IPPNW-Pressemitteilung vom 30. August 2021

Eine katastrophale Bilanz – Militäreinsätze beenden – Hungerkrise bekämpfen

20 Jahre Afghanistankrieg

31.08.2021 Die aktuellen Entwicklungen in Afghanistan legen die Fehler der Politik der westlichen Staatengemeinschaft drastisch offen. Die Menschen, die mit den NATO-Truppen und humanitären Organisationen zusammengearbeitet haben, werden im Stich gelassen und einem ungewissen Schicksal ausgesetzt. Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW verurteilt das erneute Bundeswehrmandat für Afghanistan und fordert die Bundesregierung auf, die Evakuierung der afghanischen Ortskräfte stattdessen auf zivilem Weg in Verhandlungen mit den Taliban zu organisieren. Dringend notwendig seien Aufnahmezusagen für Ortskräfte sowie weitere gefährdete Personen, humanitäre Visa sowie die Gewährleistung eines schnellen unbürokratischen Familiennachzugs zu Schutzberechtigten in Deutschland.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 16. August 2021

IPPNW fordert Luftbrücke und sofortige, unbürokratische Evakuierung

Taliban nehmen Kabul ein

16.08.2021 Angesichts der Einnahme der afghanischen Hauptstadt Kabuls und der drohenden Machtübernahme durch die Taliban im Land, fordert die ärztliche Friedensorganisation IPPNW eine sofortige und unbürokratische Evakuierung aller afghanischen Ortskräfte. Asylanträge müsse man bis zur Ankunft in Deutschland vertagen. Außerdem sei eine Luftbrücke zwischen Kabul und Usbekistan notwendig, um möglichst viele Menschen zu retten.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 13.08.2021

Medizinische Friedensorganisation fordert kritische Debatte über Militäreinsätze

Vormarsch der Taliban in Afghanistan

13.08.2021 Die aktuellen Entwicklungen in Afghanistan mit dem Vormarsch der Taliban verdeutlichen erneut das Scheitern des Militäreinsatzes. Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW weist auf die enormen humanitären Folgen für die Menschen in Afghanistan hin. Laut dem „Costs of War Project“ starben in Afghanistan und Pakistan mindestens 238.000 Menschen in direkter Folge von Kriegshandlungen, die IPPNW geht in ihrer IPPNW-Studie „Body Count“ davon aus, dass die Zahl der Opfer vermutlich fünf- bis achtmal so hoch liegt. Auch 3.600 Soldat*innen der westlichen Allianz haben in Afghanistan ihr Leben gelassen, darunter knapp 60 Bundeswehrsoldat*innen.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 12. August 2021

IPPNW fordert langfristigen Abschiebestopp und Aktualisierung des Afghanistan-Lageberichts

Abschiebungen nach Afghanistan ausgesetzt

12.08.2021 Die Ärzt*innenorganisation in sozialer Verantwortung (IPPNW) begrüßt die Entscheidung von Innenminister Seehofer (CSU), Abschiebungen nach Afghanistan auszusetzen. Gleichzeitig forderten sie eine langfristige Durchsetzung des Entschlusses sowie eine Aktualisierung des Lageberichts des Auswärtigen Amtes zu  Afghanistan.  Zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter auch die IPPNW, fordern seit Jahren einen Abschiebestopp, da der Schutz abgeschobener Menschen in dem Land nicht zu gewährleisten ist.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 30. Juni 2021

Die humanitären Opfer des Afghanistan-Einsatzes evaluieren

Abzug der Bundeswehrsoldat*innen aus Afghanistan

30.06.2021 Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert eine Evaluation des Militäreinsatzes in Afghanistan. Offizielles Ziel des Krieges war es, das Dschihadisten-Netzwerk Al-Qaeda zu zerschlagen und die herrschende Taliban-Regierung zu stürzen. Tatsächlich hat sich jedoch infolge der Besatzung und des „Krieges gegen den Terror“ die Zahl militanter islamistischer Organisationen und Kämpfer vervielfacht. Der sogenannte „IS“ operiert mittlerweile auch in afghanischen Gebieten.

