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80 Jahre Hiroshima und Nagasaki – 80 Jahre Folgen von Atomwaffen

Am 6. und 9. August 1945 zerstörten die USA mit zwei Atombomben die Städte Hiroshima und Nagasaki – mit verheerenden, bis heute nachwirkenden Folgen. In Hiroshima starben etwa 140.000 Menschen bis Ende des Jahres 1945, in Nagasaki waren es 74.000 Menschen. Viele überlebten schwer verletzt oder leiden bis heute an den Spätfolgen. Die Atombombenabwürfe markieren einen Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit – sie zeigten das unermessliche Zerstörungspotenzial nuklearer Waffen.

Nur wenige Wochen zuvor, am 16. Juli 1945, fand mit dem Trinity-Test in der Wüste New Mexicos die erste Atombombenexplosion der Geschichte statt. Es folgten über 2.000 Atomwaffentests weltweit – mit katastrophalen gesundheitlichen und ökologischen Folgen für Menschen und Umwelt.

80 Jahre danach erinnern wir an das Leid der Opfer und der Überlebenden, aber auch an die anhaltende Bedrohung durch Atomwaffen. Diese Webseite bietet einen Überblick über Veranstaltungen, Aktionen und Informationsangebote rund um das Gedenken, die politische Bedeutung und den Einsatz für eine atomwaffenfreie Welt. Wir wollen gemeinsam ein Zeichen für nukleare Abrüstung, Erinnerung und Zukunft setzen.

Rückblick auf den 6. und 9. August

Bundesweite Veranstaltungen

In Erinnerung und Gedenken an die Opfer und die Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki fanden bundesweit Aktionen, Mahnwachen, Ausstellungen und viele weitere Veranstaltungen statt. Eine Übersicht über die Termine der IPPNW-Gruppen finden Sie auf unserer Terminseite. Auch nach den Gedenktagen wird es weiterhin Veranstaltungen geben.

Weitere Bilder von den Gedenktagen in verschiedenen Orten in Deutschland finden Sie hier.


Die IPPNW in der Presse


Zu den Gedenktagen war die IPPNW in verschiedenen Formaten vertreten.

In einer Debatte auf SWR Kultur diskutierte Dr. med. Lars Pohlmeier, Co-Vorsitzender der IPPNW Deutschland, mit Prof. Dr. Marina Henke, Politikwissenschaftlerin an der Hertie-School Berlin, und Oberst a.D. Wolfgang Richter, Sicherheitsexperte, über die Frage "80 Jahre Hiroshima – Wie hat die Atombombe die Welt verändert?".

In einem Artikel im Neuen Deutschland schrieb Dr. Angelika Claußen, Co-Vorsitzende der IPPNW Deutschland, über "Die Illusion, dass Ärzte helfen" nach einem Atomwaffeneinsatz. Sie argumentiert, dass bis heute die medizinische Versorgung der Opfer nach der Explosion von Nuklearwaffen unmöglich wäre.

Auf einer Themenseite in der jungen Welt erinnert Dr. Angelika Claußen an das derzeit enorme Atomkriegsrisiko und daran, dass der Einsatz von Atomwaffen und die Drohung mit ihrem Einsatz völkerrechtswidrig ist. Zudem ist auf der Seite ein Hintergrund zur im Mai verabschiedeten WHO-Resolution zu den Folgen von Atomwaffen zu lesen.

In einem Gastbeitrag in der Fuldaer Zeitung schrieb Dr. med. Lars Pohlmeier eine "Mahnung in Zeiten des Wettrüstens". Er verweist auf die gewaltige Zerstörungskraft heutiger Atomwaffen und argumentiert, dass die Diskussionen um europäische oder sogar deutsche Atombonben fahrlässig ist.

Darüber hinaus gab Juliane Hauschulz, Referentin für nukleare Abrüstung bei der IPPNW, Interviews zum Gedenken an Hiroshima und Nagasaki und die aktuelle Atomkriegsgefahr bei Radioeins, im SWR, BR24 (auch gesendet bei ARD und RBB) und bei DW-News.

Termine rund ums Jahr

Die Gedenktage am 6. und 9. August sind vergangen - doch das Erinnern geht weiter! Denn das gesamte Jahr 2025 steht im Gedenken an 80 Jahre Hiroshima und Nagasaki, an 80 Jahre Folgen von Atomwaffen. Entsprechend finden auch nach August weitere Veranstaltungen und Aktionen statt. Kommen Sie gerne vorbei oder organisieren Sie selbst etwas in Ihrer Stadt!

Hier finden Sie alle Termine der IPPNW rund um das Gedenkjahr zu 80 Jahren Hiroshima und Nagasaki.

Sie möchten auch aktiv werden?

Gemeinsam mit Aktiven in ganz Deutschland wollen wir die 80. Jahrestage von Hiroshima und Nagasaki begehen, den Toten gedenken und an die Überlebenden erinnern – durch ihre Geschichten kennen wir den Horror einer jeder Atombombenexplosion. Die IPPNW schließt sich der Forderung der Hibakusha – der Überlebenden der Bomben – an und fordert die Abschaffung von Atomwaffen.

Helfen Sie uns mit, das Gedenken an Hiroshima und Nagasaki aufrecht zu erhalten!
Dabei können Veranstaltungen und Aktionen nicht nur am 6. oder 9.August stattfinden – nutzen Sie die gerne das gesamte Jahr der 80. Jahrestage der Atombombeneinsätze und des 80. Jahrestages des ersten Atombombentests.

