IPPNW-Pressemitteilung vom 18. Februar 2022

Frieden und Gerechtigkeit gestalten – NEIN zum Krieg!

20. Internationale Münchner Friedenskonferenz

Parallel zur Münchner Sicherheitskonferenz beginnt heute die 20. Münchner Friedenskonferenz im Alten Rathaussaal. Zu diesem Anlass veröffentlichten die Veranstalter*innen einen gemeinsamen Appell zur Abschaffung von Atomwaffen, der vom Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter unterstützt wird. Bürgermeisterin Katrin Habenschaden wird die zweitägige Veranstaltung heute um 19 Uhr eröffnen. Unter der Prämisse „Nie wieder Krieg“ widmen sich Expert*innen aus der Friedens- und Umweltbewegung den Zusammenhängen von atomarer Aufrüstung, Ressourcenknappheit, Umweltschutz und Friedensarbeit.

"Als Münchner Oberbürgermeister und als Mitglied der Mayors for Peace appelliere ich eindringlich an die Verantwortlichen, alles zu tun, um die generelle und weltweite Abschaffung von Nuklearwaffen zu erreichen. Jeder Einsatz von Atomwaffen, ob vorsätzlich oder versehentlich, würde katastrophale, weitreichende und langanhaltende Folgen für Mensch und Umwelt nach sich ziehen.  Das gilt es unbedingt zu vermeiden!", so der Oberbürgermeister von München Dieter Reiter.

Der Ruf der Münchner Friedenskonferenz, das militärische Sicherheitsdenken zu überwinden und eine gemeinsame Sicherheit durch Interessenausgleich und Kooperation zu bauen, ist auch im Licht der aktuellen Ukraine Krise existentiell. Das unterstreicht auch Dr. med. Angelika Claußen, Ehrenkuratorin der Münchner Friedenskonferenz und Co-Vorsitzende der Friedensnobelpreisträgerorganisation IPPNW: „In der Ukraine-Krise ist bereits deutlich geworden wie schnell ein Konflikt zwischen den Atommächten eskalieren kann. Zu einem Konzept der gemeinsamen Sicherheit unter diesen Staaten ist es deshalb unabdinglich, sich auf einen Vertrag verlassen zu können, der den Einsatz von Atomwaffen ausschließt. Ein solcher Vertrag ist der 2021 in Kraft getretene Atomwaffenverbotsvertrag.“

Am heutigen Abend beschäftigen sich die Expert*innen der Friedenskonferenz im Internationalen Forum mit der nuklearen Abrüstung und einer neuen Ostpolitik ohne Feindbilder. Am Samstag zeigt der Workshop „Zukunftsfähige Systeme gestalten“ von Peace for Future neue Wege auf, unsere Welt zukunftsfähig und nachhaltig zu gestalten. Eine Expert*innenrunde mit namhaften Persönlichkeiten der Friedens- und Umweltbewegung beleuchtet am Samstagabend die neue Regierungskoalition mit dem Fokus „Ist die Ampel friedens- und zukunftsfähig?“. Emily Z. Binding wird für Fridays for Future München auf dem Podium sprechen.

Zeitgleich tagt wenige Meter weiter im Luxushotel Bayerischen Hof die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC). Ziel der Friedenskonferenz ist es, einen Gegenpol aus der Zivilgesellschaft zum Treffen der Staatschefs und Minister*innen sowie den Vertretungen des Militärs und der Rüstungsindustrie zu schaffen.

 

Den Appell der Umwelt- und Friedensorganisationen zur 20. Münchner Friedenskonferenz können Sie hier nachlesen: https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Frieden/Muenchner_Appell_Atomwaffen-Vers-Dieter-Reiter.pdf

Die digitale Pressemappe finden Sie hier: https://friedenskonferenz.info/digitale-pressemappe/

Weitere Informationen zur Konferenz: www.friedenskonferenz.info

 


Kontakt:
Lara-Marie Krauße (Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der IPPNW), Tel.: 030 698074-15, E-Mail: krausse[at]ippnw.de
Maria R. Feckl (Projektleitung Internationale Münchner Friedenskonferenz und Ansprechpartnerin vor Ort), Mobil: 0160 97 50 20 28, E-Mail: office@friedenskonferenz.info

 


Organisationen des Trägerkreises:
DFG-VK
pax christi Diözese München und Freising e.V.
Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW)
Greenpeace e.V.
MSKverändern e.V.
Netzwerk Friedenssteuer
NatWiss Verantwortung für Frieden uns Zukunftsfähigkeit e.V.
Helmut-Michael-Vogel Bildungswerk e.V.

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Ansprechpartnerin

Angelika Wilmen

Angelika Wilmen
Referentin für Friedenspolitik
Tel. 030 / 698074 - 13
Email: wilmen[at]ippnw.de

Materialien

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