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Ärzteorganisation lehnt Bewaffnung für Heron-TP-Drohnen ab

Bundestagsanhörung im Verteidigungsausschuss

05.10.2020 Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW lehnt eine Bewaffnung der von der Bundeswehr geleasten Heron-TP-Drohnen ab. Die Ärzt*innen forderten die Bundestagsabgeordneten auf ihrer Mitgliederversammlung am Wochenende auf, der Ausrüstung der Bundeswehr mit bewaffneten Drohnen nicht zuzustimmen. Heute findet im Verteidigungsausschuss des Bundestages eine Anhörung zur Bewaffnung der Bundeswehr-Drohnen statt. Es ist zu befürchten, dass das Bundesverteidigungsministerium dem Bundestag nach der Anhörung eine Vorlage zur Bewaffnung vorlegen wird und die Verteidigungs- und Haushaltsausschüsse dieser mehrheitlich zustimmen werden. Die im Koalitionsvertrag von 2018 verankerte breite gesellschaftliche Debatte über die Bewaffnung militärischer Drohnen über ethisch und völkerrechtliche Fragen wurde von der Bundesregierung und dem Verteidigungsministerium aus zivilgesellschaftlicher Sicht nicht ausreichend geführt.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 1.09.2020

Militärische Ressourcen umlenken zur Bekämpfung humanitärer Not

Anti-Kriegstag

01.09.2020 Zum Antikriegstag weist die ärztliche Friedensorganisation IPPNW auf die steigende Gefahr von Gewaltkonflikten und humanitärer Not aufgrund der Corona-Pandemie hin. Insbesondere in Konflikt- und Krisenländern drohten sozioökonomische Verwerfungen und politische Unruhen. Die Ärzteorganisation fordert die Bundesregierung auf, den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat zu nutzen, um das internationale Engagement in der Friedensförderung und Konfliktbewältigung erheblich zu intensivieren. Der UN-Generalsekretär António Guterres hat vor einer „Pandemie des Hungers“ infolge der SARS-CoV-2-Pandemie gewarnt.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 26.06.2020

Sicherheitspolitik ist Friedenspolitik

75 Jahre Vereinte Nationen

26.06.2020 Anlässlich der Gründung der Vereinten Nationen vor 75 Jahren erinnert die ärztliche  Friedensorganisation IPPNW an den Gründungsauftrag der UN, die angetreten ist, die Welt von der Geißel des Krieges zu befreien.  Die Ärzteorganisation fordert die Bundesregierung auf, den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat zu nutzen, um sich mit Nachdruck  für eine Stärkung der UNO einzusetzen  - sowohl was Prävention angeht als auch die Instrumente zur zivilen Konfliktbearbeitung. Zudem müsse eine UN-Reform vorangetrieben werden. „Die weltweiten Klima- und Gerechtigkeitskonflikte lassen sich durch Militär nicht lösen. Militärische Gewalt ist vielmehr ein Teil des Problems. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass gewaltfreie Bewegungen deutlich erfolgreicher und nachhaltiger waren als die, die auf Gewalt setzten“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 10.09.2019

Die Umweltkosten des „Krieges gegen den Terror“

Jahrestag des Terroranschlags vom 11. September

10.09.2019 Der "Krieg gegen Terror" hat laut der IPPNW-Studie „Body Count“ bereits in den ersten zehn Jahren schätzungsweise 1,3 Millionen Menschen das Leben gekostet. Die hohen Kosten für Umwelt und Klima beziffert eine kürzlich veröffentlichte Studie des Watson Institutes for International and Public Affairs. Danach hat das US-Militär seit Beginn des „Krieg gegen Terror“ 2001 1,2 Milliarden Tonnen Treibhausgase ausgestoßen. Im Jahr 2017 seien die Treibhausgasemissionen des Pentagons mit 59 Millionen Tonne beispielsweise größer gewesen als die Treibhausgasemissionen ganzer Industrieländer wie Schweden (50,8 Millionen Tonnen) oder Dänemark (33,8 Millionen Tonnen). Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert die Bundesregierung auf, sich im Rahmen der UN-Klimakonferenz im Dezember in Chile für die Aufhebung der Ausnahmeregelungen für das Militär einzusetzen.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 13.06.2019

