Kongressreihe "Kultur des Friedens"
Im UNESCO-Jahr "Kultur des Friedens" 2000 etablierte IPPNW-Gründungsmitglied Horst-Eberhard Richter unter dem gleichen Namen eine Kongressreihe. Eine friedlichere und gerechtere Welt brauche mehr von einem Geist der Menschlichkeit, der alle Bereiche durchdringe, von der Kirche bis zum Völkerrecht, von der Ökonomie bis zu Kunst, von der Ökologie bis zur Pädagogik, vom Gesundheitswesen bis zur Naturwissenschaft und von den Medien bis zur Philosophie. In der Folge fanden in unregelmäßigen Abständen zwei weitere Kongresse unter dem Motto statt. Im Jahr 2015 - drei Jahre nach dem Tod von Richter- veranstaltete die IPPNW einen weiteren Friedenskongress in Frankfurt unter der Überschrift "Unser Rezept für Frieden: Prävention".
Jahrestagung "Für eine Kultur des Friedens" 2023
40-Jahre IPPNW
Die Jahrestagung "Für eine Kultur des Friedens" der Landsberger IPPNW-Regionalgruppe fand am 30. September 2023 mit über 120 Teilnehmer*innen in Landsberg am Lech statt. Verabschiedet wurde ein Memorandum zur “Kultur des Friedens”, das die Notwendigkeit unterstreicht, in einer Welt existentieller Gefahren einen Gegenentwurf vorzustellen, der auf Friedfertigkeit und auf die Bereitschaft baut, Konflikte im Sinne der Charta der Vereinten Nationen im Dialog und mit Diplomatie zu lösen. "Die Verhinderung eines Atomkrieges und die Lösung der Klimakrise haben dabei höchste Priorität. Rüstungskontrolle, Abrüstung und Entspannung sind auch zukünftig eine zentrale Aufgabe der UN und deren Mitgliedsstaaten", so Andreas Zumach, Journalist und ehem. UN-Korrespondent in Genf, auf der Tagung in Landsberg.
Unser Rezept für Frieden: Prävention
Friedenskongress 2015
In einer Abschlusserklärung zur IPPNW-Konferenz "Unser Rezept für Frieden: Prävention" mit knapp 200 KonferenzteilnehmerInnen forderte die IPPNW von der Bundesregierung, gewaltlosen Konfliktlösungen endlich Vorrang einzuräumen vor militärischer Konfliktbearbeitung. Die Friedenskonferenz in Frankfurt befasste sich mit der Konfrontation zwischen Russland und der NATO, der Kette militärischer Konflikte von Syrien über den Irak und Afghanistan bis hin zum Drohnenkrieg in Pakistan – Konflikte, an denen die NATO und damit auch Deutschland direkt beteiligt sind. Die Referent*innen zeigten praktische Beispiele für eine auf Prävention angelegte Friedenskultur auf, von der Einrichtung eines Friedensministeriums über die Schaffung eines Mediationszentrums bis hin zur Unterstützung der Politiker*innen, die sich für Kooperation statt Konfrontation stark machen.
Zielscheibe Mensch
Internationaler Kongress zu den Folgen des Kleinwaffenhandels 2013
Mit Heckler & Koch ist einer der führenden Kleinwaffenhersteller Europas im schönen Schwarzwaldstädtchen Oberndorf am Neckar beheimatet. Die Waffen werden exportiert, wohin immer es geht. Nicht weit von Oberndorf, in Villingen-Schwenningen, fand vom 30. Mai bis 02. Juni 2013 der internationale Kongress zum Thema Kleinwaffen statt. Organisiert von der IPPNW in Zusammenarbeit mit der Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“ tauschten sich Expert*innen und Interessierte vieler Organisationen über die Auswirkungen dieser Waffen aus. Internationale Gäste z.B. aus Kenia, Iran, Nepal, und den USA brachten ihr Wissen und ihre Erfahrung ein. In Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops ging es um die sozialen und medizinischen Folgen des Einsatzes und Handels mit Kleinwaffen sowie um zukünftige Aktionen und Kampagnen zum Stopp der Rüstungsexporte.
