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Aktuelles zum Thema "Atomenergie und Gesundheit"

Aus dem Atomenergie-Newsletter

Tokyo 2020

Die radioaktivem Olympischen Spiele

Radioaktive Olympische Spiele (c) Alex Rosen16.07.2018 

Japan lädt die Sportler der Welt zu sich ein: 2020 sollen die Olympischen Spiele in Tokio stattfinden. Wir hoffen auf friedliche und faire Spiele. Gleichzeitig sind wir besorgt, denn auch in der Hauptstadt der Präfektur Fukushima sind olympische Wettkämpfe geplant: Baseball und Softball-Spiele sollen in Fukushima Stadt ausgetragen werden – 50 km vom havarierten Atomkraftwerk Fukushima Dai-ichi entfernt. 2011 kam es dort zu einem mehrfachen Super-GAU. Radioaktive Wolken verstrahlten damals Japan und den umliegenden Ozean - vergleichbar nur mit dem Super-GAU in Tschernobyl.

IPPNW-Forderung an Bundesumweltministerium

Mehr Schutz für Schwangere und Kleinkinder bei Reaktorunfällen

By Krish Dulal [CC BY-SA 3.0  (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons12.07.2018 

Ein relevanter Schädigungsmechanismus des Genoms durch ionisierende Strahlung ist die Verursachung numerischer (Aneuploidie) und struktureller Chromosomen-Aberrationen. Als Pathomechanismus kommen Schädigungen der Spindelfasern und anderer Zellorganellen in Frage, welche an der geordneten Verteilung der Chromosomen auf die Tochterzellen in Mitose und Meiose beteiligt sind. Neuere Untersuchungen an verschiedensten menschlichen Zellen in Kultur belegen die Wirksamkeit dieses Pathomechanismus auch bei niedrigen Strahlendosen bis 10 mSv.

IPPNW-Pressemitteilung vom 13.04.2018

Fukushima: Den Worten müssen Taten folgen

IPPNW besorgt wegen Rückkehr Evakuierter in Fukushima-Region

Eine Japanerin misst die Strahlung an ihrem Haus, Foto: Ian Thomas Ash13.04.2018 

Die deutsche Sektion der Ärzteorganisation IPPNW ruft die japanische Regierung auf, die Forderungen des UN-Menschenrechtsrats zügig umzusetzen, der eine Stärkung der Rechte von Evakuierten in Fukushima gefordert hatte. „Es ist aus unserer Sicht entscheidend, dass die besonders strahlenempfindlichen Gruppen wie Schwangeren, Kinder und Menschen mit Immunschwächen oder genetischer Krebsneigung  keinen zusätzlichen Strahlendosen von mehr als 1 Millisievert pro Jahr ausgesetzt werden“, betont der Kinderarzt und IPPNW-Vorsitzende, Dr. med. Alex Rosen.

IPPNW-Pressemitteilung vom 8.03.2018

Schilddrüsenkrebsfälle nehmen weiter zu

7 Jahre Super-GAU von Fukushima

Schilddrüsenkrebsuntersuchungen bei Kindern in der Präfektur Fukushima, Foto: Ian Thomas Ash08.03.2018 

Sieben Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima werden die gesundheitlichen Folgen für die Menschen in den verstrahlten Gebieten immer deutlicher. Darauf weist die Ärzteorganisation IPPNW anlässlich des siebten Jahrestages hin. Seit dem Jahr 2011 stellte die Fukushima Medical University (FMU) in Reihenuntersuchungen bei 194 Kindern in der Feinnadelbiopsie Krebszellen fest. 159 von ihnen mussten aufgrund eines rasanten Tumorwachstums, einer ausgeprägten Metastasierung oder einer Gefährdung vitaler Organe mittlerweile operiert werden. In 158 Fällen bestätigte sich die Verdachtsdiagnose „Schilddrüsenkrebs“, in nur einem Fall lag ein gutartiger Tumor vor. 35 Kinder warten weiterhin auf eine Operation.

Schilddrüsenkrebs in Fukushima 7 Jahre nach Beginn der Atomkatastrophe

Atomkraftwerk Fukushima, April 2011, Quelle: Steven L. Herman [Public domain], via Wikimedia Commons07.03.2018 

Am 25. Dezember veröffentlichte die Fukushima Medical University (FMU) die neuesten Zahlen ihrer laufenden Schilddrüsenuntersuchungen. Sie umfassen Daten, die bis einschließlich Ende September erhoben wurden. Seit 2011 werden bei Menschen in der Präfektur Fukushima, die zum Zeitpunkt der Kernschmelzen unter 18 Jahre alt waren, alle zwei Jahre die Schilddrüsen untersucht. Ursprünglich begonnen, um die Sorgen der Bevölkerung über gesundheitliche Folgen der Atomkatastrophe zu zerstreuen, haben die Untersuchungen mittlerweile besorgniserregende Ergebnisse zu Tage gefördert. Von 2011 bis 2014 erfolgte die erste Untersuchungsreihe, von 2014 bis 2016 die zweite und von 2016 bis 2018 die dritte. Während die Datenaufarbeitung der ersten Runde bereits vollständig abgeschlossen ist, sind die Daten der zweiten und vor allem die dritten Untersuchungsrunde bislang noch unvollständig. Dennoch lassen sich aus den derzeit vorliegenden Untersuchungsergebnissen bereits erste Schlüsse ziehen.

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