Schutz von Julian Assange vor Auslieferung an die USA

USA stellen Auslieferungsantrag

13.06.2019 Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert die Bundesregierung auf, sich gegenüber Großbritannien gegen eine Auslieferung des Whistleblowers Julian Assange in die USA einzusetzen. Als Chefredakteur von Wikileaks hat Julian Assange durch die Veröffentlichung von Whistleblower-Informationen schwere Kriegsverbrechen der USA öffentlich gemacht. Erinnert sei an die Veröffentlichung des Videos „Collateral Murder“, das ein Kriegsverbrechen der Besatzung eines Kampfhubschraubers  im Jahr 2007 im Irakkrieg dokumentiert. Zwölf unbewaffnete Zivilisten, darunter zwei Reuters-Korrespondenten wurden damals von Angehörigen der US-Streitkräfte mit einem Maschinengewehr getötet.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 8.02.2019

Grundlegende Bedenken zum Einsatz von Kampfdrohnen

Studie zu den humanitären Folgen von Drohnen

08.02.2019 Die humanitären Folgen von Drohnen sind gravierend und erfordern eine umfangreiche Diskussion im Bundestag über die völkerrechtlichen, verfassungsrechtlichen und ethischen Bedenken bezüglich ihres Einsatzes durch die Bundeswehr. Über die Frage einer Bewaffnung von Drohnen sollten die Abgeordneten im Bundestag namentlich und nach ihrem Gewissen abstimmen. Das fordert die ärztliche Friedensorganisation IPPNW anlässlich der heutigen Veröffentlichung des Berichtes „Die humanitären Folgen von Drohnen - Eine völkerrechtliche, psychologische und ethische Betrachtung“.  Der Bericht ist die deutsche Erstveröffentlichung einer Studie der „Women’s International League for Peace and Freedom, die die deutsche IPPNW übersetzt und um weitere Texte ergänzt hat.

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Risiken und Nebenwirkungen eines Bundeswehreinsatzes im Kriegsgebiet

IPPNW-Schülerinformationsblatt aktualisiert

06.07.2018 Bildungspolitiker des Bundes und der Länder legten 1976 im Beutelsbacher Konsens den Bildungsauftrag fest. Danach sollen in der politischen Schulbildung drei Punkte Beachtung finden:
1. Das Überwältigungsverbot: Es ist nicht erlaubt, Schüler und Schülerinnen im Sinne erwünschter Meinungen zu überrumpeln und damit an der „Gewinnung eines selbstständigen Urteils“ zu hindern.
2. Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen.
3. Der Schüler/die Schülerin muss in die Lage versetzt werden, eine politische Situation und seine/ihre eigene Interessenlage zu analysieren.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 27.06.2018

Abschiebungen in das Kriegsland Afghanistan sind völkerrechtswidrig

Geplante Sammelabschiebung nach Afghanistan - Asylstreit

27.06.2018 Vor dem Hintergrund einer weiteren geplanten Sammelabschiebung nach Afghanistan in der nächsten Woche hat die Ärzteorganisation IPPNW Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Brief aufgefordert, die Abschiebungen afghanischer Geflüchteter - auch im Dublin-Verfahren - umgehend zu stoppen und das BAMF zur Neubewertung aller ablehnenden Asylbescheide für diese Personengruppe zu verpflichten. „Nach dem neuen Bericht des Auswärtigen Amtes zur Lage in Afghanistan bleiben Abschiebungen in dieses kriegs- und krisengeschüttelte Land aus unserer Sicht völkerrechtswidrig. Sogenannte inländische Fluchtalternativen sind eine Fiktion“, heißt es in dem Schreiben.

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Keine Duldung völkerrechtswidriger Tötungen mit Kampfdrohnen!

Information an die Delegierten des SPD-Parteitages

21.01.2018 Die vorliegenden Ergebnisse der Sondierungsgespräche widersprechen den bisherigen deutschen und europäischen Erklärungen gegen außergerichtliche Tötungen mit Kampfdrohnen, schrieb die IPPNW in einem Schreiben, das an die Delegierten des SPD-Parteitages in Bonn verteilt wurde. In den Ergebnissen der Sondierungsgespräche von CDU, CSU und SPD steht: "Völkerrechtswidrige Tötungen durch autonome Waffensysteme lehnen wir ab und wollen sie weltweit ächten. Wir werden im Rahmen der europäischen Verteidigungsunion die Entwicklung der Euro-Drohne weiterführen." Im Koalitionsvertrag vom November 2013 wurde noch vereinbart: “Extralegale, völkerrechtswidrige Tötungen mit bewaffneten Drohnen lehnen wir kategorisch ab.”

