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IPPNW
Bündnis-Pressemitteilung vom 16.6.2010

P.E.N.-Präsident: Afghanistan-Strategie ist gescheitert

Friedensbewegung startet Unterschriftenkampagne gegen Krieg in Afghanistan

16.06.2010 

Gestern haben die großen Friedensorganisationen in Berlin den gemeinsamen Appell "Den Krieg in Afghanistan beenden - zivil helfen" vorgestellt. Der Appell fordert den sofortige Beginn des Abzugs der Bundeswehr aus Afghanistan. Die Friedensbewegung erhofft sich mit diesem Appell, dass die Diskussion in alle gesellschaftlichen Bereiche getragen und der Protest breite Unterstützung finden wird.

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IPPNW-Presseinformation vom 06.01.2010

Krieg schafft keinen Frieden

IPPNW unterstützt das klare Votum von Margot Käßmann gegen Krieg

Dr. Margot Käßmann06.01.2010 

Die 1985 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Ärzteorganisation IPPNW unterstützt das klare Votum der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche Dr. Margot Käßmann gegen den Afghanistan-Krieg. Wir begrüßen ihre Aufforderung an die Politik, die Logik des Krieges zu durchbrechen. „Nicht das Votum von Frau Käßmann gegen diesen Krieg, sondern das Votum der Politiker für dessen Fortsetzung gegen den Willen der Volksmehrheit ist unmoralisch“, erklärt IPPNW-Gründer und Ehrenvorstandsmitglied Prof. Dr. Horst-Eberhard Richter. Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung spricht sich bereits seit Jahren bei allen Umfragen eindeutig gegen den Bundeswehreinsatz in Afghanistan aus.

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Aus IPPNW-Forum 120/09

Die Nato auf dem Weg ins Desaster

Die aktuelle Lage in Afghanistan

11.01.2010 

Personalentscheidungen, Aufbauhilfe und Entwicklungsstrategie, Korruption und Geheimdienste, Schutz der Zivilbevölkerung und Uranmunition - Christoph Hörstel wagt den Versuch, auf zwei Seiten die aktuelle Lage in Afghanistan zu bewerten.

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IPPNW-Presseinfo vom 2.12.2009

Abzug statt Mandatsverlängerung

Zivile Hilfe statt Krieg für Afghanistan

Gesundheitsversorgung in Afghanistan (IRIN)02.12.2009 

Die Ärzteorganisation IPPNW lehnt die Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der ISAF-Truppe in Afghanistan ab. Frieden und Entwicklung ist nur mit dem Abzug aller ausländischen Militärs aus Afghanistan zu erreichen. Gleichzeitig muss die zivile Hilfe erheblich aufgestockt werden. Dem erwarteten militärischen Aufwand von rund 784,7 Millionen Euro für das Jahr 2010 stehen gerade einmal Mittel von 144 Millionen Euro für Stabilisierung und Entwicklung Afghanistans in diesem Jahr gegenüber. Zudem kritisiert die IPPNW die Strategie der zivil-militärischen Zusammenarbeit, die das Militär an erster Stelle führt und damit zivile Helfer sogar gefährdet.

lesen ...[Hintergrundartikel von Dr. Claußen]

Aus IPPNW-Forum 120/09

Krieg macht krank

Zur seelischen Gesundheit der afghanischen Bevölkerung

01.12.2009 

Er schläft in verfallenen Gebäuden, isst schmutzige Essensreste, trägt zerschlissene Kleidung und verbringt sein Leben auf der Straße. Er weiß weder seinen Namen, noch sein Alter, noch könnte er Familienangehörige nennen. Der Mann ist mittleren Alters und seelisch krank in Kabul. Laut Angaben des Nachrichtendienstes des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (IRIN) leidet mindestens einer von zehn in den letzten zehn Monaten verhafteten Bettlern in Kabul an seelischen Störungen. "Krieg und physische Gewalt haben vielen Afghanen seelischen Schaden zugefügt", erklärt Musadiq Nadimee, ein Psychiater des "Mental Health Hospital" in Kabul.

