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IPPNW-Pressemitteilung vom 24.4.2014

Deutsche Strahlenschutzkommission ignoriert Folgen von Tschernobyl für den Katastrophenschutz

28 Jahre nach Tschernobyl

AKW Grohnde. Foto: Michael Gäbler/creativecommons.org/licenses/by/3.024.04.2014 

Auch 28 Jahre nach der Tschernobylkatastrophe ignoriert die deutsche Strahlenschutzkommission (SSK) die gesundheitlichen Folgen von Tschernobyl. Infolge dieser kurzsichtigen Logik empfiehlt sie in ihrer neuesten Publikation vom 24.02.2014 zu „Planungsgebieten für den Notfallschutz in der Umgebung von Kernkraftwerken“ viel zu hohe Eingreifrichtwerte für Evakuierungen und „nimmt damit – konservativ geschätzt – billigend Zehntausende Opfer nach einem Super-GAU in Kauf“, so IPPNW-Ärztin Dr. Angelika Claußen. Bei den Empfehlungen für die Katstrophenschutzplanung im Falle eines Super-GAUs würden nur schwere akute Strahlenschäden, wie die „akute Strahlenkrankheit“ berücksichtigt, obwohl Langzeitfolgen wie Krebserkrankungen, Fehlbildungen, Erbgutschäden, Totgeburten, Herzkreislauferkrankungen und Störungen der Immunabwehr mittlerweile gut erforscht seien.

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Ostermärsche 2014

Eine friedliche Welt ist möglich

Foto: aaa-West/PubliXviewinG

In zahlreichen deutschen Städten haben auch dieses Jahr wieder Tausende Menschen an den traditionellen Ostermärschen der Friedensbewegung teilgenommen. Im westfälischen Gronau, an der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage, mahnte IPPNW-Ärztin Dr. Angelika Claußen, dass zivile und militärische Nutzung der Atomtechnologie nur zwei Seiten der selben Medaille seien und forderte einen vollständigen Ausstieg aus der Atomtechnologie. Eine nachhaltige und dezentrale Energieversorgung durch erneuerbare Energien fördere den Frieden, der durch Auseinandersetzungen um knappe Ressourcen wie Uran oder Öl gefährdet sei. In Berlin erinnerte der stellvertretende Vorsitzende der IPPNW, Dr. Alex Rosen daran, dass in Deutschland noch immer US-Atomwaffen stationiert seien und das weltweit noch ca. 17.000 existierten. Er machte aber auch Mut: Die Konferenzen zu den humanitären Folgen von Atomwaffen in Oslo und Mexiko hätten einen neuen Prozess angestoßen, 140 Staaten hätten bereits erklärt, dass Atomwaffen aufgrund ihrer humanitären Folgen inakzeptabel seien, der Druck auf die Atomwaffenstaaten wüchse. Das Ziel einer Welt ohne Atomwaffen sei wieder in greifbare Nähe gerückt.

[Tagesschau-Bericht vom 19. April 2014]  [Rede von Dr. Alex Rosen (IPPNW) in Berlin]  [Rede von Dr. Angelika Claußen (IPPNW) in Gronau]

Friedensratschlag und Kooperation für den Frieden

Gemeinsame Sicherheit statt Konfrontation

Über den Ostermarsch hinaus

Teilnehmer des Friedensmarsches in Moskau am 14.3.14, Foto: www.ytpage.com/2014/03/War-is-over-if-you-want-it.html16.04.2014 

Die sich in den letzten Wochen zuspitzende Krise in der und um die Ukraine war bei der Abfassung der meisten Ostermarschaufrufe unberücksichtigt geblieben. Die Friedensbewegung hat zu den andauernden Auseinandersetzungen in der Ukraine keine abschließenden Urteile, wohl aber gemeinsame Positionen, die sich aus ihren auf Gewaltfreiheit und Völkerrecht beruhenden Grundüberzeugungen ergeben.

lesen ...[IPPNW beteiligt sich an Ostermärschen und – aktionen 2014]

IPPNW-Pressemitteilung vom 13.4.2014

Kooperation statt Konfrontation von EU und Russland

IPPNW-Jahrestreffen in Dresden

Roman Dolgov. Mitglied der russischen IPPNW-Sektion13.04.2014 

Die deutsche Sektion der IPPNW forderte auf ihrem Jahrestreffen vom 11.-13. April 2014 in Dresden angesichts des bedrohlichen Machtkampfs um die politische, ökonomische und militärische Vorherrschaft in Osteuropa alle militärischen Drohgebärden zu beenden. Stattdessen müsse die Suche nach einem politischem Ausgleich vorangetrieben werden. Dabei sollten die sozialen und kulturellen Ansprüche der betroffenen Bevölkerung sowie deren berechtigte Sicherheitsbedürfnisse berücksichtigt werden.

lesen ...[Beschlüsse des IPPNW-Jahrestreffens]  [Fotos vom Jahrestreffen]

IPPNW/ICAN-Pressemitteilung vom 11.4.2014

Krim-Krise mahnt zu weltweitem Atomwaffenverbot

Außenministertreffen in Hiroshima

Der Atomic Bomb Dome in Hiroshima ist ein Mahnmal gegen den Einsatz von Atomwaffen.11.04.2014 