Stellungnahme der IPPNW (Deutsche Sektion)

Große Anfrage zu den Folgen des sog. "Krieges gegen den Terror"

Bundestagsdebatte am 26. Januar 2017

24.01.2017 Am 16. November 2016 beantwortete die Bundesregierung die Große Parlamentarische Anfrage „Erfahrungen aus 14 Jahren „Krieg gegen den Terror“ – Eine Bilanz in Irak, Afghanistan, Pakistan“ (Bundestagsdrucksache Nr. 18/7991 vom 22. März.2016). Am 26. Januar 2017 wird die Antwort im Bundestag debattiert. Der Text umfasst 64 Seiten (und 223 Seiten Anhänge), bleibt wesentliche Antworten auf die 101 gestellten Fragen aber schuldig:

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Opferzahlen des sogenannten "Krieges gegen den Terror"

3. Auflage des IPPNW-Reports "Body-Count"

20.11.2014 Allein aufgrund der US-Invasion im Jahr 2003 sind bis Ende 2013  schätzungsweise  zwischen einer und zwei Millionen IrakerInnen ums Leben gekommen. Dies sind ca. 5 % der gesamten Bevölkerung des Landes. Diese Zahl ist ein Indikator für das Ausmaß der Schäden für Gesellschaft und Infrastruktur. Zum Vergleich: Deutschland verlor im 2. Weltkrieg etwa 10% seiner Bevölkerung. Diese Zahlen sind das Ergebnis des IPPNW-Reports “Body Count – Opferzahlen nach zehn Jahren Krieg gegen den Terror Irak – Afghanistan – Pakistan”, der jetzt in der dritten aktualisierten Auflage vorliegt.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 26.11.2013

Krieg macht krank

Studie zu Belastungsstörungen bei deutschen Soldaten

26.11.2013 Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert nach dem Auslaufen des ISAF-Mandats den vollständigen Abzug deutscher Streitkräfte aus Afghanistan. Die heute veröffentlichte Studie zum Thema "Posttraumatische Belastungsstörungen bei Soldaten" der Technischen Universität Dresden zeigt einmal mehr: Krieg tötet nicht nur, er macht auch krank. „Verbesserte Voruntersuchungen von SoldatInnen auf psychische Risikofaktoren sind jedoch keine Lösung. Wirkliche Prävention besteht darin, sie nicht in diese Einsätze zu schicken“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 30.1.2013

Ohne Menschenrechte kein Frieden in Afghanistan

Grundrechte auf Unversehrtheit, Gesundheit und Nahrung haben keinen Platz

30.01.2013 Voraussetzung für Frieden in Afghanistan ist zivilgesellschaftliches Engagement. Dafür ist ein Abzug der ausländischen Truppen aus Afghanistan samt der privaten Militär- und Sicherheitsfirmen unabdingbar. Anlässlich der morgigen Bundestagsabstimmung über die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan fordert die ärztliche Friedensorganisation IPPNW von der Bundesregierung finanzielle Hilfen ausschließlich für zivile Projekte zu verwenden. Die ersten elf Jahre des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan haben mehr als 7 Milliarden Euro gekostet. Dem standen nur 2,13 Milliarden für Wiederaufbau und Entwicklung des Landes gegenüber.

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Bonner Friedenskongress 2012

Frieden, Demokratie und Entwicklung in Afghanistan

Afghanische und deutsche Zivilgesellschaft stellt sich Herausforderungen

14.10.2012 Für eineinhalb Tage hat der Friedenskongress "Stoppt den Krieg – Wege zum Frieden in Afghanistan" zu den Möglichkeiten eines nachhaltigen Friedens in dem Land unterschiedliche Gruppen des afghanischen Exils mit Vertretern der deutschen Friedensbewegung und Besuchern aus Afghanistan selbst zusammengebracht. Für die Veranstalter, sowohl Afghaninnen und Afghanen als auch VertreterInnen der deutschen Friedensbewegung, liegt der Erfolg des Kongresses zuallererst in seinem erstmaligen Angebot einer Plattform des offenen Meinungsaustausches. Für ein Land im Krieg ist es nicht selbstverständlich, dass sich verschiedene afghanische Exilfraktionen mit Afghaninnen und Afghanen direkt aus der Heimat und Engagierten der deutschen Friedensbewegung in einer freundschaftlichen Atmosphäre austauschen.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 18.5.2012

