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6 Jahre Fukushima - 31 Jahre Tschernobyl

Die IPPNW-Anzeige "6 Jahre Fukushima – 31 Jahre Tschernbyl" ist am 10. März 2017 in der Süddeutschen Zeitung erschienen. Herzlichen Dank allen 2.026 UnterstützerInnen!

Text der Anzeige

6 Jahre Fukushima – 31 Jahre Tschernobyl

6 Jahre Fukushima – 31 Jahre TschernobylDie Atomkatastrophen bestehen fort. Die Folgen für Mensch und Natur verschwinden nicht. Kernschmelzen sind nicht beherrschbar. "Dekontaminierung" der verstrahlten Gebiete bleibt Stückwerk.

In Deutschland führte der Super-GAU in Fukushima unter dem Druck der Antiatombewegung zum Ausstiegsbeschluss. Neun Leistungsreaktoren wurden seither abgeschaltet, acht sind noch in Betrieb und produzieren jedes Jahr ca. 300 Tonnen weiteren gefährlichen Strahlenmüll. Wenn das letzte Atomkraftwerk 2022 vom Netz geht, werden sich laut Bundesamt für Strahlenschutz in den Zwischenlagern fast

17.000 Tonnen hochradioaktiven Mülls

angesammelt haben, eine Hinterlassenschaft, die Millionen Jahre strahlt. Zudem fallen beim Abriss der Reaktoren große Mengen mittelgradig aktiven Mülls an. Geringgradig radioaktiver, jedoch keineswegs ungefährlicher Strahlenabfall entsteht sogar in der Größenordnung von mehreren Millionen Tonnen.

Nach Abschaltung der Atomkraftwerke geht die größte Gefahr für die Gesundheit von den Zwischenlagern aus. Die Castor-Behälter mit ihrem hochradioaktiven Inhalt stehen unzureichend geschützt, ebenerdig, z.T. in Leichtbauhallen. Die Antiatombewegung sollte deshalb ihre Aufmerksamkeit zunehmend auf die Zwischenlager richten, die so schnell wie möglich aufzulösen sind.

"Zwischen-" – was heißt das?

Zwischenlager sind eine Zwischenlösung, aber für welche Dauer? Wenn kein "Endlager" gefunden wird, droht die Gefahr, dass aus Zwischenlagern Langzeitlager werden. Das dürfen wir nicht zulassen, denn wir haben eine

Verantwortung für die Folgegenerationen.


Bei der "Endlagersuche" muss es darum gehen, eine "nach menschlichem Ermessen verantwortbare Lösung" zu finden, die sich an Gesundheitsschutz und Langzeitsicherheit orientiert und Folgegenerationen so wenig wie möglich mit Gesundheitsgefahren, Handlungszwängen und Kosten belastet. Gorleben genügt diesem Anspruch nicht.

Wir fordern:

  • Keine weitere Produktion von Atommüll – verbliebene Reaktoren sofort abschalten
  • "Endlager"-Entscheidung nicht den Folgegenerationen aufbürden
  • Priorität für Gesundheitsschutz und Langzeitsicherheit
  • Transparenz und Bürgerbeteiligung
  • Offenlegung der Kosten

Fukushima-Anzeige


IPPNW-Anzeige vom 10.03.2017 in der Süddeutschen Zeitung | Danke an 2.026 UnterstützerInnen!


30 Jahre Leben mit Tschernobyl
5 Jahre Leben mit Fukushima
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Internationaler IPPNW-Kongress



Hier finden Sie die Kongressdokumentation:
5 Jahre Leben mit Fukushima – 30 Jahre Leben mit Tschernobyl
26.-28.02.2016, Berlin

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