IPPNW.DE

Präambel der Gründungs-Erklärung der internationalen IPPNW (1980)

Dokumente und Erklärungen

In ihrer Gründungserklärung erklärt die IPPNW die Verhinderung eines atomaren Krieges als höchste Aufgabe präventiver Medizin und fordert die Abrüstung von Atomwaffen in Ost und West.

Aufruf an alle Ärzte der Welt! (1981)

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Verabschiedet von den TeilnehmerInnen der ersten internationalen Konferenz "Ärzte für die Verhütung eines Atomkrieges" in Airlie, Virginia/USA am 23. März 1981

Gründungsresolution der bundesdeutschen IPPNW (1982)

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Die Gründungs-Resolution wurde in Übereinstimmung mit dem Appell der "International Physicians for the Prevention of Nuclear War" verabschiedet. Die ErstunterzeichnerInnen galten als Gründungsmitglieder. Die Zugehörigkeit zur bundesdeutschen IPPNW, die noch nicht ein eingetragener Verein war, wurde allein und unbürokratisch durch die Unterschrift unter die Resolution besiegelt.

Aufnahmeantrag der DDR-Sektion (1982)

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Die offizielle IPPNW - das Komitee "Ärzte der DDR zur Verhütung eines Nuklearkrieges" - wird auf Beschluss des Ministerrates der DDR gegründet. Mitglieder werden auf Geheiß der SED system-prägende WissenschaftlerInnen und ÄrztInnen, die nach außen fachliche und politische Reputation hatten und nach innen den DDR-typischen Proporz der "Nationalen Front" wiederspiegeln.

Frankfurter Erklärung (1982)

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In dieser Selbstverpflichtung erklären die Ärzte, sich nicht an Schulung oder Fortbildung in Kriegsmedizin zu beteiligen und als Arzt nur eine einzige auf den Kriegsfall bezogene Form der Prävention anzuerkennen, nämlich die Verhütung des Krieges selbst mit allen Anstrengungen.

Beschluss des deutschen Ärztetags (1982)

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Es gelang IPPNW-Mitgliedern, auf dem 85. Deutschen Ärztetag in Münster eine Mehrheit für eine Resolution zu finden, die eine langfristigen, konsequenten Friedenspolitik und die Aufklärung der Bevölkerung über die Folgen und Wirkung insbesondere der atomaren, chemischen und bakteriologischen Massenvernichtungs-Mittel fordert.

Ärztliche Verpflichtungs-Formel (1983)

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Botschaft an die IPPNW von UN-Generalsekretär Javier Perez von Cuellar, Amsterdam 1983

Amsterdamer Aufruf (1983)

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Der "Aufruf der Internationalen Ärzte zur Beendigung des atomaren Rüstungswettlaufs" wurde während des 3. IPPNW-Welt-Kongresses in Amsterdam entwickelt. Die Petition wurde von den 219 Kongressdelegierten aus 43 Ländern unterstützt. Ein Jahr lang sollte sie in allen Ländern Verbreitung finden, in denen Ärzte gegen das atomare Wettrüsten aktiv sind.

Tübinger Erklärung (1984)

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Die Ärzte erklären, dass sie verstärkt Aufklärung der Bevölkerung betreiben werden. Die Fortbildung in Kriegs-, genannt Katastrophenmedizin, wollen sie verweigern, auch wenn sie gesetzlich dazu verpflichten würden. Die Militarisierung des Gesundheitswesens, Sozialabbau und die sog. Kostendämpfung tragen sie nicht mit, sondern wollen ihre Entscheidungen auf der Grundlage der ärztlichen Ethik treffen.

An meine Patienten (1984)

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"Als Arzt bin ich verpflichtet, meine Patienten über jede ernste Gefahr aufzuklären, die ihr Leben oder ihre Gesundheit bedroht. Atomwaffen sind eine solche Gefahr."

Memorandum zum 8. Mai (1985)

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Die Ärzte rufen sich zum 40. Jahrestag des Kriegsendes in Erinnerung, welchen unheilvollen Beitrag zahlreiche Vertreter der deutschen Medizin, Anthropologie und Biologie zur Förderung der menschenverachtenden Politik des nationalsozialistischen Regimes geleistet haben.

Medical Prescription der IPPNW (1985)

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In dieser Erklärung schlagen die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges ein Moratorium aller nuklearen Explosionen vor!

