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taz, 13.06.2017

Die Mehrheit ist für Verhandlungen

Drei Viertel der Deutschen sind dafür, in Verhandlungen über ein Verbot der Nuklearwaffen einzusteigen. Die Bundesregierung boykottiert diese bislang.

13.06.2017 

Drei Viertel aller wahlberechtigten Deutschen wollen, dass sich die Bundesregierung an den bislang von ihr boykottierten UNO-Verhandlungen über ein weltweites und vollständiges Verbot von Atomwaffen beteiligt. Jeweils zwölf Prozent sprechen sich dagegen aus oder haben keine Meinung zu der Frage. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, deren Ergebnis der taz vorliegt.

Die Verhandlungen über das Atomwaffenverbot, an denen sich bislang 138 der 193 Mitgliedstaaten in der UNO-Generalversammlung beteiligen, gehen am Donnerstag in die zweite Runde. Russland und die USA fehlen ebenso wie die meisten europäischen Nato-Staaten inklusive Deutschland.

SWR1, 11.06.2017

"Die Endzeituhr steht auf wenige Minuten vor 12"

Rund 15.000 nukleare Sprengköpfe bedrohen laut Angaben des Internationalen Friedensforschungsinstituts in Stockholm die Welt. Eine Gefahr, die immer schwieriger zu kontrollieren ist, warnen Kritiker. Sie hoffen auf ein globales Atomwaffenverbot.

11.06.2017 

Die Lage ist äußerst angespannt. Gerade erst hat Nordkorea wieder mehrere Marschkörper getestet, was vor allem seine unmittelbaren Nachbarn Südkorea und Japan beunruhigt. Internationale Proteste schrecken Machthaber Kim Jong Un nicht. Er bastelt konsequent an einer Langstreckenrakete mit atomarem Sprengkopf, die es bis in die USA schaffen könnte. Seit 2006 hat das Land nach eigenen Angaben fünf Atomwaffentests durchgeführt. Für den Mediziner Alex Rosen vom Verein Internationale Ärzte für die Verhütung eines Atomkrieges IPPNW ist die Bedrohung heute größer als noch zur Zeit des Kalten Krieges: "Die Endzeituhr steht auf wenige Minuten vor 12".

Enorm, 06.06.2017

"Wer kein Geld hat, stirbt"

Das Gesundheitssystem in Griechenland ist in katastrophalem Zustand. Hunderte Ärzte und andere Freiwillige wollen das ändern: Sie haben Solidarische Kliniken aufgebaut, behandeln kostenlos – und machen Druck auf die Politik

06.06.2017 

Neulich hatte Chrissida Sarike wieder einen dieser „Oh-mein-Gott-Fälle“ auf dem Behandlungsstuhl sitzen. „Der Mann hatte einen dunklen Fleck am Zahnfleisch. Aber als ich ihn untersuchte, stellte ich fest, dass alle Zähne kaputt waren“, sagt die Zahnärztin. „Keine Ahnung, wie er das ausgehalten hat.“ Sie kippt ihre Hand zum Mund. Soll heißen: Vermutlich hat sich der Mann mit Ouzo betäubt. „Viele kommen erst, wenn sie die Schmerzen nicht mehr ertragen.“ Die 65-Jährige seufzt. Dann sortiert sie weiter Zahnsteinkratzer, Mundspiegel und Bohrer. Die Medizinerin schaut oft in Münder, die sie entsetzen: „Ich habe Patienten aus der Mittelschicht, die ihre Zähne immer gepflegt haben. Wenn sie jetzt eine Krone brauchen, sagen sie, reiß‘ den Zahn raus, ich kann mir keine Krone leisten.“

Mittelbayerische Zeitung, 31.05.2017

Zeit, Atomwaffen zu ächten!

Die Deutschen befürworten ein Verbot von Atomwaffen. Die Regierung findet dennoch Gründe, UN-Verhandlungen zu unterlaufen.

31.05.2017 

Diese Woche ist die Menschheit dem Ziel einer atomwaffenfreien Welt einen Schritt näher gekommen: Seit Montag liegt erstmals ein Vertragsentwurf zur Ächtung von Atomwaffen vor. Zwei Drittel aller Staaten der Welt, 132 an der Zahl, hatten für dieses Dokument bei Verhandlungen in New York im März dieses Jahres die Grundlage gelegt. In dem Vertragsentwurf weisen sie auf die katastrophalen humanitären Folgen von Atomwaffen hin und stellen unmissverständlich fest, dass jeglicher Einsatz dieser Waffen unvereinbar wäre mit dem Völkerrecht, insbesondere den Genfer Konventionen. Atomwaffen zu stationieren bedeutet, einen Massenmord an der Zivilbevölkerung eines anderen Staates anzudrohen.

Ärzteblatt, 23.05.2017

UN-Atomwaffenverbot: IPPNW bewertet Vertragsentwurf positiv

23.05.2017 

Die ärztliche Friedensorganisation Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) hat den ersten offiziellen Vertragsentwurf für ein weltweites Atomwaffenverbot positiv bewertet. Am 22. Mai hatten die Vereinten Nationen (UN) den Entwurf nach einer Verhandlungsrunde in Genf vorgestellt. Er soll die Grundlage für die am 15. Juni beginnende zweite Verhandlungs­runde sein.

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