Suche
Spenden
Menü

Keine Stationierung von US-Mittelstreckenraketen!

Die IPPNW kritisiert den Beschluss zur Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Deutschland als brandgefährlich, da sie Deutschland zu einem möglichen strategischem Angriffsziel macht. Wir vermissen eine Beteiligung des Parlamentes bei dieser weitreichenden Entscheidung. Mit den ab 2026 geplanten Marschflugkörpern, Raketen und Hyperschallwaffen sollen erstmals seit 1991 wieder Mittelstreckenwaffen auf deutschem Boden stationiert werden, die Ziele weit in Russland treffen können.

Aktion

Mehr als 2.000 Menschen protestieren für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!

Kundgebung und Demonstration in Wiesbaden und Grafenwöhr

01.06.2026 Knapp 2.000 Menschen haben am 30. Mai 2026 in Wiesbaden unter dem Motto „Keine Mittelstreckenwaffen! Nirgends“ gegen die Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Deutschland protestiert. Weitere 250 Menschen kamen im oberpfälzischen Grafenwöhr zu einer parallel stattfindenden Kundgebung zusammen. Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ hatte mit 60 weiteren Friedensinitiativen - darunter der IPPNW - zu dem Protest in Wiesbaden und Grafenwöhr aufgerufen.

lesen

Hintergrund

Bündnis-Pressemitteilung vom 09.07.2026

Friedensbewegung lehnt Tomahawk-Kauf ab

Umfrage zu Mittelstreckenwaffen: Mehrheit in Deutschland für Rüstungskontroll-Initiativen

09.07.2026 Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ kritisiert den beim NATO-Gipfel vereinbarten Kauf von US-Tomahawk-Marschflugkörpern. Vor zwei Jahren (am 10. Juli 2024) wurde die Stationierung US-amerikanischer Mittelstreckenwaffen in Deutschland angekündigt. Der damalige US-Präsident Joe Biden und Bundeskanzler Olaf Scholz gaben die Vereinbarung offiziell bekannt. Zwar hat Donald Trump die Stationierung im Mai diesen Jahres abgesagt, doch nun kauft die Bundesregierung eigene landgestützte Mittelstreckenwaffen. Auch gibt es mehrere Projekte für die Entwicklung eigener Waffensysteme mit europäischen Partnern. Mit dem Erwerb und der Eigenentwicklung von landgestützten Mittelstreckenwaffen treibt die Bundesregierung ein teures und gefährliches Wettrüsten voran. Eine Verbreitung der Erstschlagwaffen erhöht wegen der kurzen Vorwarnzeit das Risiko von Fehleinschätzungen und einer militärischen Eskalation.

lesen

Beilage zur W&F 1/2026

W&F-Dossier 102: Rückkehr der Mittelstreckenwaffen - Warum sie die globale Sicherheit gefährden

Ein Dossier von Juliane Hauschulz (IPPNW), Simon Bödecker (Ohne Rüstung Leben) und Marius Pletsch (DFG-VK / IMI) als Beilage zu Wissenschaft & Frieden 1/2026.
Herausgegeben von: Kampagne "Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!", Friedensakademie Rheinland-Pfalz und Informationsstelle Wissenschaft und Frieden e.V. (IWIF)

Wir möchten mit diesem Dossier fundierte Informationen an die Hand geben – unabhängig davon, wo Lesende in der Debatte stehen. Denn die Rückkehr der Mittelstreckenwaffen bedeutet eine tiefgreifende Veränderung der Sicherheitslage in Europa. Eine solche Entscheidung darf nicht ohne öffentliche Diskussion getroffen werden.

Ein Dossier zur Information, um mitzudiskutieren und für mehr Engagement für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen.

Bündnis-Pressemitteilung vom 28. Oktober 2025

Kampagne kritisiert geheime Pläne der Bundesregierung

„Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern birgt enormes Eskalationspotenzial!“

28.10.2025 Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ reagiert mit scharfer Kritik auf die Nachricht, dass die Bundesregierung US-Marschflugkörper größerer Reichweite kaufen will.

Wie die US-Zeitung Politico berichtet, sieht ein internes Dokument der Bundesregierung Anschaffungen für die Bundeswehr im Wert von enormen 377 Milliarden Euro vor. Diese sollen über die kommenden Jahre umgesetzt werden. Ein Posten dieser Liste: 400 Marschflugkörper des Typs Tomahawk Block Vb sowie drei Typhon-Startsysteme. Ihr Kauf in den USA soll rund 1,37 Milliarden Euro kosten.

lesen

Pressemitteilung der Kampagne Friedensfähig statt erstschlagfähig: Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen

Kampagne kritisiert Bundesregierung für geplanten Kauf des Startsystems Typhon und fordert ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!