Verleihung des Friedensnobelpreises, Oslo 1985

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"Der diesjährige Preis bezieht sich mehr auf das Problem der Abrüstung, aber auch, auf einer tieferen Ebene, auf die Menschenrechte - vielleicht sogar auf das grundlegendste Menschenrecht - das Recht zu leben. Das Recht auf ein Leben und eine Zukunft für uns alle, für unsere Kinder und für unsere Enkel. Ja, bezieht sich auf das Recht der ungeborenen Generation, diese Erde zu erben, die wir heute für sie verwalten.
" Dieses Grundrecht des Menschen hat die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges veranlasst, diesen Weg zu wählen. Und wenn sie jetzt den Friedennobelpreis erhalten, so geschieht dies in Anerkennung einer konstruktiven Leistung für die Sache des Friedens." (Auszug aus der Rede vom Vorsitzenden des Norwegischen Nobel-Komitees, Egil Aarvik)

Zeit zum Aufwachen! (1986)

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Anläßlich der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl warnt die IPPNW vor der Gefahr atomarer Katastrophen und fordert den Ausstieg aus der Atomenergie.

Medizinische Verordnung (1986)

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Die IPPNW erklärt ein Moratorium für sämtliche Atomtests zu ihrer "Medizinischen Verordnung" für das kommende Jahr.

Appeal to the medical students all over the world (1987)

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"Let every city with a medical institute be a city free of nuclear weapons! Let cities, zones and states free of nuclear weapons increase in number to the complete elimination of nuclear weapons!" (Auszug aus dem Appell)

What we believe (1987)

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Wir glauben, dass die Abschaffung atomarer Waffen helfen könnte, den Teufelskreis der gegenseitigen Angst und Bedrohung zu durchbrechen, die das Wettrüsten verstärkt."

Europa, unser gemeinsames Haus Sicherheit ohne Atomwaffen (1987)

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In der Erklärung werden die europäischen Regierungen aufgerufen, sich für einen vollständigen Atomteststopp als ersten Schritt der atomaren Abrüstung einzusetzen.

Günther Anders

Botschaft an die IPPNW (1988)

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Günther Anders ruft in seiner Botschaft an die IPPNW die Parole aus "Sicherheit durch die Zerstörung der Zerstörungsmittel".

Worpsweder Erklärung (1989)

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In dieser Erklärung weist die IPPNW auf die Bedrohung von Massenvernichtungswaffen wie chemischen Kampfstoffen und biologischen Waffen hin.

Resolution (1989)

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Die Ärzte fordern in Worpswede die Abschaffung und Ächtung aller Atom-, Chemie- und bakteriologischen Waffen sowie ein konventionelles Herunterrüsten bis zur Stufe reiner Verteidigungspotentiale.

Würzburger Erklärung (1989)

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50 Jahre nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen und damit dem Beginn des 2. Weltkriegs gedenkt die IPPNW in dieser Erklärung den Opfern des Nationalsozialismus und setzen sich für eine Politik des gegenseitigen Verstehens und für eine die Würde des Menschen achtende Medizin ein.

Ärzte-Appell an die Regierenden der DDR und der B

Gemeinsamer Appell der beiden deutschen Sektionen und die Antwort von Erich Honecker (1989)

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Die Ärzte der Sektionen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik der Vereinigung "appellieren an den Bundespräsidenten der BRD, Richard von Weizsäcker, den Bundeskanzler der BRD, Helmut Kohl, den Vorsitzenden des Staatsrates der DDR, Erich Honecker, und den Vorsitzenden des Ministerrates der DDR, Willi Stoph, gerichtet, sich gegen jegliche Modernisierung von nuklearen Kurzstreckenraketen einzusetzen, die unsere Mitmenschen in beiden deutschen Staaten vernichten würden. Erich Honecker antwortet, dass die DDR dafür eintrete, dass möglichst bald Verhandlungen über die Reduzierung und schließlich völlige Beseitigung der taktischen Kernwaffen in Europa in Gang kommen.

Potsdamer Erklärung (1989)

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Die europäischen Sektionen der IPPNW appellieren in Potsdam an die Führer der NATO-Staaten am Vorabend des 40. Jahrestages der Gründung der NATO den historischen Fortschritt des INF-Vertrages nicht zu gefährden.

Berliner Erklärung (1990)

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Die IPPNW appelliert an alle Regierungen Europas und der Welt das nukleare Wettrüsten zwischen Ost und West zu beenden.

