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Aktuelles zum Thema "Atomenergie und Sicherheit"

Aus dem IPPNW-Forum 149/2017

Der Weg für einen Exportstopp ist frei

Brennelemente-Lieferungen aus Lingen in die grenznahen Pannenreaktoren sind rechtlich zweifelhaft

Foto: von Pay Numrich (Pay Numrich; feinfrisch.net) [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons06.06.2017 

Die Brennelementefabrik in Lingen gehört einer Tochterfirma des französischen Konzerns Areva und hat genau wie die Urananreicherungsanlage von Urenco in Gronau eine zeitlich unbefristete Betriebserlaubnis – trotz deutschem Atomausstieg. Beide Betriebe exportieren ihr gefährliches Gut in alle Welt. Aktuelle Medienaufmerksamkeit findet die Brennelementefabrik Lingen, weil von hier aus die grenznahen Atomkraftwerke Tihange, Doel, Fessenheim und Cattenom beliefert werden, die nachgewiesene hohe Sicherheitsmängel aufweisen.

IPPNW-Pressemitteilung vom 17.05.2017

Urananreicherung beenden: Keine Unterstützung der US-Atomwaffen-Produktion mit deutscher Zustimmung

Mündliche Anfrage im Bundestag: Urenco-Uran für die USA

Proteste vor dem Niederländischen Parlament gegen URENCO-Verkauf, Foto: umweltfairaendern.de17.05.2017 

Die deutsch-niederländisch-britische Atomfirma „Urenco“ sieht keine rechtlichen Hindernisse, angereichertes Uran für die Herstellung von Tritium zur Verwendung in US-amerikanischen Atomwaffen zu liefern. Das geht aus einem Bericht des US-Energieministeriums (2014) hervor. Auch das „Joint Committee“, das staatliche Überwachungsorgan über die Tätigkeiten der Urenco habe dem zugestimmt. In diesem Gremium sitzt auch die Bundesregierung – mit Veto-Recht. Die  IPPNW fordert die Bundesregierung auf, öffentlich klar zu stellen, dass Uran, das mit Urenco-Technologie hergestellt wird, nicht zur Atomwaffenproduktion verwendet wird. Zudem erneuert die Ärzteorganisation ihre Forderung, die Urananreicherung in Deutschland zu beenden.

Aus dem ATOM-Energie-Newsletter Mai 2017

Waldbrände in Fukushima

von רונית בן צבי בת משפחה (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons12.05.2017 

Seit mehr als 6 Jahren leben die Menschen in Japan mit den Folgen der Atomkatastrophe von Fukushima. Durch Trockenheit und starke Windböen ist nun eine weitere, bislang wohl unterschätzte Gefahr hinzugekommen: Waldbrände in radioaktiv kontaminierten Regionen rund um die AKW-Ruinen.

Presseinformation der Ulmer Ärzteinitiative, 5.05.

GRS warnte schon lange vor Brennelementeschäden

Atomkraftwerk Gundremmingen

Kampagne: AKW Gundremmingen – Wer B sagt, muss auch C sagen!, Grafik: ausgestrahlt.de05.05.2017 

Aktuelle Recherchen der Ulmer Ärzteinitiative/IPPNW, des Physikers Reiner Szepan und des Kernphysikers und Europaabgeordneten, Prof. Dr. Klaus Buchner, ergaben, dass die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) bereits 2013 vor ernsthaften Brennelementeschäden bei Ausfällen der Hauptwärmesenke im Atomkraftwerk Gundremmingen gewarnt hatte. Anlässlich der vor Jahren geplanten Leistungserhöhung des Atomkraftwerks Gundremmingen B/C hatte die GRS auf die Gefahr von Brennelementeschäden bei Ereignissen mit „Ausfall der Hauptwärmesenke“ (HWS) hingewiesen.

Pressemittelung vom 27.04.2017

Neue Stellungnahme: Der Weg zum Exportstopp ist frei!

Ministerin Hendricks muss Brennelementexporte nach Belgien verbieten!

IPPNW-Pressekonferenz zur Vorstellung einer rechtlichen Stellungnahme zum Brennelementeexport aus Lingen, Foto: IPPNW27.04.2017 

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) kann und muss die Exporte von Brennelementen aus dem emsländischen Lingen für belgische und französische Pannenreaktoren verbieten. Dazu stellten heute in Berlin die Ärzteorganisation IPPNW sowie Vertreter von Anti-Atomkraft-Initiativen auf einer Pressekonferenz eine neue Stellungnahme der Juristin Dr. Cornelia Ziehm vor. „Die Bundesregierung darf sich nicht weiter hinter unhaltbaren Rechtsauslegungen verschanzen, in der die Wirklichkeit völlig ausgeklammert wird“, erklärt Dr. Angelika Claußen, Europavorsitzende der IPPNW, „das Leben und die Gesundheit der Bevölkerung haben eindeutig Vorrang.“

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