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Zivile Konfliktbearbeitung

Die IPPNW will nicht bei der Symptombehandlung stehen bleiben, sondern vorbeugend tätig werden. Dazu gehört, Krieg und Gewalt als politische Mittel zu ächten und Ressourcen für eine gewaltfreie sowie klimasensible Konflikttransformation bereit zu stellen. Wir beobachten die zunehmenden Militarisierung der Außenpolitik und die Erhöhung der Militärausgaben, während die Daseinsvorsorge eingeschränkt wird. In unseren Projekten stärken wir Austausch und Demokratisierung und bilden uns zu medizinischer Friedensarbeit weiter. Wir weisen auf Menschenrechtsverletzungen, Einschränkungen der Meinungsfreiheit und Kriminalisierung von Engagement für Frieden hin und bauen politischen Druck auf Entscheidungsträger*innen auf.

Aktuelles zum Thema

13.08.2026 Der Abrüstungsappell „Immer mehr Milliarden fürs Militär? Nicht mit mir!“ hat die Schwelle von 15.000 Unterstützer*innen überschritten. Das vermelden DFG-VK, IPPNW, Netzwerk Friedenskooperative, Ohne Rüstung Leben und pax christi, die initiierenden Organisationen des Appells. Gleichzeitig rufen die Friedensorganisationen dazu auf, jetzt noch einmal verstärkt für den Appell zu werben, um ein wirkmächtiges Zeichen gegen den Aufrüstungskurs der Bundesregierung zu senden. „Bis 2030 sollen die Militärausgaben auf 183 Milliarden Euro ansteigen. Das würde bedeuten: Jeder dritte Euro aus dem Bundeshaushalt fließt dann in ins Militär – und es findet noch nicht einmal eine öffentliche Debatte darüber statt. Mit dem Abrüstungsappell wollen wir dem angeblichen Aufrüstungskonsens etwas entgegensetzen“, erklärt Susanne Grabenhorst, Vorstandsmitglied der IPPNW. „Deshalb ist es so wichtig, jetzt zu unterzeichnen.“

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11.06.2026 Mehr als 8.000 Menschen sind am 10. Juni 2026 einem Aufruf von ver.di gefolgt und haben bei der Gesundheitsministerkonferenz in Hannover gegen die geplanten massiven Kürzungen im Gesundheitswesen demonstriert. Mit dabei waren auch Mitglieder der IPPNW-Regionalgruppen Hannover und Göttingen, die mit einem Banner "Friedensfähig statt kriegstüchtig" gegen die Militarisierung des Gesundheitswesens protestiert haben. Das „auf Kante genähte“ Gesundheitswesen wird im Bündnis- oder Kriegsfall die zusätzlichen Patient*innen schon aus Kapazitätsgründen nicht ausreichend versorgen können. Es besteht die große Gefahr, dass die Knappheit von Personal, Mitteln und Ressourcen im Kriegsfall zu einer Priorisierung medizinischer Leistungen führen werden. 

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Aus Forum 186/2026

Jenseits des Schweigens

Woman Beyond Silence: Interview mit Dr. Tasabih Mohamed

26.05.2026 Der Krieg im Sudan wütet nun schon seit drei Jahren. Die Kämpfe zwischen den sudanesischen Streitkräften und der paramilitärischen RSF haben zu einer der schlimmsten humanitären Krisen weltweit geführt. Wie geht es den Menschen im Sudan? 

Die Lage im Sudan ist weitaus komplexer, als vielen Beobachter*innen von außen bewusst ist. Was oft als interner Konflikt dargestellt wird, ist in Wirklichkeit stark von regionalen Machtdynamiken und externen Interessen geprägt. Der Krieg zieht sich unter anderem deshalb so lange hin, weil Akteure aus dem Ausland weiterhin Waffen, Ressourcen und politische Unterstützung bereitstellen. Dies hat die Gewalt und das Leid im Sudan verschärft.

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Aus Forum 186/2026

Die Angriffe auf das Gesundheitswesen nehmen zu

Ein Interview mit Christina Wille, Direktorin von „Insecurity Insight“

26.05.2026 Mit einer neuen Website stellt „Insecurity Insight“ Daten zu Angriffen auf das Gesundheitswesen erstmals in Form interaktiver Karten dar und macht sie dadurch besser zugänglich. Christina, wie sammelt und analysiert Ihr Daten zu Angriffen auf das Gesundheitswesen, und welche Rolle spielen diese Erkenntnisse für die humanitäre Hilfe? Insecurity Insight dokumentiert Konfliktgewalt gegen das Gesundheitswesen.

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Kriegsfall Krankenhaus: Medizinische Friedensarbeit

IPPNW auf Internistenkongress in Wiesbaden

18.04.2026 Die IPPNW-Vorsitzende Dr. med. Angelika Claußen hat auf dem Internistenkongress in Wiesbaden einen Vortrag gehalten zum Thema "Kriegsfall Krankenhaus: Medizinische Friedensarbeit: Was wir gegen die Gefahr eines Atomkriegs und gegen die Militarisierung des Gesundheitswesens tun können". Mitglieder der IPPNW waren zudem mit einem Infostand vertreten und sammelten Unterschriften unter die Erklärung für ein ziviles Gesundheitswesen. Die IPPNW setzt sich entschieden gegen eine Militarisierung des Gesundheitswesens ein. Sie informiert über die katastrophalen gesundheitlichen Folgen von Kriegen und engagiert sich für gewaltfreie Konfliktlösungen. 

Ansprechpartnerin

Angelika Wilmen

Angelika Wilmen
Referentin für Friedenspolitik
Tel. 030 / 698074 - 13
Email: wilmen[at]ippnw.de

Materialien

IPPNW-Thema „Gegen die Militarisierung der EU – Europa als Friedensprojekt gestalten“
Online lesen | Im Shop bestellen

IPPNW-Forum 143/Sept 2015
"Die Waffen nieder! Zivilie Konfliktbearbeitung"
Online lesen | Im Shop bestellen

IPPNW-Studie: Peace through Health

01.01.2025 Das Positiv-Szenario 2025-2040 „Die Rolle Europas für den Frieden in der Welt“ der Initiative Sicherheit neu denken beschreibt eine mögliche nachhaltige europäische Konflikt- und Friedensordnung sowie mögliche partnerschaftliche Beziehungen zu den verschiedenen Weltregionen. In der Initiative Sicherheit neu denken arbeitet die IPPNW intensiv mit.

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