IPPNW-Pressemitteilung vom 11. Februar 2021

Weltweiter Zugang zu Covid-19 Impfstoffen gefordert

Offener Brief zur effektiven Eindämmung der globalen Pandemie

In Offenen Briefen an CureVac und BioNTech appelliert die IPPNW gemeinsam mit weiteren Nichtregierungsorganisationen an die beiden Unternehmen, die produzierten Covid-19 Impfstoffe (CvnCov und COMIRNATY) Menschen weltweit in ausreichend Mengen und zu bezahlbaren Preisen zugänglich zu machen. Sie fordern umfängliche Transparenz bei klinischen Testdaten, Herstellungskosten, finanziellen Investitionen in die Forschung und Entwicklung der COVID-19-Impfstoffe und dem Anteil öffentlicher Gelder daran. Zudem sollten sich die Unternehmen verpflichten, ihr geistiges Eigentum in der Pandemie nicht geltend zu machen, sondern durch offene Lizenzierung mit qualifizierten Herstellern zu teilen. Einen Teil des produzierten Gesamtvolumens von Covid-19 Impfstoffen sollten sie für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen bereitstellen.


„Die Covid-19-Pandemie hat massive negative Auswirkungen auf Gesundheitssysteme weltweit, insbesondere in ärmeren Ländern. Darüber hinaus hat die Pandemie zu erheblichen ökonomischen Verwerfungen geführt, die Millionen Menschen in die Armut getrieben hat und sogar Sorgen vor langfristigen Hungersnöten verstärkt“, heißt es in den Briefen.

„Die Pandemie zeigt uns eindringlich, dass wir in einer vernetzten Welt leben. Wir sind alle voneinander abhängig und werden die Ausbreitung nur gemeinsam meistern können“, erklärt Carlotta Conrad, IPPNW-Vorstandsmitglied.


Um Menschen vor Leid und Tod zu schützen, die Pandemie global wirksam einzudämmen und ihren schädlichen Auswirkungen entgegenzuwirken, spiele das Verhalten biomedizinischer Firmen eine wichtige Rolle. Gleichzeitig hätten enorme Summen öffentlicher Gelder für Grundlagenforschung, Entwicklung und Produktion, auch von der deutschen Bundesregierung, maßgeblich dazu beigetragen, dass Impfstoffe gegen Covid-19 überhaupt so schnell entwickelt werden konnten.


Die Nichtregierungsorganisationen sind der Überzeugung, dass diese massive öffentliche Unterstützung auch mit der Verpflichtung einhergeht, Menschen weltweit Zugang zu Covid-19-Impfstoff zu gewähren.

Den Offenen Brief an BioNTech finden Sie hier. Außerdem können Sie den Offenen Brief an CureVac hier nachlesen.

 

Kontakt:

Lara-Marie Krauße, krausse@ippnw.de, Tel. 030 - 69807415

zurück

Jetzt SPENDEN

IPPNW-Spendenkonto
GLS Gemeinschaftsbank
IBAN: DE23430609671159325101, BIC: GENODEM1GLS

Internationales Symposium

10 Years Living with Fukushima. Symposium 27.02.2021
27. Februar 2021, 10-17 Uhr
Online-Tagung "10 Jahre Leben mit Fukushima"
Weitere Informationen

Anzeige in der SZ

ippnw blog

Ärzt*innen im aufenthaltsrechtlichen Kontext

Grundsätzlich ist es Ziel eines jeden Arztes und einer jeden Ärztin, Menschen mit Belastungen bzw. Erkrankungen zu diagnostizieren, zu beraten und zu behandeln. Dazu gehört auch, in regelmäßigen Abständen den Behandlungsverlauf zu dokumentieren sowie in besonders kritischen sozialrechtlichen Situationen besondere

Mehr ...

Navigation