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Kongressreihe "Medizin und Gewissen"

In fünfjährigem Abstand hat sich unter dem Motto „Medizin und Gewissen“ eine Kongressreihe der IPPNW etabliert, die in drei Themensträngen jeweils Fragen der Menschenrechte, Medizingeschichte und Ethik im Gesundheitswesen erörtert. Der Kongress zeichnet sich dadurch aus, neben renommierten Fachleuten auch besonders dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine Plattform zu bieten. Mit dem Motto „50 Jahre nach dem Nürnberger Ärzteprozess“ begann die Kongressreihe im Oktober 1996. Die Auseinandersetzung mit der Medizin im Nationalsozialismus gehörte damit von Anfang an zu den Säulen der Kongressreihe.

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7. Internationaler IPPNW-Kongress Medizin & Gewissen: Handlungsfähig in drängenden Zeiten

29.–31. Oktober 2027

Schwerpunkte:

  • Militarisierung des Gesundheitswesens
  • KI im Gesundheitswesen
  • Wissenschaftsfeindlichkeit und neue Eugenik
  • Handlungsfähigkeit

Medizin und Gewissen 2022

LebensWert

Der sechste Internationale Kongress „Medizin und Gewissen – LebensWert“ vom 21. bis 23. Oktober 2022 setzte die erfolgreiche Kongressreihe 1996, 2001, 2006, 2011 und 2016 fort. Jetzt, 75 Jahre nach dem Nürnberger Ärzteprozess und der Formulierung des Nürnberger Kodex, richteten wir den Blick auf unterschiedliche Aspekte des Themas „LebensWert“. Das Spannungsfeld zwischen historischer Verantwortung und künftigen Herausforderungen bot den Hintergrund für unsere drei Themenstränge: 1. Medizingeschichte: Neue Forschungen zum Ärzteprozess und Nürnberger Kodex – Deutsche Kolonialmedizin und ihre Auswirkungen bis heute – Alltäglicher und struktureller Rassismus im Gesundheitswesen – Geschichte der Pandemien, Bewältigungs­strategien damals und heute, 2. Planetary Health: Gesundheitskonzepte für Erde und Mensch – Klima-Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen – Klima und Militär und 3. Ethische Fragen im Medizinalltag: Global Health in und nach Zeiten der Pandemie – Kommerzialisierung der Medizin – Medizin für Heimatlose.

Thementagung Medizin und Gewissen 2021

Das Deutsche Rote Kreuz im Spannungsfeld zwischen humanitärem Anspruch und Realität 1914–1945

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Deutschen Roten Kreuzes (offiziell gegründet am 25. Januar 1921 in Bamberg) organisierte die IPPNW eine medizin­historisch-wissenschaftliche Online-Thementagung in Kooperation mit dem Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen. Das Deutsche Rote Kreuz hat seine aktive Verstrickung ins national­sozialistische Unrechtsregime jahrzehntelang nicht nur aktiv negiert, sondern sich im Gegenteil als humanitäre Organisation in inhumanen Zeiten stilisiert. Zwar gibt es zaghafte Schritte innerhalb des Deutschen Roten Kreuzes, diese Jahre historisch und ethisch genauer zu beleuchten, doch sie greifen zu kurz.

Thementagung Medizin und Gewissen 2019

Mit Vollgas in die Digitalisierung – wie kriegen wir die Kurve?

Außerhalb des gewohnten Fünf-Jahres-Rhythmus haben die deutsche IPPNW-Sektion und die Regionalgruppe Nürnberg-Fürth-Erlangen am 19. Oktober 2019 in Nürnberg eine themenzentrierte „Medizin und Gewissen“-Tagung organisiert. Aktuell wird die Digitalisierung mit rasanter Geschwindigkeit vorangetrieben: APPs, eGK, Big Data erfordern Umdenken. Für diese Digitalisierung braucht es einen ethischen Kompass – und damit fügte sich diese Tagung in die Kongress-Reihe ein, denn die ethischen Grundsätze bildeten auch bei den vorangegangenen fünf Kongressen den roten Faden. Dabei waren Akteure aus den Bereichen der IT-Sicherheit, eine große Krankenkasse, KV, Patientenvertretung, Forschung. Die 130 Teilnehmer*innen tauschten sich unter den unterschiedlichsten Blickwinkeln zur Digitalisierung im Gesundheitswesen aus.

Medizin und Gewissen 2016

Medizin, Macht und Moral

70 Jahre nach Beginn des Nürnberger Ärzteprozesses, nach den aktuellen Diskussionen um die Sterbehilfe und der filmischen Aufarbeitung der Euthanasie im National­sozialismus kam der 5. Internationale IPPNW-Kongress „Medizin und Gewissen – Was braucht der Mensch?“ genau zum richtigen Zeitpunkt. 400 Teil­nehmer*innen und 40 Referent*innen beschäftigten sich in Nürnberg mit der Rolle von Ärzt*innen und insbesondere Psychiatern im National­sozialismus, mit ethischen Fragen im Medizinalltag und der Rolle von Menschen im Gesundheits­wesen als Friedensstifter.

