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Artikel zum Thema Flucht & Asyl

IPPNW-Pressemitteilung vom 9.2.2017

Afghanistan – Nicht sicher. ÄrztInnen fordern Abschiebestopp

Bundesweiter Afghanistan-Aktionstag am 11. Februar 2017

ÄrztInnen und Geflüchtete protestieren gegen Abschiebungen nach Afghanistan. München, Januar 2017. Foto: Thomas Nowotny, IPPNW09.02.2017 

Der Arbeitskreis Flüchtlinge und Asyl der Ärzteorganisation IPPNW kritisiert die Massenabschiebungen in das unsichere Afghanistan und ruft zur Unterstützung eines bundesweiten Aktionstages mit Demonstrationen, Mahnwachen und Kundgebungen am 11. Februar auf. Afghanistan erfülle keine der Voraussetzungen, die das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) für eine "Rückführung in Würde" aufgelistet hat. "Entgegen den Beteuerungen des Bundesinnenministeriums erhalten kranke und traumatisierte Menschen nach ihrer Ankunft in Afghanistan keine Unterstützung", so IPPNW-Ärztin Eva Clemenz.

Abschiebungen in ein Kriegs- und Krisengebiet sind inhuman

Sammelabschiebung von 26 afghanischen Geflüchteten

Demonstration gegen Abschiebungen nach Afghanistan am 14.12.2016 am Frankfurter Flughafen. Foto: IPPNW24.01.2017 

Die Ärzteorganisation IPPNW kritisiert die gestrige Sammelabschiebung von afghanischen Flüchtlingen als inhuman. Erneut wurden 26 Menschen in ein Krisen- und Kriegsgebiet abgeschoben. Nach Aussage des UNHCR gibt es in Afghanistan keine sicheren Regionen. In ihrer Stellungnahme auf Anfrage des Bundesinnenministeriums vom Dezember 2016 heißt es, dass es vor dem Hintergrund der aktuellen Situation in Afghanistan nicht möglich sei,  bestimmte Regionen als sichere und zumutbare interne Schutzalternative anzusehen.

IPPNW-Pressemitteilung vom 10.01.2017

Keine Abschiebung nach Afghanistan

IPPNW unterstützt landesweite Mahnwachen gegen Abschiebung in Mecklenburg-Vorpommern

Demonstration gegen Abschiebungen nach Afghanistan am Frankfurter Flughafen, Foto: IPPNW10.01.2017 

Die Friedensorganisation IPPNW unterstützt die landesweiten Mahnwachen gegen Abschiebungen nach Afghanistan am 14. Januar 2017 in Mecklenburg-Vorpommern. Einen Monat nach dem ersten Abschiebeflug nach Kabul fordern AktivistInnen in mindestens 13 Städten einen Abschiebestopp nach Afghanistan. Allein in Mecklenburg-Vorpommern sind 70 AfghanInnen von der Abschiebung bedroht. Bundesländer wie Schleswig-Holstein, Thüringen und Niedersachsen haben sich gegen die Abschiebungen gestellt. 

IPPNW-Pressemitteilung vom 14.12.2016

Abschiebungen nach Afghanistan unvereinbar mit Menschenrechten

Sammelabschiebung von 50 afghanischen Geflüchteten

IPPNW-Protest gegen den Afghanistaneinsatz, Foto: IPPNW14.12.2016 

Die Ärzteorganisation IPPNW kritisiert die für heute geplante erste Sammelabschiebung von 50 afghanischen Flüchtlingen als unvereinbar mit der Achtung der Menschenrechte. Laut Medienberichten sollen auch kranke Geflüchtete abgeschoben werden. Auf der Liste steht u.a. auch ein afghanischer Hindu aus Hamburg. Die Hindus sind eine in Afghanistan verfolgte Minderheit. Anfang Oktober 2016 hatten die EU und Deutschland im Zusammenhang mit einer Geberkonferenz mit Afghanistan eine Rücknahmevereinbarung geschlossen. Die Unterzeichnung des Abkommens durch die afghanische Regierung war Voraussetzung für neue Hilfszusagen. Dieses Abkommen widerspricht allen humanistischen und demokratischen europäischen Werten.

IPPNW-Pressemitteilung vom 17.11.2016

Afghanistan ist kein sicheres Herkunftsland

Offener Brief an Merkel, de Maizière, Steinmeier und von der Leyen

Flüchtlingskinder in Kabul erhalten Winterkleidung von ISAF-Mitarbeitern, Foto: NATO, U.S. Air Force Capt. John Callahan (bearbeitet)17.11.2016 

Die Ärzteorganisation IPPNW fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie die Minister Thomas de Maizière, Frank-Walter Steinmeier und Ursula von der Leyen in einem Offenen Brief auf, ihre Afghanistan-Flüchtlingspolitik im Sinne der Menschenrechte zu korrigieren. Wie als sicher eingestufte Regionen über Nacht zu hoch gefährlichen werden können, hätten die jüngsten todbringenden Taliban-Attacken in Masar-i-Scharif und anderen nordafghanischen Städten gezeigt. Laut Amnesty International hat sich die Zahl der Flüchtlinge innerhalb Afghanistans in den letzten drei Jahren auf über 1,2 Millionen verdoppelt. UNHCR geht davon aus, dass eine interne Schutzalternative in den vom aktiven Konflikt betroffenen Gebieten unabhängig davon, von wem die Verfolgung ausgeht, nicht gegeben ist.

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Ansprechpartnerin


Anne Jurema
Tel. 030/698074 - 17
Email: jurema[at]ippnw.de

Global Health Summer

Materialien

Empfehlungen für heilberuflich Tätige in Abschiebesituationen
Download (PDF)

Lesetipp | Deutsches Ärzteblatt: Asylbewerber: Ein ethisches Dilemma

 

Dokumentation: Best Practice for Young Refugees. Ergebnisse und Beiträge einer internationalen Fachkonferenz   PDF-Download

Aktion "Wasser aufs Dach"

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