17.07.2025 Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ kritisiert den geplanten Kauf des mobilen Startsystems „Typhon“ durch die Bundesregierung. Diesen hatte Verteidigungsminister Boris Pistorius bei seinem US-Besuch angekündigt. Von dem System, das einem Sattelschlepper ähnelt, können Mittelstreckenwaffen mit einer Reichweite von über 1.600 km gestartet werden. In Frage kommen dafür Marschflugkörper vom Typ „Tomahawk“ und Raketen vom Typ „SM-6“, die zur Flugabwehr oder als ballistische Rakete gegen Bodenziele genutzt werden können.

lesen

Bericht über Demonstration in Wiesbaden

Keine neuen US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland

Kampagne "Friedensfähig statt erstschlagfähig" rief zur Teilnahme auf

01.04.2025 Rund 4.000 Menschen protestierten am 29. März 2025 in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden gegen die für 2026 geplante Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen. Die Demonstration organisiert hatte u.a. das „Wiesbadener Bündnis gegen Raketenstationierung“. Auch die von der IPPNW mitgetragene Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ rief zur Teilnahme an der Demo auf. Friedensaktivistin Regina Hagen, die für die Kampagne sprach, forderte in ihrer Rede: "Keine neuen Mittelstreckenwaffen, nicht in Deutschland, nicht in Russland, nirgendwo in Europa!"

lesen

Bündnispressemitteilung vom 24.1.2025

Keine Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland

Offener Brief an die Kandidierenden zur Bundestagswahl

24.01.2025 In einem Offenen Brief mit mehr als 30 prominenten Erstunterzeichner*innen wendet sich die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig: Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ - ein Bündnis von knapp 50 Friedensinitiativen - an die Kandidierenden zur Bundestagswahl. Sie fordern die Politiker*innen auf, sich gegen die Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland auszusprechen und „für neue Verhandlungen über Rüstungskontrolle und die Abrüstung aller Mittelstreckenwaffen in Europa“ einzusetzen.

lesen

IPPNW-Forum 180/2024

Für ein Deutschland ohne Mittelstreckenwaffen!

Neue Kampagne: Friedensfähig statt erstschlagfähig

25.11.2024 Als brandgefährlich kritisiert die IPPNW den Beschluss zur Stationierung von weitreichenden landgestützten Waffensystemen ab 2026 in Deutschland. Diese Waffen können auch mit den vorgesehenen konventionellen Sprengköpfen eine hohe Sprengkraft entfalten und mit minimalen Vorwarnzeiten ihre Ziele weit in Russland treffen. Raketen sind Magneten – die Stationierung würde Deutschland zu einem möglichen strategischen Angriffsziel machen. Die Stationierungspläne wurden mit einer bilateralen Erklärung der Regierungen der USA und Deutschlands vom 10. Juli 2024 bekannt.

lesen

Bündnis-Pressemitteilung vom 18. November 2024

Neue Kampagne für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen

„Friedensfähig statt erstschlagfähig!“

19.11.2024 Anfang November haben 36 Friedensorganisationen eine Kampagne gegen die Stationierung landgestützter US-Mittelstreckensysteme in Deutschland gestartet. „Die Entscheidung zur Stationierung der Mittelstreckenwaffen in Deutschland ist eine Bedrohung für den Frieden in Europa“, warnen die beteiligten Organisationen, darunter die IPPNW Deutschland.

lesen

Interview Radio Darmstadt

Darmstädter Friedensforum

Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland

31.10.2024 Am 31. Oktober 2024 waren Simon Bödecker (Ohne Rüstung Leben) und Juliane Hauschulz (IPPNW) zu Gast bei einer Radiosendung des Darmstädter Friedensforums. In einer einstündigen Sendung sprachen sie mit Regina Hagen vom Darmstädter Friedensforum über die angekündigte Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland.

Neues Deutschland, 11. September 2024

US-Mittelstreckenraketen machen Deutschland zum Angriffsziel

Statt US-Raketen in Deutschland zu stationieren, soll die Bundesregierung die Wiederaufnahme von Abrüstungsverhandlungen einsetzen, meint Ralph Urban.

11.09.2024  Der Bundeskanzler hat angekündigt, dass nach einer Vereinbarung mit den USA ab 2026 US-Marschflugkörper, Hyperschallwaffen und Raketen in Deutschland stationiert werden sollen. Diese Waffen können auch mit nicht atomaren Sprengköpfen aufgrund modernster Technik präzise und mit hoher Sprengkraft ihre Ziele weit in Russland treffen. Raketen sind Magneten – sie machen Deutschland zu einem strategischen Angriffsziel.

Frankfurter Rundschau, 04. August 2024

Wohin führen US-Raketen in Deutschland?

Ein Gastbeitrag von Xanthe Hall

04.08.2024 Mit der geplanten Stationierung von US-Marschflugkörpern des Typs „Tomahawk“ in Deutschland ist der Rüstungswettlauf einen Gang höher geschaltet worden. Doch das ist nur der Anfang. Die Pläne einer möglichen zweiten US-Regierung unter Donald Trump gehen viel weiter...