Medizin und Gewissen 2011

Gesundheitswesen – Menschenrechte – Medizingeschichte

Zum vierten Mal nach 1996, 2001 und 2006 fand am 14. und 15. Oktober 2011 in Erlangen der internationale Kongress „Medizin und Gewissen“ statt. Die Auseinander­­setzung mit der Medizin im National­sozialismus wurde inhaltlich vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität Erlangen-Nürnberg organisiert. Als weitere Schwerpunkte gab es bei diesem Kongress die besondere Rolle der Gesundheitsberufe in Kontext internationaler Frieden- und Menschenrechts­arbeit – vorbereitet vom internationalen EU-Projekt „medical peace work“ – sowie die Rolle der Pharmazeutischen Industrie im deutschen Gesundheitswesen, vorbereitet vom Arbeitskreis „Medizin und Gewissen“ der Deutschen Sektion der IPPNW.

Medizin und Gewissen 2006

Zwischen Markt und Solidarität

Vom 20. bis 22. Oktober 2006 fand in Nürnberg der dritte Kongress „Medizin und Gewissen“ statt. Die rund 1.000 Teilnehmer*innen erlebten ein abwechslungsreiches Programm, das sich unter dem Titel „Zwischen Markt und Solidarität“ vor allem den Folgen der zunehmenden Ökonomisierung und Kommerzialisierung für das heutige Gesundheitswesen widmete. Aber auch medizinhistorische Themen fanden auf dem Nürnberger Kongress Raum. So berichteten herausragende Persönlichkeiten wie Alice Ricciardi von Platen und Hedy Epstein vom Nürnberger Ärzteprozess 1946/47. Robert Jay Lifton und Horst Eberhard Richter bereicherten den Kongress mit ihren Beiträgen und Erfahrungen. Für viele Teilnehmer*innen wurden die drei Tage in Nürnberg so zu einem intensiven Erlebnis.

Medizin und Gewissen 2001

Medizin und Gewissen – Wenn Würde ein Wert würde …

Der Zeitpunkt passte genau: Eine Woche nach der „Berliner Rede“ des Bundes­präsidenten und eine Woche vor der spannungsvoll erwarteten Bundestags­debatte zur Biomedizin begann in Erlangen der zweite IPPNW-Kongress „Medizin und Gewissen“ vom 24. bis 27. Mai 2001: Es wurde einer der bundesweit größten Medizinethik-Kongresse der letzten Jahre. Angesichts der Zuspitzung der Debatte um die Biomedizin gewann nicht zuletzt die Erlanger Rede der Präsidentin des Bundes­verfassungs­gerichtes besondere Bedeutung: Gerade in der Forschung könnten in Zukunft immer mehr biomedizinische Probleme vor Gerichten landen. Als Schirmherrin der Tagung sprach Jutta Limbach zum Thema „Menschenwürde, Menschenrechte und der Fortschritt der Medizin“. Drei Tage lang diskutierten und referierten 140 Vortragende in rund 60 Veran­staltungen mit knapp 1.500 Teilnehmer*innen. Dabei standen neben den aktuellen Themen der Biomedizin und Technologie­folgen ebenso Fragen der Menschenrechte und Gesundheitspolitik auf dem Programm.

Medizin und Gewissen 1996

Medizin und Gewissen – 50 Jahre nach dem Nürnberger Ärzteprozess

Nach vierjähriger Vorbereitungszeit veranstaltete die Nürnberger Regionalgruppe gemeinsam mit der Deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) vom 25. bis 27. Oktober 1996 den internationalen Kongress „Medizin und Gewissen – 50 Jahre nach dem Nürnberger Ärzteprozess“. An den 11 Plenarveranstaltungen und 64 Foren rund um die „Straße der Menschenrechte“ nahmen über 1.600 Besucher*innen, 150 Referent*innen und 100 Journalist*innen teil. Die Authentizität des Ortes, die Vielfalt der Themen und die große Zahl von Teilnehmer*innen unterschiedlicher Generationen und Professionen ließen eine ungewöhnliche Stimmung und Atmosphäre entstehen: eine Aufbruchstimmung gegen die restaurativen Tendenzen.

Materialien

Medizin und Gewissen

Im Streit zwischen Markt und Solidarität
Dokumentation zum 3. IPPNW-Kongress
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Medizin und Gewissen

Wenn Würde ein Wert würde ...
Dokumentation zum 2. IPPNW-Kongress
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Medizin und Gewissen

50 Jahre nach dem Nürnberger Ärzteprozess
Dokumentation zum 1. IPPNW-Kongress
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