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Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

13.03.2019 Die so genannte Kohlekommission der Bundesregierung empfiehlt in ihrem Abschlussbericht vom Januar 2019 einen schrittweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung. Das letzte Kohlekraftwerk in Deutschland soll demnach spätestens 2038 vom Netz gehen. Anstelle von Kohle und Atom soll sich die Stromversorgung Deutschlands künftig auf Erdgas und erneuerbare Energien sowie vermutlich auf Stromimporte stützen. Dies umzusetzen, stellt eine große Herausforderung dar.

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13.03.2019 Eine Studie im Auftrag des baden-württembergischen Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft vom Dezember 2018 zeigt: Vor Jahren schon kurzfristig befürchtete Stromversorgungsengpässe werden bis 2025 vor allem deswegen nicht mehr erwartet, weil der Kraftwerkspark in den Nachbarländern weniger stark - als noch vor Jahren angenommen - dezimiert wird. Das liegt insbesondere am längeren Betrieb von Atomkraftwerken in Frankreich und einer längeren Betriebsdauer der Kohlekraftwerke in Polen. Das aber heißt: Der Atom- und Kohleausstieg und somit die „Energiewende“ in Deutschland wird durch vermehrte Atom- und Kohlestromimporte konterkariert.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 7.03.2019

15-faches Risiko für Schilddrüsenkrebs

8 Jahre Super-GAU von Fukushima

07.03.2019 Acht Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima haben Japaner, die in der Präfektur Kinder waren als sich der Super-GAU ereignete, ein mindestens 15-faches Risiko, an Schilddrüsenkrebs zu erkranken. Darauf weist die Ärzteorganisation IPPNW anlässlich des achten Jahrestages der atomaren Katastrophe hin. Laut der Datenbank des Japanischen Krebsregisters betrug die Neuerkrankungsrate von kindlichem Schilddrüsenkrebs in Japan vor der Atomkatastrophe rund 0,35 pro 100.000 Kinder pro Jahr. Bei einer Bevölkerung von rund 360.000 Kindern wären in der Präfektur Fukushima somit ca. eine einzige Neuerkrankung pro Jahr zu erwarten gewesen, also etwa acht Neuerkrankungen seit Beginn der Atomkatastrophe im März 2011.

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Pressemitteilung vom 5. März 2019

Urenco vervierfacht Urananreicherungsgrad

Atompolitische Sicherheitsbarrieren werden durchbrochen

05.03.2019 Der deutsch-niederländisch-britische Urananreicherer Urenco hat angekündigt, in der firmeneigenen Urananreicherungsanlage in New Mexico/USA Kapazitäten für eine Vervierfachung des bisherigen Urananreicherungsgrads für Brennelemente aufzubauen. Zukünftig soll Uran 235 statt bislang maximal auf 5% auf bis zu 19,75% angereichert werden. Für die Entwicklung der entsprechenden Zentrifugen würde die zentrale Urenco-Techniktochter ETC neben dem Forschungszentrum in Jülich eingesetzt werden. Als mögliche Kunden führt Urenco "fortgeschrittene Reaktortypen" sowie Forschungsreaktoren an, aber auch die von Urenco geplanten eigenen U-Batterie-Atomreaktoren. Konkretes Interesse an dem deutlich höher angereicherten Uran hat in den USA vor wenigen Wochen ausgerechnet das US-Verteidigungsministerium geäußert, das kleine mobile Reaktoren für "rapid response scenarios" bauen möchte.

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Artikel von Dr. Alex Rosen

15-faches Risiko für Schilddrüsenkrebs

8 Jahre Fukushima

28.02.2019 Zum achten Mal jährt sich diesen März die Atomkatastrophe von Fukushima. Kinder, die im Jahr der Kernschmelzen zur Welt kamen, besuchen heute die Grundschule, während viele der Kinder und Jugendlichen, die damals radioaktives Jod einatmeten oder mit der Nahrung aufnahmen, mittlerweile junge Erwachsene sind. Es ist viel Zeit vergangen seit den bewegenden Bildern der Explosionen in den Atomreaktoren von Fukushima Dai-ichi im März 2011. Das Thema ist größtenteils aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden und in Japan mehren sich die Stimmen, die die Ereignisse von damals und ihre Folgen verdrängen wollen. Doch die Atomkatastrophe dauert an.

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