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IPPNW-Presseinfo vom 4.11.2009

Krieg traumatisiert Soldaten und Zivilbevölkerung

Guttenberg spricht von "Krieg in Afghanistan"

04.11.2009 

Die IPPNW begrüßt, dass der neue Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg den Krieg jetzt endlich also solchen bezeichnet. „Wir Ärzte erinnern zum wiederholten Male daran, dass Krieg eine von Menschenhand verursachte Katastrophe ist. Krieg tötet nicht nur, sondern macht die betroffenen Soldaten und vor allem die Zivilbevölkerung krank“, so die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen. Die Politiker, die den Krieg am Hindukusch als vermeintlich notwendig deklarieren, hätten zu verantworten, dass sowohl immer mehr Soldaten als auch die Menschen in Afghanistan getötet, verwundet und traumatisiert würden.

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Engagement gegen das Afghanistan-Mandat

Neues Faltblatt / Poster / Abstimmungsaktion

Das Bundeswehrmandat für den ISAF-Einsatz in Afghanistan läuft Anfang Dezember aus. Fristgemäß muss der Bundestag es verlängern. Die immer wieder ins Gespräch gebrachte Aufstockung des deutschen Truppenkontingents mag erst zu Beginn des kommenden Jahres auf der Tagesordnung stehen. Sie wird einmal von der Vorstellung einer neuen Strategie durch den US-Präsidenten Obama abhängen. Die Bundesregierung will zudem eine für Ende Januar angesetzte internationale Afghanistan-Konferenz abwarten, nach der sich auch weitere ISAF-Nationen entscheiden werden.
Zahlreiche Gruppen der Friedensbewegung – darunter die IPPNW – haben ein gemeinsames Faltblatt erarbeitet, dass sich in die Debatte über die Verlängerung des Afghanistaneinsatzes der Bundeswehr einmischen will. Es fordert die Beendigung des Krieges und eine massive Aufstockung der zivilen Konfliktbearbeitung.

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IPPNW-Presseinfo 16. Oktober 2008

IPPNW kritisiert Mandatsverlängerung für Afghanistan

Es gibt glaubwürdige Friedensalternativen für das Land!

16.10.2008 

Die IPPNW kritisiert die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan durch eine Mehrheit des Bundestages. „Das ist eine verheerende Strategie des weiter so und des immer mehr so. Wann wird verstanden, dass der „Krieg gegen den Terror“ militärisch nicht zu gewinnen ist?“, fragt Jens-Peter Steffen, Friedenspolitischer Sprecher der IPPNW: „Dabei gibt es doch Alternativen, an denen ein Dialog mit allen politischen Kräften Afghanistans ansetzen kann. Die Grundlage dafür sind aber konkrete militärische Abzugspläne!“

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Friedensbewegung demonstrierte gegen Bundeswehreinsatz in Afghanistan

Wer wirklich den Frieden in Afghanistan will, muss zuerst den Krieg beenden!

20.09.2008 

Zufrieden erklärten sich die SprecherInnen der heutigen Demonstration in Berlin gegen die Verlängerung des Afghanistaneinsatzes der Bundeswehr. Sowohl die Beteiligung mit über 8.000 Menschen als auch die politischen Aussagen bei Auftakt und Abschluss erfüllten das Ziel, die breite Ablehnung des Krieges in der Gesellschaft eindrucksvoll zu demonstrieren.

lesen ...[Weitere Infos zu den Demos]

„Dem Frieden eine Chance, Truppen raus aus Afghanistan

Aufruf am Antikriegstag

31.08.2008 

Geschockt von den jüngsten Nachrichten über den Tod afghanischer Zivilisten durch die Hand deutscher Soldaten verstärkt ein breites Bündnis aus Friedens-, Sozialen Bewegungen und Gewerkschaften ihre Mobilisierung gegen die im September anstehende Mandatsverlängerung des Bundeswehrkontingents in Afghanistan. Es appelliert an die Mitglieder des Bundestages, der Verlängerung die Stimme zu verweigern. Um dem Nachdruck zu verleihen, ruft es zur Teilnahme an den bundesweiten Demonstrationen am 20. September in Berlin und Stuttgart auf.

