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Atomenergie

Ursprünglich war die Produktion von Atomstrom ein Nebenprodukt der Atomwaffenprogramme. Die zivile und militärische Nutzung sind bis heute eng verwoben. Eine langfristig effektive nukleare Abrüstung erfordert daher auch den Ausstieg aus der Atomstromproduktion. Zudem sind AKW mit den erneuerbaren Energien schwer zu kombinieren und das Gegenteil von nachhaltig: Nur wenige Jahrzehnte Stromproduktion erzeugen für Jahrtausende radioaktive Abfälle und radiotoxische Altlasten entlang der gesamten Produktionskette. Die IPPNW befasst sich mit den gesundheitlichen Folgen radioaktiver Strahlung, setzt sich für eine Vollendung des deutschen Atomausstiegs, für ein Ende aller Atomanlagen weltweit und für eine gesunde, klima- und zukunftsverträgliche Energieversorgung ein. 

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Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

Bündnis-Pressemitteilung vom 24. Januar 2024

Urenco erweitert Urananreicherung in Deutschland und dem Vereinigten Königreich

Bündnis warnt vor Plänen des Unternehmens

24.01.2024 Ein Bündnis aus Anti-Atom-Gruppen warnt vor den Plänen des Urananreicherers Urenco. Das NRW-Wirtschaftsministerium hat bekannt gegeben, dass Urenco in seiner Anreicherungsanlage Gronau ein Lager mit kontaminierten Uran-Zentrifugen bauen will. Währenddessen kündigte die britische Regierung an, dass Urenco für seine Anlage in Liverpool einen deutlich höheren Urananreicherungsgrad als bisher anstrebt. Dies lässt an der zivilen Natur des Unternehmens zweifeln.

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02.01.2024 Im Rahmen eines Atomreaktorunfalls können große Mengen radioaktiver Partikel freigesetzt und mit der Luft verbreitet werden. Gegen die meisten dieser radioaktiven Partikel gibt es keine wirksamen Schutzmaßnahmen. Die Belastung der Schilddrüse mit radioaktivem Jod kann jedoch weitgehend verhindert werden, wenn frühzeitig hoch dosierte Jodtabletten eingenommen werden. Die deutsche IPPNW hat ihre Empfehlungen zum Schutz der Schilddrüse bei Atomreaktorunfällen aktualisiert und bei diesem Update die besondere Schutzbedürftigkeit von Schwangeren, Stillenden, Früh- und Neugeborenen berücksichtigt.

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21.12.2023 Im Januar werden wir daran erinnert, dass der deutsche Atomausstieg mit dem Ende der hiesigen AKW noch nicht vollendet ist. Im Fall der Lingener Brennelementefabrik des französischen Framatome Konzerns sind sogar Erweiterungen der Produktionskapazitäten geplant. Kommt daher am 20. Januar 2024 zur Kundgebung nach Lingen. Am 14. Januar 2023 wird in Ahaus gegen unnötige Atommülltransporte demonstriert.

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21.12.2023 Die Gefahr eines Atomunfalles in Saporischschja gerät angesichts globaler Krisen und neuer Kriege immer wieder in den Hintergrund. Dabei spitze sich die Situation aufgrund eines erneuten Ausfalls der externen Stromversorgung erst Anfang Dezember erneut zu. IPPNW Vorstandsmitglied Ute Rippel-Lau verfolgt die Geschehnisse am größten AKW Europas, das sich weiterhin mitten im Kriegsgeschehen in der Ukraine befindet und vom russischen Militär besetzt gehalten wird, mit besonderer Aufmerksamkeit. Hier macht sie auf die weiterhin prekäre Lage in Saporischschja aufmerksam.

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21.12.2023 Während des Klimagipfels stellten sich 22 Länder hinter eine Absichtserklärung, die eine Verdreifachung der AKW-Kapazitäten bis 2050 anstrebt. Die Daten und Analysen des neusten World Nuclear Industry Status Report 2023 zeigt überdeutlich, wie unrealistisch und wie wenig hilfreich diese Absichten für den Klimaschutz sind. Der Herausgeber und Mitautor des Reports Mycle Schneider erkennt in der Ausgabe solch unrealistischer Zielmarken den Einzug eines „Trumpismus in die Energiepolitik“. 

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Ansprechpartner

Patrick Schukalla
Patrick Schukalla
Referent Atomausstieg, Energiewende und Klima
Email: schukalla[at]ippnw.de

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IPPNW-Thema "Zivil-militärische Verknüpfungen: Atomausstieg und Abrüstung gehören zusammen"
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Risiken und Nebenwirkungen der Atomenergie
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IPPNW-Information: Radioaktive „Niedrigstrahlung“. Ein Blick auf die Fakten (PDF)

Öffentliches Fachgespräch im Bundestag zum Thema „Austausch über die Atomkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima sowie die aktuelle Situation in Saporischschja“ vom 15. März 2023

Statement von Dr. Angelika Claußen "Atomkraft ist eine Hochrisikotechnologie – zivil wie militärisch"

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