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IPPNW
IPPNW-Pressemitteilung vom 17.5.2010

Zeit für die Abrüstung taktischer Atomwaffen

Atomwaffenkonferenz in New York

17.05.2010 

Die Stationierung von Atomwaffen auf dem Territorium anderer Staaten untergräbt Bemühungen um die Kontrolle und Abrüstung von Atomwaffen. Das sollen die Mitgliedsstaaten des Atomwaffensperrvertrags (NPT) erklären, fordert eine Gruppe von Nichtregierungsorganisationen auf der Überprüfungskonferenz in New York in einem Brief an die Staatsdelegierten. Sie fordern die Mitgliedsstaaten auf, die nukleare Teilhabe bis zum Jahr 2015 zu beenden.

lesen ...[Bericht von Chidyausiku]  [Deutsche Übersetzung des NGO-Briefs]

Friedensbewegung kritisiert Auftritt der Bundesregierung in New York

Atomwaffenkonvention mit keinem Wort erwähnt

Unterschriftenübergabe an Libran Cabactulan05.05.2010 

Die Anti-Atomwaffenbewegung ist enttäuscht von der Rede des Staatsministers im Auswärtigen Amt Werner Hoyer. Sie widerspricht seiner eigenen in der UN-Rede formulierten Zielsetzung. "Wir haben viel Zeit verloren, jetzt brauchen wir eine neue Dekade der Abrüstung", hatte er erklärt. Mit keinem Wort erwähnte Hoyer die Atomwaffenkonvention. Er fällt damit hinter den interfraktionellen Beschluss des deutschen Bundestages für eine Welt ohne Atomwaffen und die Rede des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon auf der großen NGO-Konferenz vom Wochenende zurück.

lesen ...[Täglich aktualisierter Blog von der NPT-Konferenz]

Atomwaffenkonvention liegt auf dem Tisch

Staatsminister Hoyer muss Atomwaffenkonvention unterstützen

04.05.2010 

Die deutsche Friedensbewegung fordert Staatsminister Werner Hoyer auf: „Machen Sie sich die Atomwaffenkonvention zu eigen. Bringen Sie die Atomwaffenkonvention in die Abschlusserklärung der Atomwaffensperrvertrags-Konferenz ein. Sie würden entscheidend zu ihrem Gelingen beitragen“. Durch die Eröffnungsbeiträge des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon und den Außenministern von Indonesien und Österreich liegt die Atomwaffenkonvention auf dem Tisch. Deutschland sollte eine führende Rolle beim Beginn von Verhandlungen für diese Konvention übernehmen.

lesen ...[Täglich aktualisierter Blog von der NPT-Konferenz]  [Kampagnen-Homepage]

Die Welt ist überrüstet, Frieden ist unterfinanziert

Ban Ki-Moon auf überfüllter Konferenz „Atomwaffen abschaffen“ in New York

02.05.2010 

„Die Welt ist überrüstet und Frieden ist unterfinanziert“, so der UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon auf der mit über 1.000 TeilnehmerInnen überfüllten Konferenz „Atomwaffen abschaffen“ in New York. Diese Veranstaltung war die größte internationale Konferenz für eine Welt ohne Atomwaffen im Vorfeld einer Konferenz zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrages (NPT-Konferenz).

lesen ...[Rede auf Video]  [Bilder von Anti-Atomwaffen-Demo in New York]

IPPNW-Pressemitteilung 28.4.2010

65 Jahre Atombombe: Zeit für eine Zwangspensionierung

Deutsche IPPNW-Ärzte auf Atomwaffensperrvertrags-Konferenz in New York

28.04.2010 

Mehr als 30 Außenminister, darunter Außenminister Guido Westerwelle, werden sich kommenden Montag in New York zum Beginn der einmonatigen Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags treffen. Unter den etwa 1.500 Repräsentanten der Zivilgesellschaft aus aller Welt ist auch eine Gruppe von IPPNW-Ärzten und Medizinstudierenden für die Konferenz akkreditiert. Sie werden am 2. Mai mit Tausenden Menschen auf den Strassen von New York demonstrieren, um vor Beginn der Überprüfungskonferenz die Regierungen dazu aufzurufen, sich für eine globale Ächtung von Atomwaffen einzusetzen.

lesen ...[Kampagne "Für eine Zukunft ohne Atomwaffen"]  [ICAN-Kampagne]

