Wir weigern uns, Feinde zu sein!

Social-Media-Kampagne der IPPNW

05.03.2015 Die Bürgermeister der deutschen Städte Erlangen und Jena und der russischen Stadt Wladimir beteiligen sich an der Social-Media-Kampagne der IPPNW "We refuse to be enemies". Die beiden Oberbürgermeister Florian Janik (Erlangen) und Albrecht Schröter (Jena) haben ihren russischen Kollegen Sergej Sacharow für die Friedensaktion gewinnen können. Das System der Partnerstädte ist ein vorbildliches Beispiel dafür, dass ehemalige Feinde durch persönliche, kulturelle, wirtschaftliche und soziale Kontakte zu einander finden und so dazu beitragen, dass Feindbilder abgebaut und der Kriegslogik eine Friedenslogik entgegengesetzt wird.

Die Social-Media-Aktion "We refuse to be enemies" soll Menschen die Gelegenheit geben, sich angesichts der sich zuspitzenden Krise zwischen NATO und Russland und des Krieges in der Ost-Ukraine, für Frieden und Dialog auszusprechen. Egal welche politische Meinung man vertritt, egal auf welcher Seite des Konflikts man die größere Schuld sieht: Wir sind alle für Frieden, gegen militärische Lösungen und gegen einen erneuten Ost-West Konflikt. Wir fordern diplomatische Lösungen und möchten die andere Seite verstehen. Kurz: Wir weigern uns, Feinde zu sein. Dieser kurzen, aber umfassenden Losung können sich alle anschließen - Russen, Deutsche, Ukrainer, Amerikaner, Polen.

Als IPPNW, die 1985 auf der Höhe des Kalten Kriegs für ihre Aufklärungsarbeit zu den Gefahren von Atomwaffen den Friedensnobelpreis erhielt, sind wir sehr besorgt über die derzeitigen Ereignisse, insbesondere die Tatsache, dass diese erneute Konfrontation zwischen Russland und der NATO bereits dazu geführt hat, dass Kommunikationswege verlassen wurden, die während des Kalten Kriegs zur Deeskalation geschaffen wurde. Neben Leserbriefen, Publikationen, Gastkommentaren, Reden und Diskussionen über den eskalierenden Konflikt zwischen NATO und Russland möchten wir mit der internationalen Kampagne Menschen das Gefühl der Hilflosigkeit nehmen und der Forderung nach friedlichen Lösungen ein Gesicht zu geben - besser noch: viele Gesichter.

Die mehrsprachige Botschaft mit den Bildern der Teilnehmer an der Initiative findet sich auf www.facebook.com/werefusetobeenemies und lädt dazu ein, sich zu beteiligen. Also weitersagen, verlinken, posten und eigene Bilder – am besten mit russischen und ukrainischen Freunden – hochladen!

Mehr zur Aktion der Bürgermeister aus Erlangen, Jena und Wladimir unter erlangenwladimir.wordpress.com/2015/03/04/wir-weigern-uns-feinde-zu-sein/

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