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IPPNW-Pressemitteilung vom 6. Mai 2018

Deeskalation jetzt – zivile Lösungen für Syrien

IPPNW-Jahrestreffen in Köln: Aktion vor dem Dom

Aktion "Frieden für Syrien" im Rahmen des IPPNW-Jahrestreffens am 6. Mai 2018 in Köln, Foto: IPPNW06.05.2018 

Etwa 100 Ärztinnen und Ärzte der IPPNW diskutierten im Rahmen ihres Jahrestreffens am Wochenende in Köln über die drängendsten friedenspolitischen Themen unserer Zeit. So warnten sie vor den gefährlichen Entwicklungen im Nahen Osten, die jederzeit zu einer direkten militärischen Konfrontation zwischen Israel und dem Iran führen können. Sie forderten die Bundesregierung auf, alle diplomatischen Bemühungen zu unternehmen, um die USA, Israel und den Iran vor weiteren Eskalationsschritten abzuhalten und das Atomabkommen mit dem Iran zu stärken statt zu schwächen. Mittelfristig solle eine umfassende Konferenz zur Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen und Mittleren Osten einberufen werden unter Einbeziehung aller Staaten der Region.

Das Jahrestreffen im Überblick

Programm

Bitte beachten Sie eventuelle Änderungen.

Freitag, 4. Mai 2018

Karl-Rahner-Akademie | Jabachstraße 4-8 | 50676 Köln

18.30 Uhr
Klönen bei Kölsch und "Halvem Hahn" (Kölsch für Roggenbrötchen mit Käse)

Markt der Aktionsmöglichkeiten

20.00 Uhr
Öffentliche Veranstaltung: 
„Klima, Umwelt und Gesundheit - Als MedizinerInnen global denken und lokal handeln“
Andreas Huber, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft Club of Rome

Vor fünfundvierzig Jahren rüttelte der Bericht des Club of Rome „Die Grenzen des Wachstums“ die Welt wach. Jetzt liegt ein neuer Bericht des Thinktanks vor mit dem Titel „Wir sind dran“. Die AutorInnen warnen vor einem Systemkollaps. „Politisch haben wir eine Krise der Demokratie, der Ideologien und des Kapitalismus. Sozial geht es um bittere Armut und hoffnungslose Arbeitslosigkeit. Milliarden Menschen haben das Zutrauen in ihre Regierungen verloren“, schreiben sie. Um so schneller müsse gehandelt werden. Nach der Analyse des Zustandes der Welt, postulieren die Autoren im zweiten Teil des Buches nichts weniger als eine „neue Aufklärung“, die notwendig sei, um eine Kurskorrektur hinzubekommen. Das extreme, von der ungezügelten Marktwirtschaft geprägte Denken müsse abgelöst werden. Es sei die „Wurzel des Schadens, den die Menschheit dem Planeten zufügt“ – durch Phänomene wie Gier, fehlgeleitete Globalisierung, deregulierte Finanzsysteme.

Nach Andreas Huber wird sich die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit vorstellen, an deren Gründung IPPNW-Mitglieder maßgeblich beteiligt waren und über konkrete Handlungsmöglichkeiten für MedizinerInnen debattiert.

Plakat/Flyer als pdf-Datei zum Download

22.00 Uhr Ende

Samstag, 5. Mai 2018

ab 8.30 Uhr
Anmeldung

10.00 Uhr
Vortrag mit anschließender Diskussion:
Rassismus und Postkolonialismus
Lorenz Narku Laing, Diversity-Trainer und Berater für Antidiskriminierung

11.00 Uhr
Kaffeepause

11.30 Uhr
Drei parallele Arbeitsgruppen + Training „Gewaltfreie Kommunikation“
Workshopbeschreibungen

Bitte melden Sie sich bis 15. April 2018 für einen der Workshops oder das Training an. Die Wahl ist nicht verbindlich. Wir brauchen aber Ihr Feedback für die Planung, da
aufgrund der begrenzten Räumlichkeiten nur das Training und die drei Workshops mit den meisten Anmeldungen stattfinden können.