Die Krim-Krise macht deutlich, wie schnell Aufrüstungsspiralen auch in Europa in Gang kommen können. Umso wichtiger ist es klar zu stellen, dass Atomwaffen keine Sicherheit garantieren. Im Gegenteil: Notwendig ist ein Verbot aller Atomwaffen, damit in zukünftigen Krisen niemand mehr auf die nukleare Karte setzen kann. Die Modernisierung der in Deutschland stationierten US-Atomwaffen lehnen wir daher entschieden ab und fordern die Bundesregierung dazu auf, darauf zu verzichten. Sie bedroht den unter großen Anstrengungen gestifteten Frieden auf unserem Kontinent.

lesen ...[ICAN-Kampagne]

IPPNW-Pressemitteilung vom 4.4.2014

Keine rechtliche Grundlage für Entschädigungsansprüche

Verfassungsbeschwerden der Atomkraftwerks-Betreiber

Wegen des "Atomausstiegs" verlangen die Atomenergiekonzerne vom Staat bis zu 15 Milliarden Euro Schadenersatz.04.04.2014 

Das Bundesverfassungsgericht möchte in diesem Jahr über die Verfassungsbeschwerden der Atomkraftwerksbetreiber gegen die 13. Atomgesetz-Novelle entscheiden, mit der der Atomausstieg beschlossen wurde. Die Energiekonzerne verlangen vom Staat und somit von den Steuerzahlern offenbar bis zu 15 Milliarden Euro Schadenersatz. Nach Auskunft des Gerichts ist noch nicht entschieden, ob es eine mündliche Verhandlung geben wird oder nicht. In einem Schreiben an das Bundesverfassungsgericht hat die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW heute ihre Auffassung dargelegt, wonach die Entschädigungsansprüche von E.On, RWE und Vattenfall zurückzuweisen sind.

lesen ...[Schreiben an das Bundesverfassungsgericht]

IPPNW-Pressemitteilung vom 2.4.2014

Vertuschung von gesundheitlichen Folgen der Atomkatastrophe

UNSCEAR-Bericht zu Fukushimafolgen

Zwei kleine Mädchen unter einem Schild, das die radioaktiven Werte nach der Dekontamination eines Spielplatzes in Fukushima-City anzeigt, Foto: Ian Thomas Ash02.04.2014 

Der heute vorgelegte Bericht des Komitees der Vereinten Nationen für die Folgen von Strahlung (UNSCEAR) spielt das wahre Ausmaß der gesundheitlichen Folgen der Atomkatastrophe von Fukushima systematisch herunter. UNSCEAR behauptet in seinem 300-seitigen Abschlussbericht, dass „keine signifikanten Veränderungen künftiger Krebsraten zu erwarten sind, die mit der Strahlenexposition durch den Unfall in Verbindung gebracht werden können“. Ärzte und Ärztinnen der IPPNW dagegen gehen in ihren Berechnungen von mehreren Zehntausend zusätzlichen Krebserkrankungen aus.

lesen ...[Video-Statement von Dr. Alex Rosen]  [Gastbeitrag von Dr. Alex Rosen auf n-tv]

IPPNW-Pressemitteilung vom 1.4.2014

Keine Instrumentalisierung für die Kriegsführung der Bundeswehr

Zusammenarbeit von Bundespsychotherapeutenkammer und Bundeswehr

2013 wurden in den Krankenhäusern der deutschen Streitkräfte 1.423 Soldaten wegen einer "Posttraumatischen Belastungsstörung" (PTBS) behandelt - 2004 waren es lediglich 100, Foto: Shutterstock01.04.2014 

Mitglieder der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW haben sich in einem Offenen Brief an die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) gewandt. Die  PsychotherapeutInnen kritisieren die Zusammenarbeit von BPtK und Bundeswehr. Laut einer Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium der Verteidigung und der BPtK können sich SoldatInnen zukünftig auch von PsychotherapeutInnen in der Privatpraxis behandeln lassen, um Wartezeiten zu umgehen. Bundeswehr und BPtK sollen regelmäßig gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen durchführen, „in denen Psychotherapeuten Bundeswehrspezifika und das Verfahren der Behandlung und Abrechnung vorgestellt werden“. In dem Brief der PsychotherapeutInnen heißt es: "Durch diese Kooperation wird der Eindruck erweckt, als seien die psychischen Störungen der SoldatInnen eine akzeptable Folge eines akzeptablen Einsatzes von vor allem jungen Menschen".

lesen ...[Offener Brief an die Bundespsychotherapeutenkammer]

Erklärung des Vorstandes der deutschen IPPNW

Frieden in Europa ist nur in partnerschaftlicher Kooperation mit Russland möglich

Friedensglobus auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew, Foto: shutterstock28.03.2014 

Die deutsche Sektion der IPPNW fordert von Regierung und Parlament eine eindeutige Ablehnung militärischer Maßnahmen und ein Bekenntnis zu ziviler Konfliktbearbeitung. Die Abkehr von einem machtpolitisch und wirtschaftspolitisch motivierten Konfrontationskurs ist dringenderforderlich. Wir beobachten die Eskalation der Krise in der Ukraine mit großer Sorge. Es besteht die Gefahr bewaffneter Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen politischen Strömungen und ein Auseinanderbrechen des Staates. Die Konfrontation, die den Charakter eines Stellvertreterkonfliktes hat, droht zunehmend in den Sog von Eskalation und Militarisierung zu geraten.

lesen ...[Schreiben Sie an Merkel und Steinmeier]  [Blogbeitrag von Dr. Lars Pohlmeier (IPPNW)]

Mitgliederversammlung & Jahrestreffen

Folgen von Atomkatastrophen für Mensch und Natur

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