Body Count - Opferzahlen nach 10 Jahren "Krieg gegen den Terror"

Zu einer realitätsnahen Schätzung der Opfer asymmetrischer Kriege

18.05.2012 Der "Krieg gegen den Terror" hat allein im Irak, Afghanistan und Pakistan zu 1,7 Millionen Todes-Opfern geführt. Das ist das Ergebnis des IPPNW-Reports "Body Count - Opferzahlen nach zehn Jahren Krieg gegen den Terror". "Präzisionswaffen ändern nichts am hohen Prozentsatz getöteter Zivilisten in asymmetrischen Kriegen", erklärt IPPNW-Vorstandsmitglied Dr. Jens Wagner. Der Einsatz von Phosphorbomben, Streumunition, DIME- und Uranmunition sowie das brutale Vorgehen der Besatzungstruppen zum Beispiel in Fallujah und Basrah zeigten das unmenschliche Gesicht des Krieges.

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Bündnis-Pressemitteilung vom 15.12.2011

Politische Verhandlungslösung in Afghanistan

Kooperation für den Frieden

15.12.2011 Das Bundeskabinett hat heute der Verlängerung des Afghanistan-Mandates um ein weiteres Jahr zugestimmt. Das setzt den Krieg fort. Die gleichzeitige Herabsetzung der Obergrenze der entsendeten Militärs um 450 Soldatinnen und Soldaten wertet die Kooperation für den Frieden, der Zusammenschluss von mehr als 50 Organisationen und -initiativen aus der deutschen Friedensbewegung, als hohles Signal. Der Lage in Afghanistan kann nur mit einem entschiedenen Politikwechsel begegnet werden.

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IPPNW-Presseinformation 29.11.2011

Sofortiger Waffenstillstand und offene Friedensverhandlungen

Petersberg II: 10 Jahre Afghanistankrieg – eine humanitäre Katastrophe

29.11.2011 Die humanitäre Situation in Afghanistan hat sich nach zehn Jahren "Krieg gegen den Terror" kaum verbessert. Das beklagt die ärztliche Friedensorganisation IPPNW. "Um Schlimmeres zu verhüten, bedarf es eines sofortigen Waffenstillstand, notfalls einseitig verkündigt. Dann müssen Verhandlungen folgen, die den vollständigen Truppenabzug und eine langfristig und großzügig dimensionierte Unterstützung des Wiederaufbaus des Landes zum Ziel haben", fordert der IPPNW-Vorsitzende Matthias Jochheim.

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Aufruf

Dem Frieden eine Chance - Truppen raus aus Afghanistan!

Wiederstand und Protest gegen Petersberg II

03.08.2011 Auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 reagierten die USA sowie die NATO mit dem Krieg in Afghanistan. Im Dezember vor zehn Jahren wurde auf der Petersberger Konferenz in Bonn eine provisorische Regierung für Afghanistan unter Präsident Karzai eingesetzt - wenige Tage später beschloss der UN-Sicherheitrat den ISAF-Einsatz. Nun lädt die Bundesregierung für den 5. Dezember 2011 erneut auf den Petersberg ein. Die kriegsführenden Staaten werdern hier zusammenkommen, um über die Zukunft Afghanistans zu beraten.

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Pressekonferenz vom 6.9.2011

„Sie reden vom Frieden. Sie führen Krieg.“

Friedensbewegung kündigt Proteste gegen Afghanistankonferenz an

06.09.2011 Die Friedensbewegung in Deutschland ruft bundesweit zu Protesten gegen die Petersberg II-Konferenz auf. Die  Protestaktionen starten am Samstag, den 3.12.2011 um 11:30 Uhr am Bonner Kaiserplatz mit einer Demonstration. Am Sonntag, den 4. Dezember diskutiert eine Internationale Friedenskonferenz Alternativen für ein selbstbestimmtes Afghanistan. Für den Tag der Regierungskonferenz  werden kreative Protestaktionen vorbereitet.

