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Gemeinsame Erklärung von ICBUW, IALANA, IPPNW, IPB

Den Opfern des Uranwaffeneinsatzes auf dem Balkan durch die NATO muss endlich geholfen werden

20 Jahre danach

Uranmunition im Balkan, © ICBUW 201125.03.2019 

Im Rahmen der - nicht UN-mandatierten und insoweit völkerrechtswidrigen - NATO-Operation „Allied Forces“ vom 24.3.-10.6.1999 wurde auf Gebieten Ex-Jugoslawiens (Kosovo, Serbien, Montenegro, vorher Bosnien-Herzegowina) Uranmunition eingesetzt. Insgesamt handelte es sich dabei um eine Menge von 13-15t abgereichertes Uran (depleted uranium – DU). Der Stoff ist chemisch giftig und infolge der ionisierenden Strahlung radiologisch wirksam; er führt zu schweren Gesundheits- und Umweltbelastungen, kann Krebs und Genveränderungen verursachen.

Pressemitteilung ICBUW/IPPNW vom 2.11.2016

US-Militär setzte in Syrien Uranwaffen ein

Ein britischer Militärexperte untersucht ein mit Uranmunition verseuchtes Fahrzeug zur Flugzeugabwehr in Basra, Irak (2003), Foto: Britisches Verteidigungsministerium02.11.2016 

Das Zentralkommando der US-Streitkräfte CENTCOM hat entgegen früherer Behauptungen zugegeben, dass US-Kampfflieger Uranmunition in Syrien eingesetzt haben. Uranmunition ist panzer- und bunkerbrechend und setzt beim Aufprall auf das Ziel hochtoxische, radioaktive Uranoxide in Nanopartikelgröße frei. In den Einsatzgebieten dieser Munition sind Krebserkrankungen und Missbildungen bei Neugeborenen gehäuft aufgetreten. Mit der gestrigen UN-Abstimmung über eine Resolution zum Thema Uranmunition in New York steht die Sorge über die gesundheitlichen und ökologischen Folgen des Einsatzes der Waffen erneut auf der internationalen Agenda.

IPPNW-Pressemitteilung vom 29.10.2015

Keine Waffenlieferungen in Kriegsgebiete

Deutsche "Militärhilfe" für den Irak

Kinder vor zerstörten Panzern im Irak, Foto: K. Vartarnian29.10.2015 

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert die Bundesregierung auf, keine weiteren Waffen in den Irak oder in die Region zu liefern. Deutschland solle sich stattdessen dafür einsetzen, die Kriege im Irak und Syrien nicht militärisch, sondern politisch zu lösen, indem es sich in beiden Ländern für eine Aussöhnung der verfeindeten Bevölkerungsgruppen einsetze. Alle Konfliktparteien müssten an den Verhandlungstisch geholt werden, um lokale und regionale Waffenruhen sowie Friedensverhandlungen vorzubereiten.

Pressemitteilung vom 6.11.2014

Deutschland soll sich für die Ächtung von Uranwaffen einsetzen

Petitionsübergabe an den Deutschen Bundestag - Aktionstag gegen Uranwaffen

Sidevent zu Uranmunition beim 1. Ausschuss der UN-Generalversammlung, Foto: Shant Alexander, ICBUW06.11.2014 

Deutschland soll sich für die Ächtung von Uranwaffen einsetzen. Das fordern 7.000 UnterzeichnerInnen einer Petition, die die deutsche Koalition zur Ächtung von Uranwaffen, ICBUW Deutschland, nächste Woche dem Petitionausschuss des Bundestages übergeben wird. Die Übergabe findet am 12. November 2014 um 12 Uhr unter der Reichstagskuppel auf der Fraktionsebene statt. Ab 11 Uhr gibt es eine Mahnwache auf der Reichstagswiese vor dem Haupteingang.

IPPNW/ICBUW-Pressemitteilung, 28.10.2014

Uranmunition schädigt Umwelt und Gesundheit

Deutschland verweigert Zustimmung zu UN-Resolution über Uranmunition

Einschusslöcher in einem irakischen Panzer weisen Radioaktivität auf. Foto: Naomi Toyoda28.10.2014 

Die deutsche IPPNW-Sektion appelliert in einem Brief an das Auswärtige Amt, morgen in der UN-Generalversammlung für die Resolution zu den Folgen von Uranmunition zu stimmen. Nach Informationen der Internationalen Koalition zur Ächtung von Uranwaffen (ICBUW) plant Deutschland, im Bündnis mit Staaten wie Rumänien, Russland und der Ukraine, gegen die UN-Resolution zu stimmen. "Diese Position ist für uns Ärzte völlig unverständlich, da die Beweise für langfristige und schwerwiegende Gesundheitsschäden durch den Einsatz von Uranmunition inzwischen erdrückend sind", erklärt Dr. Angelika Claußen (IPPNW).

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