Die internationale IPPNW-Föderation
Die IPPNW ist international aktiv
Die "International Physicians for the Prevention of Nuclear War" (IPPNW) sind eine internationale medizinische Organisation mit Zehntausenden Ärztinnen, Ärzten, Menschen aus Gesundheitberufen sowie Studierenden der Gesundheitsberufe in über 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Die Homepage finden Sie unter www.ippnw.org.
Die deutsche Sektion der IPPNW arbeitet eng mit anderen Sektionen in Europa zusammen. Wir sind Host für die europäische Webseite www.ippnw.eu. Die IPPNW führt neben nationalen auch internationale Projekte durch und beteiligt sich an europaweiten IPPNW-Aktionen. Im folgenden finden Sie eine Auswahl internationaler IPPNW-Projekte, an denen wir maßgeblich beteiligt sind.
24. IPPNW-Weltkongress
Eine Welt ohne Atomwaffen
Im Oktober 2025 fand der 24. IPPNW-Weltkongress in Japan statt, 36 Jahre nach dem letzten Weltkongress in Nagasaki im Jahr 1989. Dieser historische Anlass zum 80. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki bot eine einmalige Gelegenheit, über die verheerenden Folgen von Atomwaffen nachzudenken und sich erneut für weltweite atomare Abrüstung einzusetzen. Der Kongress unter dem Motto „Eine Welt ohne Atomwaffen – Nagasaki als letzte Atombombenstadt“ fand vom 2. bis 4. Oktober 2025 statt, mit einem Studierendenkongress am 1. Oktober und Treffen des internationalen Vorstandes am 1. und 5. Oktober. Es nahmen über 200 Angehörige der Gesundheitsberufe und Studierende von IPPNW-Mitgliedsorganisationen aus aller Welt teil. Sie diskutierten praktische Schritte zur Abschaffung der Atomwaffen und zur Sicherung unserer gemeinsamen Zukunft.
IPPNW in Europa
Die IPPNW hat rund 20 Sektionen in Europa. Ihre Mitglieder treffen sich regelmäßig, online und in Präsenz. Die Vorsitzende der deutschen Sektion, Dr. Angelika Claußen, ist auch IPPNW Vize-Präsidentin für Europa. Das letzte Treffen war vom 20. bis 22. Januar 2023 in Hamburg. Dort wurde über die gemeinsame Arbeit, Atomwaffen in Europa, die Gefahren der Atomenergie in Kriegzonen und atomwaffenfreie Zonen gesprochen. Abschließend wurde die Hamburger Erklärung zur Gefahr eines Atomkrieges verabschiedet und auf dem Marktplatz gegen Atomwaffen protestiert.
Internationale Studierenden-Bewegung
Als die nächste Generation von Gesundheitsfachleuten spielen die Medizinstudierende der IPPNW bereits eine aktive Rolle bei der Sicherung der Gesundheit unseres Planeten. In Zusammenarbeit mit IPPNW-Sektionen auf der ganzen Welt gehen die Medizinstudierende mit gutem Beispiel voran und verändern die Art und Weise, wie soziale Verantwortung gedacht, entwickelt und umgesetzt wird. IPPNW-Studies arbeiten an vielen Projekten zur Förderung von Frieden, Abrüstung und Menschenrechten. Internationale Ansprechpartnerin im Central Office ist Molly McGinty. Internationale Studi-Sprecherin ist Stella Ziegler aus Berlin und europäische Studisprecherin ist Sarah Kuiter aus Hamburg. Die internationalen Studies treffen sich regelmäßig online. Folg ihnen auf Instagram für mehr Infos.
