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IPPNW-Pressemitteilung vom 28.1.2013

Regionale UN-Konferenz statt Krieg gegen den Iran

Forsa-Umfrage zum iranischen Atomprogramm

Atomwaffenfreie Zone Naher und Mittlerer Osten, Grafik: IPPNW28.01.2013 

Eine große Mehrheit der deutschen Bevölkerung sieht in einer UN-Konferenz für eine massenvernichtungswaffenfreie Zone im Nahen und Mittleren Osten eine Alternative im Konflikt um das iranische Atomprogramm. Das ergab eine von der IPPNW beim Meinungsforschungsinstitut Forsa in Auftrag gegebene Umfrage. „Das sich seit längerem abzeichnende Scheitern der westlichen Sanktionspolitik droht immer mehr, in einen Krieg gegen den Iran zu münden. Mit der Wiederwahl von Benjamin Netanjahu in Israel steigt diese Gefahr. Vor diesem Hintergrund wäre die Konferenz ein wichtiger Beitrag für Frieden und Sicherheit der Menschen in der Region. Gleichzeitig würden auch die israelischen Atomwaffen thematisiert werden. Die Bundesregierung muss sich jetzt vehement und öffentlich dafür einsetzen, dass die Konferenz dieses Jahr stattfindet“, fordert Christoph Krämer, stellvertretender Vorsitzender der deutschen IPPNW-Sektion.

Gastbeitrag zur UN-Konferenz in der FR

Die EU als Friedensmacher

Von Mohssen Massarat

Mohssen Massarat24.10.2012 

Die Vereinten Nationen haben sich auf eine Konferenz geeinigt, in der über eine Zone ohne Massenvernichtungswaffen im Nahen Osten verhandelt werden soll. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, hat sich die UN vor einiger Zeit auf eine Konferenz verständigt, in der über den Mittleren und Nahen Osten als massenvernichtungsfreie Zone verhandelt werden soll. Sie wurde 2010 im Rahmen der NPT-Überprüfungskonferenz der Mitgliedstaaten des Atomwaffensperrvertrages beschlossen. Jaakko Laajava, Staatssekretär in Finnlands Außenministerium, wurde als Koordinator eingesetzt.

Ali Fathollah-Nejad

Eine Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Mittleren und Nahen Osten

Eine Verpflichtung aus dem „Arabischen Frühling“ und des Israel-Iran-Konflikts

Über die Bedeutung eines gemeinsamen und inklusiven Ansatzes zur Beruhigung der Spannungen im Mittleren und Nahen Osten.

Während die Kriegstrommeln gegen Iran wieder erklingen und die revolutionären Prozesse in der arabischen Welt einem mühsamen Weg folgen, bleibt die Frage nach einer nachhaltigen Perspektive für eine konfliktträchtige Region unbeantwortet. Letzten Endes ist das Fehlen sowohl von Sicherheit als auch von Zusammenarbeit eine andauernde Malaise, die die Region plagt.

Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen und Mittleren Osten

Erste Vorbereitungstagung in Bad Boll

08.03.2011 

Vom 13.-16.01.2011 hat an der Evangelischen Akademie Bad Boll (Deutschland) die Erste Vorbereitungstagung für einen zivilgesellschaftlich basierten KSZMNO-Prozess stattgefunden. Maßgebliche Trägerorganisation der Initiative ist IPPNW-Deutschland. Teilgenommen haben insgesamt 27 Personen, davon 16 aus acht Ländern des Mittleren und Nahen Ostens: Irak, Iran, Israel, Jordanien, Kuwait, Palästina (inkl. Gaza), Syrien und Türkei. Kurdische TeilnehmerInnen kamen aus der Türkei und dem Nord-Irak.

Zivilgesellschaftlicher KSZMNO – Prozess

Call for Papers und 1. Fachtagung

08.11.2010 

Das grundsätzliche Prinzip, dass Zivilgesellschaft einen wichtigen konfliktlösenden Beitrag leisten kann, solange Staaten sich dazu nicht in der Lage sehen, ist für den Mittleren und Nahen Osten so relevant wie für andere Regionen. Die geplante zivilgesellschaftliche Regionale Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit ist als fortgesetzte Einrichtung der Zivilgesellschaft, von Experten und von NRO der Region gedacht.

Langfassung/Long version

Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Mittleren und Nahen Osten

Conference on security and co-operation in the Middle East

Der Mittlere und Nahe Osten ist in mehrfacher Hinsicht die konfliktträchtigste Region der Welt. Der Israel-Palästina-Konflikt hat sich zu einem Konflikt der gesamten Region ausgeweitet. Angesichts der gigantischen Öl- und Gasreserven erlangte diese Region auch im Hegemonialsystem der USA eine strategische Schlüsselrolle. Die nachholende Industrialisierung und politische Transformation in den Staaten dieser Region setzte - wie übrigens in den letzten 250 Jahren auch in Europa - kulturell bedingte Konfliktpotentiale frei.

[01.02.2007]  CSCME (long version)

[01.02.2007]  CSCME (short version)

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