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IPPNW
Gastbeitrag in der FR vom 4.12.2013

Endlich über Israels Atomwaffen reden

Negev-Atomforschungszentrum, Foto: Vierkant, Wikimedia

Eine Konfliktlösung soll eine „Win-Win-Situation“ schaffen. Mit der neuen „Iran+P5+1-Vereinbarung“ ist das gelungen: Alle Beteiligten und Betroffenen haben einen Gewinn erzielt. Das gilt sogar für Israel, obwohl Premier Benjamin Netanjahu etwas anderes sagt. Denn diese Vereinbarung erlaubt es dem Iran, weiter Uran anzureichern. Das ist für das Selbstbewusstsein des Landes sehr wichtig. Darüber hinaus werden die Sanktionen gelockert und gleichzeitig beide Wege zur Atombombe – über Uran oder Plutonium – effektiv versperrt, zumindest für die kommenden sechs Monate. Vertrauen ist gut, aber tägliche Kontrolle ist besser und die wurde auch vereinbart. Damit haben die USA zudem ihr Versprechen gegenüber Israel einlösen können, nicht zuzulassen, dass der Iran Atomwaffen baut.

[FR-Gastbeitrag vom 4.12.2013]

IPPNW-Pressemitteilung vom 19.6.2013

Vertrag für eine atomwaffenfreie Welt statt schrittweise Abrüstung

Obama-Rede in Berlin

In Bezug auf Atomwaffen war die Berliner Rede von Obama weitgehend eine Enttäuschung.19.06.2013 

„Solange Atomwaffen existieren, sind wir nicht wirklich sicher,“ erklärte US-Präsident Barack Obama heute in seiner Rede in Berlin. Normalerweise lautet der Satz „Solange Atomwaffen existieren, werden die USA (oder wird die NATO) Atomwaffen behalten“. Damit hat der US-Präsident die Bedrohung anerkannt, die von der bloßen Existenz der Atomwaffen ausgeht und seine Absicht erklärt, die Zahl der Atomwaffen um ein Drittel zu reduzieren, sollte Russland mitziehen. Doch Obama hat sich darüber ausgeschwiegen, wie er seinen eigenen unwilligen Kongress überzeugen will, der bislang ede seiner Maßnahmen blockiert.

lesen ...[Weitere Informationen zum Büchel-Happening]

IPPNW-Pressemitteilung vom 11.4.2013

Riskantes Spiel mit atomarem Feuer

Spannungen auf der koreanischen Halbinsel

Betroffener Umkreis bei einem Atombombenangriff (10kt) auf Seoul11.04.2013 

Die deutsche Sektion der IPPNW warnt vor dem riskanten Spiel mit dem atomaren Feuer. „Angesichts der extrem angespannten Lage auf der koreanischen Halbinsel kann derzeit jegliche militärische Handlung in einen Atomkrieg münden“, erklärt Dr. Alex Rosen (IPPNW). Jeder Atomwaffeneinsatz hätte katastrophale humanitäre Folgen. Die Ärzteorganisation appelliert dringlich an die Konfliktparteien Nordkorea, Südkorea und die USA, militärische Übungen oder Tests einzustellen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

lesen ...[Infografik: Atombombenangriff (10kt) auf Seoul]  [Infografik: Atombombenangriff (10kt) auf Pjöngjang]  [Petition zur Koreakrise unterzeichnen]

Offener Brief an Kim, Lee und Obama

Atomwaffeneinsatz auf der koreanischen Halbinsel verhindern

Die Spannungen zwischen Nord- und Südkorea können nur durch Verhandlungen gelöst werden. Foto: Marcella Bona, Flickr07.04.2013 

Die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete internationale Ärzteorganisation IPPNW appelliert an Nordkorea, Südkorea und die USA, weitere Provokationen und gefährliche Machtdarbietungen zu unterlassen und ruft zu diplomatischen Verhandlungen auf. „Unabhängig von den Gründen für die gegenwärtige Eskalation der Spannungen können die jüngsten Präsentationen atomarer Macht durch Nordkorea und die USA im Namen ihrer südkoreanischen Verbündeten nur zwei Ergebnisse zur Folge haben: entweder treten beide Seiten einen Schritt zurück vom Abgrund oder die Abschreckung versagt und Millionen von Menschen erleiden das Schicksal von Hiroshima und Nagasaki“, heißt es in dem Offenen Brief an die Präsidenten Kim, Lee und Obama.

