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Artikel zum Thema Soziale Verantwortung

Ärzteorganisation kritisiert weitere Aushöhlung des Rechts auf Asyl

Sondierungsergebnis

Demonstration gegen Abschiebungen nach Afghanistan in Berlin 2017, Foto: IPPNW16.01.2018 

Die Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) kritisieren die Ergebnisse der Sondierungsverhandlungen im Bereich Migrations- und Integrationspolitik. „Das Bekenntnis zur Anerkennung des Rechts auf Asyl im ersten Abschnitt hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack, wenn die folgenden Vereinbarungen eben dieses Recht auf Asyl aushöhlen“, empört sich Maren Janotta, Referentin für Soziale Verantwortung der IPPNW. SPD und CDU wollen die Migrationsbewegung nach Deutschland begrenzen und fordern, eine Obergrenze für Schutzsuchende, auch wenn sie nicht so genannt wird. Frontex soll zu einer echten Grenzschutzpolizei ausgebaut werden, um die europäischen Außengrenzen wirksam zu schützen.

IPPNW-Stellungnahme vom 09.01.2018

Das Alter kann medizinisch nur geschätzt werden

„Medizinische Altersfestsetzung“

Der Beweis, dass eine Person volljährig ist, lässt sich auch durch bildgebende Verfahren nicht mit der geforderten „an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit“ erbringen. Foto: IPPNW09.01.2018 

Zum gestrigen Artikel auf Welt-online über den Widerstand gegen die „medizinische Altersfeststellung“ erklärt die deutsche IPPNW-Sektion:

In der aktuellen Diskussion um die Altersdiagnostik bei jungen Flüchtlingen müssen einige Begriffe geklärt werden. Immer wieder ist von "Altersfeststellung" die Rede. Das unbekannte Alter kann aber nicht festgestellt, bestimmt oder definiert werden. Mit welchen Methoden auch immer: Es ist lediglich eine Altersschätzung möglich. Das ist unstrittig. Aufgrund einer solchen Schätzung wird dann seitens der zuständigen Behörden das Alter eines betroffenen jungen Menschen fiktiv festgesetzt.

Stellungnahme vom 13. Dezember 2017

Fachverbände lehnen Unionsvorschläge zur „Altersfeststellung“ ab

Eine präzise Feststellung des Alters ist medizinisch nicht möglich

Der Beweis, dass eine Person volljährig ist, lässt sich auch durch bildgebende Verfahren nicht mit der geforderten „an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit“ erbringen. Foto: IPPNW13.12.2017 

Verschiedene UnionspolitikerInnen fordern die „medizinische Altersfeststellung“ bei unbegleiteten jungen Flüchtlingen gesetzlich vorzuschreiben. Der Bundesverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, das Deutsche Kinderhilfswerk und die Ärzteorganisation IPPNW lehnen diese Vorschläge als Symbolpolitik und gefährliche Stimmungsmache ab. Die Medizin ist nicht in der Lage, das Alter „festzustellen“. ExpertInnen sind sich einig, dass nur eine grobe Schätzung mit einer Streubreite von mehreren Jahren möglich ist.

Arzneimittelpreise

Wie Patente und eine falsche Arzneimittelpolitik bezahlbare Medikamente behindern

Neue Broschüre von Dieter Lehmkuhl

Arzneimittelpreisverhandlungen. Foto: Techniker Krankenkasse, https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/25.08.2017 

Drastisch steigende Preise bei vielen neuen Arzneimitteln -   oft zwischen 50.000 und 100.000 Euro und mehr für die (Jahres-) Behandlung  - führen zu einer beträchtlichen Steigerung der Arzneimittelkosten. Diese Entwicklung droht unsere solidarisch finanzierten Gesundheitssysteme zu überfordern, geht zu Lasten anderer wichtiger Gesundheitsgüter und schränkt inzwischen selbst in wohlhabenden Industrieländern den Zugang zu erforderlichen und bezahlbaren Medikamenten ein. War dies bislang (fast) nur ein Problem für die Länder des globalen Südens, sind nun auch wir in den Metropolen davon betroffen. Dies scheint ein Grund für eine Wende in der Debatte.

Medscape, 17. August 2017

„Das Großprojekt muss gestoppt werden“

Elektronische Gesundheitskarte

Dr. Silke Lüder, Foto: Freie Ärzteschaft17.08.2017 

Steht die elektronische Gesundheitskarte eGK vor dem Aus? Entsprechende Meldungen wurden vom Bundesgesundheitsministerium (BGM) dementiert. Jedoch arbeiten verschiedene Krankenkassen derweil schon an eigenen Lösungen. Und in der Ärzteschaft ist die elektronische Karte umstritten. Medscape befragte dazu Dr. Silke Lüder. Die Fachärztin für Allgemeinmedizin in Hamburg ist stellvertretende Bundesvorsitzende der Freien Ärzteschaft e.V., Sprecherin der Aktion „Stoppt-die-e-Card“ und IPPNW-Mitglied.

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Ansprechpartnerin


Maren Janotta
Tel. 030/698074 - 17
Email: janotta[at]ippnw.de

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Materialien

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Empfehlungen für heilberuflich Tätige in Abschiebesituationen
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Lesetipp | Deutsches Ärzteblatt: Asylbewerber: Ein ethisches Dilemma

Kongress-Dokumentation

Medizin & Gewissen: "Was braucht der Mensch?" 14.-15. Oktober 2016, Nürnberg

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