IPPNW-Pressekonferenz vom 19.3.2010

Alternativer Friedensnobelpreisträger fordert Atomwaffenkonvention

Nein zu Atomwaffen in der neuen NATO-Strategie

19.03.2010 

Die Bundesregierung muss ihre Abrüstungsinitiativen verstärken, um die Konferenz zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrages im Mai in New York zum Erfolg zu führen. Das haben heute in Berlin die Ärzteorganisation IPPNW und der alternative Friedensnobelpreisträger Alyn Ware gefordert. „Wir begrüßen, dass Außenminister Guido Westerwelle sich für den Abzug der verbliebenen US-Atomwaffen aus Deutschland einsetzt. Beim NATO-Gipfel in Talinn Mitte April muss er nun auch die nukleare Abschreckungsdoktrin in Frage stellen“, erklärte die Abrüstungsexpertin der IPPNW, Xanthe Hall.

lesen ...[Zur Pressemappe mit den Statements]

IPPNW-Pressemitteilung vom 12. März 2010

Deutschland soll Atomwaffenkonvention fordern

Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag

12.03.2010 

VertreterInnen der "Middle Powers Initiative" (MPI), ein Zusammenschluss von acht internationalen Nichtregierungs-Organisationen, haben gestern in Seoul sogenannte "Mittelmacht"-Staaten aufgerufen, sich bei der Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags im Mai in New York für eine Konvention zur Abschaffung der Atomwaffen einzusetzen. Dazu erklärt Xanthe Hall, IPPNW-Abrüstungsexpertin und Vorstandsmitglied in der MPI: "Wir fordern die Bundesregierung auf, einen mutigen Schritt in Richtung atomwaffenfreie Welt zu gehen und die Konvention zu unterstützen. Guido Westerwelle darf es nicht bei seiner Forderung nach einem atomwaffenfreien Deutschland belassen. Er muss an einer atomwaffenfreien Welt mitarbeiten."

lesen ...[Weitere Informationen zu MPI]  [Mehr zur Atomwaffenkonvention]

IPPNW-Presseinformation vom 5.3.2010

Höchste Zeit für die Abschaffung aller Atomwaffen

40 Jahre Atomwaffensperrvertrag

05.03.2010 

Heute vor 40 Jahren trat der Nukleare Nichtverbreitungsvertrag (NVV - englisch: Non-Proliferation Treaty, NPT) in Kraft. Der Vertrag, der von 189 Staaten unterzeichnet wurde, verbietet die Weitergabe bzw. das Erwerben von Atomwaffen. "40 Jahre nach Inkrafttreten des Vertrages ist die Gefahr der Weiterverbreitung von Atomwaffen größer geworden und das Abrüstungsversprechen bleibt weitgehend unerfüllt", kritisiert die Atomwaffenexpertin der IPPNW Xanthe Hall. Immer noch existieren weltweit 23.000 Atomwaffen. Die Gefahr eines unbeabsichtigten Atomkriegs durch Fehlalarm bleibt real, weil tausende Atomwaffen immer noch in höchster Alarmbereitschaft gehalten werden.

lesen ...[ICAN-Kampagne]  [Weitere Informationen zum NPT-Vertrag]  [Kongress "Friedenskultur 2010"]

Bündnis-Pressemitteilung vom 15.2.2010

Westerwelle soll Nuklearwaffenkonvention unterstützen

Appell „Für eine Zukunft ohne Atomwaffen“

15.02.2010 

Wenige Wochen vor der Überprüfung des Atomwaffensperrvertrags in New York fordert ein breites gesellschaftliches Bündnis der Zivilgesellschaft mutige Schritte zu einer atomwaffenfreien Welt. „Deutschland kann bei den Abrüstungsverhandlungen eine entscheidende Rolle spielen“, erklärte Reiner Braun, Geschäftsführer von IALANA heute in Berlin. Außenminister Guido Westerwelle solle sich in New York für eine Konvention zur Abschaffung der Atomwaffen einsetzen. Bei den Verhandlungen über die neue NATO-Strategie müsse der Außenminister sich für einen Verzicht auf den Ersteinsatz von Atomwaffen stark machen.

lesen ...[Weitere Informationen]  [Appell online unterzeichnen]

Atomwaffensperrvertrag

Der Atomwaffensperrvertrag (englisch: Non-Proliferation Treaty, NPT) trat 1970 in Kraft. Der Vertrag, der von 189 Staaten unterzeichnet wurde, verbietet die Weitergabe bzw. den Erwerb von Atomwaffen. Außer China, Frankreich, Großbritannien, der UdSSR und den USA darf kein Land legal Atomwaffen entwickeln oder erwerben. Im Gegenzug erhalten die anderen Staaten atomare Materialien, wissenschaftliches Know-how und Technologien zur Nutzung der Atomenergie für zivile Zwecke. Der Vertrag enthält auch die Verpflichtung, alle Atomwaffen abzurüsten.

