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Aktuelles zum Thema "Energiewende"

Pressemitteilung vom 16.08.2018

Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbände fordern Ende der Urananreicherung

Nach jahrelangen Protesten heute erstmals Gespräch im RWE-Tower

Mahnwache am 13.08.2018 vor der Brennelementefabrik in Lingen, Foto: BBU16.08.2018 

Nach jahrelangen Protesten von Atomkraftgegnern und Umweltverbänden gegen die Beteiligung von RWE und EON an Urenco hat RWE für heute Nachmittag erstmals zu Gesprächen über die Urananreicherung im westfälischen Gronau in den RWE-Tower nach Essen eingeladen. An dem Treffen werden Anti-Atomkraft-Initiativen, die Ärzteorganisation IPPNW und ICAN Deutschland teilnehmen. Im besonderen Fokus der Gespräche stehen die Zukunft Urencos und der Urananreicherung in Gronau, der Urenco-Atommüll, die Gefahren der zahlreichen Urantransporte sowie die mutmaßliche Unterstützung des Atomwaffenprogramms der USA durch Urenco und die völlig unklare Entsorgung des Gronauer Uranmülls.

Aus dem Atomenergie-Newsletter

Neue Stromtrassen für den Import von Kohle- und Atomstrom?

By Pixspot.de [CC BY-SA 4.0  (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons16.07.2018 

Grenzüberschreitende Stromtrassen, ein europäisches "Supernetz" soll die Energiewende auf die Zielgerade bringen. In Wirklichkeit konterkarieren Vorstellungen eines europaweiten Stromaustauschs die Wende hin zu erneuerbaren Energien. Stromimporte sind nichts anderes als Kohle- und Atomstrom durch die Hintertür. Ein Kohleausstieg in Deutschland ist nichts wert, wenn stattdessen Kohlestrom importiert wird. Es bedarf einer nüchternen Debatte über die notwendigen Back-Up-Systeme für die Wind- und Solarenergie zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit. Weiter ..

Ausgeträumt

Keine Renaissance der Atomenergie in den USA

By Photographer: Eric Evenson, USGS [Public domain], via Wikimedia Commons15.07.2018 

Atomenergie ist weltweit vor allem in Ländern mit militärischen Atomwaffenprogrammen oder ihren engen Verbündeten verbreitet. Ein Drittel aller Atomenergie weltweit wird allein durch die USA produziert. Frankreich steht mit 15% der globalen Atomenergieproduktion an Platz zwei, gefolgt von China mit 9% und Russland mit 7,5%. Großbritannien liegt mit 2,5% dagegen relativ abgeschlagen auf Platz 9 der atomenergieproduzierenden Staaten. Zusammen produzieren die 5 offiziellen Atomwaffenstaaten rund 2/3 der Atomenergie weltweit. Atomenergie ist also bei weitem kein globales Phänomen, sondern auf eine Handvoll von Staaten begrenzt, wobei die USA das mit Abstand wichtigste Land für die militärische und zivile Atomindustrie bleiben.

Atomkonzerne erhalten Entschädigung in unbekannter Höhe

By Pixspot.de [CC BY-SA 4.0  (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons11.07.2018 

Vor der Bundestagswahl 2017 hatte die IPPNW vor hohen Entschädigungszahlungen an die Atomkonzerne gewarnt. Nun hat der Deutsche Bundestag eine Entschädigung für Atomkonzerne beschlossen. Das Bundesverfassungsgericht hatte für den Atomausstieg von 2011 lediglich eine „angemessene“ Entschädigung verlangt, nicht aber einen „vollen Wertersatz“ für entgangene Gewinne. Darauf hatte die IPPNW schon 2017 in einem Offenen Brief an die Parteivorsitzenden nachdrücklich hingewiesen. Dennoch könnten nun unnötig viele Steuergelder an die Atomindustrie ausgezahlt werden.

IPPNW-Pressemitteilung vom 26.04.2018

Erwägt die GroKo eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken?

Tschernobyl-Jahrestag

Chernobyl Nuclear Power Plant, Mond, Wikipedia, Creative-Commons 3.026.04.2018 

In Kürze soll im Bundeswirtschaftsministerium darüber entschieden werden, ob Atomkonzerne finanzielle Ausgleichszahlungen für den Atomausstieg erhalten oder ob es erneut zu Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken kommen wird. Die Ärzteorganisation IPPNW fordert die Bundesregierung auf, den Willen der Mehrheit der Menschen in Deutschland zu respektieren und jeglichen Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken eine klare Absage zu erteilen.  „Heute jährt sich die atomare Katastrophe von Tschernobyl. Sie erinnert uns daran, dass die atomare Kette - angefangen mit dem Uranabbau über den Betrieb von Atomkraftwerken und der "Endlagerung" von Atommüll bis hin zur Produktion und dem Einsatz von Atomwaffen - mit erheblichen Gefahren für Gesundheit und Leben der Menschheit verbunden ist“, erklärt der IPPNW-Vorsitzende Dr. Alex Rosen.

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