„Friedenskultur.2010 - Unsere Zukunft atomwaffenfrei“
Kongress in Essen vom 19.-21. März 2010
In der Kulturhauptstadt Essen von 2010 veranstaltete die IPPNW gemeinsam mit DFG-VK, pax christi und dem Essener Friedensforum vom 19. - 21. März 2010 den in Essen den Kongress „Friedenskultur.2010 - Unsere Zukunft atomwaffenfrei“. Ziel war, das Bewusstsein für die Gefährdung einer gerechten und nachhaltigen Entwicklung durch die globale Militarisierung unter Einschluss der Drohung mit Atomwaffen zu fördern und zur Stärkung der Bewegungen beizutragen, die sich - lokal und global - für die Abschaffung aller Atomwaffen einsetzen. Der Kongress in der Volkshochschule Essen sollte den Menschen in der Ruhrregion und den bundesweiten und internationalen Besucher*innen die Gelegenheit bieten, sich über die komplexe Problematik des drohenden „Zweiten nuklearen Zeitalters“ kompetent zu informieren sowie die notwendigen Schritte und bestehenden Ansätze zur Abschaffung aller Atomwaffen zu diskutieren.
Kultur des Friedens - für eine solidarische Zukunft
Kongress "Kultur des Friedens" 2008
"Die Heilung zum Frieden braucht Impulse von unten", sagte der Psychoanalytiker und Buchautor Horst-Eberhard Richter auf der Abschlussveranstaltung des Kongresses "Kultur des Friedens" vom 12.-14. September 2008 in Berlin. Auf dem dreitägigen IPPNW-Kongress beschäftigten sich rund 700 Besucher*innen und 50 Referent*innen mit den globalen Bedrohungen der heutigen Zeit. Den Wettkampf um die Ressourcen als Kriegsursache thematisierten zahlreiche Veranstaltungen. Die Welt könne nur Frieden schaffen, wenn sie sich endlich von der Abhängigkeit der fossilen Ressourcen befreit, so der Tenor des Vortrages von Journalist und Publizist Andreas Zumach. "Bis ca. 2050 sollten wir lernen, etwa ein Fünftausendstel des Angebots der Sonne für dann 9 Milliarden Menschen für unsere Energieversorgung zu nützen", so Hartmut Graßl, ehemaliger Leiter des Weltklimaforschungsprogramms der UN.
Aufstehen für die Menschlichkeit
Kongress "Kultur des Friedens" 2003
Der von mehr als 1.000 Besucher*innen und 80 namhaften ReferentInnen aus dem In- und Ausland besuchte IPPNW-Kongress "Kultur des Friedens" vom 1.-4. Mai 2003 in Berlin resümierte über vier Tage den Irakkrieg und seine Einbettung in Globalisierung und militärische Neuordnungsbestrebungen der Welt. Beiträge und Debatten bestärkten die Forderung an die Politik, dass die Antwort Deutschlands und Europas auf die Gefahren kommender Kriege statt in weiterer Militarisierung und Aufrüstung vielmehr in einer resoluten Friedenspolitik mit festen Gewalt- und Kriegspräventionsstrukturen - z.B. verankert in der kommenden europäischen Verfassung - liegen müsse.
Kultur des Friedens
Berliner IPPNW-Kongress 2000
Eine Dekade nach dem Schwinden der unmittelbaren atomaren Bedrohung durch den Ost-West-Antagonismus und zu Beginn eines neuen Jahrtausends stellte die UNESCO das Jahr 2000 unter das Motto »Kultur des Friedens« – ein Motto, dessen sich auch die IPPNW angenommen hat. Sie veranstaltete im Dezember 2000 einen internationalen Kongress in Berlin, der als ein offizielles Projekt der UNESCO im Rahmen des UNESCO-Jahres stattfand. Die IPPNW – 1985 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet – warben auf dem Kongress dafür, dass nur unter Beteiligung aller gesellschaftlichen Gruppen eine bessere Friedenssicherung erreicht werden könne. Gerade angesichts neuerer Kriege in vielen Teilen der Erde erfordere eine Kultur des Friedens die Globalisierung der Erkenntnis, dass alle auf alle anderen in dieser Welt angewiesen sind – dass es also nur eine gemeinsame Sicherheit geben kann.
Kultur des Friedens
Aufstehen für die Menschlichkeit
Dokumentation zum IPPNW-Kongress 2003
Im IPPNW-Shop bestellen