IPPNW.DE

Für eine Welt frei von Atomwaffen

Das nukleare Erbe des Kalten Krieges ist längst nicht überwunden: Noch liegen nahezu 16.000 Atomwaffen in den Arsenalen weltweit - auch in Deutschland sind es 20. Trotz rechtsverbindlicher Abrüstungsverpflichtungen halten die Atomwaffenstaaten an dieser großen Zahl von Atomwaffen fest, ja rüsten sie unter dem Begriff „Modernisierung“ sogar auf. Hinzu kommen immer mehr neue Atomwaffenstaaten. Die IPPNW klärt über die humanitären Folgen der Atomwaffen auf, recherchiert die aktuellen Entwicklungen und nimmt auf Abrüstungs-Verhandlungen auf internationaler und nationaler Ebene Einfluss. Unser Ziel: Die Ächtung aller Atomwaffen.

Unsere Kampagnen und Projekte

Internationale Kampagne für die Abschaffung aller Atomwaffen (ICAN)

Die IPPNW hat ICAN im Jahr 2007 ins Leben gerufen.  Die Kampagne hat mittlerweile mehr als 420 Partnerorganisationen weltweit. Auch in Deutschland arbeitet die IPPNW eng mit ICAN Deutschland zusammen. Hauptziel der Kampagne ist es, die Atomwaffen verbieten und eliminieren zu lassen. Zunächst setzen wir uns dafür ein, dass die Debatte über Atomwaffen nicht  ausschließlich auf Konzepte nationaler Sicherheit beschränkt wird, sondern sich auf die Auswirkungen dieser Waffen auf menschliches Leben konzentriert – auf unsere Gesundheit unsere Gesellschaft und die Umwelt, von der wir alle abhängen.

Der beste Weg, um die Abschaffung von Atomwaffen zu erreichen und aufrechtzuerhalten, wären Verhandlungen über einen umfassenden, irreversiblen, bindenden, verifizierbaren Vertrag: eine Nuklearwaffenkonvention, die alle notwendigen Aspekte der Abrüstung und Nichtverbreitung zusammenbringt. Doch bisher scheinen Verhandlungen über einen umfassenden Vertrag noch nicht realisierbar zu sein.

Ein Verbot unter atomwaffenfreien Staaten könnte jedoch schon jetzt verabschiedet werden. Einem Verbot von Waffen folgt normalerweise die Vernichtung dieser Waffen – und nicht umgekehrt. Ein Verbotsvertrag würde Atomwaffen global stigmatisieren und in den Atomwaffenstaaten neue Debatten entfachen. Er würde fortschrittliche politische Kräfte dabei unterstützen, weitere Ausgaben für nukleare Arsenale zu stoppen. So würde eine Ächtung helfen, weitere Abrüstungs- und Nichtverbreitungsschritte umzusetzen, und den Nichtverbreitungsvertrag stärken. Das Verbot würde den Abzug der in Deutschland stationierten Atomwaffen erleichtern.

Schauen Sie sich  unsere Broschüre zu den humanitären Folgen von Atomwaffen an

 

ICAN ist eine junge, dynamische Kampagne

Die IPPNW lädt besonders die Studierenden ein, beim Projekt ICAN-Campus mitzuarbeiten. Entweder ihr organisiert mit unserer Hilfe in der eigenen Hochschule eine Veranstaltung mit interessanten RednerInnen oder Workshop zum Basiswissen. Oder ihr besucht ein Trainingsseminar, um zu lernen, wie Gespräche mit EntscheidungsträgerInnen geführt werden können, lokales Campaigning gemacht wird, Medienarbeit gestaltet oder eine Aktion direkt am Atomwaffenlager veranstaltet werden kann.

Interesse an einer Mitarbeit? Hier geht es zur Seite mit Infos zu ICAN-Campus

 

Die nukleare Aufrüstung Deutschlands stoppen

Seit vielen Jahren engagiert sich ein Netzwerk von 50 Organisationen in Deutschland für den Abzug der 20 US-Atomwaffen, die noch aus Kalten-Kriegs-Zeiten in Büchel lagern. Diese Atomwaffen sollen im Ernstfall von deutschen Piloten mit Tornado-Kampfjets unter NATO-Befehl eingesetzt werden. Seit dem NATO-Gipfel 2012 in Chicago ist ein „Modernisierungs“-Prozess im Gange. Dabei sollen die alten B61-Atombomben ab 2022 in Deutschland mit neuen, „Smart“-Atombomben ersetzt werden. Diese nukleare Abrüstung wollen wir verhindern!

Mit Aktionen vor dem Atomwaffenstandort Büchel, Lobbyarbeit in Berlin und Aufklärung im eigenen Umfeld wollen wir Druck auf die Bundesregierung aufbauen, die US-amerikanischen Pläne zu stoppen. Denn eine neue Aufrüstung in Europa würde die schon stark belastete Beziehung mit Russland noch mehr verschärfen.

Hier finden Sie mehr Informationen zu den US-Atomwaffen in Deutschland

Lesen Sie hier mehr über die Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“

 

Atomwaffen A-Z

Das Thema Atomwaffen verschwindet immer mehr hinter geschlossenen Türen, wo sich Militärs und PolitikInnen treffen. In Schulen finden sie sich nicht mehr im Currikulum, in den Medien wird nur Angst vor Russland und den „Schürkenstaaten“ oder vor dem nuklearen Terrorismus geschürt. Unsere Webseite Atomwaffen A-Z zur Aufklärung über Atomwaffen enthält jede Menge interessante Informationen über Atomwaffen. Wie sie entwickelt wurden, was die Folgen der ersten Atombomben-Einsätze auf Hiroshima und Nagasaki waren, die Geschichte des Atomzeitalters seit 1942 und auch viele technische Informationen über das Atom und die Strahlung. Auch die jetzige atomare Bedrohung ist ein wichtiges Thema: mit Daten über die Atomwaffenstaaten, ihren Arsenalen und gültigen Doktrinen.

Die Webseite braucht nicht nur LeserInnen, sondern auch AutorInnen. Wir suchen Leute, die gut und gerne schreiben, um Glossarbegriffe oder aktuelle Nachrichten zu verfassen.

Schauen Sie die Webseite an und durchsuchen Sie dieses Online-Lexikon



Arbeitskreis ICAN / atomwaffenfrei


Als IPPNW-Mitglied können Sie aktiv an der Arbeit gegen Atomwaffen mitarbeiten. Mitglieder, die sich noch stärker engagieren wollen, können im Arbeitskreis Projekte, Aktionen und Veranstaltungen in den oben genannten Schwerpunktbereichen mitorganisieren. Wir treffen uns dreimal im Jahr, um die Arbeit zu organisieren und Aufgaben zu verteilen.

Bei Interesse an einer Mitarbeit im Arbeitskreis: Bitte hier Kontakt aufnehmen

Ansprechpartnerinnen


Xanthe Hall

Abrüstungsreferentin
Expertin in Fragen zu Atomwaffen
Tel. 030 / 698074 - 12
Mobil 0171 / 435 84 04
Kontakt

Inga Blum, IPPNW-Vorstand. Foto: Inga Blum

Dr. Inga Blum
Zuständig für Atomwaffenfragen im Vorstand
Kontakt

IPPNW-Forum 142: Atomarer Schrecken – 70 Jahre Hiroshima und Nagasaki  Lesen | Im Shop bestellen

Sitemap Überblick