IPPNW-Weltkongress in Nagasaki, Japan
Eine Welt ohne Atomwaffen
Im Oktober 2025 fand der 24. IPPNW-Weltkongress in Japan statt, 36 Jahre nach dem letzten Weltkongress in Nagasaki im Jahr 1989. Dieser historische Anlass zum 80. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki bot eine einmalige Gelegenheit, über die verheerenden Folgen von Atomwaffen nachzudenken und sich erneut für weltweite atomare Abrüstung einzusetzen. Der Kongress unter dem Motto „Eine Welt ohne Atomwaffen – Nagasaki als letzte Atombombenstadt“ fand vom 2. bis 4. Oktober 2025 statt, mit einem Studierendenkongress am 1. Oktober und Treffen des internationalen Vorstandes am 1. und 5. Oktober. Es nahmen über 200 Angehörige der Gesundheitsberufe und Studierende von IPPNW-Mitgliedsorganisationen aus aller Welt teil. Sie diskutierten praktische Schritte zur Abschaffung der Atomwaffen und zur Sicherung unserer gemeinsamen Zukunft.
IPPNW-Weltkongress in Mombasa, Kenia
Abrüstung, Klima und Gesundheit
Der erste IPPNW-Weltkongress in Afrika hätte eigentlich 2020 stattfinden sollen, aber Corona hat ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Kongress musste verschoben werden und fand erst im April 2023 statt. Über 180 Ärzt*innen und Medizinstudierende aus aller Welt verabschiedeten eine gemeinsame Abschlusserklärung für eine friedliche und gerechte Welt für alle Menschen. In den Vorträgen und Diskussionen der Konferenz wurden die Themen Gesundheit, nachhaltige Sicherheit, wirtschaftliche Gerechtigkeit und Umweltschutz mit der Bedrohung durch Atomwaffen zusammengebracht. Warum der Weltkongress in Afrika? Dr. Carlos Umaña (Co-Präsident der internationalen IPPNW) nennt zwei existenzielle Gefahren: den Klimawandel und die nukleare Bedrohung. Afrika ist ein atomwaffenfreier Kontinent, dennoch ist Afrika wie alle Nicht-Atomwaffenstaaten durch die Atomwaffen bedroht.