lesen ...[Homepage der Afghanistan-Demo]

IPPNW fordert Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan

Friedensbewegung kündigt Protest für den Sommer und Herbst an

24.06.2008 

Entschieden sprechen sich die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) gegen die von Verteidigungsminister Franz Josef Jung angekündigte Aufstockung des Bundeswehrkontingents in Afghanistan um 1.000 Soldaten aus. "Die Aufstockung bedeutet eine Ausweitung des militärischen Engagements", so Jens-Peter Steffen, friedenspolitischer Sprecher der IPPNW in Berlin.

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Presseinfo des Friedensfilmpreises

Friedensfilmpreis für Buddha zerfiel vor Scham

Berlinale

17.02.2008 

Der 23. Friedensfilmpreis der 58. Internationalen Filmfestspiele Berlin 2008 geht an Hana Makhmalbaf für ihren Film BUDA AZ SHARM FORU RIKHT (Buddha zerfiel vor Scham). Der Friedensfilmpreis, der unter der Schirmherrschaft der IPPNW steht, ist mit 5.000 Euro dotiert. Das Preisgeld wird von der Heinrich-Böll-Stiftung zur Verfügung gestellt.

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Eine Pressemitteilung der Frankfurter Regionalgrup

Keine Verlängerung des OEF-Mandats

Offener Brief der Frankfurter IPPNW-ÄrztInnen

Der Bundestag stimmt am 15. November über die deutsche Beteiligung am US-geführten Antiterrorkrieg "Operation Enduring Freedom" (OEF) ab. Das Mandat beeinhaltet den Kriegseinsatz von bis zu 100 deutschen Soldaten vom Kommando Spezialkräfte (KSK) in Afghanistan. Zu OEF gehören ebenfalls Militäreinsätze am Horn von Afrika und im Mittelmeer. Im Vorfeld der Abstimmung haben sich die Frankfurter IPPNW-Ärzte in einem offenen Brief an ihre Bundestagsabgeordnete gewandt: "Wir Frankfurter Ärzte/innen der IPPNW appellieren an Sie, mit  NEIN  zu stimmen

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IPPNW-Pressemitteilung vom 10. Oktober 2007

Keine Verlängerung der Afghanistanmandate

Aufforderung an die Abgeordneten

10.10.2007 

Kurz vor der Entscheidung des Bundestages über die Mandatsverlängerungen in Afghanistan fordert die IPPNW die Bundestagsabgeordneten auf, gegen den Regierungsantrag auf Verlängerung der militärischen Afghanistanmandate (ISAF/ Tornadoentsendung sowie Operation Enduring Freedom) zu stimmen. Christoph Krämer, Sprecher des "Arbeitskreis Süd-Nord" der IPPNW: „Die Mandatierung ist in erster Linie interessenpolitisch motiviert. Die Überprüfung seiner humanitären Begründung hält den Tatsachen nicht stand."

lesen ...[taz-Artikel zu Afghanistan-Rückkehrern]

Artikel aus IPPNW-Forum 104

Afghanistan braucht keine Tornados

Dokumentation zum Afghanistan-Einsatz

10.04.2007 

Der Bundestag hat am 9. März 2007 mit großer Mehrheit dem Tornado-Einsatz in Afghanistan zugestimmt. Voraus ging eine wochenlange Debatte, bei der die IPPNW sich einmischte und deutliche Akzente setzte. Hier eine kurze, bewegte Übersicht über die Ereignisse und die Abstimmung. "Die Deutschen müssen das Töten lernen", mit diesem verbalen Paukenschlag auf dem Titelblatt eröffnet das Nachrichtenmagazin Spiegel am 20. November 2006 eine Debatte über die Rolle der Deutschen bei Nato-Kampfeinsätzen.

