt der Demo ist mit einer Kundgebung um 13 Uhr am Bahnhof Lingen, es folgt ein Demozug durch die Innenstadt zum Alten Rathaus auf dem Marktplatz.

Gemeinsame Pressemitteilung vom 21.11.2018

Gemeinsamer Appell an Bundesländer: Export-Verbot für Brennelemente beschließen

Trinationale Menschenkette von Tihange über Lüttich und Maastricht nach Aachen am 25. Juni 2017. Foto: IPPNW21.11.2018 

Ein breites Bündnis aus Umweltverbänden und Anti-Atomkraft-Initiativen fordert die Regierungen der Länder dazu auf, am Freitag einem Bundesrats-Antrag zuzustimmen, der einen Exportstopp von Brennelementen an grenznahe Atomkraftwerke (AKW) fordert. Die Organisationen begrüßen den von Baden-Württemberg eingebrachten Antrag und richten ihre Forderung insbesondere an die nordrhein-westfälische Landesregierung, die im Vorfeld angekündigt hat, den Antrag abzulehnen.

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