Pressemitteilung

Keine Kohle. Kein Atom. Dem Klimawandel begegnen.

Don't nuke the climate: Informationsveranstaltung am 3.11.2017 in Bonn

"Don't Nuke the Climate" – die Kampagne informiert am 3. November 2017 in Bonn mit einer Pressekonferenz zur Kampagne, Workshops, Veranstaltungen, Aktionen zum Weltklimagipfel.

Die Atomindustrie drängt in den Green Climate Fund, mit der Fake- News, Atomkraft sei dazu geeignet, dem Klimawandel zu begegnen. Der Green Climate Fund wird mit 100 Milliarden US- Dollar jährlich ausgestattet. Er soll seine Mittel je hälftig für die Anpassung an den Klimawandel und für Emissionsminderungen ausgeben, und innerhalb des Fensters für Anpassung ist wiederum die Hälfte der Mittel für die ärmsten und vom Klimawandel am stärksten bedrohten Länder reserviert.

Die Kampagne will verhindern, dass sich die Atomindustrie international an den Subventionen bereichert, die ausschließlich dafür geschaffen wurden, dem Klimawandel zu begegnen. Atomkraft löst keine Klimaprobleme– Atomkraft verschärft den Klimawandel.

Atomkraft ist zu dreckig, zu gefährlich, zu undemokratisch, zu langsam und zu teuer, um zur Lösung der weltweiten Klimaproblematik beizutragen.

Eine besondere Rolle spielt auf der internationalen Bühne die Föderale Agentur für Atomenergie Russlands, Rosatom, die als Hardliner auch noch nach den Atomkatastrophen von Majak, Tschernobyl und Fukushima den Neubau von Atomkraftwerken in zahlreichen Ländern forciert.

Vladimir Slivyak, Vorsitzender der Umweltschutzorganisation Ecodefense, Moskau: „Der Klimawandel erfordert schnelles Handeln, ohne falsche Lösungen. Atomkraft ist eine dieser falschen Lösungen. Atomenergie ist keine Lösung, um den Klimawandel zu stoppen. Atomenergie ist zu schmutzig, sie schädigt nachweislich die Gesundheit der Bevölkerung. Atomenergie ist weder eine CO-2 freie noch eine CO-2 arme Energie. Deshalb fordern wir die von den Regierungen im UNFCCC: Verbieten sie jegliche Investitionsgelder aus dem Green Climate Fund an die Atomindustrie gehen. Das Sekretariat des UNFCCC (Klimarahmenkonvention der UN) muss die russischen _Regierung unmissverständlich in die Schranken weisen und Rosatoms Versuche, Atomkraft als klimafreundlich zu bewerben und zu verkaufen, ablehnen. Angelika Claußen, Europavorsitzende der IPPNW, eine der beiden AutorInnen der IPPNW Studie zu den gesundheitlichen Folgen der Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima, stellt einen Brief an das UNFCCC vor den 70 WissenschaftlerInnen unterzeichnet haben. „Ende Gelände“ blockiert mit massenhaften Aktionen zivilen Ungehorsams die Infrastruktur der dreckigen Braunkohle in Deutschland. Das Bündnis fordert für Klimagerechtigkeit den sofortigen Kohleausstieg und wird am 5. November anlässlich der UN-Klimaverhandlungen  die nächste große Besetzung im Rheinischen Tagebau durchführen.“, so Janna Aljets, Pressesprecherin des Bündnisses „Ende Gelände“. Hervorgegangen aus einer Anti-Atom-Initiative, die sich nach Tschernobyl gründete, sind die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) heute einer der großen unabhängigen Ökostromanbieter in Deutschland. Als politisches Unternehmen sind sie eng verbunden mit der Antiatom-Bewegung und treten für Bürgerenergiewende und schnellen Kohleausstieg ein.Sebastian Sladek, vom Vorstand der EWS: „Der Klimawandel ist längst zur wichtigsten Zukunftsherausforderung der Menschheit geworden, der wir nicht mit überholten Technologien der Vergangenheit begegnen können. Atomenergie ist nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problem: zu teuer, zu schmutzig, zu riskant. Atomenergie verhindert sie den notwendigen Systemumbau hin zu Erneuerbaren Energien.

3. November 2017, 11 Uhr, Gustav-Stresemann-Institut, Langer Grabenweg 68, 53175 Bonn

Kontakt:
Kerstin Rudek, Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow- Dannenberg e.V. kerstin.rudek@bi-luechow-dannenberg.de, +49 1590 21 54 831

Dr. med. Angelika Claußen, Europavorsitzende der  IPPNW,
angelika-claussen@web.deTel.  0172-5882786 

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