Überzeitbetrieb der Schweizer AKW beenden!
Die Schweiz betreibt einige der ältesten und somit gefährlichsten Atomkraftwerke weltweit. Das AKW Beznau mit dem betriebsältesten Reaktor der Welt (über 56 Jahre) liegt nur fünf Kilometer von der Grenze zu Deutschland entfernt, das AKW Gösgen (über 45 Jahre) nur 20 Kilometer und das AKW Leibstadt (über 41 Jahre) befindet sich direkt an der Grenze. Die Studie „Grenzenloses Risiko: Gefährdung Deutschlands durch schwere Unfälle in Schweizer Atomkraftwerken” kommt zu dem Schluss, dass ein schwerer Unfall in einem Schweizer AKW Deutschland härter treffen würde als die Schweiz. In Zusammenarbeit mit unseren Partnern beiderseits der Grenze arbeiten wir für eine Beendigung des Überzeitbetriebs der Schweizer AKW.
E-Mail an Umweltministerin Thekla Walker: Schweizer Risiko-Meiler Abschalten!
Überzeugen wir gemeinsam die baden-württembergische Umweltministerin Thekla Walker ihrer Verantwortung gerecht zu werden und alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Schweiz zu einer Beendigung des gefährlichen Überzeitbetriebs ihrer AKWs aufzufordern. Leider hält der grün-schwarze Koalitionsvertrag nur Folgendes fest: „Mit Blick auf die Schweizer Kernkraftwerke hat Baden-Württemberg ein großes Interesse an kontinuierlicher Information zu sicherheitsrelevanten Themen.“ Dies ist im Sinne des Schutzes der Bevölkerung unseres Bundeslandes völlig unzureichend.
Anwohnende gehen gegen „Rechtsverweigerung“ der Behörde wegen Langzeitbetrieb vor
10.01.2025 Seit dem 15. Dezember 2024 ist das AKW Leibstadt über 40 Jahre am Netz und damit im Langzeitbetrieb. Eine grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung mit Öffentlichkeitsbeteiligung, wie sie die Konventionen von Aarhus und Espoo vorschreiben, will die Schweiz entgegen ihrer rechtlichen Verpflichtung nicht durchführen. Gegen diese Rechtsverweigerung wenden sich die IPPNW und Umweltverbände, aber auch Anwohnerinnen und Anwohner rund um das Schweizer AKW. Ein Beitrag von umweltFAIRaendern.
Hintergrund
Schweizer Atomenergie: Abhängig von russischem Uran – auch über deutsche Atomfabrik
11.09.2024 Die IPPNW wird aktiv, um die geplante Laufzeitverlängerung des schweizerischen AKW Leibstadt, direkt an der Grenze zu Baden-Württemberg, zu verhindern. Über 40 Jahre hinaus soll der Alt-Reaktor weiter betrieben werden. Zu gefährlich, findet die IPPNW und hat sich deshalb vor wenigen Wochen an den zuständigen Schweizer Bundesrat Albert Rösti gewendet. Abschalten, fordert die IPPNW, mindestens aber müsse es eine Umweltverträglichkeitsprüfung und eine gerenzüberschreitende Öffentlichkeitsbeteiliung erfolgen.
Übergabe des Appells
500 Unterschriften von Ärt*innen und 250 Unterschriften von Unterstützer*innen wurden am 05.12. an das Umweltministerium Baden-Württemberg übergeben. Wir danken allen Unterzeichner*innen für ihre Teilnahme!
Fotos von der Demonstration in Bern sowie der Unterschriftenübergabe in Stuttgart:
Zum Flickr-Album
Ansprechpartner
Patrick Schukalla
Referent Atomausstieg, Energiewende und Klima
Email: schukalla[at]ippnw.de