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Abschalten - sofort - weltweit!

Rede von Dr. Ingo Bonde anlässlich der Großdemonstration in Essen

02.04.2011 

Ich wurde gebeten, als Vertreter der Ärzteorganisation "Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges", IPPNW, einen Beitrag aus medizinischer, aus ärztlicher Sicht zu
liefern. Als Mediziner bzw. Arzt bin ich in erster Linie naturwissenschaftlich sozialisiert, will sagen, der Begriff "radioaktive Strahlung" löst bei mir nicht zwangsläufig Ängste oder Sorgen aus; nein, es gibt durchaus Beispiele aus der Medizin, in denen radioaktive Strahlung gezielt, sinnvoll und im Dienste eines Heilungsprozesses eingesetzt wird (beispielsweise sei auf die Therapie von Schilddrüsenkrebserkrankungen verwiesen). Andererseits: Fakt ist auch, dass der Zusammenhang zwischen dem Einwirken radioaktiver Strahlung - in mittlerer und hoher Dosis - auf den Menschen und dem Auftreten von Krebs-Erkankungen als gesichert betrachtet werden darf/muss.

Fukushima mahnt

Rede von Dr. Alex Rosen auf der Großdemonstration gegen Atomenergie in Köln

26.03.2011 

Warum seid ihr heute hier? Ich bin hier, weil ich empört bin. Ich empöre mich über die Atompolitik in diesem Land. Ich empöre mich über die Tatsache, dass wir nach Tschernobyl scheinbar nichts dazugelernt haben. Und ich empöre mich darüber, dass den Energiekonzernen und unseren Regierung das Profitstreben wichtiger ist, als unsere Gesundheit. Ich denke, vielen von euch geht es ähnlich.

Die zukünftige Energie-und Klimaschutzpolitik in Hessen

Stellungnahme von Angelika Claussen vor dem Hessischen Landtag

18.07.2008 

Zunächst möchte ich zum Ausdruck bringen, dass wir sehr angetan sind von dieser Anhörung, den Themenkomplexen und Fragestellungen. Es zeigt sich, dass sich ein Parlament jenseits des Korsetts von Regierungskoalitionen sehr ernsthaft mit ganz wesentlichen Fragestellungen befassen kann.
Es zeigt sich auch, dass Politiker besser sein können als ihr Ruf in den Medien, wenn sie als Parlamentarier einen wirklichen Gestaltungsspielraum haben. In der Tat scheint in Hessen derzeit die Stunde des Parlaments zu schlagen.

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich Niedrigstrahlung

Präsentation von Ian Fairlie in Nürnberg

05.05.2008 Der Vortrag des britischen Strahlenexperten und Journalisten Ian Fairlie über neue wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich Niedrigstrahlung. Fairlie hielt den Vortrag Ende April 2008 in Nürnberg als Teil einer öffentlichen Veranstaltung im Rahmen der Mitgliederversammlung der IPPNW. Die bayrische Ärztekammer hatte den Termin als Fortbildungsveranstaltung für ÄrztInnen zertifiziert.

Nach Fairlies spannenden Vortrag äußerten zahlreiche ZuhörerInnen Interesse an der Power-Point-Präsentation. Hier finden Sie die ppt als pdf-Dokument.

Können AKWs das Klima retten?

25.04.2008 

Die einen preisen Atomkraftwerke als unverzichtbare Klimaschützer, die anderen halten Atomenergie für einen gefährlichen Irrweg. Immer häufiger verwenden die Befürworter der Atomenergie Klimaargumente, um den gesetzlich vereinbarten Atomausstieg in Deutschland zu kippen. Aus Anlass des 22. Tschernobyl-Jahrestages veranstaltete die Ärzteorganisation IPPNW am 25. April 2008 in Nürnberg eine öffentliche Diskussion zu diesem hochaktuellen Thema. Die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen hielt einen Einführungsvortrag zum Thema.

Kinderkrebs um Atomkraftwerke

22.04.2008 

Vor bald 22 Jahren, im Mai 1986, einige Tage nach der Tschernobyl-Katastrophe, wurden wir Kinderärzte tagein - tagaus von Schwangeren und Eltern junger Kinder gefragt, was man tun könne. Wir waren genauso hilflos wie alle anderen. Einmal freigesetzte Radioaktivität kann von keinem Politiker und von keinem Strahlenschutzbeauftragten zurückgerufen werden. Es war allgemeiner Konsens, dass Kinder besonders geschützt werden müssten, weil sie viel strahlenempfindlicher als Erwachsene sind.

Zeitbombe Atomenergie - 20 Jahre Tschernobyl

Rede auf dem Tschernobyl-Kongress der IPPNW 2006 von Angelika Claußen

07.04.2006 

Im folgenden dokumentieren wir den Redebeitrag der IPPNW-Vorsitzenden Dr. Angelika Claußen auf dem Intenationalen IPPNW-Kongress "Zeitbombe Atomenergie - 20 Jahre Tschernobyl" vom 7. - 9. April 2006 in Bonn. Die Rede wurde am 7. April 2006 im Bundeshaus gehalten.