lesen ...[Offener Brief an Kim, Lee und Obama]  [Infos zur Oslo-Konferenz]  [Mehr zu Nordkorea]

Gastkommentar von Xanthe Hall auf n-tv.de

Die erwartete Abrüstung fällt flach

Obama zur Lage der Nation

Barack Obama hat seine Rede zur Lage der Nation nach dem nordkoreanischen Atomtest geändert.13.02.2013 

Barack Obama wollte in seiner "Rede zur Lage der Nation" eine Reduzierung der US-Atomwaffen auf 1.000 bis 1.100 ankündigen. Das hatte die New York Times vorab berichtet. Doch die geplante Ankündigung ist aus der Rede verschwunden. Stattdessen wiederholte Obama nur sein Vorhaben, die Verhandlungen mit Russland über Abrüstung fortsetzen zu wollen. Man kann nur vermuten, dass der nordkoreanische Führer Kim Jong Un daran schuld ist. Denn der Atomtest zielte auf Obama - und der amerikanische Präsident hat darauf berechenbar reagiert: mit Stärke. Da passt Abrüstung nicht ins Bild.

[Gastkommentar auf n-tv.de]

IPPNW-Pressemitteilung vom 12.2.2013

IPPNW fordert erneut Atomteststopp

Unterirdischer Atomtest in Nordkorea

Operationsraum bei der CTBTO, Foto: CTBTO, Creative Commons12.02.2013 

Laut Berichten aus den USA und Südkorea, hat Nordkorea in dieser Nacht erneut einen Atomtest durchgeführt. Die CTBTO in Wien, die als zuständige Organisation den Atomteststoppvertrag durch ein weltweites System von Überwachungsstationen kontrolliert, hat seismische Aktivitäten in gleicher Stärke wie bei vorherigen Tests bestätigt. Die Ärzteorganisation IPPNW verurteilt seit ihrer Gründung jegliche Atomtests und fordert das sofortige Inkrafttreten des umfassenden Atomteststoppvertrags.

lesen ...[Informationen zum nordkoreanischen Atomprogramm]  [Informationen zum Atomteststoppvertrag]

Pressemitteilung vom 31.1.2013

Atomwaffenmodernisierung an der Fiskalklippe

Offener Brief an Guido Westerwelle anlässlich Sicherheitskonferenz

Allein 369 Millionen US-$ für das Jahr 2013 kostet die Atomwaffenmodernisierung.31.01.2013 

Abrüstungsbefürworter der Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“ haben Außenminister Guido Westerwelle in einem Offenen Brief aufgefordert, sich auf der Münchener Sicherheitskonferenz gegenüber den USA für einen Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland einzusetzen. Zudem solle er die Modernisierung der in Europa stationierten, nicht-strategischen B61-Nuklearwaffen thematisieren. Angesichts der drohenden Fiskalklippe findet in den USA derzeit eine Diskussion über die Bewilligung der Gelder für die Modernisierung dieser Bomben statt. mehr

[Pressemitteilung]  [Offener Brief an Guido Westerwelle]  [Offener Brief von Bürgermeister Bernd Strauch]

Naher Osten ohne Massenvernichtungswaffen

Artikel von Xanthe Hall

Im tief verschneiten Helsinki fand die NGO-Konferenz "Ein Naher Osten ohne Massenvernichtungswaffen statt". Foto: Xanthe Hall22.12.2012 

Das verschneite Helsinki sollte Austragungsort einer historischen Konferenz sein. Einziger Punkt auf der Tagesordnung: die Einrichtung einer Zone frei von Massenvernichtungswaffen im Nahen Osten. Eine Woche vor Weihnachten, am 17. Dezember, sollten die Verhandlungen beginnen – die vielleicht wichtigsten für Frieden und Sicherheit im Nahen Osten. Die Konferenzräume blieben jedoch leer. Wer kam, das waren etwa 40 VertreterInnen von Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt. Auf Einladung einiger finnischer Friedensorganisationen trafen sie sich vom 14. bis 16. Dezember 2012 unter dem Motto: »Ein Naher Osten ohne Massenvernichtungswaffen«.

