IPPNW-Regionalgruppe Frankfurt

Friedensflagge für den Römer

10.12.2013 Seit 1984 gehört die Stadt Frankfurt am Main dem Verband „Bürgermeister für den Frieden“ (Mayors for Peace) an, der 1982 von den Oberbürgermeistern der japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki gegründet wurde. Nie wieder sollten Städte Ziele von Atomwaffen werden. Die humanitären Akut - und Langzeitfolgen auch nur eines einzigen Atombombenabwurfs sind so furchtbar, dass diese Waffen zu Recht als die zerstörerischsten und unmenschlichsten Massenvernichtungswaffen bezeichnet werden. Deswegen warben die beiden japanischen Stadtoberhäupter bei ihren Kollegen für ein gemeinsames Engagement zu einem weltweiten Verbot von Atomwaffen durch die Vereinten Nationen. Mittlerweile gibt es rund 5.800 Mitgliedsstädte in 158 Ländern und über 400 in Deutschland.

Um das Bewusstsein für die Schrecken eines mit Atomwaffen geführten Krieges in Erinnerung zu halten, riefen die „Bürgermeister für den Frieden“ eine Flaggenkampagne ins Leben. Zweimal im Jahr, am 8. Juli, dem Jahrestag der Veröffentlichung des Rechtsgutachtens des Internationalen Gerichtshofs von 1996 über die Völkerrechtswidrigkeit der Androhung und des Einsatzes von Atomwaffen, und am 6. August – dem Hiroshima Tag – werden weltweit Friedensflaggen gehisst. Die grüne Flagge mit der Friedenstaube und den Schriftzügen „Peace“, „Bürgermeister für den Frieden“ und „Mayors for Peace“ - auch auf  japanisch - soll künftig auch am Römer gehisst werden und für die Ächtung der Atomwaffen werben.

Ulrich Gottstein, Ehrenvorstandsmitglied der Ärzteorganisation IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges), überreichte Oberbürgermeister Peter Feldmann am 10. Dezember 2013 gemeinsam mit einer 15-köpfigen Delegation der Frankfurter IPPNW-Regionalgruppe die Flagge, zusammen mit einer Grußbotschaft des Weltpräsidenten der „Mayors for Peace“, des Bürgermeisters von Hiroshima, Kazumi Matsui. „Es wäre ein schönes Symbol, wenn die Stadt Frankfurt diese Friedensfahne sowohl  am 8.Juli als auch am 6. August, dem Hiroshima- Jahrestag, hissen würde“, erklärte Gottstein bei seiner Ansprache zur Übergabe der Flagge an den Frankfurter Oberbürgermeister. 

Feldmann dankte der IPPNW für ihr besonderes Engagement und betonte die Wichtigkeit dieses symbolischen Aktes: „Die Bewahrung der Menschheit vor Atomkriegen ist ein wichtiges Thema für alle Länder und alle Städte der Welt. In einer Zeit, in der die Metropolen immer größere Bedeutung gewinnen, sollten diese auch ihren Beitrag zur Abschaffung der Atomwaffen leisten. Wir wollen deshalb in diesem Sinne künftig auch in Frankfurt Flagge zeigen.“

Mehr über die Bürgermeistern für den Frieden: http://www.mayorsforpeace.de/

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