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Ein komplexes Thema in 6 Minuten erklärt: Uranmunition
Anfrage zum Einsatz von und Schutz vor Uranmunition
Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion und Antwort der Bundesregierung
15.11.2010 Die Grünen-Fraktion im Bundestag hat sich wieder einmal des Themas DU (Depleted Uranium, abgereichertes Uran) angenommen. Im Oktober 2010 veröffentlichte sie, initiiert durch ihre abrüstungspolitische Sprecherin Agnieszka Malczak, eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung. In ihrer Fragestellung legt diese Kleine Anfrage dabei besonders Wert auf Transparenz, insbesondere in Bezug auf einen möglichen DU-Einsatz in Afghanistan und die der Bundeswehr und Bundesregierung dazu vorliegenden Informationen. Die Antwort der Bundesregierung enthält allerdings wenig neue Informationen, insbesondere darüber, welche Informationen der Bundesregierung selbst vorliegen. Ende dieses Jahres wird sich auch der Unterausschuss für Abrüstung mit der Thematik auseinandersetzen.
UN zu den Folgen von DU-Munition
Resolution des Ersten Komitees der Generalversammlung
28.10.2010 Auf internationaler Ebene steht Uranmunition derzeit weit oben auf der Agenda. Im Verlaufe der 65. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen gab es im Rahmen des Ersten Komitees nach 2007 und 2008 einen dritten Resolutionsentwurf zum Thema DU. Eingereicht wurde sie von der Bewegung der blockfreien Staaten. Die Resolution wurde am 28. Oktober 2010 verabschiedet. Mit „Nein“ votierten lediglich Frankreich, Großbritannien, Israel und die USA.
Das Erbe des Einsatzes von Uranmunition auf dem Balkan
Balkan-Report der ICBUW
11.10.2010 Am 11. Oktober 2010 hat die ICBUW (Internationale Koalition für das Verbot von Uranwaffen) einen Bericht zu den Folgen des Gebrauchs von Uranmunition in den Kriegen auf dem Balkan während der 1990er Jahre veröffentlicht. Darin weißt sie darauf hin, dass Länder, die von Konflikten gezeichnet sind, meist nicht über die notwendigen Kapazitäten zur Untersuchung dieser Folgen verfügen. Außerdem fehlen oftmals die Mittel für Dekontaminierungsmaßnahmen. Daher empfiehlt die Studie äußerste Vorsicht beim Einsatz von Uranmunition.
EU-Parlamentarier rufen zur Unterstützung von UN-Resolution auf
Offener Brief an die EU-Mitgliedstaaten
Im September 2010 unterzeichneten Mitglieder des EU-Parlaments über die Parteigrenzen hinweg einen Aufruf zum Thema Uranmunition. Die Parlamentarier, darunter etliche Deutsche, drängen alle EU-Mitglieder dazu, im Oktober 2010 die UN-Resolution zu diesem Thema zu unterstützen. Sie weisen außerdem auf die mangelnde Transparenz hin, die beim Einsatz dieser Waffen herrscht. Da nicht hinreichend bekannt gemacht wird, wo entsprechende Munition abgefeuert wurde, ist eine genaue Untersuchung ihrer gesundheitlichen Folgen sehr schwierig.
Medizinische Folgen von Uranmunition
Factsheet von IPPNW
In dieser Broschüre wird über Einsätze von Uranmunition, deren mögliche gesundheitliche Folgen und neuere Forschungsergebnisse zum Thema informiert. Sie schließt mit einem Aufruf zur Ächtung dieser Waffen.
Auf dem Weg zur Ächtung von Uranwaffen
Workshop in Berlin
„Auf dem Weg zur Ächtung von Uranwaffen“ war der Titel eines Workshops von der ICBUW (Int. Coalition to Ban Uranium Weapons) in Zusammenarbeit mit der IALANA (Int. Association of Lawyers Against Nuclear Arms) und IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War) am 16./17. April 2010 in Berlin. Die Verstalter informierten über den aktuellen Stand der Kampagne mit Fokus auf Deutschland.
Afghanistan plant Untersuchung
US-Einsatz von Uran-Geschosse
19.04.2008 Die afghanische Regierung will untersuchen, ob die USA Ende 2001 bei ihrem Krieg gegen die Taliban Geschosse mit abgereichertem Uran eingesetzt und damit Missbildungen bei Kindern verursacht haben. In einigen der häufig bombardierten Gegenden etwa im Osten des Landes seien Babys mit Fehlbildungen zur Welt gekommen, sagte ein Vertreter des Gesundheitsministeriums.
Vortrag von Keith Baverstock zu Uranmunition
IPPNW-Weltkongress in Helsinki
Auf dem IPPNW-Weltkongress im Herbst 2006 in Helsinki hielt der pensionierte Strahlenexperte der WHO, Keith Baverstock, einen Vortrag zu den gesundheitlichen Risiken durch Uranmunition. Es gebe zunehmende wissenschaftliche Beweise dafür, dass die radiologische Aktivität und die chemische Toxizität mehr Schäden an menschlichen Zellen hervorruft, als bisher angenommen wurde. DU ist ein Alpha-Strahler und verfügt gleichzeitig über eine chemische Toxizität. Beide Effekte in ihrer Wechselwirkung könnten eine "Cocktail-Effek" erzeugen, der für die Erhöhung des Krebs-Risikos verantwortlich ist.
Stellungnahme der IPPNW zum Einsatz von Uranmunition im Irak
Irak-Tribunal
Dr. Angelika Claußen, IPPNW-Vorstandsmitglied, hat beim Irak-Tribunal als Sachverständige eine Stellungnahme zum Einsatz von Uranwaffen in den Golfkriegen 1991 bis 2003 abgegeben. Darin beschreibt sie die physikalischen Besonderheiten des Uran, von Uranmunition sowie Umfang und Orte des Einsatzes von Urangeschossen während beider Golfkriege durch die allierten kriegsführenden Kräfte. Sie stellt zudem den Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse über die Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung und der Soldaten vor und wertet sie aus.












