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Aktuelles zum Thema "Naher und Mittlerer Osten"

IPPNW-Pressemitteilung vom 3.05.2017

Unabhängigkeit medizinischer Versorgung verteidigen

Prozess und Verurteilung von Dr. Serdar Küni in der Türkei

Dr. Sedar Küni. Foto: TIHV.org03.05.2017 

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW hat Außenminister Sigmar Gabriel heute in einem Schreiben aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass der Revisionsprozess von Dr. Sedar Küni in der Türkei nach rechtsstaatlichen Grundsätzen geführt wird, und die Unabhängigkeit medizinischer Versorgung zu verteidigen. Dr. Serdar Küni, Arzt in Cizre und Vertreter der türkischen Menschenrechtsstiftung, ist am 24. April 2017 vom Strafgericht in Sirnak zu 4 Jahren und 2 Monaten Gefängnis verurteilt worden.

Neues Rehabilitationszentrum nahe Mossul

Die Jiyan Foundation hilft traumatisierten Opfern vor Ort

Foto: (c) Jiyan Foundation for Human Rights10.04.2017 

Als der so genannte Islamische Staat (IS) 2014 die Stadt Mossul, Sinjar und die Nineve Ebenen angriff, wurden binnen weniger Wochen etwa eine Million Menschen vertrieben. Seit Oktober 2016 verschlechterte sich die Situation zunehmend, als die irakische Armee, Peschmerga-Truppen, verbündete Milizarmeen und die internationale Koalition eine Militäroperation begannen, um Mossul zurückzuerobern. Die Zahl der sicherheitsrelevanten Vorfälle hat sich vervierfacht, was zu großflächigen Zerstörungen und Vertreibungen der Zivilbevölkerung führte.

Pressemitteilung vom 15.03.2017

Prozessbeobachtung in der Türkei: Alle Zeugen widerrufen unter Folter gemachte Aussagen

Dr. Serdar Küni mit Terrorismusvorwurf weiter in Haft

Der Arzt Dr. Serdar Küni ist Vertreter der türkische Menschenrechtsstiftung in Cizre. Foto: Yeni Özgür Politika15.03.2017 

Bezirk Şırnak  Der türkische Arzt und Menschenrechtler Dr. Serdar Küni befindet sich seit Oktober 2016  in Haft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, während des jüngsten Krieges im Südosten der Türkei "mutmaßlich Militante behandelt zu haben" und Mitglied der PKK zu sein. Gestern wurde sein Fall vor dem Bezirksgericht in Şırnak verhandelt. Obwohl alle von der Staatsanwaltschaft eingebrachten Zeugen ihre Aussagen widerriefen, wurde Künis Untersuchungshaft bis zum nächsten Verhandlungstermin, dem 24. April 2017, verlängert.

Stellungnahme der IPPNW (Deutsche Sektion)

Große Anfrage zu den Folgen des sog. "Krieges gegen den Terror"

Bundestagsdebatte am 26. Januar 2017

Inge Höger präsentiert im Bundestag den IPPNW-Report "Body Count", Foto: Bundestag24.01.2017 

Am 16. November 2016 beantwortete die Bundesregierung die Große Parlamentarische Anfrage „Erfahrungen aus 14 Jahren „Krieg gegen den Terror“ – Eine Bilanz in Irak, Afghanistan, Pakistan“ (Bundestagsdrucksache Nr. 18/7991 vom 22. März.2016). Am 26. Januar 2017 wird die Antwort im Bundestag debattiert. Der Text umfasst 64 Seiten (und 223 Seiten Anhänge), bleibt wesentliche Antworten auf die 101 gestellten Fragen aber schuldig:

Blogbeitrag von Dr. Angelika Claußen

Unter Anklage

Menschenrechtsverteidiger in der Türkei

Vor Gericht: Sebnem Korur Financi, Erol Önderuglu, Ahmet Nesin und Inan Kizilkaya – Istanbul, 11. Januar 2017. Foto: TIHV/Twitter12.01.2017 

„Zahlreiche Menschenrechtsorganisationen in der Türkei sind in Gefahr – wir Menschenrechtsverteidiger müssen jeden Tag mit neuen Angriffen der Erdogan-Regierung rechnen. Aber wir werden nicht aufgeben. Für uns sind Menschenrechte wie die Luft zum Leben“, rief Prof. Sebnem Korur Fincanci, Vorsitzende der türkischen Menschenrechtsstiftung und Trägerin des Medical Peace Work Award, den Mitgliedern der internationalen Delegation zu, die zur Prozessbeobachtung gekommen waren. Die Pathologieprofessorin, die bei zahlreichen Opfern von schweren Menschenrechtsverletzungen, national wie international, Folterspuren nachgewiesen hat, zeichnet sich durch ihre wissenschaftliche Expertise, ihren Mut und ihre Beharrlichkeit aus.

Ansprechpartner


Dr. Jens-Peter Steffen

Referent für Friedenspolitik
Tel. 030 / 698074 -13
Email: steffen[at]ippnw.de

Materialien

Palästina-Israel-Begegnungsreise

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