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Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

Aus dem Atomenergie-Newsletter

Neue Stromtrassen für den Import von Kohle- und Atomstrom?

By Pixspot.de [CC BY-SA 4.0  (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons16.07.2018 

Grenzüberschreitende Stromtrassen, ein europäisches "Supernetz" soll die Energiewende auf die Zielgerade bringen. In Wirklichkeit konterkarieren Vorstellungen eines europaweiten Stromaustauschs die Wende hin zu erneuerbaren Energien. Stromimporte sind nichts anderes als Kohle- und Atomstrom durch die Hintertür. Ein Kohleausstieg in Deutschland ist nichts wert, wenn stattdessen Kohlestrom importiert wird. Es bedarf einer nüchternen Debatte über die notwendigen Back-Up-Systeme für die Wind- und Solarenergie zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit. Weiter ..

Aus dem Atomenergie-Newsletter

Tokyo 2020

Die radioaktivem Olympischen Spiele

Radioaktive Olympische Spiele (c) Alex Rosen16.07.2018 

Japan lädt die Sportler der Welt zu sich ein: 2020 sollen die Olympischen Spiele in Tokio stattfinden. Wir hoffen auf friedliche und faire Spiele. Gleichzeitig sind wir besorgt, denn auch in der Hauptstadt der Präfektur Fukushima sind olympische Wettkämpfe geplant: Baseball und Softball-Spiele sollen in Fukushima Stadt ausgetragen werden – 50 km vom havarierten Atomkraftwerk Fukushima Dai-ichi entfernt. 2011 kam es dort zu einem mehrfachen Super-GAU. Radioaktive Wolken verstrahlten damals Japan und den umliegenden Ozean - vergleichbar nur mit dem Super-GAU in Tschernobyl.

Ausgeträumt

Keine Renaissance der Atomenergie in den USA

By Photographer: Eric Evenson, USGS [Public domain], via Wikimedia Commons15.07.2018 

Atomenergie ist weltweit vor allem in Ländern mit militärischen Atomwaffenprogrammen oder ihren engen Verbündeten verbreitet. Ein Drittel aller Atomenergie weltweit wird allein durch die USA produziert. Frankreich steht mit 15% der globalen Atomenergieproduktion an Platz zwei, gefolgt von China mit 9% und Russland mit 7,5%. Großbritannien liegt mit 2,5% dagegen relativ abgeschlagen auf Platz 9 der atomenergieproduzierenden Staaten. Zusammen produzieren die 5 offiziellen Atomwaffenstaaten rund 2/3 der Atomenergie weltweit. Atomenergie ist also bei weitem kein globales Phänomen, sondern auf eine Handvoll von Staaten begrenzt, wobei die USA das mit Abstand wichtigste Land für die militärische und zivile Atomindustrie bleiben.

IPPNW-Forderung an Bundesumweltministerium

Mehr Schutz für Schwangere und Kleinkinder bei Reaktorunfällen

By Krish Dulal [CC BY-SA 3.0  (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons12.07.2018 

Ein relevanter Schädigungsmechanismus des Genoms durch ionisierende Strahlung ist die Verursachung numerischer (Aneuploidie) und struktureller Chromosomen-Aberrationen. Als Pathomechanismus kommen Schädigungen der Spindelfasern und anderer Zellorganellen in Frage, welche an der geordneten Verteilung der Chromosomen auf die Tochterzellen in Mitose und Meiose beteiligt sind. Neuere Untersuchungen an verschiedensten menschlichen Zellen in Kultur belegen die Wirksamkeit dieses Pathomechanismus auch bei niedrigen Strahlendosen bis 10 mSv.

Atomkonzerne erhalten Entschädigung in unbekannter Höhe

By Pixspot.de [CC BY-SA 4.0  (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons11.07.2018 

Vor der Bundestagswahl 2017 hatte die IPPNW vor hohen Entschädigungszahlungen an die Atomkonzerne gewarnt. Nun hat der Deutsche Bundestag eine Entschädigung für Atomkonzerne beschlossen. Das Bundesverfassungsgericht hatte für den Atomausstieg von 2011 lediglich eine „angemessene“ Entschädigung verlangt, nicht aber einen „vollen Wertersatz“ für entgangene Gewinne. Darauf hatte die IPPNW schon 2017 in einem Offenen Brief an die Parteivorsitzenden nachdrücklich hingewiesen. Dennoch könnten nun unnötig viele Steuergelder an die Atomindustrie ausgezahlt werden.

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