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IPPNW-Erklärung vom 10. April 2020

Erklärung zum Ostermarsch 2020

Die globale Ausbreitung eines Virus zeigt: Wir brauchen die globale Ausbreitung von Frieden

10.04.2020 Die umfassenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie verdeutlichen der IPPNW als ärztlicher Friedensorganisation, dass ein weltweiter Waffenstillstand, Abrüstung, Friedensverhandlungen und ein Ende von einseitigen Sanktionen notwendig sind. Nach der Pandemie darf es ein "Weiter wie zuvor" angesichts der sich zuspitzenden Gefahren für Mensch und Natur nicht geben. Der Schutz des Lebens erfordert stattdessen die Umsetzung der vielen kreativen Ideen zu globaler Umverteilung zugunsten der Armen, zu nachhaltiger Sicherheit durch Kooperation sowie zu sozial-ökologischem Wirtschaften.

„Die Welt gibt jedes Jahr 1,8 Billionen US-Dollar für das Militär aus. Rüstungsexporte und Militarisierung schüren Spannungen und erhöhen das Kriegs- und Konfliktpotential. Nicht nur Tod und Verwundung sind die Folge, sondern auch Umweltkatastrophen und Elend für die Überlebenden. Die Corona-Pandemie kommt zu all dem noch hinzu und zeigt uns endgültig, dass sich die Menschheit das nicht mehr leisten kann. Wir brauchen statt Rüstung massive Investitionen in das globale Gesundheitswesen“, erklärt Susanne Grabenhorst, Vorsitzende der IPPNW, mit Blick auf die Äußerung von NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, der jüngst das strikte Befolgen des Zwei-Prozent-Ziels durch die NATO-Partner gefordert hatte.Weil die Ostermärsche auf der Straße dieses Jahr ausfallen, appelliert die IPPNW an alle, sich den diversen Internetangeboten zuzuwenden und damit den Wunsch nach Frieden so zahlreich wie möglich zu dokumentieren.

Einen Überblick über die Breite der Angebote bietet die Webseite des Netzwerks Friedenskooperative: https://www.friedenskooperative.de/alternativer-ostermarsch  Die IPPNW zeigt auf Youtube Videos zum Virtuellen Ostermarsch, darunter kurze Redebeiträge von IPPNW-Vorstandsmitgliedern.

Kontakt: Dr. Jens-Peter Steffen (IPPNW), Referent für Frieden, Tel. 030 6980 74-13, Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin, Email: steffen@ippnw.de, www.ippnw.de

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