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Aus IPPNW-Forum Juni 2010

Gefährlicher Staub

Uranmunition und ihre medizinischen Folgen

15.06.2010 

Depleted Uranium (DU) ist die englische Bezeichnung für abgereichertes Uran - ein Abfallprodukt, das bei der Anreicherung von Kernbrennstoff für Atomkraftwerke und von waffenfähigem Uran für Atombomben entsteht. Es wird von der Rüstungsindustrie zur Herstellung von panzer- und bunkerbrechender Munition verwendet. Uran-Geschosse entfalten aufgrund ihrer extrem hohen Dichte eine größere Durchschlagskraft als konventionelle Munition.

lesen ...[Liste aktueller Forschungsarbeiten zu DU]

Auf dem Weg zur Ächtung von Uranwaffen

Workshop in Berlin

20.04.2010 

„Auf dem Weg zur Ächtung von Uranwaffen“ war der Titel eines Workshops  von der ICBUW (Int. Coalition to Ban Uranium Weapons) in Zusammenarbeit mit der IALANA (Int. Association of Lawyers Against Nuclear Arms) und IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War) am 16./17. April 2010 in Berlin. Die Verstalter informierten über den aktuellen Stand der Kampagne mit Fokus auf Deutschland.

[Weitere Informationen]

IPPNW-Pressemitteilung vom 18.1.2010

USA suchen nach Alternativen zu Uranmunition

IPPNW fordert Ächtung von Uranwaffen

18.01.2010 

Die USA suchen derzeit nach Alternativen zu Uranmunition. Das hat die us-amerikanische Regierungsbehörde zur Beschaffung von Munition für die Armee (Maneuver Ammunition Systems) gegenüber der "Internationalen Koalition zur Ächtung von Uranwaffen" (ICBUW) bestätigt. "Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Abgereichertes Uran wurde in den beiden Irak-Kriegen systematisch eingesetzt und stellt mit großer Wahrscheinlichkeit eine wesentliche Ursache für die massiv ansteigenden Zahlen von Krebserkrankungen der irakischen Bevölkerung dar", erklärt die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen. Die Ärzteorganisation IPPNW fordert die deutsche Bundesregierung auf, dem Beispiel Belgiens zu folgen und die Produktion und den Einsatz von Uranmunition zu verbieten.

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Einladung zur Pressekonferenz, 15.7.2009, Istanbul

Abgereichertes Uran – Überbleibsel aus dem Irak-Krieg

Ärzte und Experten informieren über die epidemiologische Studie in Basra

13.07.2009 

Seit Mitte der 1990er Jahre berichten Ärzte aus Basra über einen rapiden Anstieg von Krebsfällen und Geburtsschäden. Sie nehmen an, dass dies auf die Umweltzerstörung durch im Kampf freigesetzte Schadstoffe zurückzuführen ist – wie z.B. abgereichertes Uran (Depleted Uranium, DU). Bisher ist kaum etwas unternommen worden, um das Ausmaß dieses Problems zu evaluieren.

lesen ...[International Coalition to Ban Uranium Weapons ]  [IPPNW-Stellungnahme zur DU-Munition]

NATO prüft die Gesundheitsfolgen von Uranwaffen erneut

Robert F. Simmons, Stv. Generalsekretär, Foto: NATO02.04.2009 

Bei einem Treffen mit AktivistInnen gegen Uranwaffen, sagte der stellvertretende NATO-Generalsekretär für Sicherheitskooperation und Partnerschaft, Robert F. Simmons, dass das Bündnis bereit sei, erneut die Gesundheits- und Umweltfolgen von Uranwaffen zu prüfen.

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Irakische Umweltministerin bittet japanische Regierung um Unterstützung

05.09.2008 

Während eines Aufenthaltes in Kyoto anlässlich des dortigen UNEP-Treffens plant die irakische Umweltministerin Nermeen Osman einen Besuch im japanischen Außen- und Umweltministerium, um dort Rat und Unterstützung bei den Vorkehrungen zur Dekontaminierung und Gesundheitsmaßnahmen für Betroffene der Region zu ersuchen.

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Afghanistan plant Untersuchung

US-Einsatz von Uran-Geschosse

19.04.2008 

Die afghanische Regierung will untersuchen, ob die USA Ende 2001 bei ihrem Krieg gegen die Taliban Geschosse mit abgereichertem Uran eingesetzt und damit Missbildungen bei Kindern verursacht haben. In einigen der häufig bombardierten Gegenden etwa im Osten des Landes seien Babys mit Fehlbildungen zur Welt gekommen, sagte ein Vertreter des Gesundheitsministeriums.