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IPPNW-Presseinformation vom 1.9.2011

Der Krieg kehrt heim

Bundeskabinett beschließt Entschädigung für verwundete Soldaten

01.09.2011 Der gestrige Beschluss der Bundesregierung, im Auslandseinsatz verwundete Soldaten besser zu entschädigen, ist zu begrüßen. „Im Vergleich zu AktionärInnen von Rüstungskonzernen erhalten die körperlich und seelisch oft schwer verwundeten Soldaten nur eine lachhafte Entschädigung“, kritisiert Susanne Grabenhorst, IPPNW-Vorstandsmitglied. Die einzig wirkliche Prävention für die Soldaten bestehe aber darin, alle Kampfhandlungen in Afghanistan zu beenden und mit dem Abzug der Bundeswehr zu beginnen.

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IPPNW-Stellungnahme vom 23.5.2011

Staatsterrorismus

Deutsche Soldaten schießen auf afghanische Demonstranten

23.05.2011 Mit großer Empörung nimmt unsere ärztliche Friedensorganisation zur Kenntnis, dass deutsche Soldaten nach den Protesten vor dem Bundeswehrlager im nordafghanischen Talokan gezielt auf Demonstranten geschossen haben. Mindestens zwölf Menschen wurden erschossen, mehr als 80 Menschen durch Schüsse deutscher Soldaten oder afghanischer Wachleute und Polizisten verletzt. Die Bundeswehr behauptet, die Demonstranten wären mit Handgranaten und Molotowcocktails bewaffnet gewesen, andere Quellen berichten von Steinen.

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Den Opfern ein Gesicht geben

IPPNW-Protestaktion gegen den Afghanistankrieg

28.01.2011 Die IPPNW hat heute anlässlich der Abstimmung im Bundestag über den Afghanistan-Einsatz eine Protestaktion veranstaltet. Die ärztliche Friedensorganisation lehnt die Verlängerung des Einsatzes ab und fordert einen sofortigen Waffenstillstand. Mitglieder und Sympathisanten der IPPNW haben den Opfern des Krieges ein Gesicht gegeben. In Schwarz gekleidet trugen sie Masken mit afghanischen Gesichtern sowie Schilder mit afghanischen Namen und Adjektiven, die Krieg assoziieren wie z.B. "tot", "verwaist", "verstümmelt", "traumatisiert", "ausgebombt". Die Buchstaben auf dem Rücken ergaben nebeneinander gestellt das Wort "AFGHANISTAN".

Bündnis-Pressemitteilung vom 16.6.2010

P.E.N.-Präsident: Afghanistan-Strategie ist gescheitert

Friedensbewegung startet Unterschriftenkampagne gegen Krieg in Afghanistan

16.06.2010 Gestern haben die großen Friedensorganisationen in Berlin den gemeinsamen Appell "Den Krieg in Afghanistan beenden - zivil helfen" vorgestellt. Der Appell fordert den sofortige Beginn des Abzugs der Bundeswehr aus Afghanistan. Die Friedensbewegung erhofft sich mit diesem Appell, dass die Diskussion in alle gesellschaftlichen Bereiche getragen und der Protest breite Unterstützung finden wird.

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IPPNW-Presseinformation vom 06.01.2010

Krieg schafft keinen Frieden

IPPNW unterstützt das klare Votum von Margot Käßmann gegen Krieg

06.01.2010 Die 1985 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Ärzteorganisation IPPNW unterstützt das klare Votum der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche Dr. Margot Käßmann gegen den Afghanistan-Krieg. Wir begrüßen ihre Aufforderung an die Politik, die Logik des Krieges zu durchbrechen. „Nicht das Votum von Frau Käßmann gegen diesen Krieg, sondern das Votum der Politiker für dessen Fortsetzung gegen den Willen der Volksmehrheit ist unmoralisch“, erklärt IPPNW-Gründer und Ehrenvorstandsmitglied Prof. Dr. Horst-Eberhard Richter. Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung spricht sich bereits seit Jahren bei allen Umfragen eindeutig gegen den Bundeswehreinsatz in Afghanistan aus.

