IPPNW.DE

Aktuelles zum Thema Atomwaffenpolitik und unsere Forderungen

Gastbeitrag von Xanthe Hall auf Huffingtonpost.de

Stärke zeigen heißt Abrüstung fordern

US-Atomtest Bravo am 28. Februar 1954 etwa einen Kilometer vor der Insel Namu im Bikini-Atoll, Foto: IPPNW-Archiv16.01.2017 

Die Gewalt über tausende einsatzbereite Atomwaffen wird Barack Obama demnächst an Donald Trump übergeben, den neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Das lässt in diesen Tagen niemand kalt, bis hin zu Cartoons, die Trumps Finger über zwei Knöpfen zeigen: einen zum Twittern und einen für den Start der Atomraketen. Trumps Aussagen in der Wahlkampagne und danach beunruhigen viele. Dennoch ist bei weitem nicht sicher, was er und seine Administration in punkto Atomwaffenpolitik vorhaben. Sie widersprechen sich nämlich.

Von Jim McGovern und Dr. Ira Helfand

Und die Welt wird dafür bezahlen...

Trump startet ein neues atomares Wettrüsten mit Russland

Donald Trump, Foto: Michael Vadon  August 19, 2015.jpg, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=42609338 (bearbeitet)13.01.2017 

Amerika verfügt über eines der beiden mächtigsten Atomwaffenlager der Welt. Auf Trumps jüngsten, waghalsigen Tweet, die USA sollten ihre „nuklearen Möglichkeiten ausbauen", reagiert die Welt angespannt. Und das alles nur Stunden nachdem Putin Russland dazu aufgerufen hat, seine Atomwaffen aufzurüsten. Donald Trump ist noch nicht einmal ins Weiße Haus eingezogen und droht jetzt schon damit, jahrzehntelange Nuklearpolitik der USA zur Nichte zu machen und uns in gefährliches Wettrüsten zurückfallen zu lassen. Das führte damals schon zum Kalten Krieg.

Pressemitteilung von IPPNW und ICAN

UN beschließen zu Heiligabend Konferenz über Atomwaffenverbot

Wird Deutschland 2017 an den UN-Verhandlungen zur Ächtung von Atomwaffen teilnehmen, Foto: ICAN24.12.2016 

Zum Heiligabend (deutscher Zeit) hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York beschlossen, ab März kommenden Jahres offiziell über ein Atomwaffenverbot zu verhandeln. Damit setzt sie einen politischen Kontrapunkt zu den Ankündigungen Russlands und der USA in den vergangenen Tagen, nuklear aufzurüsten. Mit 113 Stimmen machte die Mehrheit der Staatengemeinschaft den Weg frei für die Ächtung der zerstörerischsten Massenvernichtungswaffen. 35 Staaten stimmten gegen die Resolution, welche Beginn, Ende und Rahmen einer Verhandlungskonferenz absteckt.

ICAN-Pressemitteilung vom 8.12.2016

Studie: Milliarden für Atomwaffen

Deutsche Banken müssen sich auf Verbot einstellen

Don´t Bank on the Bomb.08.12.2016 

Deutsche Finanzinstitute haben im Jahr 2016 erneut einen Milliardenbetrag in Atomwaffen-Hersteller investiert. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie "Dont´Bank on the Bomb", die heute von der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) und der niederländischen Friedensorganisation PAX in Utrecht vorgestellt wird. Demnach haben zehn deutsche Finanzdienstleister seit Januar 2013 den Atomwaffen-Produzenten rund 9,2 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Die betroffenen Unternehmen produzieren Atombomben, Atomsprengköpfe sowie Atomraketen und sind mit der Wartung dieser Systeme beauftragt.

Gastbeitrag von Xanthe Hall, Frankfurter Rundschau

Emanzipation ja, Atomwaffen nein

IPPNW-Abrüstungsexpertin Xanthe Hall, Foto: IPPNW04.12.2016 

Der Wahlsieg von Donald Trump und seine Äußerungen im Wahlkampf machen vielen Menschen Angst. Anderen liefert er eine willkommene Gelegenheit, ihre eigene Agenda voranzutreiben. Einige Reaktionen auf diese Äußerungen sind daher mit äußerster Vorsicht zu genießen. So plädiert der „FAZ“-Herausgeber Berthold Kohler für deutsche Atomwaffen, sollten sich die USA aus Europa zurückziehen. Das wäre hochgefährlich: Es verstößt sowohl gegen den internationalen Atomwaffensperrvertrag als auch gegen das deutsche Gesetz und könnte uns in eine globale Katastrophe führen. Europa sollte die US-Wahl vielmehr als Chance begreifen, eine Friedens- und Sicherheitsalternative zu entwickeln, statt militärisch aufzurüsten. Eine Emanzipation von den USA in Sachen Atomwaffen würde Deutschland gut tun.

Kommentar & Meinung
Kommentar & Meinung
Themen & Projekte
Themen & Projekte
Aktion
Aktion
Atomwaffen A-Z
Atomwaffen A-Z

IPPNWaktuell über die geplante Modernisierung der US-Atomwaffen in Europa.

Webdossier

UN-Hauptquartier in New York. Foto: UN

Vom 27. April bis 22. Mai 2015 fand in New York die Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag statt. 
Lesen Sie hier mehr darüber

Ansprechpartnerinnen


Xanthe Hall

Abrüstungsreferentin
Expertin in Fragen zu Atomwaffen
Tel. 030 / 698074 - 12
Mobil 0171 / 435 84 04
Kontakt

Inga Blum, IPPNW-Vorstand. Foto: Inga Blum

Dr. Inga Blum
Zuständig für Atomwaffenfragen im Vorstand
Kontakt

Materialien

Sitemap Überblick