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Energiepolitische Hintergründe der Krise in der Ukraine

Notwendigkeit einer dezentralen Energiewende

19.03.2014 Hinter der aktuellen Krise in der Ukraine steht eine langjährige Auseinandersetzung um energiepolitische Fragen. Die dezentrale Energiewende bietet perspektivisch einen Ausweg aus den ständigen Krisen und Kriegen um Energie. Kurzfristig kommt es darauf an, mit diplomatischen Mitteln den Frieden in Europa zu bewahren.

"Local Power for Peace"

IPPNW Peace Power NetWork

23.02.2013 In vielen Ländern Asiens und Afrikas führen die westlichen Industriestaaten Kriege, bei denen es um Energie-Rohstoffe wie Erdöl, Erdgas und Uran sowie um die geostrategische Vorherrschaft westlicher Großkonzerne geht. Diese Kriege sind überflüssig, wenn sich Bürger, Unternehmen, Kommunen, Regionen und Staaten jeweils vor Ort mit heimischen erneuerbaren Energien selbst versorgen. Unter dem von Henrik Paulitz entwickelten Motto "Local Power for Peace" setzt sich die atomkritische Friedensorganisation IPPNW für eine dezentrale Energiewende "in Bürgerhand" ein, durch die milliardenschwere Energieimporte und Kriege um Energie überflüssig werden.

Rohstoffkrieg in Mali

Uran, Gold, Gas und Öl

23.02.2013 Am 11. Januar 2013 begann Frankreich einen Krieg in Nord-Mali, an dem auch Deutschland, die EU und die USA beteiligt sind. In Nord-Mali gibt es viele Bodenschätze, insbesondere Uran. Die westlichen Industriestaaten beanspruchen diese Energie-Rohstoffe mit der allergrößten "Selbstverständlichkeit" für sich. Und setzen diesen Anspruch notfalls jederzeit mit militärischer Gewalt durch. Der Krieg in Mali ist möglicherweise der erste Krieg um Uran, wovor Henrik Paulitz von der atomkritischen Friedensorganisation IPPNW schon seit vielen Jahren eindringlich warnt und auch deswegen für einen Atomausstieg und für eine dezentrale Nutzung heimischer erneuerbarer Energien wirbt.

05.02.2010 Weil die großen Energiekonzerne die Energiewende seit 30 Jahren blockieren, ist Deutschland heute zu rund 71% abhängig von Öl , Gas , Kohle  und Uran-Importen. Und die Energie-Rohstoffe werden – wie erwartet – weltweit immer knapper, teurer und umkämpfter. Schon jetzt werden Kriege um Öl geführt. Die "Sicherung eines ungehinderten Zugangs zu Energie" ist auch in den Mittelpunkt der deutschen Außenpolitik gerückt. Im Namen einer "Energie-Außenpolitik" soll die Bundeswehr weltweit "deutsche Interessen" vertreten. Längst sind deutsche Soldaten überall dort im Auslandseinsatz, wo es Öl, Gas oder andere knappe Bodenschätze gibt: Im Nahen und Mittleren Osten sowie in Afrika.

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16.01.2007 Der Zugriff auf knappe Rohstoffe ist in den Mittelpunkt der deutschen Außenpolitik gerückt. Mit dem Weißbuch wurde für die Bundeswehr der Zugriff auf Rohstoffe, Märkte und Handelswege als Aufgabe definiert. Politiker warnen bereits vor einem neuen Weltkrieg. Vielleicht hat dieser längst begonnen. Wie schon immer werden die Legitimation und die gesellschaftliche Akzeptanz für die Kriegseinsätze mit Lügen und Propaganda möglich gemacht. Mit einer Strafrechts-Änderung sollen Kriegskritiker mundtot gemacht werden.

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17.01.2006 Interventionismus bedeutet die Einmischung in die Angelegenheiten souveräner Staaten: Einmischung in die Wirtschaftspolitik, das Einsetzen von neuen Regierungen, Krieg und Besatzung. Für die deutsche Politik dient - wie auch für andere politisch und wirtschaftliich einflussreiche Staaten - die "Aufrechterhaltung des freien Welthandels und des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt" wieder zu den offiziellen Rechtfertigungen von Kriegen. Für fast alle Kriege der letzten Jahre lässt sich nachweisen, dass der Zugang zu Erdöl, Erdgas und anderen Rohstoffen sowie den Transportwegen zu den wesentlichen Kriegsgründen zählte. Das Menschenrechtsargument wird als offizieller Rechtfertigungsgrund vorgeschoben.

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19.08.2005 Die Erdöl-, Erdgas- und Uranquellen werden in wenigen Jahrzehnten versiegen. Schon jetzt werden diese Rohstoffe von Jahr zu Jahr teurer. Der Energiebezug wird für gewisse Teile der Bevölkerung zunehmend nicht mehr bezahlbar, was zu sozialen Verwerfungen führen wird. Hinzu kommt eine zunehmende Militarisierung der Außenpolitik, da Kriege um knappe Rohstoffe wieder zur Normalität werden. In den vergangenen Jahren wurde es versäumt, eine wirkliche Wende in der Energiepolitik durchzusetzen. Um soziale und militärische Konflikte zumindest noch zu begrenzen, müssen wir uns nicht zuletzt wieder auf die Forderung nach einer Rekommunalisierung der Energiewirtschaft besinnen.

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Atomkraftwerken geht der Brennstoff aus

Wann wird das knappe Uran zum Kriegsgrund?

25.04.2005 Anlässlich des 19. Jahrestages der Atomkatastrophe von Tschernobyl weist die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW darauf hin, dass die Atomenergie nicht nur Gesundheit und Umwelt sondern zugleich in hohem Maße die internationale Sicherheit gefährdet. Das immer knapper und teurer werdende Uran könnte schon bald zu Kriegen mit Bundeswehrbeteiligung führen.

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09.09.2004 Die Geschichte lehrt, dass viele Länder, die in die Atomtechnologie eingestiegen sind, vorrangig ein militärisches Interesse damit verbanden. Das heißt: Sie wollten nicht nur Strom produzieren, sondern auch die Fähigkeit erwerben, Atombomben zu bauen.

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17.11.2009 Auf dem Weltklimagipfel in Kopenhagen soll im Dezember 2009 über eine „politische Vereinbarung“ für ein neues globales Klimaabkommen verhandelt werden. Das Abkommen von Kyoto läuft 2012 aus. Einmal mehr besteht die Gefahr, dass große Ziele und wohlklingende, jedoch unwirksame Maßnahmen beschlossen werden. Hohe Milliardenbeträge könnten ein beeindruckendes Bild einer handlungsbereiten „Staatengemeinschaft“ zeichnen, obwohl die Gelder dann möglicherweise wieder in den falschen Taschen und bei den falschen Technologien landen.

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IPPNW-Presseinfo vom 17. Juni 2009

Wüstenstrom aus der Sahara

IPPNW: Konzerne wollen 400 Milliarden Euro in den Sand setzen

17.06.2009 Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW warnt davor, den erfolgreichen dezentralen Ausbau der Erneuerbaren Energien "in Bürgerhand" durch eine zentralisierte Wüstenstromerzeugung in der Hand großer Energiekonzerne, Banken und Versicherungen zu torpedieren.

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