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Aktuelles zum Thema "Atomenergie und Gesundheit"

Lingen und Gronau

Deutschland beliefert belgische und französische Pannenreaktoren

von Pay Numrich (Pay Numrich; feinfrisch.net) [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons06.04.2017 

Nirgendwo ist der Zusammenhang zwischen dem deutschen und dem europäischen Atomausstieg so deutlich wie an den Atomstandorten Lingen und Gronau. Die Brennelementefabrik in Lingen gehört einer Tochterfirma des französischen Konzerns Areva und hat genau wie die Urananreicherungsanlage von Urenco in Gronau eine zeitlich unbefristete Betriebserlaubnis – trotz deutschem Atomausstieg. Beide Betriebe exportieren ihr gefährliches Gut in alle Welt.

Lieber aktiv als radioaktiv

Die IPPNW Regionalgruppe Aachen

15. März 2015 Internationale Demo am AKW Tihange, Foto: www.stop-tihange.org06.04.2017 

In der aktuellen Ausgabe des Newsletters möchten wir ein kurzes Schlaglicht werfen auf die beharrliche und effektive Arbeit der IPPNW-Gruppe in Aachen, die sich seit 1 1/2 Jahren intensiv um Aufklärung in Sachen Katastrophenschutz engagiert – und in der Region einiges in Bewegung bringen konnte.

Nachlässigkeit war Ursache für Super-GAU in Japan

By Philbert Ono (Originally uploaded by en:User:Photojpn.org) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons06.04.2017 

Ein Gericht in Japan hat dem AKW-Betreiber TEPCO und den japanischen Behörden Nachlässigkeit im Umgang mit bekannten Sicherheitsrisiken an den AKW-Standorten in Fukushima vorgeworfen und ein wegweisendes Urteil erlassen, das nachhaltige Folgen für die Zukunft der Atomenergie in Japan haben könnte.

Aus dem ATOM-Energie-Newsletter März 2017

145 Kinder in Fukushima mit Schilddrüsenkrebs

Schilddrüsenuntersuchung an einer privaten Klinik in Japan: Foto: Ian Thomas Ash13.03.2017 

Alle drei Monate werden in Fukushima die neuen Ergebnisse der Schilddrüsenuntersuchungen veröffentlicht. Ende Februar war es wieder soweit und im Vergleich zur letzten Datenveröffentlichung sind 10 weitere Krebsfälle hinzugekommen. Die Häufigkeit an Neuerkrankungen nimmt also weiterhin zu und übersteigt die normale Rate mittlerweile um das 27-fache.

Aus dem ATOM-Energie Newsletter März 2017

Fukushima - die andauernde Katastrophe

Der japanische Wirtschaftsminister Yosuke Takagi überprüft den gefrorenen Erdwall zum Schutz des Grundwassers. Foto: Tepco, 21.11.201613.03.2017 

Sechs Jahre nach Beginn der Atomkatastrophe von Fukushima leben die Menschen in Japan weiterhin mit den Folgen der Kernschmelzen. Die Ruinen des Atomkraftwerks Fukushima Dai-ichi sind weiterhin nicht unter Kontrolle. Im Inneren der havarierten Reaktorkerne wurden kürzlich Strahlendosen von 650 Sievert pro Stunde gemessen. Ein Mensch würde keine  Minute bei solch hohen Strahlenwerten überleben und auch Roboter können in den hoch verstrahlten Gebäuden nicht arbeiten. Die Bergung der geschmolzenen Brennstäbe wird, ähnlich wie in Tschernobyl, vermutlich für viele Jahrzehnte nicht möglich sein, so dass die maroden Kraftwerksgebäude bei zukünftigen Erdbeben, Tsunamis oder Stürmen eine hohe Gefahr für die gesamte Region darstellen.

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