Wenn Sie eine Veranstaltung planen, dann geben Sie uns gerne Bescheid, damit wir es in unsere Terminliste aufnehmen können.

Ausstellung Hiroshima - Nagasaki in Ihrer Stadt

Eine Aktionsmöglichkeit ist die komplett überarbeitete IPPNW-Ausstellung "Hiroshima - Nagasaki". Auf 17 Plakaten (DIN A2) wird die Geschichte der Atombombenabwürfe und ihrer Folgen gezeigt, aber auch die Atomwaffentests und die heute Situation der nuklearen (Ab-)Rüstung dargestellt. Zeigen Sie die Ausstellung bspw. im Rathaus, der Stadtbibliothek oder in einer Kirchengemeinde – inklusive kleiner Austellungseröffnung. Zur Ausstellung gibt es auch eine Broschüre

 
Gedenken und Basteln: Origami-Kaniche falten

Egal ob als Aktion auf dem Marktplatz oder als zusätzliches Angebot auf einer Veranstaltung: beim Basteln kommen Menschen ins Gespräch. Einer japanischen Legende nach hat man einen Wunsch frei, wenn man 1.000 Kraniche faltet. Sadako Sasaki überlebte die Atombombenexplosion in Hiroshima, erkrankte später jedoch an Leukämie. Sie faltete Kraniche, um gesund zu werden. Sie erlag ihrer Krankheit mit gerade einmal 12 Jahren. Aufgrund ihrer Geschichte nehmen Origami-Kraniche bis heute einen besonderen Platz im Gedenken an Hiroshima und Nagasaki ein. Origamipapier finden Sie in Bastelläden, Online oder als Aktionspaket (inkl. Faltanleitung) im Shop der DFG-VK.

Material

Ob für eine Veranstaltung, einen Infostand in der Fußgängerzone oder zur eigenen Weiterbildung – die IPPNW bietet Materialien für alle an. Bestellen können Sie diese über unseren Shop oder Sie downloaden sie und drucken selbstständig zu Hause.

IPPNW-Faltblatt

80 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki

Nein zur nuklearen Abschreckung und Aufrüstung

80 Jahre nach dem Inferno von Hiroshima und Nagasaki ist das Risiko eines Atomkrieges so hoch wie nie. Mehrere Atommächte sind in aktive Kriege verwickelt und alle Atommächte rüsten derzeit nuklear auf. Dieses Faltblatt informiert über die gesundheitlichen Folgen der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki und stellt Möglichkeiten vor, politisch aktiv zu werden.

Faltlblatt, DIN A4, 4 Seiten.

IPPNW-Broschüre zur Ausstellung

Hiroshima - Nagasaki

Am 6. August 1945 zerstörte eine US-Atombombe Hiroshima, drei Tage später, am 9.August 1945, wurde Nagasaki zerstört. Mehr als 200.000 Menschen starben bis Ende des Jahres. In einer Ausstellung zeigt die IPPNW welche Folgen die Explosionen hatten und wie der aktuelle Stand der nuklearen (Ab-)Rüstung aussieht. Diese Broschüre umfasst die Plakate der Ausstellung im DinA4-Format.

Broschüre, DIN A4, 20 Seiten.

IPPNW-Report

Nukleare Hungersnot

Selbst ein „regionaler“ Atomkrieg hätte katastrophale Folgen für das globale Klima und für die Menschheit. Klimawissenschaftler*innen der Rutgers-Universität berechneten, wie viel Ruß durch die Feuerstürme in Folge der Detonation von Atomwaffen in die Atmosphäre gelangen würde und welche Konsequenzen dies auf die Lebensmittelversorgung weltweit hätte. Der Einsatz von nur 3% der weltweiten Arsenale könnte in einen nuklearen Winter führen mit massiven Ernteausfällen und Millionen oder sogar Milliarden Todesopfern aufgrund von Hungersnöten. 

Report, DIN A4, 27 Seiten.

Flyer

Atomkrieg? Nein Danke!

Flyer, farbig, A5, doppelseitig

Bei einem Atomkrieg gibt es keine Gewinner. Sowohl Russland als auch die NATO müssen einen Einsatz von Atomwaffen in dieser Krise ausschließen.
Flyer mit unseren Forderungen an die Bundesregierung und Informationen zu den Folgen eines Atomwaffeneinsatzes.

Aktualisiert im Juli 2024

Ansprechpartner*innen

Ansprechpartnerin

Juliane Hauschulz

Juliane Hauschulz
Referentin für nukleare Abrüstung
Tel. 030-698074 - 23
Kontakt

Reden von IPPNW-Mitgliedern

5.8.2025 Rahel Hoffmann, Fürstenfeldbruck
6.8.2025 Hildegard Fischer, München
6.8.2025 Odette Klepper, Aachen
6.8.2025 Lars Pohlmeier, Bremen
6.8.2025 Josef Raab, München 
6.8.2025 Christa Schmidt, München 
8.8.2025 Angelika Claußen, Bielefeld
8.8.2025 Jürgen Huesmann, Unna  
9.8.2025 Ute Rippel-Lau, Wedel

Aktualisierte Ausstellung

Ausstellung "Hiroshima, Nagasaki"

Wenn Sie die Ausstellung zeigen möchten, gibt es die Möglichkeit, Vorlagen herunterzuladen und selber vor Ort drucken zu lassen. Bitte wenden Sie sich an kontakt@ippnw.de

Ausstellung online anschauen

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