[Mehr zum NPT-Vertrag]

Atomwaffenkonvention

Die IPPNW setzt sich in der Kampagne ICAN (international campaign to abolish nuclear weapons) für eine Atomwaffenkonvention ein, einen Vertrag über das Verbot und die Abschaffung dieser Massenvernichtungswaffen. Auf diese Weise wurden bereits Landminen, chemische und biologische Waffen verboten. Für die Idee einer "Atomwaffenkonvention" als Wegbereiter für eine atomwaffenfreie Zukunft gibt es weltweit wachsende Unterstützung. Neben dem UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon haben sich u.a. der ehemalige australische Außenminister Gareth Evans, der Dalai Lama und der ehemalige Direktor der Internationalen Atomenergieorganisation IAEO Hans Blix für eine Atomwaffenkonvention ausgesprochen.

[ICAN-Kampagne]

Materialien

Faltblatt "next stop.New York 2010"
Neues Faltblatt für die Aktionsphase "next stop. New York 2010". Das kleine Faltblatt hat vier Seiten und regt zum Mitmachen bei Aktionen in Deutschland und New York an. Kostenlos zu bestellen, aber Spenden erwünscht!

Aktionspostkarte "Do It Now"
Aktionspostkarte an US-Präsident Barack Obama mit folgendem Text: "unsere Regierung will ihn, die Opposition will ihn und eine überwiegende Mehrheit der Deutschen will ihn: den Abzug der verbliebenen US-Atomwaffen aus Deutschland. Gehen Sie einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer Welt ohne Atomwaffen. Machen Sie Deutschland jetzt atomwaffenfrei!"

ich kann mir eine welt ohne atomwaffen vorstellen
Diese ICAN-Broschüre in handlichem DIN-A5-Format hat 16 bunte Seiten und gibt die ersten Fakten und Informationen zu Atomwaffen für alle Neugierige, die ein bisschen mehr wissen wollen, als im ICAN-Flyer steht.
Preis: pro Exemplar 25 Cent, 100 Stück 20 Euro, zzgl. Porto

ICAN-Flyer
Dieser handliche Flyer mit 12 Seiten hat Portmonnaie-Größe. Er beinhaltet Erstinformationen über Atomwaffen für "Anfänger" von der internationalen Kampagne "ICAN" (International Campaign to Abolish Nuclear weapons).
Preis: 100 St. 4,50 Euro; 1000 St. 42 Euro

Waffen des Terrors
Die Empfehlungen des Berichts der "Blix"-Komission können ab jetzt beim Auswärtigen Amt als pdf-Datei heruntergeladen oder bei der IPPNW bestellt werden. Der Text wurde am Arbeitsbereich Germanistik des Fachbereichs Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim (FASK) von zwei Gruppen hauptsächlich anglophoner Studierender im Rahmen ihrer Übersetzerausbildung aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.

Bildungsposter "Atomwaffen in Europa"
Das Bildungsposter "Atomwaffen in Europa", das in Zusammenarbeit mit dem Jugendnetzwerk BANg entstand, ist ab Anfang März erhältlich und ab sofort auf der neuen Projekt-Internetseite www.atomwaffenlernen.info zu bestellen. Dort wird das Poster mit seinen Beiblättern auch bereits etwas genauer vorgestellt.

Transparent
"unsere zukunft- atomwaffenfrei"
Maße: 275 x 90 cm
(bei Kauf 65 Euro pro Stück, zum Ausleihen 15 Euro pro Stück)

Broschüre "Hiroshima mahnt"
Augenzeugenbericht des Atombombenabwurfs über Hiroshima
Herausgeber: Agenda-21 Hannover, Format: DIN A6, 76 Seiten