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Zivile Konfliktbearbeitung

Die IPPNW will nicht bei der Symptombehandlung stehen bleiben, sondern vorbeugend tätig werden. Dazu gehört, Krieg und Gewalt als politische Mittel zu ächten und Ressourcen für eine gewaltfreie sowie klimasensible Konflikttransformation bereit zu stellen. Wir beobachten die zunehmenden Militarisierung der Außenpolitik und die Erhöhung der Militärausgaben, während die Daseinsvorsorge eingeschränkt wird. In unseren Projekten stärken wir Austausch und Demokratisierung und bilden uns zu medizinischer Friedensarbeit weiter. Wir weisen auf Menschenrechtsverletzungen, Einschränkungen der Meinungsfreiheit und Kriminalisierung von Engagement für Frieden hin und bauen politischen Druck auf Entscheidungsträger*innen auf.

Aktuelles zum Thema

11.06.2026 Mehr als 8.000 Menschen sind am 10. Juni 2026 einem Aufruf von ver.di gefolgt und haben bei der Gesundheitsministerkonferenz in Hannover gegen die geplanten massiven Kürzungen im Gesundheitswesen demonstriert. Mit dabei waren auch Mitglieder der IPPNW-Regionalgruppen Hannover und Göttingen, die mit einem Banner "Friedensfähig statt kriegstüchtig" gegen die Militarisierung des Gesundheitswesens protestiert haben. Das „auf Kante genähte“ Gesundheitswesen wird im Bündnis- oder Kriegsfall die zusätzlichen Patient*innen schon aus Kapazitätsgründen nicht ausreichend versorgen können. Es besteht die große Gefahr, dass die Knappheit von Personal, Mitteln und Ressourcen im Kriegsfall zu einer Priorisierung medizinischer Leistungen führen werden. 

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Aus Forum 186/2026

Die Angriffe auf das Gesundheitswesen nehmen zu

Ein Interview mit Christina Wille, Direktorin von „Insecurity Insight“

26.05.2026 Mit einer neuen Website stellt „Insecurity Insight“ Daten zu Angriffen auf das Gesundheitswesen erstmals in Form interaktiver Karten dar und macht sie dadurch besser zugänglich. Christina, wie sammelt und analysiert Ihr Daten zu Angriffen auf das Gesundheitswesen, und welche Rolle spielen diese Erkenntnisse für die humanitäre Hilfe? Insecurity Insight dokumentiert Konfliktgewalt gegen das Gesundheitswesen.

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Aus Forum 186/2026

Jenseits des Schweigens

Woman Beyond Silence: Interview mit Dr. Tasabih Mohamed

26.05.2026 Der Krieg im Sudan wütet nun schon seit drei Jahren. Die Kämpfe zwischen den sudanesischen Streitkräften und der paramilitärischen RSF haben zu einer der schlimmsten humanitären Krisen weltweit geführt. Wie geht es den Menschen im Sudan? 

Die Lage im Sudan ist weitaus komplexer, als vielen Beobachter*innen von außen bewusst ist. Was oft als interner Konflikt dargestellt wird, ist in Wirklichkeit stark von regionalen Machtdynamiken und externen Interessen geprägt. Der Krieg zieht sich unter anderem deshalb so lange hin, weil Akteure aus dem Ausland weiterhin Waffen, Ressourcen und politische Unterstützung bereitstellen. Dies hat die Gewalt und das Leid im Sudan verschärft.

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Kriegsfall Krankenhaus: Medizinische Friedensarbeit

IPPNW auf Internistenkongress in Wiesbaden

18.04.2026 Die IPPNW-Vorsitzende Dr. med. Angelika Claußen hat auf dem Internistenkongress in Wiesbaden einen Vortrag gehalten zum Thema "Kriegsfall Krankenhaus: Medizinische Friedensarbeit: Was wir gegen die Gefahr eines Atomkriegs und gegen die Militarisierung des Gesundheitswesens tun können". Mitglieder der IPPNW waren zudem mit einem Infostand vertreten und sammelten Unterschriften unter die Erklärung für ein ziviles Gesundheitswesen. Die IPPNW setzt sich entschieden gegen eine Militarisierung des Gesundheitswesens ein. Sie informiert über die katastrophalen gesundheitlichen Folgen von Kriegen und engagiert sich für gewaltfreie Konfliktlösungen. 

„Resilienz der Krankenhäuser im Krisenfall“

Fachtagung im Gesundheitsausschuss

19.03.2026 Am 19. März 2026 vertrat Vorstandsmitglied Robin Maitra die IPPNW als Sachverständiger bei einer Fachtagung im Gesundheitsausschuss zum Thema „Resilienz der Krankenhäuser im Krisenfall“. Er warnte, dass die Knappheit von Personal, Mitteln und Ressourcen im Kriegsfall zu einer Priorisierung medizinischer Leistungen führen werde. Im Krieg gerate zuerst die Regelversorgung der zivilen Bevölkerung ins Hintertreffen, damit die "Kampfkraft der Truppe gesichert bleibt". Mit der Ausrichtung des Gesundheitswesens auf militärische Ziele werde die Illusion geschaffen, wir könnten im Gesundheitswesen die Folgen von Kriegen – seien sie konventioneller oder atomarer Art – bewältigen. "Die vermeintliche Resilienz, der Glaube an die Beherrschbarkeit militärischer Konflikte erhöht aber die Kriegsbereitschaft und letztlich die Gefahr tatsächlicher kriegerischer Auseinandersetzungen, die wir doch mit all unserer zivilen Kraft verhindern müssen". 

Ansprechpartnerin

Angelika Wilmen

Angelika Wilmen
Referentin für Friedenspolitik
Tel. 030 / 698074 - 13
Email: wilmen[at]ippnw.de

Materialien

Klimakatastrophe und Aufrüstung: Plädoyer für eine neue, zivile Sicherheitspolitik
Klimakatastrophe und Aufrüstung:
Plädoyer für eine neue, zivile Sicherheitspolitik

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IPPNW-Thema „Gegen die Militarisierung der EU – Europa als Friedensprojekt gestalten“
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IPPNW-Forum 143/Sept 2015
"Die Waffen nieder! Zivilie Konfliktbearbeitung"
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IPPNW-Studie: Peace through Health

01.01.2025 Das Positiv-Szenario 2025-2040 „Die Rolle Europas für den Frieden in der Welt“ der Initiative Sicherheit neu denken beschreibt eine mögliche nachhaltige europäische Konflikt- und Friedensordnung sowie mögliche partnerschaftliche Beziehungen zu den verschiedenen Weltregionen. In der Initiative Sicherheit neu denken arbeitet die IPPNW intensiv mit.

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