[Lesen Sie mehr]  [Resolution]  [IPPNW-Fachgespräch am 28.1.2013]

Pressemitteilung, 13.11.2012

Zivilgesellschaftliche Nahost-Konferenz in Helsinki findet statt

Kampagne "atomwaffenfrei.jetzt" kritisiert Verschiebung von Staatskonferenz

Aktion der israelischen Abrüstungsbewegung: Foto: ICANW.org13.11.2012 

Die Konferenz zur Etablierung einer Zone frei von Massenvernichtungswaffen im Nahen und Mittleren Osten wird laut der Nachrichtenagentur "Associated Press (AP)" auf unbefristete Zeit verschoben. Sie sollte Mitte Dezember in Helsinki stattfinden. Die zivilgesellschaftliche Konferenz "Mittlerer Osten ohne Massenvernichtungswaffen" dagegen findet vom 14.-16. Dezember wie geplant in Helsinki statt. Delegierte aus dem Nahen und Mittleren Osten und Europa werden sich treffen, um über eine Strategie zu sprechen, wie politischer Druck „von unten“ für eine Zone frei von Massenvernichtungswaffen in der Region aussehen kann. VertreterInnen der Kampagne "atomwaffenfrei.jetzt" nehmen an der Konferenz teil (siehe unten).

lesen ...[Weitere Informationen zur Konferenz]

Pressemitteilung vom 13.9.2012

Abzug statt Modernisierung

Keine Lebensdauerverlängerung der Atomwaffen in Europa

Flaggen der Kampagne "atomwaffenfrei.jetzt" bei der Radtour 2012 von Stuttgart über Büchel zum NATO-Hauptquartier in Brüssel.13.09.2012 

Die Kampagne "atomwaffenfrei.jetzt" wendet sich gegen die Modernisierung und den weiteren Verbleib der US-Atomwaffen in Deutschland. In der heute veröffentlichten Studie "Atomwaffen-Modernisierung in Europa – Das Projekt B 61-12" belegen die Autoren Otfried Nassauer und Gerhard Piper, dass die USA weit mehr planen als eine simple Lebensdauerverlängerung der atomaren Bomben. Die auch in Büchel stationierte B61-Bombe soll so weit modernisiert werden, dass sie neue Einsatzmöglichkeiten bietet. Sie wäre damit viel präziser und lenkfähiger als die alte. Ihr Einsatz soll weniger so genannte "Kollateralschäden" verursachen. Damit könnte die Hemmschwelle sinken, diese Waffen auch einzusetzen.

lesen ...[Studie zur Atomwaffenmodernisierung (pdf-Datei)]  [IPPNW-aktuell "Abzug statt Modernisierung"]

U-Boot-Lieferung an Israel

Der Nahe Osten sollte entwaffnet, nicht bewaffnet werden

Kommentar von Xanthe Hall

05.06.2012 

Eine Ausnahme bestätigt nicht die Regel, sondern schwächt sie. Mit der Lieferung eines atomwaffenfähigen U-Boots an Israel verstößt Deutschland gegen internationale Verpflichtungen und eigene Regeln. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass die Bemühungen um die Ende diesen Jahres geplante Konferenz für eine massenvernichtungswaffenfreie Zone im Nahen Osten einen Rückschlag erhalten. Denn die Lieferung vermittelt den Eindruck, statt der Entwaffnung der Region, solle die Bewaffnung Israels den Weg zu mehr Sicherheit ebnen.

