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Aktuelles zum Thema "Atomenergie und Sicherheit"

Pressemitteilung vom 23. März 2017

Urananreicherung und Brennelementefertigung umgehend beenden

Urananreicherung und Uranexporte heute Themen im Bundestag

Urananreicherungsanlage Gronau, Foto: Urenco Deutschland GmbH23.03.2017 

Gronau/Münster/Berlin  Die Urananreicherung im westfälischen Gronau sowie ein Stopp der Exporte von angereichertem Uran aus Gronau sowie von Brennelementen aus dem emsländischen Lingen für marode und gefährlich störanfällige Atomkraftwerke in Belgien und Frankreich – wie z. B. Doel, Fessenheim und Cattenom – stehen heute auf der Tagesordnung des Bundestages. Beraten werden ausstiegsorientierte Anträge der Bundestagsfraktionen der Linken und Grünen. Im Rahmen der ebenfalls heute stattfindenden Beratungen zum Endlagersuchgesetz geht es auch um die Einbindung des massenhaften Gronauer Uranmülls bei der Auswahl eines möglichen Standortes.

Gefahren von Siedewasserreaktoren

'Ausfall der Hauptwärmesenke' trug in Fukushima zu Super-GAU bei

By KEI (本人による撮影) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons14.03.2017 

Zwölf Kilometer südlich des 2011 havarierten Atomkraftwerks Fukushima Daiichi (Fukushima I) befindet sich das Atomkraftwerk Fukushima Daini (Fukushima II). Auch Fukushima Daini war am 11. März 2011 von Erdbeben und Tsunami massiv betroffen, die Beherrschung des Störfalls verlief hoch-dramatisch. Das Öko-Institut, Gutachter der deutschen Atomaufsicht, verglich in einer Studie die Ereig-nisabläufe in den beiden Atomkraftwerken und kam zu einem bemerkenswerten Ergebnis: Dass in Fukushima Daini die externe Stromversorgung aufrechterhalten werden konnte und es somit u.a. nicht zum frühzeitigen Ausfall der Hauptwärmesenke gekommen war, wirkte sich „günstig“ auf den Ereignisablauf aus. Demgegenüber kam es in Fukushima Daiichi gleich zu Unfallbeginn in allen drei havarierten Blöcken zum Ausfall der Hauptwärmesenke, was dort offenbar zum katastrophalen Unfallverlauf beitrug. In Deutschland wird seit etlichen Jahren über Siedewasserreaktoren und über die vom ‚Ausfall der Hauptwärmesenke‘ ausgehenden Gefahren diskutiert. Lesen ..

Information der Ulmer Ärzteinitiative 1.3.2017

Betreiber verschweigt „Ausfall der Hauptwärmesenke“ 2015

Gundremmingen C

AKW Gundremmingen, Hans-Ulrich Ansebach/Shotshop.com01.03.2017 

Im Gegensatz zur Atomaufsicht haben RWE und E.On bislang verschwiegen, dass die Reaktorschnellabschaltung im Atomkraftwerksblock Gundremmingen C am 25. März 2015 mit einem ‚Ausfall der Hauptwärmesenke‘ verbunden war. Die Ulmer Regionalgruppe der Ärzteorganisation IPPNW kritisiert, dass der Betreiber des Atomkraftwerks Gundremmingen zuletzt noch im Februar 2017 einen falschen Eindruck über die Abläufe im März 2015 vermittelt hat. Ein ‚Ausfall der Hauptwärmesenke‘, also die Unterbrechung der Dampfabgabe an den Kondensator wird vom Betreiber als sogenannter ‚Auslegungsstörfall‘ bezeichnet. Die IPPNW Ulm weist erneut darauf hin, dass der ‚Ausfall der Hauptwärmesenke‘ unter ungünstigen Bedingungen in Gundremmingen zu einem Super-GAU führen kann.

Aus dem ATOM-Energie-Newsletter Februar 2017

Störfälle und Brennelementschäden im Atomkraftwerk Gundremmingen

By Myratz (Own work) [CC BY 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons15.02.2017 

In dem von RWE und E.On betriebenen Siedewasserreaktor Gundremmingen kam es nach Angaben der Aufsichtsbehörden in den Jahren 2015 und 2016 wiederholt zu Brennelement-Schäden und zu einer Undichtigkeit an einem Sicherheitsventil. Diese Vorkommnisse sind äußerst besorgniserregend und geben Anlass, erneut die Frage nach der Sicherheit der Anlage aufzuwerfen. Der IPPNW liegt eine lange Liste mit brisanten Störfällen in deutschen Siedewasserreaktoren vor.

Bekannte Atomunfälle mit Kernschmelze

05.02.2017 

Von Tschernobyl und Fukushima hat fast jeder gehört. DieTeil-Kernschmelze in Harrisburg zählt zu den Auslösern der Anti-Atomkraft-Bewegung. Kaum bekannt ist, aber, dass es schon sehr viel häufiger zu Unfällen in Atomkraftwerken mit Kernschmelzen  kam. Die Dunkelziffer könnte erheblich sein.Wir dokumentieren geringfügig modifizierte Kurzdarstellungen von Wikipedia. 

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