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Aus IPPNW-Forum 120/09

Die Nato auf dem Weg ins Desaster

Die aktuelle Lage in Afghanistan

11.01.2010 Personalentscheidungen, Aufbauhilfe und Entwicklungsstrategie, Korruption und Geheimdienste, Schutz der Zivilbevölkerung und Uranmunition - Christoph Hörstel wagt den Versuch, auf zwei Seiten die aktuelle Lage in Afghanistan zu bewerten.

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IPPNW-Presseinfo vom 2.12.2009

Abzug statt Mandatsverlängerung

Zivile Hilfe statt Krieg für Afghanistan

02.12.2009 Die Ärzteorganisation IPPNW lehnt die Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der ISAF-Truppe in Afghanistan ab. Frieden und Entwicklung ist nur mit dem Abzug aller ausländischen Militärs aus Afghanistan zu erreichen. Gleichzeitig muss die zivile Hilfe erheblich aufgestockt werden. Dem erwarteten militärischen Aufwand von rund 784,7 Millionen Euro für das Jahr 2010 stehen gerade einmal Mittel von 144 Millionen Euro für Stabilisierung und Entwicklung Afghanistans in diesem Jahr gegenüber. Zudem kritisiert die IPPNW die Strategie der zivil-militärischen Zusammenarbeit, die das Militär an erster Stelle führt und damit zivile Helfer sogar gefährdet.

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Aus IPPNW-Forum 120/09

Krieg macht krank

Zur seelischen Gesundheit der afghanischen Bevölkerung

01.12.2009 Er schläft in verfallenen Gebäuden, isst schmutzige Essensreste, trägt zerschlissene Kleidung und verbringt sein Leben auf der Straße. Er weiß weder seinen Namen, noch sein Alter, noch könnte er Familienangehörige nennen. Der Mann ist mittleren Alters und seelisch krank in Kabul. Laut Angaben des Nachrichtendienstes des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (IRIN) leidet mindestens einer von zehn in den letzten zehn Monaten verhafteten Bettlern in Kabul an seelischen Störungen. "Krieg und physische Gewalt haben vielen Afghanen seelischen Schaden zugefügt", erklärt Musadiq Nadimee, ein Psychiater des "Mental Health Hospital" in Kabul.

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IPPNW-Presseinfo vom 4.11.2009

Krieg traumatisiert Soldaten und Zivilbevölkerung

Guttenberg spricht von "Krieg in Afghanistan"

04.11.2009 Die IPPNW begrüßt, dass der neue Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg den Krieg jetzt endlich also solchen bezeichnet. „Wir Ärzte erinnern zum wiederholten Male daran, dass Krieg eine von Menschenhand verursachte Katastrophe ist. Krieg tötet nicht nur, sondern macht die betroffenen Soldaten und vor allem die Zivilbevölkerung krank“, so die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen. Die Politiker, die den Krieg am Hindukusch als vermeintlich notwendig deklarieren, hätten zu verantworten, dass sowohl immer mehr Soldaten als auch die Menschen in Afghanistan getötet, verwundet und traumatisiert würden.

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Engagement gegen das Afghanistan-Mandat

Neues Faltblatt / Poster / Abstimmungsaktion

Das Bundeswehrmandat für den ISAF-Einsatz in Afghanistan läuft Anfang Dezember aus. Fristgemäß muss der Bundestag es verlängern. Die immer wieder ins Gespräch gebrachte Aufstockung des deutschen Truppenkontingents mag erst zu Beginn des kommenden Jahres auf der Tagesordnung stehen. Sie wird einmal von der Vorstellung einer neuen Strategie durch den US-Präsidenten Obama abhängen. Die Bundesregierung will zudem eine für Ende Januar angesetzte internationale Afghanistan-Konferenz abwarten, nach der sich auch weitere ISAF-Nationen entscheiden werden.
Zahlreiche Gruppen der Friedensbewegung – darunter die IPPNW – haben ein gemeinsames Faltblatt erarbeitet, dass sich in die Debatte über die Verlängerung des Afghanistaneinsatzes der Bundeswehr einmischen will. Es fordert die Beendigung des Krieges und eine massive Aufstockung der zivilen Konfliktbearbeitung.