[Gastbeitrag von Xanthe Hall auf FR-online]

Pressemitteilung, 26.4.2012

Globales Wettrüsten um militärische Fähigkeiten von Atomwaffen

Atomwaffenexperte zu Besuch in Berlin

Atomwaffenexperte Hans Kristensen26.04.2012 

Hans Kristensen, Atomwaffenexperte der Vereinigung „Federation of American Scientists“ warnte während seines Besuches gestern und heute in Berlin vor den Folgen eines globalen Wettrüstens um die  militärischen Fähigkeiten von Atomwaffen. „Alle Atomwaffenstaaten modernisieren ihre Atomwaffen“, sagte Kristensen. „Das Wettrüsten dreht sich nicht mehr um die Zahl der Atomwaffen, sondern um ihre Fähigkeiten“.

lesen ...[Pressemitteilung als pdf-Datei]

IPPNW-Pressemitteilung vom 25.4.2012

Regionaler Atomkrieg führt zu globaler Hungersnot

Neue internationale IPPNW-Studie

Ein regionaler Atomkrieg führt zu globaler Hungersnot, Foto: IPPNW25.04.2012 

Ein regionaler Atomkrieg mit weniger als 100 Atomwaffen würde das Klima und die landwirtschaftliche Produktion so gravierend verändern, dass mehr als ein Milliarde Menschenleben gefährdet wären. Das ist das Ergebnis einer gestern in Chicago veröffentlichten Studie der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW).

lesen ...[Zusammenfassung der Studie (deutsch)]  [IPPNW-Studie (englisch)]

IPPNW-Stellungnahme vom 13.1.2011

"Raketenabwehr gefährdet Abzug der Atomwaffen aus Europa"

IPPNW kritisiert deutsche Unterstützung der Raketenabwehr – Hindernis für START-Ratifizierung

13.01.2011 

Der bilaterale Abrüstungsvertrag "START" liegt der russischen Staatsduma morgen zur Ratifizierung vor. START begrenzt die Anzahl der strategischen Atomwaffen Russlands und der USA auf 1.550. Die Ärzteorganisation IPPNW ruft die Abgeordneten der Duma auf, den Vertrag schnell zu ratifizieren und damit weitergehende Abrüstungsgespräche, vor allem über taktische Atomwaffen, zu ermöglichen. "Die Abgeordneten der russischen Staatsduma dürfen sich nicht von der Raketenabwehrdebatte in den USA irritieren lassen", erklärt die Abrüstungsexpertin der IPPNW Xanthe Hall. Auch die deutsche Unterstützung der Raketenabwehr in Europa sei "kurzsichtig".

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Atomwaffen A-Z

Großbritannien und Frankreich zeichnen Vertrag

Gemeinsame Forschung und Tests für Atomwaffen

Britischer Premierminister David Cameron und französischer Präsident Nicolas Sarkozy, Foto: Prime Minister's Office02.11.2010 

Heute werden der britische Premierminister Cameron und der französische Präsident Sarkozy einen Kooperationsvertrag über gemeinsame Forschung und Testen von Atomwaffen in London unterzeichnen. Gleichzeitig wird ein zweiter Vertrag über militärische Zusammenarbeit unterschrieben. Es wird zwei Zentren geben: das eine für Forschung in Aldermaston, Großbritannien und das zweite für Tests in Valduc in Frankreich.

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Atomwaffen A-Z

US führen Atomtest „unter kritischer Schwelle“ durch

13.10.2010 

Die USA haben am 15. September einen sogenannten subkritischen Atomtest durchgeführt. Der Test stieß auf scharfe Kritik, vor allem in Japan, verstoße er doch gegen Präsident Obamas Bekenntnis zu einer atomwaffenfreien Welt. Gouverneur Hodo Nakamura und Nagasakis Bürgermeister Tomihisa Taue werden sich schriftlich bei Präsidenten Obama über den Atomtest beschweren. In Hiroshima und Nagasaki kam es zu Protestaktionen von BürgerInnen, die ihrer Empörung über den Test Ausdruck gaben.

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Atomwaffen A-Z

Großbritannien legt neue Atomwaffendoktrin vor

Trident-U-Boot erst 2028 auf See

David Cameron, britischer Premierminister, Foto: Prime Minister's Office20.10.2010 

Der britische Verteidigungsetat wird gekürzt und damit die Erneuerung des Atomwaffenprogramms hinausgeschoben, sagte der britische Premierminister David Cameron am Dienstag. Er legte den ersten Strategischen Verteidigungsbericht (SDR= Strategic Defence Review) seit zwölf Jahren vor. Großbritannien würde seine Atomwaffen nur in einem "extremen Fall der Selbstverteidigung" und auf keinem Fall gegen NVV-Mitglieder ohne Atomwaffen einsetzen.

