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Stoppt-die-Mauer-Koordinator Jamal Juma ist frei

40 weitere Anti-Mauer Aktivisten noch in israelischer Haft

14.01.2010

Jamal Juma, der Koordinator der "Stoppt-die-Mauer-Kampagne" ist am 12. Januar freigelassen worden. Er war am 16. Dezember 2009 verhaftet worden war. Zahlreiche andere palästinensische Menschenrechtsverteidiger befinden sich allerdings weiterhin in Haft. Am 12. Januar wurden zudem Ibrahim Amirah und Hassan Mousa, vom Bürgerkomitee Bil'in gegen die Mauer und die Siedlungen, festgenommen.

Derzeit befinden sich nach Angaben von "Stop the Wall" rund 40 Anti-Mauer-Aktivisten in israelischen Gefängnissen. Von rund 8.500 palästinensischen politischen Gefangenen sind fast 300 in sogenannter Administrativhaft, d.h. ohne Anklage oder Verfahren im Gefängnis.

"Wie bei anderen palästinensischen Menschenrechtsverteidigern in israelischen Gefängnissen gab es nie eine gerichtliche Anklage", erläutert Juma nach seiner Freilassung die Hintergründe seiner Verhaftung. "Der Grund für meine Haft war rein politisch - ein Versuch "Stoppt die Mauer" und die Komitees gegen die Mauer zu zerschlagen. Deshalb sind die Gründe für meine Freilassung auch
außergerichtlich: Der unglaublich starke Rückhalt der internationalen Zivilgesellschaft hat Regierungen und Medien bewegt und meine Gefangenschaft wurde unbequem."

Der international renommierte palästinensische Menschenrechtsrechtsverteidiger Jamal Juma war im Juni 2009 Referent auf einer Nahost-Tagung in der Evangelischen Akademie Bad Boll. Seine Organisation, "Stop the wall", ein Zusammenschluss palästinensischer Nichtregierungsorganisationen, ist Partner des "Deutschen Koordinationskreises Palästina Israel - für ein Ende der Besatzung und einen gerechten Frieden" (KoPI), in dem auch die IPPNW mitwirkt.

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