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IPPNW-Pressemitteilung vom 22.05.2016

Energiewende in Bürgerhand fördern - Ausstieg aus der Atomenergie in Europa vorantreiben

IPPNW-Jahrestreffen in Mönchengladbach

Anti-Atom-Aktion der IPPNW in Mönchengladbach, Foto: IPPNW22.05.2016 

Ärztinnen und Ärzte der IPPNW haben im Rahmen ihres Jahrestreffens in Mönchengladbach den Plänen der EU-Kommission zur Förderung der Atomenergie eine klare Absage erteilt. Stattdessen sollte die Energiewende hin zu 100% Erneuerbaren Energien in Bürgerhand gefördert werden. Die IPPNW ruft die deutsche Bundesregierung auf, sich für den Ausstieg aus der Atomenergie in Europa und die sofortige Abschaltung der Atomkraftwerke in Doel und Tihange einzusetzen. Die Ärzteorganisation unterstützt die Städteregion Aachen sowie Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz in ihren Klagen gegen den Weiterbetrieb der beiden Atomanlagen.

Preis "Courage beim Atomausstieg" an japanischen Ex- Premierminister Kan

12.05.2016 

Am 30.4.2016 fand im Römer in Frankfurt die Verleihung des Preises „Courage beim Atomausstieg“ statt, der vom Ökostromunternehmen Elektrizitätswerke Schönau (EWS) gestiftet wurde. Dieses Jahr wurde dermit 10.000 € dotierte Preis an den Ex- Premierminister von Japan, NaotoKan, vergeben. Der Preis wurde in Kooperation mit der Stadt Frankfurt,der Evangelischen Kirche Hessen- Nassau und der Vereinigung von Juristen gegen Atomwaffen (IALANA) verliehen und vom EWS Inhaber Sebastian Sladek überreicht.

Atom-Finanzkommission entlastet Atomindustrie

12.05.2016 

Nach dem Atomausstieg steht in Deutschland der Umgang mit den nuklearen Hinterlassenschaften auf der Tagesordnung: Was passiert mit den stillgelegten Atomkraftwerken – und was passiert mit dem radioaktiven Atommüll, der auf Jahrzehnte in Zwischenlagern verbleiben wird und dann in einem Endlager eingelagert werden soll? Dabei stellt sich als erstes die Frage, wer all das finanzieren soll. Nicht nur der jahrzehntelangen Propaganda zufolge, sondern auch nach jahrzehntelang geltendem Recht müssen die Atomkonzerne alles bezahlen – eigentlich. Doch es kam, wie es kommen musste: sobald es konkret wird, möchte man die Atomindustrie großteils aus der Haftung nehmen und den Steuerzahlern den größten Teil der Lasten aufbürden.

Deutsche Welle, 26.4.2016

Atomkraftwerke: Abreißen oder stehen lassen?

30 Jahre Tschernobyl

Das Atomkraftwerk Kalkar sollte Strom und Plutonium erzeugen, ging aber nie in Betrieb. Foto: Koetjuh/Wikipedia26.04.2016 

30 Jahre nach Tschernobyl steckt Deutschland mitten im Atomausstieg. Die Industrie will stillgelegte AKW komplett zurückbauen. Doch Atomkraft-Gegner mahnen: Es sei sicherer, die Kraftwerke vorerst stehen zu lassen. Jörg Schmid und Henrik Paulitz von der Organisation "Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs" (IPPNW) sehen den geplanten Rückbau mit Sorge: Atomkraftwerke zurückzubauen sei teuer und berge erhebliche Gesundheitsrisiken, heißt es in einem von ihnen verfassten Bericht. Sie schlagen vor, stark radioaktive Abfälle so schnell wie möglich aus den Kraftwerken zu entfernen, die weniger stark belasteten Gebäude und Materialien aber an Ort und Stelle zu belassen.

IPPNW-Pressemitteilungen vom 21.4.2016

Tschernobylfolgen wurden lange verdrängt und heruntergespielt

30 Jahre Tschernobyl

Statue vor dem Kraftwerksgelände und der Sarkophag des zerstörten Blocks 4, Mond - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=544328821.04.2016 

Die Ärzteorganisation IPPNW fordert die Bundesregierung anlässlich der Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima auf, sich für eine zügige Abschaltung und Stillegung der Atomreaktoren in Europa einzusetzen. Vor 30 Jahren wurden der Menschheit die Gefahren der Atomenergie auf schmerzliche Weise bewusst, als in den frühen Morgenstunden des 26. April 1986 Reaktor 4 des sowjetischen Atomkraftwerks Tschernobyl explodierte. Radioaktive Wolken verteilten die gefährliche Radioaktivität in den folgenden Wochen über ganz Europa - auch Deutschland war betroffen, vor allem Bayern und Baden-Württemberg.

Aktion
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Ansprechpartner


Henrik Paulitz
Referent für Energiepolitik
Tel. 06257-505-1707
Email: paulitz[at]ippnw.de

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Materialien


30 Jahre Leben mit Tschernobyl
5 Jahre Leben mit Fukushima
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Foto:© Arkadiusz Podniesinski

IPPNW-Forum 145: 5 Jahre Leben mit Fukushima – 30 Jahre Leben mit Tschernobyl  Lesen | Im Shop bestellen 

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