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Pressemitteilung vom 5.5.2015

Friedensbewegung demonstriert zum 70. Jahrestag des Kriegsendes

Brückenschlag zwischen historischer Erinnerung und aktueller Herausforderung

05.05.2015 

Das Aktionsbündnis "8. Mai - 70 Jahre Tag der Befreiung" veranstaltet am 10. Mai 2015 unter dem Motto "Nein zu Krieg und Faschismus – für eine Politik der Verständigung und friedlichen Konfliktlösung" eine Demonstration. Nach der Befreiung Europas von Faschismus und Krieg vor 70 Jahren bestand mit der Stärkung des Völkerrechts die Hoffnung auf die friedliche Lösung von Konflikten im Rahmen internationaler Beziehungen. Doch 70 Jahre nach Ende des von Deutschland verschuldeten Weltkrieges sind deutsche Soldaten wieder an Interventions-kriegen beteiligt. Die Bundesregierung duldet Kriegsvorbereitungen und Interventionen durch militärische Verbündete von deutschem Boden aus. Der Einsatz von US-Kampfdrohnen, der laut Medieninformationen über Ramstein abgewickelt wird, untergräbt das Völkerrecht.

Erfolgreiche Blockade am Atomwaffenstandort Büchel

Protestaktion "Büchel 65"

Die IPPNW-Regionalgruppe Mannheim  blockierte zusammen mit der Kurve Wustrow das Haupttor des Atomwaffenstützpunktes Büchel.05.05.2015 

Die IPPNW-Regionalgruppe Mannheim  blockierte am heutigen Morgen zusammen mit der Kurve Wustrow, einem Bildungswerk für Friedensarbeit im Wendland, erfolgreich das Haupttor des Atomwaffenstützpunktes Büchel/Eifel. Über eine halbe Stunde konnte der Verkehr in den Fliegerhorst nicht fließen und staute sich mehrere 100 Meter auf der angrenzenden Bundesstrasse. Damit sind die beiden Gruppen einem Aufruf von Büchel65 gefolgt, dem bestehenden Unrecht, das von  Atomwaffen ausgeht, mit Zivilem Ungehorsam zu begegnen. Die Aktivisten wollten auf das katastrophale humanitäre Leid für Menschen und Umwelt im Falle einer einzigen Atomwaffenexplosion, gezielt oder aus Versehen, hinweisen. „In einem solchen Fall können wir als Ärzte nicht mehr helfen.“ Deshalb gibt es aus ärztlicher Sicht nur ein einziges Rezept: Die Prävention, nämlich das Verbot von Atomwaffen und deren rigorose Abschaffung.

Kommentar

Im Dunstkreis der Atomwaffen

Zur Atomwaffenkonferenz in New York

Demo in New York am 26.4. Foto: Lucas Wirl30.04.2015 

Die Gefahr eines Atomkrieges ist so groß wie lange nicht mehr. Doch Deutschland versteckt sich auf der Konferenz in New York in der Frage der Abrüstung hinter der NATO. Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz hingegen hielt dort im Auftrag von 160 Staaten eine flammende Rede über die Notwendigkeit, Atomwaffen zu verbieten - aufgrund der katastrophalen humanitären Folgen eines einzigen Einsatzes. Xanthe Hall kommentiert die deutsche Rede und das humanitäre Statement auf der Überprüfungskonferenz in New York.

IPPNW-Pressemitteilung vom 27.4.2015

Ukraine: Frieden in Europa nur mit Russland

IPPNW-Jahrestreffen in Berlin

Maria, 80 Jahre alt, in ihrem zerstörten Haus in Sloviansk, Foto: UNHCR, I. Zimova27.04.2015 

Die deutsche Sektion der IPPNW forderte auf ihrem Jahrestreffen vom 24.-26. April 2015 in Berlin angesichts der militärischen Konfrontation zwischen Russland und der NATO ein Ende weiterer Drohungen und Aufrüstungsschritte. Die Friedensorganisation betonte angesichts der Folgen für die körperliche und seelische Gesundheit der Menschen in der Ukraine die Bedeutung des weiterhin brüchigen Waffenstillstands. Der verstärkte Einsatz ziviler Konfliktbearbeitung und die Stärkung der entsprechender Institutionen, der UN und der OSZE seien dringend erforderlich.

Pressemitteilung vom 23.4.2015

Bundesregierung soll sich stärker für die atomare Abrüstung einsetzen

Bundestagsdebatte / Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags in New York

Postkartenaktion „Last Exit New York“, Die Bundesregierung muss endlich handeln.23.04.2015 

Die Kampagne atomwaffenfrei.jetzt, die von 50 Organisationen und Gruppen getragen wird, ruft die Bundesregierung auf, anlässlich des Beginns der vierwöchigen Konferenz in New York zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrags am kommenden Montag mutiger für die atomare Abrüstung einzutreten. Der Antrag der großen Koalition, der am Freitag debattiert wird, enthält keine konkreten Forderungen für Abrüstungsschritte, die die Bundesregierung unternehmen kann, sondern beschränkt sich auf vage Formulierungen und Wunschäußerungen. Der Schwerpunkt des Antrags liegt vor allem auf der Nichtverbreitung von Atomwaffen.

70 Jahre Tag der Befreiung


Demonstration am 10.5.2015
Nein zu Krieg und Faschismus –
für eine Politik der Verständigung und Konfliktlösung

Auftaktkundgebung:
12 Uhr Hackescher Markt, Berlin

Protestaktion am 9.5.2015
Tanz am Rande des Abgrunds

18 Uhr, Hammarskjöldplatz, Berlin
Krach schlagen zum Bundeswehrball


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Bundeswehr verträgt die Wahrheit nicht

„Hier auf dem Fliegerhorst Büchel üben deutsche Soldaten, auf NATO-Befehl US-Atombomben ins Ziel zu fliegen und abzuwerfen. Das ist verfassungswidrig und gegen das Völkerrecht! Wir leisten Widerstand!” Seit gestern nachmittag steht dieser Text auf einem großen Transparent an der Bundesstraße

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