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IPPNW-Pressemitteilung vom 07.03.2018

Finanzieren auch Sie Atomwaffensysteme?

ICAN-Studie „Don´t bank on the Bomb“

Don´t bank on the Bomb, Internationale Studie von ICAN und PAX, Grafik: www.atombombengeschaeft.de
07.03.2018

Laut der ICAN-Studie „Don´t bank on the Bomb“ finanzieren deutsche Kreditinstitute die Herstellung von Atomwaffen mit Milliardenbeträgen. Zehn deutsche Finanzdienstleister haben den Atomwaffen-Produzenten seit Januar 2014 insgesamt rund 10,37 Milliarden US-Dollar (8,41 Milliarden Euro) zur Verfügung gestellt. Spitzenreiter ist die Deutsche Bank mit 6,620 Mrd. Dollar, gefolgt von der Commerzbank mit 1,264 Mrd. Dollar und der Allianz mit 1,036 Mrd. Dollar.

„Der im letzten Jahr beschlossene UN-Vertrag über ein Verbot von Atomwaffen verbietet jegliche Unterstützung des Erwerbs, der Entwicklung, Erprobung und Herstellung von Atomwaffen. Wer Atomwaffensysteme finanziert, stellt sich gegen das Völkerrecht, sobald der Vertrag in Kraft getreten ist“, erklärt Dr. Inga Blum, IPPNW-Vorstandsmitglied. Die IPPNW appelliert an die Banken und Finanzdienstleister ihr Kapital aus dem Handel mit dem „tödlichen Investment“ abzuziehen. „Folgen Sie dem Beispiel von 30 Unternehmen, die ihre Investitionen in diese Waffen bereits beendet haben - darunter der norwegische Regierungsfonds und der niederländische Rentenfonds“, so Blum.

Sehr bedauernswert ist aus Sicht der ärztlichen Friedensorganisation, dass auch die Volks- und Raiffeisenbanken über die DZ Bank mit 470 Mio. US-Dollar an der Finanzierung von Atomwaffensystemen beteiligt sind. Die DZ-Bank unterstützt die Atomwaffenproduktion seit Sommer 2017 durch die Aufnahme der Rüstungsfirma Northrop Grumman in den Fonds "Uni Global", der sich an Privatanleger zum Beispiel für die Riester-Rente richtet. Die Firma produziert nicht nur Atomraketen für das US-Arsenal und ist am britischen Atomwaffenprogramm beteiligt, sondern stellt auch das unbemannte Kampfflugzeug X-47B her, das die USA zur Zeit testet. Die Großkampfdrohne gilt als Einstieg in die Technik vollautomatisierter Waffen, deren Ächtung Menschenrechtsorganisationen fordern.

Übersicht über die deutschen Investitionen in Atomwaffentechnologie seit Januar 2014

1. Deutsche Bank: 6,620 Mrd. Dollar
2. Commerzbank: 1,264 Mrd. Dollar
3. Allianz: 1,036 Mrd. Dollar
4. DZ Bank: 470 Mio. Dollar
5. BayernLB: 454 Mio. Dollar
6. Munich Re: 148 Mio. Dollar
7. Siemens: 134 Mio. Dollar
8. Helaba: 111 Mio. Dollar
9. Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW): 66 Mio. Dollar
10. Landesbank Baden-Württemberg (LBBW): 66 Mio. Dollar

Sie finden die internationale Studie unter www.atombombengeschaeft.de

Den deutschen Teil der Studie finden Sie unter https://www.icanw.de/wp-content/uploads/2018/03/2018_Germany.pdf

Mehr Informationen zu den 20 Firmen, die Atomwaffen herstellen, gibt es auf www.atombombengeschäft.de


Kontakt: Angelika Wilmen, Pressesprecherin IPPNW, Tel. 030 - 69807415, Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin, Email: wilmen@ippnw.de, www.ippnw.de

Foto: Don´t bank on the Bomb, Internationale Studie von ICAN und PAX, Grafik: www.atombombengeschaeft.de

Reden statt rüsten! INF-Vertrag retten!

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Am 19.10.2018 ist die ganzseitige Anzeige in der FAZ erschienen, mit der Forderung an die Bundesregierung, den Vertrag zum Atomwaffenverbot beizutreten. Danke an 1.684 Unterstützer*innen.

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