Kieler Erklärung (1990)

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Die Ärzte fordern vor dem Hintergrund der Gefahren der Atomenergie für Gesundheit und Leben vom Uranabbau bis zum Atommüll den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie.

Mitgliederversammlung in Kassel (1991)

Bundeswehr in alle Welt?

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Die Mitgliederversammlung lehnt eine Grundgesetzänderung ab, die das Ziel hat, an kriegerischen Handlungen im Rahmen der UNO teilzunehmen und die Bundeswehr zum Krisenmanagement einzusetzen und fordert, dass UNO-Friedenstruppeneinsätze ("Blauhelm-Missionen") ausschließlich von kleineren, möglichst neutralen Ländern ausgeführt werden .

Schützt die Opfer, wehret den Tätern! (1991)

Dokumente und Erklärungen

In der Erklärung ruft der IPPNW-Vorstand Mitglieder und Freunde sowie die Bevölkerung auf, in jedem Dorf und jeder Stadt des Landes Solidarität mit von bedrohten Ausländern zu demonstrieren und aktiv zu deren Schutz vor Übergriffen beizutragen.

Berliner Erklärung (1992)

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"Zu Lasten der armen Völker, zu Lasten der nachfolgenden Generationen und allen künftigen Lebens überhaupt betreiben die führenden Industrieländer noch immer eine sozial und ökologisch rücksichtslose egoistische Macht- und Expansionspolitik. Die anschwellenden Flüchtlingsströme und die katastrophalen Formen der Naturzerstörung veranlassen uns Ärztinnen und Ärzte zu dem Alarmruf, unverzüglich diese Unverantwortlichkeit zu stoppen." (Auszug aus der Berliner Erklärung)

Wiener Erklärung (1992)

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Anlässlich des Krieges in Kroatien und Bosnien-Herzegowina fordert den europäischen Sektionen der IPPNW die sofortige Einstellung des Krieges in Bosnien und Herzegowina und Kroatien, die Beendigung aller Gewalt und den Beginn schneller Maßnahmen, um die Verbreitung des Krieges in andere Regionen zu verhindern.

Erklärung des öffentlichen Gewissens (1992)

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Rund 3 Millionen Erklärungen des öffentlichen Gewissens wurden gesammelt und an den Internationalen Gerichtshof in Den Haag als Teil des Projekt Weltgerichtshof übergeben. Die Erklärungen berufen sich auf die "De Martens-Klausel" der Haager Konvention von 1907, die niederlegt, dass das öffentliche Gewissen bei Völkerrechts-Fragen berücksichtigt werden solle.

Potdsamer Erklärung (1992)

Dokumente und Erklärungen

In dieser Erklärung tritt die IPPNW für das individuelle Recht auf Asyl ein, das kein verzichtbares Erinnerungsdenkmal darstelle, sondern als eine unserer wichtigsten in die Zukunft weisenden demokratischen Errungenschaften anzusehen und zu verteidigen sei.

Unser Rezept für die Zukünft: Abschalten! Abrüsten! (1992)

Dokumente und Erklärungen

In der Erklärung fordern die Ärzte, alle Atomkraftwerke in Deutschland noch in diesem Jahrhundert abzuschalten und auf Atomtechnologie vollständig zu verzichten sowie Deutschland in eine atomwaffenfreie Zone zu verwandeln.

Rezept gegen den Atomkrebs (1995)

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Im Namen der internationalen IPPNW hielt Xanthe Hall vor den DelegiertInnen der Konferenz zur Verlängerung und Überprüfung des Atomwaffen-Sperrvertrags 1995 eine Ansprache. Die in englischer Sprache gehaltene Rede, hier übersetzt, hinterließ laut Anwesenden einen besonders starken Eindruck.

Abolition 2000-Erklärung für die Abschaffung aller Atomwaffen (1995)

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Diese Erklärung wurde von den an der Konferenz zur Überprüfung und Verlängerung des Atomwaffensperr-Vertrags beteiligten Nicht-Regierungs-Organisationen in New York, 25. April 1995 verabschiedet. Innerhalb einer Woche unterschrieben mehr als 200 Organisationen der Erklärung.

Nürnberger Kodex (1997)

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"Die freiwillige Einwilligung der Versuchsperson ist unbedingt erforderlich. Das heißt, dass der Betreffende die anerkannte Fähigkeit haben muss, seine Einwilligung zu geben." (Aus Punkt 1 des Nürnberger Kodex)

Moratorium für neue Gentests (1997)

Dokumente und Erklärungen

Die IPPNW-Mitgliederversammlung in Bonn fordert ein Moratorium für Gentests.