Die internationalen Projekte
Projekt „To Survive is to Resist“
Gesundheitsfolgen von Atomwaffen – Geschichten der Überlebenden
Die IPPNW hat im Juni 2023 das Projekt "To Survive is to Resist" gestartet. Es soll den Überlebenden der Atomwaffeneinsätze und -tests eine Stimme in der deutschen Öffentlichkeit geben und ihre Perspektive in Debatten einbringen, von denen sie derzeit ausgeschlossen sind. Wir wollen über die bereits heute bestehenden, massiven Probleme aufgrund der Existenz von Atomwaffen aufklären. Wir wollen erreichen, dass Deutschland sich an der Unterstützung von Überlebenden und der Umweltsanierung betroffener Gebiete beteiligt. Und schließlich wollen wir den deutschen Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag fördern. Denn nur in einer Welt ohne Atomwaffen kann es eine gemeinsame, sichere Zukunft für alle Menschen geben.
ICAN
International Campaign to Abolish Nuclear weapons
Die deutsche IPPNW beteiligt sich an der internationalen Kampagne für die Abschaffung aller Atomwaffen „ICAN“, die den Verbotsvertrag zur Ächtung der Atomwaffen (AVV) fördert. In Deutschland trägt die IPPNW als Partner das ICAN-Netzwerk mit. Vor allem unsere jüngeren Mitglieder sind in dieser dynamischen Kampagne für ein Atomwaffenverbot engagiert. Der AVV ist 2021 in Kraft getreten. Die Staatsparteien treffen sich Ende November 2023 in New York zum zweiten Mal, um den Vertrag weiter zu entwickeln und stärken. Wir sind auch mit einer sechsköpfigen Delegation dabei!
Medical Peace Work
Mehr als nur ein Internetkurs
Möchtest du mehr erfahren, wie sich Krieg und Menschenrechtsverletzungen auf die Gesundheit auswirken? Möchtest du besser verstehen, was deine besondere Rolle als Gesundheitspersonal ist? Möchtest du dich für die Prävention von Gewalt und Friedensförderung einsetzen? Dann schau doch mal auf unsere Medical Peace Work Website. Dort finden sich umfangreiche und kostenlose Textbuch-Online-Kurse zum Selbststudium (in Kooperation mit der Uni Bergen, Norwegen), Fallstudien zu unterschiedlichen Themen zum Bearbeiten in einer Gruppe, interaktive Online-Materialien und anderes mehr.
Medical Peace Work ist ein Zusammenschluss von Gesundheitsorganisationen und Bildungseinrichtungen, darunter mehrere IPPNW Sektionen. Ziel ist die Entwicklung und Stärkung eines Fachgebiets zur interdisziplinären Betrachtung von Medizin, Gesundheitsarbeit, Gewaltprävention und Friedensförderung.
famulieren & engagieren
Austauschprogramm für Medizinstudierende
Das Austausch-Programm "famulieren & engagieren" mit seiner Kombination von Auslandsfamulatur und Hospitation in einem Sozialprojekt ist für Medizinstudierende ein gleichbleibend attraktives Angebot. Nach über zwanzigjähriger Laufzeit können die Studierenden inzwischen vielerorts unter der Obhut von ehemaligen f&e Teilnehmer*innen famulieren, was diesem IPPNW-Programm weltweit einen nahezu familiären Charakter verleiht.
QUICKLINKS
Ansprechpartner*innen
Dr. med. Angelika Claußen
IPPNW-Vizepräsidentin für Europa
Kontakt
Dr. med. Helmut Lohrer
International Councillor
Kontakt
Hesam Jozvebayat
Stellvertretender International Councillor
Kontakt
Laura Wunder
Referentin für Klimagerechtigkeit und Global Health
Tel. 030 / 698074 - 19
Kontakt
Juliane Hausschulz
Referentin für nukleare Abrüstung
Tel. 030-698074 - 23
Kontakt
Anne Jurema
Projektreferentin
Medical Peace Work,
Famulieren & Engagieren
Tel. 030 / 698074 - 17
Kontakt
Kooperationspartner
IFMSA
International Federation of Medical Students' Associations
Homepage