Der Einfluss der Atomindustrie

Redebeitrag auf dem Atomkongress der IPPNW 2004 von Angelika Claußen

08.05.2004 

Die stellvertretende Vorsitzende der IPPNW, Dr. Angelika Claußen, analysierte auf dem Atomkongress der IPPNW am 8. Mai 2004 in Berlin die Einflußnahme der Atomindustrie auf die Politik. Sie beleuchtete die verschiedenen Akteure und Mechanismen der Atompolitik. Darüber hinaus gab sie inhaltliche und strategische Anstöße für die Anti-Atom-Bewegung. Im folgenden dokumentieren wir den Redebeitrag im Wortlaut.

Unfallszenarien sind kein zu akzeptierendes "Restrisiko"

Redebeitrag von Winfrid Eisenberg auf der PK am 9.9.2005

09.09.2005 

Für uns Ärzte gilt der Grundsatz »Vorsorgen ist besser als Heilen«. Das betrifft mein Fachgebiet, die Kinderheilkunde, in besonderem Maß; im Berufs- Alltag beschäftigen sich Kinderärztinnen und Kinderärzte zu einem großen Teil mit Präventivmedizin - denken Sie nur an die Impfungen, die Vorsorge-Untersuchungen, die Suchtests nach Stoffwechselkrankheiten in der Neonatologie.

In manchen Situationen gibt es gar nichts zu heilen, das Vorsorgen stellt die einzige Möglichkeit ärztlichen Handelns dar: Nach den Atomunfällen von Windscale, Harrisburg, Tschernobyl - um nur drei Beispiele zu nennen - muss jedem klar sein, dass Schutz vor einmal frei gewordenen radioaktiven Teilchen praktisch nicht möglich ist. Gegen Strahlen und Strahlenfolgen gibt es keine Medikamente.

Energiewirtschaft in Bürgerhand!

Rede auf der Demonstration in Biblis am 28. April 2007 von Henrik Paulitz

28.04.2007 

Einen schönen guten Tag,
liebe AKW-Gegnerinnen und Gegner,

wir sind hier in Biblis vor einem großen Atomkraftwerk mit einer Gesamtleistung von größenordnungsmäßig 2500 Megawatt. Da wird eine Menge Strom produziert. - Grundsätzlich. Sofern das Kraftwerk in Betrieb ist.

Global betrachtet ist die Atomenergie für die Energieversorgung der Menschheit so gut wie bedeutungslos. Nach Angaben der Internationalen Energie Agentur wurde im Jahr 2004 weltweit bereits mehr Strom in Wasserkraftwerken erzeugt als in Atomkraftwerken.

Dezentralisierung der Energiewirtschaft

Rede auf der Demonstration in Biblis am 4. November 2006 von Henrik Paulitz

04.11.2006 

Henrik Paulitz
 Einen schönen guten Tag, liebe AKW-Gegnerinnen und Gegner,

wir stehen hier in Biblis, weil der Weiterbetrieb dieses Atomkraftwerks nicht zu verantworten ist. Hier in Biblis brennen Motoren von Hauptkühlmittelpumpen, weil bei Wartungsarbeiten Stahlmeißel vergessen werden. Hier in Biblis fallen Kühlpumpen aus, weil bei Wartungsarbeiten Schutzhelme in Pumpen liegen gelassen werden. Hier in Biblis kam es im Februar 2004 zum gefürchteten Notstromfall, nur weil das Wetter schlecht war, und zwei Hochspannungsleitungen bei Sturm in Kontakt kamen.

Energiewirtschaft und Bundesregierung versagen

Rede auf der Anti-Atom-Konferenz der Linkspartei am 7. Oktober 2006 in Berlin von Henrik Paulitz

Einen schönen guten Tag.

Am Montag bei dem Energiegipfel hier in Berlin werden mit den Managern der Energiewirtschaft und der Bundesregierung die Versager der letzten 30 Jahre zusammensitzen. Versager deswegen, weil dort die falschen Akteure sitzen, genau die Akteure, die seit 30 Jahren wissen müssen, was zu tun ist, dies aber unterlassen. Seit 30 Jahren ist bekannt, dass Öl knapp ist, dass Erdgas knapp ist, dass Uran knapp ist, und wir stehen vor einem Scherbenhaufen in der Weise, dass das Verkehrssystem beispielsweise heute noch immer praktisch zu 100 Prozent abhängig ist vom Öl.

Vom atomaren und fossilen zum Solarzeitalter

Der Grundkonflikt des 21. Jahrhunderts

07.05.2004 

Herrmann Scheer, Präsident von Eurosolar, fragte in seinem Vortrag auf dem europäischen IPPNW-Kongress "Atomenergie und Atomwaffen in einer instabilen Welt" nach den Hintergründen für die enormen Widerstände gegenüber der Einführung regenerativer Energien. Das etablierte Energiesystem sei auf zentrale Energiegewinnung und -versorgung angewiesen, regenerative Energien benützten dezentrale Strukturen. Eine hochinteressante Analyse.

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