[Artikel von Reuters]

Morgantini fordert Initiative gegen Uranmuniton

Aufruf der Vizepräsidentin des EU-Parlaments

18.12.2007 

"Die Europäische Union sollte vor der internationalen Gemeinschaft ein Beispiel setzen für ein weltweites Moratorium bezüglich Uranmunition", unterstrich Luisa Morgantini, die Vize-Präsidentin des Europäischen Parlaments am 13. November 2007 in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Els de Groen (Dutch MEP of the Green/EFA Group) anlässlich des Internationalen Aktionstages gegen Uranwaffen. Das UN-Abrüstungskomittee in New York verabschiedete Anfang November 2007 mit großer Mehrheit eine Resolution, in der die UN-Mitgliedsstaaten aufgefordert werden, die Gesundheitsrisiken des Einsatzes von Uranmunition zu überprüfen.

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UN-Abrüstungskomitee verabschiedet Resolution

Gesundheitsrisiken sollen überprüft werden

18.12.2007 

Spät in der Nacht zum 1. November 2007 verabschiedete das UN-Abrüstungskomitee mit einer überwältigenden Mehrheit eine Resolution bezüglich des militärischen Einsatzes von Uranmunition. Die Resolution unter dem Namen "Effects of the use of armaments and ammunitions containing depleted uranium" wurde mit 122 zu sechs Stimmen von dem UN-Abrüstungskomitee in New York abgesegnet. Es gab 35 Enthaltungen. In der Resolution werden alle UN-Mitgliedsstaaten dazu aufgefordert, die durch den Einsatz von Uranwaffen entstehenden Gesundheitsrisiken zu überprüfen. Der Resolutionsentwurf stammt von der Gruppe der blockfreien Staaten (NAM=Non-Aligned Movement) und wurde von Indonesien eingereicht.

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Uranmüll: Russische Post für Staatsanwalt

Strafanzeige gegen die Urenco

28.11.2007 

Vor einem Jahr stellten russische AtomkraftgegnerInnen in Münster Strafanzeige gegen die Urenco Deutschland wegen des Verdachts auf illegalen Atommüllexport von Gronau nach Russland. Die Staatsanwaltschaft nahm zwar Ermittlungen auf, wollte den politisch brisanten Fall aber schnell wieder loswerden. Im Mai stellten sie die Ermittlungen gegen die weltweit führende Urananreicherungsfirma ein. Nun fordern die russischen AktivistInnen die Wiederaufnahme der Ermittlungen und haben dazu einen Anwalt aus Münster eingeschaltet.

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255 Soldaten am Balkan-Syndrom erkrankt

170 Millionen Euro für kranke Soldaten

09.10.2007 

Neuer Alarm wegen des sogenannten Balkan-Syndroms in Italien. 255 Soldaten, die in den letzten zehn Jahren an Auslandsmissionen am Balkan, in Afghanistan, in Irak und in Libanon beteiligt waren, sind an verschiedenen Tumorarten erkrankt. 37 Soldaten kamen ums Leben, berichtete der italienische Verteidigungsminister Arturo Parisi in einer Ansprache vor dem Senat in Rom am Dienstag.

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Uranwaffen-Konferenz im Europaparlament

Lobbyarbeit mit Parlamentariern

18.05.2007 

Die Eröffnung der Austellung "Die Opfer von Uranwaffen" des japanischen Fotografen Naomi Toyoda markierte den Auftakt der Konferenz "Die menschlichen Kosten von Uranwaffen" im Europa-Parlament vom 14.-16. Mai 2007, die von der Internationalen Koalition zur Ächtung von Uranwaffen (ICBUW) organisiert wurde. Internationale Gäste wie der irakische Onkologe Dr. Jawad Al-Ali und der US-Veteran Gerard Metthew berichteten über ihre Arbeit und ihre persönliche Geschichte.

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Vortrag von Keith Baverstock zu Uranmunition

IPPNW-Weltkongress in Helsinki

15.09.2006 

Auf dem IPPNW-Weltkongress im Herbst 2006 in Helsinki hielt der pensionierte Strahlenexperte der WHO, Keith Baverstock, einen Vortrag zu den gesundheitlichen Risiken durch Uranmunition. Es gebe zunehmende wissenschaftliche Beweise dafür, dass die radiologische Aktivität und die chemische Toxizität mehr Schäden an menschlichen Zellen hervorruft, als bisher ange­nommen wurde. DU ist ein Alpha-Strahler und verfügt gleichzeitig über eine chemische Toxizität. Beide Effekte in ihrer Wechselwir­kung könnten eine "Cocktail-Effek" erzeugen, der für die Erhöhung des Krebs-Risikos verantwortlich ist.

[Vortrag von Keith Baverstock]

Stellungnahme der IPPNW zum Einsatz von Uranmunition im Irak

Irak-Tribunal

19.06.2004 

Dr. Angelika Claußen, IPPNW-Vorstandsmitglied, hat beim Irak-Tribunal als Sachverständige eine Stellungnahme zum Einsatz von Uranwaffen in den Golfkriegen 1991 bis 2003 abgegeben. Darin beschreibt sie die physikalischen Besonderheiten des Uran, von Uranmunition sowie Umfang und Orte des Einsatzes von Urangeschossen während beider Golfkriege durch die allierten kriegsführenden Kräfte. Sie stellt zudem den Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse über die Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung und der Soldaten vor und wertet sie aus.

[Der Vortrag als pdf-Datei]

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