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IPPNW-Info vom 12. März 2007

Wer war dafür?

Abstimmung über die Tornado-Entsendung

12.03.2007 

Der Bundestag hat am 9. März 2007 mit großer Mehrheit dem Tornado-Einsatz in Afghanistan zugestimmt. Insgesamt gab es 405 Ja-Stimmen bei 157 Nein-Stimmen aus allen Fraktionen: Neben DIE LINKE, die als einzige Fraktion geschlossen mit Nein stimmte, votierten 69 Abgeordnete der SPD, fünf der CDU/CSU, 21 der Grünen und neun der FDP gegen den Einsatz.

lesen ...[Namentliches Abstimmungsergebnis]

Presseinformation vom 6. März 2007

Wir stimmen gegen den Tornado-Einsatz

Vor dem Bundestag in Berlin

06.03.2007 

Eine Gruppe von Bürgern und Bürgerinnen, die sich "Aktion 77%" nennt, protestierte heute spontan vor dem Bundestag, um die Entscheidungen in den Fraktionsgremien vor der Abstimmung Ende dieser Woche im Bundestag zu beeinflussen. Die Gruppe beruft sich auf eine Umfrage der IPPNW, die besagt, dass 77% der deutschen Bevölkerung gegen eine Versendung von Tornado-Flugzeugen und weiteren Soldaten nach Afghanistan sind.

lesen ...[Forsa-Umfrageergebnis]

IPPNW-Presseinformation vom 8. März 2007

Keine Tornados nach Afghanistan

Brief an die Abgeordneten

08.03.2007 

Die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Ärzteorganisation IPPNW appellierte letzte Woche in einem Schreiben an die Abgeordneten des Bundestages, dem Antrag der Bundesregierung die Zustimmung zu verweigern und den deutschen Einsatz im Rahmen der ISAF insgesamt kritisch zu überprüfen.

lesen ...[Brief an Abgeordnete als pdf-Datei]

IPPNW-Dokumentation vom 8. Februar 2007

Regierung gegen das Volk?

Stellungnahme im Wochenmagazin Freitag

Vor dem Irak-Krieg gingen am 15. Februar 2003 Millionen auf die Straße, weil sie den Krieg ablehnten. Umfragen bestätigten den Mehrheitswillen gegen den Krieg. Dass Kanzler Schröder dem Votum der Bevölkerung folgte und von den Deutschen mit seiner Wiederwahl belohnt wurde, verübelte ihm seinerzeit die Opposition, als wäre es unschicklich gewesen, dem Volk statt Bush zu folgen.
Nun ist eine ähnliche Situation entstanden. Erneut wollen die Amerikaner einen deutschen Militäreinsatz, nämlich mit Tornados und Soldaten im Süden Afghanistans. Wieder signalisiert das Volk Ablehnung.

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IPPNW-Dokumentation vom 7. Februar 2007

Mehrheit ist dagegen

Angelika Claussen im taz-Interview

07.02.2007 

Mit den "Tornado"-Einsätzen trägt die Bundeswehr zum Krieg bei, sagt Angelika Claußen von den Ärzten für die Verhütung des Atomkriegs.
taz: Frau Claußen, Sie wollen keine "Tornados" in Afghanistan und sehen dabei die deutsche Bevölkerung auf Ihrer Seite. Wie kommen Sie zu dieser Behauptung?
Angelika Claußen: Wir haben eine Forsa-Umfrage in Auftrag gegeben. Die hat ergeben, dass 77 Prozent gegen die Entsendung sind. Und das sind nicht nur Anhänger der SPD oder der Linkspartei, sondern auch mehr als zwei Drittel der Unionsanhänger.

