IPPNW-Pressemitteilung vom 03.01.2020

IPPNW fordert entschlossenes Handeln der Bundesregierung, um einen Krieg zu verhindern

US-Drohnenangriff im Irak

03.01.2020 Nach dem US-Drohnenangriff im Irak, der den iranischen General Kassem Soleimani und weitere vier Personen gezielt tötete, fordert die ärztliche Friedensorganisation IPPNW die Bundesregierung auf, für die Verhinderung einer weiteren Eskalation des Konflikts bis hin zum Krieg entschlossen zu handeln. Es ist möglich, dass der Drohnenangriff aus dem US-Stützpunkt Ramstein in Deutschland gesteuert wurde. Daher wäre es eine konkrete Maßnahme zur Verhinderung des Krieges, weitere Angriffe aus Deutschland zu untersagen.

Der Iran hat bereits angekündigt, dass es einen Vergeltungsakt geben wird. Die IPPNW ruft die iranische Regierung auf, Gewalt nicht mit weiterer Gewalt zu begegnen. Susanne Grabenhorst, die Vorsitzende der IPPNW, erklärt: „Eine militärische Antwort auf diesen Anschlag führt nur zum Krieg mit den USA. Ein Krieg zwischen den USA und dem Iran wird desaströse humanitäre Folgen für alle Beteiligten haben. Die Bundesregierung muss dem Iran zusichern, dass sie entschlossen alles in ihrer Macht stehende gegen weitere US-Angriffe tut.“

Es ist zu befürchten, dass die USA es nicht bei einem einzelnen Anschlag belassen. Der US-Verteidigungsminister sprach gestern von „Präventivschlägen“ im Irak und in Syrien. Wenige Stunden später folgte der Angriff auf Soleimani.

Pressekontakt:
Xanthe Hall, 030-698074-12, Referentin für Atomwaffen, IPPNW Deutschland, Tel. 030 698074 15, E-Mail: xanthe@ippnw.de, www.ippnw.de

 

 

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