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IPPNW-Presseinfo vom 4.11.2009

Krieg traumatisiert Soldaten und Zivilbevölkerung

Guttenberg spricht von "Krieg in Afghanistan"

04.11.2009 Die IPPNW begrüßt, dass der neue Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg den Krieg jetzt endlich also solchen bezeichnet. „Wir Ärzte erinnern zum wiederholten Male daran, dass Krieg eine von Menschenhand verursachte Katastrophe ist. Krieg tötet nicht nur, sondern macht die betroffenen Soldaten und vor allem die Zivilbevölkerung krank“, so die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen. Die Politiker, die den Krieg am Hindukusch als vermeintlich notwendig deklarieren, hätten zu verantworten, dass sowohl immer mehr Soldaten als auch die Menschen in Afghanistan getötet, verwundet und traumatisiert würden.

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IPPNW-Presseinfo 16. Oktober 2008

IPPNW kritisiert Mandatsverlängerung für Afghanistan

Es gibt glaubwürdige Friedensalternativen für das Land!

16.10.2008 Die IPPNW kritisiert die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan durch eine Mehrheit des Bundestages. „Das ist eine verheerende Strategie des weiter so und des immer mehr so. Wann wird verstanden, dass der „Krieg gegen den Terror“ militärisch nicht zu gewinnen ist?“, fragt Jens-Peter Steffen, Friedenspolitischer Sprecher der IPPNW: „Dabei gibt es doch Alternativen, an denen ein Dialog mit allen politischen Kräften Afghanistans ansetzen kann. Die Grundlage dafür sind aber konkrete militärische Abzugspläne!“

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Friedensbewegung demonstrierte gegen Bundeswehreinsatz in Afghanistan

Wer wirklich den Frieden in Afghanistan will, muss zuerst den Krieg beenden!

20.09.2008 Zufrieden erklärten sich die SprecherInnen der heutigen Demonstration in Berlin gegen die Verlängerung des Afghanistaneinsatzes der Bundeswehr. Sowohl die Beteiligung mit über 8.000 Menschen als auch die politischen Aussagen bei Auftakt und Abschluss erfüllten das Ziel, die breite Ablehnung des Krieges in der Gesellschaft eindrucksvoll zu demonstrieren.

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31.08.2008 Geschockt von den jüngsten Nachrichten über den Tod afghanischer Zivilisten durch die Hand deutscher Soldaten verstärkt ein breites Bündnis aus Friedens-, Sozialen Bewegungen und Gewerkschaften ihre Mobilisierung gegen die im September anstehende Mandatsverlängerung des Bundeswehrkontingents in Afghanistan. Es appelliert an die Mitglieder des Bundestages, der Verlängerung die Stimme zu verweigern. Um dem Nachdruck zu verleihen, ruft es zur Teilnahme an den bundesweiten Demonstrationen am 20. September in Berlin und Stuttgart auf.

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IPPNW fordert Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan

Friedensbewegung kündigt Protest für den Sommer und Herbst an

24.06.2008 Entschieden sprechen sich die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) gegen die von Verteidigungsminister Franz Josef Jung angekündigte Aufstockung des Bundeswehrkontingents in Afghanistan um 1.000 Soldaten aus. "Die Aufstockung bedeutet eine Ausweitung des militärischen Engagements", so Jens-Peter Steffen, friedenspolitischer Sprecher der IPPNW in Berlin.

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Presseinfo des Friedensfilmpreises

Friedensfilmpreis für Buddha zerfiel vor Scham

Berlinale

17.02.2008 Der 23. Friedensfilmpreis der 58. Internationalen Filmfestspiele Berlin 2008 geht an Hana Makhmalbaf für ihren Film BUDA AZ SHARM FORU RIKHT (Buddha zerfiel vor Scham). Der Friedensfilmpreis, der unter der Schirmherrschaft der IPPNW steht, ist mit 5.000 Euro dotiert. Das Preisgeld wird von der Heinrich-Böll-Stiftung zur Verfügung gestellt.

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Materialien


IPPNW-Report „Humanitäre Folgen von Drohnen“
PDF | auf Issuu lesen
Im Shop bestellen

IPPNW-Report Body Count - Opferzahlen nach 10 Jahren Krieg gegen den Terror
Opferzahlen nach 10 Jahren "Krieg gegen den Terror"
Internationale Ausgabe, deutsch
(pdf-Datei)

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