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Brennelementefabrik Lingen

Auch über das Ende der hiesigen Atomstromproduktion hinaus setzt sich die IPPNW für die Vollendung des Atomausstiegs ein und fordert ein Ende der Urananreicherung in Gronau sowie der Brennelementeproduktion in Lingen. Beide Anlagen sind bisher vom deutschen Atomausstieg ausgenommen. In Lingen gilt es nun, die Produktionserweiterung und die Beteiligung des russischen Staatskonzerns Rosatom zu verhindern.

Aktion

E-Mail an Landesumweltminister Christian Meyer

Lehnen Sie die geplante Produktionserweiterung ab!

Die Entscheidung über die Genehmigung der Produktionserweiterung des Advanced Nuclear Fuel-Werks, des emsländischen Standorts des französischen staatlichen Atomkonzerns Framatome, steht voraussichtlich kurz bevor. Besonders alarmierend ist, dass Framatome hierfür die Zusammenarbeit mit dem russischen Staatskonzern Rosatom sucht. Nachdem der Antrag auf Bundesebene in Berlin beraten wurde, wurde die Entscheidung dem niedersächsischen Umweltminister Christian Meyer (Grüne) zurücküberwiesen. Leider mit der Empfehlung, dem Antrag zuzustimmen. Der grüne Landesumweltminister ist an diese Empfehlung jedoch nicht gebunden. Deshalb rufen wir dazu auf, Christian Meyer zu schreiben und ihn aufzufordern, die beantragte Produktionserweiterung abzulehnen!

04.06.2025 Angesichts der anhaltend großen Einflussnahme des Kreml auf die hiesige Atomwirtschaft fordern mehrere Umweltverbände und Anti-Atomkraft-Organisationen von Bundeskanzler Friedrich Merz, umgehend die immer noch umfangreichen Atomgeschäfte der russischen Regierung in Deutschland zu beenden und aus der gesamten Uranverarbeitung auszusteigen. Sowohl Merz wie auch die EU haben als Reaktion auf die fortgesetzten militärischen Angriffe der russischen Truppen in der Ukraine auch im Energiebereich verstärkte Sanktionen angekündigt. Der brisante Atomsektor war davon bislang aber komplett ausgeklammert. Durch die ungehinderte Verarbeitung von russischem Uran in der Brennelementefabrik Lingen (Emsland) und in der Urananreicherunganlage Gronau (Westfalen) füllt sich Putins Kriegskasse weiterhin in beträchtlichem Umfang. 

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Bündnispressemitteilung vom 22.11.2024

Sicherheitsbedenken der Einwender*innen vielfach bestätigt

Erörterungstermin in der Brennelementefabrik Lingen

22.11.2024 Nach dem dreitägigen Erörterungstermin zum Ausbau der Brennelementefabrik Framatome ANF in Lingen in Zusammenarbeit mit der russischen Atombehörde Rosatom sehen sich die Anti-Atom-Organisationen in ihren Bedenken bestätigt. In vielen zentralen Fragen wichen die Konzernvertreter den Fragen der Einwender*innen aus. Zudem gaben sie erschreckende Sicherheitslücken im Umgang mit Rosatom zu.

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Bündnispressemitteilung vom 19.11.2024

Keine Zusammenarbeit mit Rosatom

Erörterungstermin zum Ausbau der Brennelementefabrik Lingen am 20.11.

19.11.2024 Zum morgigen Auftakt des Erörterungstermins zum beantragten Ausbau der Brennelementefabrik Lingen veranstalten Anti-Atomkraft-Organisationen vor dem Tagungsort in den Emslandhallen, Lindenstr. 24a, in Lingen ab 8.30 Uhr eine Mahnwache und um 9 Uhr eine Protestaktion. Ab 10 Uhr werden dann in den Emslandhallen unter Leitung des niedersächsischen Umweltministeriums die mehr als 11 000 Einwendungen gegen das Vorhaben des französischen Atomkonzerns Framatome verhandelt, zusammen mit dem Kreml-Konzern Rosatom Brennelemente russischer Bauart für Osteuropa zu fertigen. Das Umweltministerium hat bis zu drei Tage Verhandlungsdauer angesetzt.

