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Seit über 20 Jahren empfängt die IPPNW-Deutschland jedes Jahr mehrere internationale Medizinstudierende für einen sechswöchigen Aufenthalt in Deutschland. Die Studierenden kommen aus Kenia, Nepal, Japan, den Ländern des westlichen Balkan und Palästina/Westjordanland. Sie engagieren sich in ihren Heimatländern - meist im Rahmen der dortigen IPPNW - für Frieden und eine Medizin in sozialer Verantwortung. 

Mit Ihrer Spende leisten Sie einen wichtigen Beitrag, um weiterhin Gaststudierenden aus Nepal, Kenia, Europa und Nahost diese oft für sie persönlich und beruflich prägende Erfahrung zu ermöglichen und internationalen Austausch in Zeiten zunehmender Abschottung und Polarisierung zu fördern. Dafür danken wir Ihnen herzlich!

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famulieren & engagieren

Ein IPPNW-Projekt für Studierende von Studierenden

IPPNW-Projekt famulieren & engagieren in Kenia

 

2026 wird f&e wieder stattfinden! Bewerbungsschluss war der 1. März 2026

Das Austauschprogramm "famulieren & engagieren" der IPPNW bietet Studierenden verschiedener Länder die Chance, über eine Famulatur sowie das Kennenlernen eines Gesundheits- oder Friedensprojektes auf die medizinischen, sozialen und politischen Determinanten von Gesundheit zu blicken und dabei engagierten Student*innen und Ärzt*innen zu begegnen. Seit 1998 vermitteln wir jedes Jahr – zwischen Juli und Oktober –  Student*innen aus Deutschland in verschiedene Länder weltweit, zuletzt nach Serbien, Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien, Kosovo, Griechenland, Nepal, Kenia und Japan. 2026 können wir 10 Plätze anbieten. Die Studierenden bleiben über eine vierwöchige Famulatur hinaus noch vier weitere Wochen in ihrem Gastland, in denen sie über Hospitationen, NGO Besuche oder Projektmitarbeit weitere Einblicke in die gesellschaftlichen Verhältnisse und sozialen Determinanten von Gesundheit gewinnen. Dort stehen meist langjährige Partner*innen, oft ebenfalls IPPNW-Mitglieder, als Ansprechpartner*innen zur Verfügung.

Die gemeinsame Vorbereitung und Reflexion sowie der Austausch mit den anderen Teilnehmer*innen sind ein besonderer und zentraler Teil des Programms. Neben einer Einführung in Medical Peace Work gehören dazu das kritische Hinterfragen der eigenen Motivation, Rolle und Privilegien insbesondere auch im Kontext postkolonialer Machtverhältnisse und Strukturen.

Jährlich sind bis zu fünf Student*innen aus den Partnerländern Gäste der deutschen IPPNW. Mit Ausnahme der Gäste aus Japan, finanziert die IPPNW alle Kosten für Reise, Versicherung, Unterkunft sowie ein Tagegeld der Student*innen aus dem Ausland. Begleitet durch f&e-Alumni absolvieren die Gäste aus z.B. Japan, Nepal, Kenia und vom Westbalkan ein etwa sechswöchiges Programm in Deutschland. Neben einer Krankenhausfamulatur in einem Fach ihrer Wahl nehmen sie an der Global Health Summer School der IPPNW in Kooperation mit dem Institut für Sozialmedizin der Charité teil. 

Die Kostenerstattungsregel hat sich geändert: Die Teilnehmer*innen aus Deutschland finanzieren ihren Aufenthalt selbst. Die IPPNW übernimmt die Kosten für die gemeinsame Vor- und Nachbereitung und beteiligt sich mit einem Zuschuss von 100 Euro an den Reisekosten nach Nepal, Kenia und Japan, Studierende aus prekären finanziellen Verhältnissen können einen Reisekostenzuschuss von bis zu 75 Prozent bei der IPPNW beantragen. Voraussetzung für eine Teilnahme ist eine studentische IPPNW Mitgliedschaft, die auch erst in diesem Zusammenhang abgeschlossen werden kann.

Für alle Teilnehmer*innen, die Student*innen aus Deutschland wie auch die Gaststudent*innen, bietet das f&e-Programm eine intensive, oft nachhaltige Begegnung mit ihrem Gastland. Sie gewinnen durch das Kennenlernen von Lebensrealitäten jenseits der eigenen, bisherigen Erlebenswelt praktische Einblicke in die Zusammenhänge von Frieden, Gewalt und Gesundheit. Die gesammelten Erfahrungen, die besonderen Begegnungen und der inspirierende Austausch sind dabei eine Einladung, sich im eigenen Handeln als Mediziner*in und darüber hinaus zu reflektieren, zu hinterfragen und verändern zu lassen.

Interessiert? Dann bewirb dich bis zum 1. März 2026! Mehr Informationen zum Programm und zur Bewerbung findet du unter Teilnahmebedingungen.

Bei Unklarheiten oder weiteren Fragen kannst du dich gern auch an Anne Jurema wenden: jurema[at]ippnw.de  Bitte lies dir aber vorher die Infos zu den Teilnahmebedingungen durch. Dort werden viele Fragen beantwortet!

 

Projektberichte

Berichte 202520232022 / 2019

Berichte der Gaststudierenden 20252023 / 2017

Archiv

Ansprechpartnerin

Anne Jurema
Anne Jurema
Referentin "Soziale Verantwortung"
Tel. 030/698074 - 17
Email: jurema[at]ippnw.de

Handzettel

Zitate

„Ich empfinde es als großes Glück, dass ich als Medizinstudent aus Nepal die Chance hatte, eine völlig andere Welt kennen zu lernen. Ich habe durch meinen Aufenthalt in Deutschland eine ganz neue Vorstellung von der Welt und von Menschen bekommen. Und ich bin glücklich, dass es sogar schon in meine Aktivitäten einfließt. Ich hoffe, dass alles, was ich gelernt habe, meinen Horizont öffnen wird und mir hilft, als Arzt in größeren Perspektiven zu denken“. (Medizinstudent Mohan Bhusal aus Nepal, 2012)

„Aber auch andere Ärzte beeindruckten mich sehr, wenn sie z.B. weit nach Feierabend, also außerhalb der ohnehin gering bezahlten Arbeitszeit, versuchten eine Lösung für die Kostenübernahme lebensnotwendiger Eingriffe, die sich die Patienten ohne Unterstützung nicht leisten könnten, zu finden. Es ist kaum möglich, die nötige Ankennung für so viel Berufsethos und großartige Leistungen mit ein paar Worten auszusprechen. Ich wünsche mir nur, dass mehr Menschen das Glück haben, solch wunderbare Ärzte kennenzulernen... (Medizinstudentin Christin Lorenz in Bosnien und Herzegowina, 2014).

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