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Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

Pressemittelung vom 27.04.2017

Neue Stellungnahme: Der Weg zum Exportstopp ist frei!

Ministerin Hendricks muss Brennelementexporte nach Belgien verbieten!

IPPNW-Pressekonferenz zur Vorstellung einer rechtlichen Stellungnahme zum Brennelementeexport aus Lingen, Foto: IPPNW27.04.2017 

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) kann und muss die Exporte von Brennelementen aus dem emsländischen Lingen für belgische und französische Pannenreaktoren verbieten. Dazu stellten heute in Berlin die Ärzteorganisation IPPNW sowie Vertreter von Anti-Atomkraft-Initiativen auf einer Pressekonferenz eine neue Stellungnahme der Juristin Dr. Cornelia Ziehm vor. „Die Bundesregierung darf sich nicht weiter hinter unhaltbaren Rechtsauslegungen verschanzen, in der die Wirklichkeit völlig ausgeklammert wird“, erklärt Dr. Angelika Claußen, Europavorsitzende der IPPNW, „das Leben und die Gesundheit der Bevölkerung haben eindeutig Vorrang.“

Aus dem IPPNW-Atomenergie-Newsletter April 2017

EURATOM

60 Jahre Förderung der Atomindustrie

Bundesarchiv, Bild 183-45653-0001 / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons06.04.2017 

Vor 60 Jahren wurde am 25. März 1957 die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM) gegründet, deren Zweck die „Entwicklung von Kernindustrien“, unter anderem „zur Hebung der Lebenshaltung“ ist. EURATOM entpuppt sich bei näherer Betrachtung jedoch als milliardenschweres Subventionsprogramm für die zivile Atomindustrie und nicht zuletzt auch für militärische Atomprojekte.

Lingen und Gronau

Deutschland beliefert belgische und französische Pannenreaktoren

von Pay Numrich (Pay Numrich; feinfrisch.net) [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons06.04.2017 

Nirgendwo ist der Zusammenhang zwischen dem deutschen und dem europäischen Atomausstieg so deutlich wie an den Atomstandorten Lingen und Gronau. Die Brennelementefabrik in Lingen gehört einer Tochterfirma des französischen Konzerns Areva und hat genau wie die Urananreicherungsanlage von Urenco in Gronau eine zeitlich unbefristete Betriebserlaubnis – trotz deutschem Atomausstieg. Beide Betriebe exportieren ihr gefährliches Gut in alle Welt.

Lieber aktiv als radioaktiv

Die IPPNW Regionalgruppe Aachen

15. März 2015 Internationale Demo am AKW Tihange, Foto: www.stop-tihange.org06.04.2017 

In der aktuellen Ausgabe des Newsletters möchten wir ein kurzes Schlaglicht werfen auf die beharrliche und effektive Arbeit der IPPNW-Gruppe in Aachen, die sich seit 1 1/2 Jahren intensiv um Aufklärung in Sachen Katastrophenschutz engagiert – und in der Region einiges in Bewegung bringen konnte.

Nachlässigkeit war Ursache für Super-GAU in Japan

By Philbert Ono (Originally uploaded by en:User:Photojpn.org) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons06.04.2017 

Ein Gericht in Japan hat dem AKW-Betreiber TEPCO und den japanischen Behörden Nachlässigkeit im Umgang mit bekannten Sicherheitsrisiken an den AKW-Standorten in Fukushima vorgeworfen und ein wegweisendes Urteil erlassen, das nachhaltige Folgen für die Zukunft der Atomenergie in Japan haben könnte.

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