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Bündnis-Pressemitteilung vom 26. Oktober 2024

Kein Einstieg von Rosatom in Lingener Brennelementefabrik

26.10.2024 Rund 20 Anti-Atomkraft-Organisationen und Umweltverbände aus Niedersachsen und NRW demonstrieren am heutigen Samstag in Lingen. Anlass ist der geplante Einstieg des dem Kreml unterstellten Atomkonzerns Rosatom in die Brennelementefertigung in Lingen. Die Anti-Atomkraft-Organisationen fürchten, dass Lingen so in den geopolitischen Einflussbereich des Kremls gerät, weil der Konzern im Emsland Zugang zu Personal und Know-How erhält. Das Demo-Bündnis fordert deshalb die Ablehnung eines Antrags des in Lingen tätigen französischen Brennelementherstellers Framatome beim niedersächsischen Umweltministerium, gemeinsam mit dem Kreml-Konzern Rosatom in Lingen Brennelemente russischer Bauart herzustellen. Zugleich fordern die Organisationen die Stilllegung der Brennelementefabrik in Lingen sowie der nahe gelegenen Urananreicherungsanlage in Gronau.

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Hintergrundartikel von Dr. Angelika Claußen, IPPNW-Vorsitzende

Lingener Brennelemente-Fabrik im geopolitischen Spannungsfeld

Atomgeschäfte in Zeiten nuklearer Gefahr

13.08.2024 Die Brennelemente-Fabrik in Lingen ist ein Sinnbild für die Doppelmoral Europas. Die geplante Erweiterung der Produktion in Lingen, durch die Zusammenarbeit des russischen Atomriesen Rosatom und des französischen Konzerns Framatome, verstärkt die europäische Abhängigkeit von der russischen Atomlobby. Mehr noch: Sie öffnet - in Zeiten des Ukraine-Krieges - Tür und Tor für Spionage und Sabotage und fördert die militärische Nutzung der Atomenergie in Frankreich und in Russland. Damit torpediert Frankreich, wie auch andere EU-Staaten, die an der Atomenergie festhalten, den europaweiten Atomausstieg.

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Bündnis-Pressemitteilung vom 01. März 2024

Mehr als 10.800 Einwendungen gegen geplanten Ausbau

Brennelementefabrik Lingen

01.03.2024 Atomkraftgegner*innen, darunter die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen, haben am 1. März kistenweise Einwendungen an Niedersachsens Umweltminister Meyer übergeben. Die Einwendungen richten sich gegen die geplante Erweiterung der Brennelemente-Produktion in Lingen durch Framatome und die Kooperation mit der russischen Atombehörde Rosatom.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 13. April 2023

Atomausstieg: Protest gegen russisch-französische Atomkooperation

Die letzten AKW gehen vom Netz, doch der Atomausstieg bleibt unvollständig – in München und Neckarwestheim wird gefeiert, in Lingen protestiert.

13.04.2023 Am 15. April 2023 werden die letzten drei deutschen AKW abgeschaltet, darunter auch das Atomkraftwerk Lingen. Die dortige Brennelementefabrik bleibt jedoch in Betrieb. Mehr noch: Der französische Betreiber hat sich mit dem russischen Atomkonzern Rosatom zusammengeschlossen und möchte die Brennelementeproduktion weiter ausbauen. Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW kritisiert diese Entscheidung scharf und fordert die Regierung auf, diese Kooperation zu verhindern.

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Kommentar von Matthias Eickhoff

Lingen: Brennelementefabrik auf atomarer Ostexpansion

Demonstration in Lingen am Samstag, 21. Januar 2023

13.01.2023 Wenn am 21. Januar 2023 um 13 Uhr vor dem AKW in Lingen für den Atomausstieg demonstriert wird, dann geht es nicht nur um die unnützen und gefährlichen AKW-Laufzeitverlängerungen. Denn nur wenige hundert Meter weiter arbeitet der Brennelementehersteller Framatome an einer massiven atomaren Ostexpansion. Dazu möchte das französische Staatsunternehmen – mehrheitlich eine Tochter von Électricité de France (EdF) – die Atomanlage sogar ausbauen. Ein entsprechender Genehmigungsantrag liegt im Hannoveraner Umweltministerium.

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Ansprechpartner

Patrick Schukalla
Patrick Schukalla
Referent Atomausstieg, Energiewende und Klima
Email: schukalla[at]ippnw.de

Weitere Infos

Redebeitrag von Patrick Schukalla (IPPNW)


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