[Atomwaffen A-Z: Großbritannien]

Atomwaffen A-Z

Britische Atomflotte wird verkleinert

Britischer Premierminister Gordon Brown beim Weltwirtschaftsforum 2008, Foto: WEF29.09.2009 

Der britische Premierminister Gordon Brown kundigte an, die Zahl der britischen Atom-U-Boote von vier auf drei zu reduzieren. Allerdings soll der Bestand von 160 Atomsprengköpfe beibehalten werden. Er hat die Reduzierung als Beitrag des Landes zur weltweiten atomaren Abrüstung darstellen wollen. Großbritanniens Verteidigungsminister Ainsworth hatte bereits eine Reduzierung der Atom-Flotte aus Ersparnisgründen angedeutet.

[Atomwaffen A-Z: Großbritannien]

IPPNW-Presseinfo 22.6.2009

IPPNW: Atomare Abrüstung dringlicher denn je

Abu al-Jasid droht mit Atomwaffeneinsatz

22.06.2009 

Die Drohung des mutmaßlichen Al-Kaida-Anführers in Afghanistan, Mustafa Abu al-Jasid, im Fernsehsender Al-Dschasira, Pakistans Atomwaffen gegen die USA einsetzen zu wollen, unterstreicht die Dringlichkeit zur weltweiten Abrüstung. „Die Welt steht am Scheideweg: Entweder werden Atomwaffen geächtet und abgeschafft oder sie werden von immer mehr Staaten und so genannten `nichtstaatlichen Akteuren´ entwickelt, erworben oder gestohlen“, so die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen. Die Ärzteorganisation setzt sich für eine Atomwaffenkonvention ein, einen Vertrag über das Verbot und die Abschaffung dieser Massenvernichtungswaffen.

lesen ...[Infos zu Pakistans Atomwaffenprogramm]

Gipfeltreffen in Moskau

Erklärung der internationalen IPPNW

09.07.2009 

Kurz vor dem historischen ersten Treffen zwischen US-Präsident Barack Obama und Russlands Präsident Dimitri Medvedev im März 2009 hatten die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges beiden Staatsoberhäuptern einen Brief geschickt. Darin hatten über 300 der weltbesten Mediziner einen Appell für eine atomwaffenfreie Welt unterschrieben.

lesen ...[Erklärung im englischen Wortlaut]

Atomwaffen A-Z

Großbritannien legt Atomarsenal offen

William Hague, 2007, Foto: opendemocracy26.05.2010 

Die neue britische Koalitionsregierung aus Konservativen und Liberaldemokraten legt kurz nach Amtsantritt ihr Atomwaffenarsenal offen und limitiert die Zahl der Sprengköpfe. Die überraschende Ankündigung lässt sich als eine Art vertrauensbildende Maßnahme verstehen: Außenminister William Hague gab am 26. Mai 2010 im Unterhaus erstmals eine Obergrenze der atomaren Sprengköpfe des Landes bekannt.

[Atomwaffen A-Z. Großbritannien]

IPPNW-Pressemitteilung vom 6.4.2010

IPPNW fordert Abzug aller US-Atomwaffen aus Europa und Verhandlungen über Atomwaffenkonvention

Obama setzt positive Zeichen für die NPT-Konferenz

06.04.2010 

Die Ärzteorganisation IPPNW begrüßt die von US-Präsident Obama in der New York Times angekündigten Eckdaten für eine „Nuclear Posture Review“. Dabei handelt es sich um das zentrale militärische Strategiedokument der US-Regierung zur Rechtfertigung ihrer Atomwaffen.

lesen ...[Auszüge aus dem Obama-Interview]  [Infos zur Atomwaffenkonvention]

Atomwaffen A-Z

USA wollen Einsatz von Atomwaffen begrenzen

Obama legt neue Doktrin vor

US-Präsident Barack Obama, Foto: bivesboy, flickr (Creative Commons)07.04.2010 

Präsident Barack Obama ändert die militärische Nuklearstrategie der USA: Atomwaffen sollen bei der Verteidigung des Landes eine geringere Rolle spielen als bisher. So soll für die USA ein Ersteinsatz dieser Waffen künftig nur noch unter eingeschränkten Bedingungen infrage kommen. Die USA wollen auch keine neuen Atomsprengköpfe bauen, und sie bleiben bei ihrem Verzicht auf Atomtests. Mit diesen Maßnahmen soll die von Obama angestrebte atomwaffenfreie Welt ein Stück näher rücken.

