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IPPNW-Pressemitteilung vom 28.01.2016

IPPNW plädiert für Prüfung eines unbefristeten, dauerhaften Einschlusses von Atomkraftwerken

Freigabe radioaktiven Materials beim AKW-Abriss

Vergnügungspark mit Kletterwand am Kühlturm des ehemaligen AKW Kalkar, Foto: Koetjuh / Wikipedia, Creative Commons (bearbeitet)28.01.2016 

Die Ärzteorganisation IPPNW fordert Bundesumweltministerin Barbara Hendricks auf, die Option eines unbefristeten und auf Dauer angelegten Einschlusses der Atomkraftwerke zu prüfen. Beim Abriss stillgelegter Atomkraftwerke fallen neben stark strahlenden Materialien auch große Mengen Baumaterialien wie Stahl und Beton an, die geringfügig radioaktiv kontaminiert sind. Werden bestimmte Grenzwerte unterschritten, sollen diese Materialien auf Hausmülldeponien gelagert oder in den normalen Wirtschaftskreislauf eingespeist werden. Doch selbst eine geringfügige zusätzliche Strahlenbelastung bedeutet ein gesundheitliches Risiko. Die sogenannte Freigabe radioaktiven Materials ist daher aus gesundheitlichen Gründen nicht akzeptabel.

IPPNW-Pressemitteilung vom 22.12.2015

IPPNW fordert Atomausstieg in Europa

Störfälle in den Atomkraftwerken Tihange und Leningrad

Blick auf das Atomkraftwerk Tihange mit seinen Kühltürmen. Foto (bearbeitet): Wikipedia, CC BY-SA 3.0 File:Huy, koeltorens 2007-05-01 14.57.JPG, Hochgeladen von Michielverbeek, Erstellt: 1. Mai 200722.12.2015 

Anlässlich der jüngsten Ereignisse im belgischen Atomkraftwerk Tihange und im russischen Atomreaktor Leningrad bei Sosnowy Bor fordert die Ärzteorganisation IPPNW die deutsche Bundesregierung zum Schutz der Bevölkerung auf, auf europäischer Ebene Initiativen für einen umfassenden Atomausstieg in Europa zu ergreifen. Der belgische Atommeiler Tihange-1 hatte sich am 18. Dezember 2015 nach einem Brand „in einer Schalttafel im nicht-nuklearen Bereich des Geländes“ automatisch abgeschaltet. Ebenfalls am 18. Dezember kam es in Block 2 des russischen Atomkraftwerks Leningrad offenbar zu einem Kühlwasserverlust-Störfall mit der Freisetzung von Dampf aus dem Kühlkreislauf.

Blogbeitrag von Dörte Siedentopf

Nuclearisation of Africa

Symposium in Johannesburg

Johannesburg (Südafrika) ist aufgrund des Gold- und Uranabbaus radioaktiv verseucht. Foto: IPPNW03.12.2015 

Wenige Tage nach der Katastrophe von Fukushima hatten 2011 erste Gespräche des südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma mit Russland stattgefunden, bei denen es um den Bau von sechs Atomreaktoren in Südafrika ging. Wer den Zuschlag bekommt, ist auch jetzt noch nicht entschieden, aber es wird an ein Modell nach dem Motto “Build, Own, Operate” gedacht. Für 20 Jahre wird der Preis für die Kilowattstunde von den Erbauern festgelegt.
Wer befürwortet diesen Plan in einem Land, in dem gegenwärtig fünf Millionen Haushalte ohne Elektrizität leben  müssen? Der Präsident und sein Umfeld, das Energieministerium und die Atomlobby weltweit.

IPPNW-Pressemitteilung vom 10.09.2015

Besorgniserregende Zahl neuer Schilddrüsenkrebsfälle in Fukushima

Gesundheitliche Folgen der atomaren Katastrophe von Fukushima

Schilddrüsenuntersuchung bei einem japanischen Mädchen, Foto: Ian Thomas Ash10.09.2015 

Die neuesten Daten der Schilddrüsenuntersuchungen in Fukushima bestätigen einen besorgniserregenden Anstieg der Neuerkrankungen von Schilddrüsenkrebs bei Kindern. Insgesamt mussten bereits 104 Kinder wegen metastasierten oder stark wachsenden Krebsgeschwüren in ihren Schilddrüsen operiert werden, bei weiteren 33 besteht weiter akuter Krebsverdacht. Da mittlerweile knapp 154.000 Kinder zwei Jahre nach ihrer Erstuntersuchung reevaluiert wurden und mindestens 6 neue Fälle gefunden wurden, kann nun auch eine Aussage zur Neuerkrankungsrate gemacht werden.

Atom-Protest auf dem höchsten Gipfel Afrikas

climbkili4peace

Auf dem Gipfel: K-Project for Peace, Bild: ujuzi.de07.07.2015 

AtomkraftgegnerInnen und FriedensaktivistInnen haben den Kilimanjaro bestiegen - aus Protest gegen Uranabbau, Atomprogramme und Atomwaffen. Begleitet wurden sie von einem deutschen Videoteam. Die tansanische Regierung plant den Beginn mehrerer Tagebauminen, um zu einer der weltweit größten Uran exportierenden Nationen aufzusteigen. Uran wird als Treibstoff für Atomkraftwerke oder als Ausgangsmaterial von Atomwaffen benötigt. Damit findet es nahezu keine Verwendung in Afrika.

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