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Begegnung und Austausch

IPPNW-Peace Academy

Let's talk about Peace – unter diesem Motto findet seit 2018 unsere Peace Academy statt. Zur Medical Peace Academy laden wir Studierende, Auszubildende und junge Berufstätige aus dem Gesundheitswesen, der Psychologie, der Sozialen Arbeit sowie angrenzenden Fachrichtungen ein. Im Seminar setzen wir uns mit grundlegenden Konzepten wie Frieden, Konflikt und Gewalt auseinander und verbinden diese mit den eigenen Erfahrungen, Fragen und Erwartungen im Gesundheitsberuf. Dabei nehmen wir die gesundheitlichen Folgen von Krieg, struktureller Gewalt und Diskriminierung in den Blick und fragen, welche intersektionalen Perspektiven medizinische Friedensarbeit eröffnen kann. Im Jahr 2026 lag der Fokus unter dem Motto „Friedensfähig statt kriegstüchtig – Perspektiven aus dem Gesundheitswesen“ auf dem Thema "Aufrüstung und der Militarisierung des Gesundheitswesens". Aktuell werde die Weichen gestellt, auch die Gesundheitsversorgung und medizinische Ausbildung „kriegstüchtig“ zu machen. Studierende und junge Berufstätige aus dem Gesundheitswesen beschäftigten sich mit medizinischer Friedensarbeit (Medical Peace Work) und der Frage, welche Rolle Gesundheitsfachkräfte in einer von Gewalt, Krieg und sozialen Ungleichheiten geprägten Welt spielen.

Famulieren & engagieren

Jedes Jahr haben vierzehn Studierende bei einer Famulatur und einem anschließenden Kennenlernen von einem gesundheitspolitischen oder sozialen Projekt die Möglichkeit, für zwei Monate besondere Erfahrungen in einem der verschiedenen Projektländer zu sammeln. Bis zu sechs Studierende kommen jedes Jahr aus den Partnerländern mit dem Programm nach Deutschland. Das Besondere an diesem Projekt sind die intensive Vor- und Nachbereitung zusammen mit den Alumni des Vorjahres und der gute Kontakt zu den anderen Teilnehmer*innen.

Begegnungsreise Palästina/Israel

In diesem Jahr konnte nach dem Ausbruch des Krieges keine Palästina-Israel-Begegnungsreise stattfinden. Es ist noch unklar, wann der nächste Besuch stattfinden kann, bei dem die Teilnehmer*innen das Leben der Palästinenser*innen im Westjordanland und und in Jerusalem kennen lernen, ihre Hoffnungen und ihre Probleme. Bei den letzten Reisen haben sich die Teilnehmer*innen über die Folgen der israelischen Besiedlungs- und Besatzungspolitik mit Mauern, Zäunen und Kontrollpunkten informiert. Als Gäste in Familien erlebten sie den Alltag der Menschen in Bethlehem und trafen Friedens- und Menschenrechtsgruppen aus Israel und Palästina, die ihre Sicht der Situation erläutern. Auf dem Programm standen neben einem Besuch der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem Ausflüge nach Ramallah, Jericho und zum Toten Meer.

Aufklärung und Advocacy

To Survive is to Resist

Die Geschichten der Überlebenden der Atomwaffeneinsätze und der über 2.000 Explosionen zu Testzwecken zeigen uns deutlich, welche Auswirkungen Atomwaffen haben – bei ihrem Einsatz und bereits bei ihrer Entwicklung. Das Projekt soll deshalb die Stimmen von Betroffenen stärken und ihre Perspektive in Debatten einbringen, von denen sie derzeit ausgeschlossen sind. Wir wollen in Deutschland über die bereits heute bestehenden, massiven Probleme aufgrund von Atomwaffen aufklären: über die Gesundheitsprobleme, die Menschenrechtsverletzungen und die Umweltprobleme. Auch der Uranabbau und zivile Nuklearkatastrophen werden beleuchtet.

Atomwaffen A-Z

NPT, DEFCON, HEU – rund um Atomwaffen wimmelt es von Abkürzungen und Fachsprache. Wer einen Begriff verstehen will, verzweifelt zum Teil sogar über komplizierten Wikipedia-Artikeln. Die Webseite Atomwaffen A-Z soll deshalb die Debatte für alle zugänglich machen. Hier erklären wir Begriffe, vermitteln Hintergrundwissen und gehen im Blog auf aktuelle Geschehnisse ein. Immer einfach verständlich, gut recherchiert und ganz im Sinne eines objektiven Lexikons gehalten. Schaut rein und informiert euch!

Medical Peace Work

Europäische Gesundheitsorganisationen – darunter fünf IPPNW-Sektionen, haben 2011 das Curriculum „Medical Peace Work“ zur medizinischer Friedensarbeit entwickelt, das sich aus konkreten Erfahrungen medizinischer Friedensarbeit entwickelt hat. Ziel der sieben interaktiven Online-Kurse Kurse ist es, Gesundheitspersonal über die Folgen von Krieg und anderen Formen von Gewalt für die Gesundheit von Individuen und Bevölkerungsgruppen zu informieren. Die Online-Kurse werden ergänzt durch zahlreiche, teils interaktive Fallstudien. Das Material findet ihr auf der Website – ihr könnt es als Gruppe gemeinsam benutzenoder eigenständig einen der Online Kurse während eines bestimmten Zeitraumes absolvieren. 

ICAN

ICAN Deutschland e.V. ist der deutsche Zweig der International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN) und damit Mitglied eines globalen Bündnisses von über 450 Organisationen in 100 Ländern. Dieses internationale Bündnis wurde 2017 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Die deutsche IPPNW-Sektion ist Mitglied bei ICAN und viele Studierende engagieren sich für die Abschaffung von Atomwaffen und einen Beitritt Deutschlands zum UN-Vertrag für ein Verbot von Atomwaffen.

Global Health Summerschool

Die IPPNW Deutschland und das Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité bieten jedes Jahr eine einwöchige internationale und interdisziplinäre Summerschool für Studierende und junge Berufstätige über globaleGesundheit an. Wiederkehrende Themen sind Klimawandel, Migration und Flucht, Krieg und Trauma sowie Gesundheit zwischen Ethik und Ökonomisierung. Die Summerschool möchte nicht nur zur Diskussion und Reflektion anregen, sondern auch Handlungsansätze für Engagement aufzeigen. Die Summerschool wird maßgeblich von Alumni mit vorbereitet und von einer eintägigen Global Health Konferenz ergänzt.

Ansprechpartner*innen

Juliane Hauschulz

Juliane Hauschulz
Referentin für nukleare Abrüstung
Tel. 030-698074 - 23
Kontakt

Anne Jurema
Anne Jurema
famulieren & engagieren, Global Health Summer School
Tel. 030/698074 - 17
Kontakt

Laura Wunder
Laura Wunder

Referentin für Klimagerechtigkeit und Global Health
Tel. 030 / 698074 - 19
Kontakt

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