[Atomwaffen A-Z: USA]

Atomwaffen A-Z

Jahrelange Blockade überwunden

"Neuer Start" für die Abrüstung

US-Präsident Barack Obama und russischer Präsident Dmitri Mewedew, Foto: Kremlin (Creative Commons)28.03.2010 

Die USA und Russland haben sich nach monatelangen Verhandlungen auf einen neuen Vertrag zur Abrüstung strategischer Atomwaffen geeinigt. Laut Vertrag sollen die strategischen Atomwaffen der beiden Länder um ca. ein Drittel reduziert werden. Das bedeutet, dass die Zahl der Atomsprengköpfe auf strategischen Trägersystemen innerhalb von sieben Jahren auf 1.550 Stück reduziert wird. Das sind ein Drittel weniger als im letzten SORT-Vertrag von 2002 vorgesehen.

[Atomwaffen A-Z: USA]

Atomwaffen A-Z

Medwedew unterschreibt neue Militärstrategie

Dmitrj Medwedew, Foto: Kreml06.02.2010 

Russlands Präsident Dmitrij Medwedew genehmigte formell am 5. Februar 2010 eine neue Militärdoktrin. Der entscheidende Punkt ist, dass trotz gegenteiligen Erwartungen die Atomwaffendoktrin nicht erweitert wurde. Präventivschläge mit Nuklearwaffen sind nicht vorgesehen.

[Artikel lesen]

IPPNW-Presseinfo vom 25. Mai 2009

IPPNW: Atomkonflikt mit Nordkorea gefährdet neue Abrüstungsvision

Konfliktlösung bleibt erste Priorität für die Atomwaffenpolitik, nicht Eskalation

Magnox Reaktor, Nordkorea25.05.2009 

Die Ärzteorganisation IPPNW kritisiert die nordkoreanische Regierung für ihren heutigen Atomtest. Dieser Test gefährdet nicht nur Umwelt und Gesundheit, sondern auch die Abrüstungsinitiativen von Barack Obama. Heute früh um 01:54 Uhr (CET) wurde im Nordosten von Nordkorea ein Erdbeben in der Höhe von 4,7 auf der Richterskala gemessen. Einige Zeit später erklärte die nordkoreanische Regierung, sie habe erfolgreich unterirdisch eine Atombombe getestet. Er sei Teil von Pjöngjangs "Maßnahmen, um die nukleare Abschreckung zur Selbstverteidigung zu stärken ".

lesen ...[Weitere Informationen]  [Stellungnahme der internationalen IPPNW (englisch)]  [Stellungnahme der internationalen IPPNW (deutsch)]

Kommentar von Xanthe Hall

Leise Gefahr im Doppelpack

Zivile und militärische Atomenergie in den U-Booten der Verbündeten

17.02.2009 

Der Zusammenstoß eines britischen mit einem französischem Atom-U-Boot im Atlantik wirft Fragen auf. Anfang Februar war es zur Kollision des französischen "Le Triomphant" und der britischen HMS Vanguard gekommen. Die beiden U-Boote könnten mit bis zu 16 Raketen und 48 Sprengköpfen ausgestattet gewesen sein. Doch Informationen über den Vorfall kamen nur scheibchenweise ans Licht. Lesen Sie den Kommentar von Xanthe Hall, Atomwaffenexpertin der IPPNW...

lesen ...[Unfälle mit Atomwaffen]  [Beispiele von Atomwaffenunfällen]

Rückfall ins "Kalte Kriegs"-Denken

IPPNW kritisiert Erstschlagsoption der NATO

23.01.2008 

Fast unbeachtet von den deutschen Medien hat gestern eine Gruppe von Militärexperten sich für den “präemptiven nuklearen Erstschlag” als Schutz gegen internationalen Terrorismus, politischen Fanatismus und die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen ausgesprochen. Die Ärzteorganisation IPPNW verurteilt dies als überkommenes Denken aus den Zeiten des Kalten Krieges.

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