Manifest von Schlaining (1997)

Dokumente und Erklärungen

Die europäische Tagung "Ein atomwaffenfreies Europa" in Burg Schlaining warnte vor einer bedrohlichen Ausweitung der Rolle von Atomwaffen als Ergebnis der NATO-Osterweiterung und der Europäisierung nationaler Atombomben.

Würzburger Erklärung (2000)

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"Unsere Hoffnung auf eine substantielle Humanisierung der Welt zu Beginn des neuen Jahrtausends ist gefährdet: durch die sich verschärfende Unterentwicklung in vielen Ländern als Ausdruck einer ungerechten Welt-Wirtschaftsordnung; durch die wachsende soziale Ausgrenzung im eigenen Land; durch den brutalen Umgang mit Flüchtlingen; durch eine zunehmend akzeptierte militärische Gewaltpolitik bei steigender atomarer Bedrohung. Unsere Gesellschaften sind krank." (Auszug aus der Würzburger Erklärung)

IPPNW 15th World Congress

Declaration of Paris (2000) Health through Peace

Dokumente und Erklärungen

"Physicians, fellow health workers and students from 38 countries have met in Paris at the 14th Congress of International Physicians for Prevention of Nuclear War (IPPNW) to affirm that the survival of the world and the health of its people require the rule of peace and law within and between nations."

Resolution "Israel/Palästina, und die Rolle Deutschlands"

Dokumente und Erklärungen

"Die deutsche Sektion der IPPNW verfolgt mit Betroffenheit und großer Sorge die Konfrontation zwischen der israelischen Staatsmacht und der palästinensischen Bevölkerung vor allem in den besetzten Gebieten. Wir appellieren an alle Beteiligten, der Erkenntnis Rechnung zu tragen, dass Sicherheit und ein menschenwürdiges Leben für Alle in der Region nicht durch militärische und terroristische Gewalt erreicht werden kann, sondern nur durch eine für alle Seiten akzeptable Friedenslösung."

Berliner Erklärung (2002)

Dokumente und Erklärungen

"Zwanzig Jahre nach Gründung der deutschen IPPNW-Sektion ist die Gefahr eines Krieges mit Nuklearwaffen wieder unmittelbar präsent. Nicht gegen eine andere Supermacht, sondern gegen feindliche Staaten auch ohne atomare Bewaffnung oder gar gegen islamistische Kämpfer in afghanischen Höhlen will die einzige Weltmacht USA neue Kernwaffen entwickeln und anwenden."

15th World Congress

Summit for Survival:The Washington Declaration (2002)

Dokumente und Erklärungen

"We, participants in the 15th World Congress of the International Physicians for the Prevention of Nuclear War, have been reminded that the ancient enemies of mankind - hunger, pestilence, poverty, and war continue to claim millions of lives each year, but now are joined by new, acute threats: weapons of mass destruction, landmines, small arms, and global environmental damage, all driven by global inequities and the yawning gap between the Global North and the Global South."

Frankfurter Appell (2003)

Dokumente und Erklärungen

"Der gegenwärtige Krieg im Irak ist ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg. Die Vorbereitung und Durchführung eines solchen Krieges ist nach der Charta der Vereinten Nationen und nach Art. 26 unseres Grundgesetzes verboten und nach § 80 des deutschen Strafgesetzbuches unter hohe Strafe gestellt."

17th World Congress

If you want peace, work for health! Helsinki Statment, 2004

Dokumente und Erklärungen

"We, participants in the 15th World Congress of the International Physicians for the Prevention of Nuclear War, have been reminded that the ancient enemies of mankind - hunger, pestilence, poverty, and war continue to claim millions of lives each year, but now are joined by new, acute threats: weapons of mass destruction, landmines, small arms, and global environmental damage, all driven by global inequities and the yawning gap between the Global North and the Global South."

16th World Congress

The Beijing Declaration (2006)

Dokumente und Erklärungen

"More than 60 years ago, the US atomic bombings of Hiroshima and Nagasaki put the world on notice that we are living on borrowed time. More than 40 years ago, physicians and scientists described how a nuclear war would kill tens of millions of people indiscriminately, destroy entire societies and ecosystems, and cause cancers and genetic damage in unborn generations. In time we learned that, at its worst extreme, a nuclear exchange involving thousands of warheads could cause a nuclear winter that would lead to the extinction of humankind."

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