Jacobin, 24. Juli 2024

Die Stationierung von US-Raketen verschärft die nukleare Bedrohung

Ein Gastbeitrag von Juliane Hauschulz und Xanthe Hall

24.07.2024 Zum ersten Mal seit Ende des Kalten Krieges sollen in Deutschland wieder US-Raketen stationiert werden, die Russland treffen könnten. Dieser Tabubruch hat einen gefährlichen neuen Rüstungswettlauf eingeläutet, der keine Sicherheit, sondern kommende Katastrophen vorbereitet...

IPPNW-Pressemitteilung vom 11. Juli 2024

IPPNW kritisiert Pläne zur Stationierung von Mittelstreckenraketen in Deutschland

NATO-Gipfel in Washington

11.07.2024 Die ärztliche Friedensnobelpreisträger-Organisation IPPNW kritisiert den Beschluss weitreichende US-Waffensysteme in Deutschland zu stationieren als weitere Stufe der Eskalation und brandgefährlich. Mit der Ankündigung neue Mittelstreckenraketen vom Typ Tomahawk nach Deutschland zu bringen, werden erstmals seit dem Abzug der atomaren Mittelstreckenraketen im Jahr 1991 im Zuge des INF-Abkommens wieder Raketen auf deutschem Boden stationiert.

lesen

03.02.2022 Die britische Zeitung The Sun veröffentlichte am 21. November 2021 eine Grafik, auf der eine Mittelstreckenrakete aus Deutschland Moskau in einem „Blitzkrieg“ angreift. "Die Rakete kann Russland in 21 Minuten und 30 Sekunden treffen", titelte das Boulevardblatt reißerisch. Als Abflugort der Rakete „Dark Eagle“ war das 56. US-Artillerie-Kommando in Mainz-Kastel angegeben. Der russische Präsident Wladmir Putin argumentierte auf seiner Jahrespressekonferenz am 10. Januar 2022: Sollten in der Ukraine moderne Angriffssysteme stationiert werden, bräuchten die Raketen keine fünf Minuten mehr bis Moskau. Er fragte wörtlich: "Was daran ist nicht zu verstehen? Stationieren wir etwa Raketen an den Grenzen zu den Vereinigten Staaten?. [...]  Ist es wirklich übertrieben, zu fordern, dass vor unserem Haus keine weiteren Angriffswaffen aufgestellt werden?"

lesen

Aktion

Kampagne "Friedensfähig statt erstschlagfähig - Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen
Die IPPNW ist eine von 47 Mitgliedsorganisationen der Kampagne.

Berliner Appell

Der Berliner Appell wurde anlässlich der Demonstration am 3. Oktober 2024 veröffentlicht. Die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen ist Erstunterzeichnerin.

Petition "Gegen die atomare Bedrohung"
Die Unterzeichner*innen appellieren an die Bundesregierung, eine Aufstellung von US-Hyperschallraketen in Deutschland zu verhindern.

Materialien

Faltblatt: Für ein Deutschland ohne Mittelstreckenwaffen


Vierseitiges Faltblatt gegen die Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Deutschland.

Download | Bestellen

IPPNW-Information: Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland

Download | Bestellen

Aufkleber: friedensfähig statt kriegstüchtig
7,4 x 7,4 cm
Im Shop bestellen



Banner: Nein zur Aufrüstung. Keine Stationierung von US-Raketen in Deutschland
3 x 1 Meter
Im Shop bestellen

Weitere Informationen

Wissenschaft & Frieden 2024/4
Stationierung ab 2026? Ein Forum zur Bedeutung neuer Mittelstreckenraketen in Deutschland
wissenschaft-und-frieden.de/artikel/stationierung-ab-2026/

Tomahawk-Marschflugkörper | Atomwaffen A-Z
www.atomwaffena-z.info/glossar/begriff/tomahawk-marschflugkoerper

Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland. Konzeptioneller Hintergrund und Folgen für die europäische Sicherheit | Wolfgang Richter
library.fes.de/pdf-files/bueros/wien/21371.pdf

Stellungnahme: Erklärung zur Stationierung von konventionellen „Long-Range Fire Deployments“ in Deutschland | VDW-Studiengruppe „Frieden und Europäische Sicherheit“
vdw-ev.de/erklaerung-stationierung-lrf/

Nein zu US-Mittelstreckenraketen in Deutschland! Erklärung und Links des Netzwerks Friedenskooperative
www.friedenskooperative.de/aktuelles/nein-zu-us-mittelstreckenraketen-in-deutschland

Positionspapier zu der geplanten Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland, Bundesausschuss Friedensratschlag
archiv.frieden-und-zukunft.de/userfiles/pdf/2024/2024-09_BAF-Position_US-Mittelstreckenwaffen.pdf

Broschüre: "Frieden schaffen mit Angriffswaffen?, US-Mittelstreckensysteme in Deutschland – gefährlich und destabilisierend!", Özlem Alev Demirel und Jürgen Wagner
oezlem-alev-demirel.de/wp-content/uploads/2024/09/Mittelstreckenraketen-Web.pdf

Navigation