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Presseinformation vom 6. Februar 2007

Mehrheit der Bundesbürger gegen Tornado-Entsendung

Aktuelle Forsa-Umfrage der IPPNW

05.02.2007 

Etwas mehr als drei Viertel der Bundesbürger (77%) sind dagegen, dass die Bundesregierung der Bitte der NATO um Entsendung von Tornados zur militärischen Aufklärung in den stärker umkämpften Süden Afghanistans nachkommt. Nur rund ein Fünftel spricht sich dafür aus. Dies ist das Ergebnis einer von der IPPNW in Auftrag gegebenen Forsa-Umfrage. Horst Eberhard Richter und Angelika Claußen haben heute einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin und die Mitglieder des Kabinetts geschickt:

lesen ...[Forsa-Umfrage]

IPPNW-Stellungnahme vom 6. Februar 2007

Keine Tornados nach Afghanistan

IPPNW appelliert an die Bundesregierung

06.02.2007 

Anlässlich der für morgen geplanten Entscheidung des Bundeskabinetts über den Einsatz deutscher Tornados in Afghanistan appelliert die IPPNW an die Bundesregierung, die Anfrage der NATO mit einem klaren Nein zu beantworten und den deutschen Einsatz im Rahmen der Isaf kritisch zu überprüfen. Angesichts des Fehlschlags militärischer Stabilisierung und der Not der Menschen müsse der zivilgesellschaftliche Aufbau absoluten Vorrang haben.
Die Vorsitzende der IPPNW Angelika Claußen: „Afghanistan braucht einen Entwicklungsplan und nicht mehr Truppen oder Tornados.”

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Frankfurter Rundschau vom 23. Dezember 2006

Afghanistan braucht zivile Aufbauhilfe, keine Tornados

Kommentar von Dr. Angelika Claußen

23.12.2006 

Auf eine Nato-Anfrage hin will die Bundesregierung sechs Tornados in den umkämpften Süden Afghanistans entsenden. Die dadurch ausgelöste Diskussion über die Auslegung des Bundeswehr-Mandats täuscht darüber hinweg, dass die ISAF-Mission schon jetzt ein Misserfolg ist: Fünf Jahre nach dem Beginn des Krieges sind die USA und ihre Verbündeten gescheitert, die humanitäre Situation zu verbessern und den Afghanen den Weg zur Demokratie zu ebnen. Ein nüchterner Blick auf die wenigen Informationen, die UN-Organisationen über Afghanistan veröffentlichen, zeigt die katastrophale Situation.

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Presseinformation vom 28.09.04

Zivile Kooperation statt Armee

ISAF-Mandat nicht verlängern

28.09.2004 

Anlässlich der bevorstehenden Entscheidungen über die Verlängerung des ISAF-Mandats für die Bundeswehr fordern Organisationen der deutschen Friedensbewegung das Ende des Mandats und den Abzug der deutschen Soldaten. Erforderlich sei die Unterstützung der Kräfte in Afghanistan, die am Aufbau einer friedlichen Gesellschaft interessiert sind. Das könne nicht durch Besatzungsarmeen erfolgen, sondern nur durch gezielte Kooperationen und Unterstützungen, die im Konsens mit den jeweilig Betroffenen betrieben werden.

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Keine Alternative zum Bundeswehr Engagement?

Interview mit Dr. Matin Baraki

10.05.2004 

Am 14.11.03 hat der Bundestag - bereits zum 2. Mal in Folge - dem Antrag der SPD-Grünen-Regierung auf Verlängerung des deutschen Militäreinsatzes in Afghanistan zugestimmt, und zwar mit einer überwältigenden Mehrheit von 540 Stimmen. Unter den 41 Gegenstimmen (bei 5 Enthaltungen) waren lediglich zwei pazifistisch motiviert (die beiden PDS-Abgeordneten). Den Vorgaben dieser faktischen Großen Koalition folgend hat sich die Stimmung in der Bevölkerung entwickelt, die trotz großer Mehrheit gegen den Irakkrieg inzwischen in Afghanistan offenbar keine Alternative mehr zur militärischen Option sieht.

[Lesen Sie das vollständige Interview]

IPPNW aktuell - Krieg macht krank

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