13.00 Uhr
Mittagspause

ab 14.00 Uhr
IPPNW-Mitgliederversammlung

Vorgeschlagene Tagesordnung:

Berichte:

  • Gemeinsamer Bericht von Vorstand, Geschäftsstelle und Studierenden
  • der Schatzmeisterin
  • Stellungnahme der Revisorinnen
  • der International Councillor

Aussprache
Entlastung des Vorstandes


15.00 Uhr
Anträge und Resolutionen
Übersicht der Anträge als pdf-Datei

16.00-16.30 Uhr
Kaffeepause

18.45 Uhr
Verschiedenes

ab 20.00 Uhr
Abendessen

Hellers Brauhaus | Roonstraße 33 | 50674 Köln

anschließend:
Feierliche Aktion zur Friedensnobelpreisverleihung an ICAN
IPPNW-Mitglieder setzen Schwimmkerzen auf den Aachener Weiher im Hiroshima-Nagasaki-Park

Sonntag, 6. Mai 2018

09.00 Uhr
Fish Bowl Diskussion:
Politisches und wissenschaftliches Selbstverständnis der IPPNW

Am Sonntagmorgen von 9 bis 10:30 Uhr wird es einen Austausch zum politischen Selbstverständnis der deutschen IPPNW geben, zudem alle herzlich eingeladen sind. In Form einer sogenannten Fishbowl-Diskussion wollen wir über Ihre Fragen und Vorschläge sprechen. In den Diskussionen in Arbeitskreisen, Mitgliederversammlungen, Email-verteilern ging es zum Beispiel darum: Welche Rolle kommt der Analyse der weltwirtschaftlichen Mechanismen, ihrer Verknüpfung mit Militarismus und Krieg und dem Einsatz gegen Ungerechtigkeit in der strategischen Ausrichtung des Vereins zu?

Welche spezifischen Aufgaben hat eine Organisation von HeilberuflerInnen innerhalb der Friedensbewegung? Wie definieren wir unsere Themenbereiche über das zentrale Gründungsanliegen (Engagement gegen Atomwaffen und gegen Krieg) hinaus? Welche unterschiedlichen Grundüberzeugungen sind für die Mitglieder und Fördermitglieder wichtig? Wer sind die AdressatInnen unserer NGO-Politik - wie wollen wir in die Mitte der Gesellschaft wirken?

Wir sind gespannt auf Ihre Beiträge und erwarten, dass eine moderierte Fishbowl-Diskussion Vielen die Möglichkeit gibt, ihre Meinung zu äußern, andere Meinungen zu hören und sich gegenseitig weiter zu bringen.


12.00 Uhr
Öffentliche Aktion auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz
„Macht Frieden – Zivile Lösungen für Syrien“

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW verurteilt die anhaltende Gewalt und militärische Auseinandersetzungen in Syrien durch alle Kriegsparteien. Die IPPNW fordert von der Bundesregierung, völkerrechtswidrige Militärschläge weder militärisch noch politisch zu unterstützen, sich durch diplomatischen Druck auf alle Seiten für deeskalierende Maßnahmen und eine Stärkung des Völkerrechts einzusetzen und jegliche Lieferung deutscher Waffen in die Region sofort zu unterbinden.

Dieser Forderungen wollen wir mit der öffentlichen Aktion auf dem Bahnhofsvorplatz in Köln Ausdruck verleihen. Vor einer bunten Fotoleinwand der Kampagne „Macht Frieden – Zivile Lösungen für Syrien“ werden die ÄrztInnen in weißen Kitteln mit großen Buchstaben eine friedliche Lösung für die Menschen in Syrien fordern.

 

 

IPPNW-Jahrestreffen 2018

Öffentliche Veranstaltung

Veranstaltungsort

Karl-Rahner-Akademie, Jabachstraße 4-8, 50676 Köln


Lage
Die Karl Rahner Akademie
liegt in der Stadtmitte
im ›Kulturquartier Köln‹
Nähe Neumarkt gegenüber den Kirchen
• St. Cäcilia /
Museum Schnütgen und
• St. Peter /
Kunst-Station Sankt Peter / Köln

Fußweg
• vom Neumarkt ca.  5 Minuten
• vom Dom/Hbf. ca. 20 Minuten

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