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IPPNW-Pressemitteilung vom 08. Juni 2026

Gesundheitsorganisation IPPNW drängt auf Einhaltung der Waffenruhe und Ende des Krieges

Gegenseitige Angriffe Israel und Iran

Anlässlich des Wiederaufflammens des Krieges im Nahen Osten (Westasien) fordert die deutsche IPPNW-Sektion die Bundesregierung auf, gegenüber den USA, Israel und dem Iran auf die Einhaltung der Waffenruhe und ein Ende des Krieges zu drängen und keine weiteren Waffen mehr in den Nahen Osten zu liefern. Der Krieg gegen den Iran und die Bombardierung des Libanon seit dem 28. Februar 2026 hat bis zur vereinbarten Waffenruhe laut Angaben der WHO, des libanesischen Gesundheitsministeriums und der Organisation für Menschenrechte Hengaw knapp 10.000 Menschen im Iran, Israel und dem Libanon das Leben gekostet und zieht die ganze Welt über den Ölpreisanstieg in die Krise. 
Im Libanon sind seit Beginn des Krieges Anfang März nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mehr als 100 Mitarbeiter*innen aus dem Gesundheitssektor durch israelische Angriffe getötet worden. Bei einem Treffen mit dem Chef der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, im Mai 2026 sagte der libanesische Gesundheitsminister Rakan Nassereddine, bisher seien 116 Beschäftigte im Gesundheitswesen ums Leben gekommen und 263 verletzt worden. Hinzu kämen Schäden an Krankenwagen, Gesundheitszentren und Krankenhäusern.
„Mit dem Beginn des völkerrechtswidrigen Kriegs gegen den Iran ist eine neue gefährliche Eskalationsstufe erreicht, die dringend eine Wende in der deutschen Politik verlangt. Auch der Kampf der Menschen im Iran für Demokratie und Freiheit wird durch den Krieg von außen nicht gestärkt, sondern geschwächt. Demokratische Selbstbestimmung wird nicht durch Bomben von außen geschaffen. Keine der kriegsführenden Parteien hat das Recht, zivile Ziele anzugreifen. Die Bundesregierung muss alle Waffenlieferungen nach Israel sowie alle militärischen Kooperationen stoppen“, erklärt IPPNW-Vorstandsmitglied Uwe Trieschmann.


Die IPPNW hat auf ihrer Mitgliederversammlung am 25. April 2026 in Jena beschlossen:

Sperrung des deutschen Luftraums für militärische Flüge aller am völkerrechtswidrigen
Angriffskrieg gegen den Iran beteiligten Staaten

Die IPPNW Deutschland fordert von der Bundesregierung, sich dem spanischen Beispiel anzuschließen und den deutschen Luftraum für militärische Flüge aller am völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran
beteiligten Staaten ab sofort zu sperren.

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Ansprechpartner*innen

Angelika Wilmen

Angelika Wilmen
Referentin für Friedenspolitik
Tel. 030 / 698074 - 13
Email: wilmen[at]ippnw.de


Dr. Jens-Peter Steffen

Kontakt zur Kooperation für den Frieden
Email: steffen[at]ippnw.de

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