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Pressemitteilung vom 2. Mai 2019

Anti-Atom-Proteste bei RWE-Hauptversammlung

Urananreicherung in Gronau Bedrohung für Frieden und Sicherheit

Foto: Anti-Atom-Initiativen fordern von RWE die sofortige Schließung von Urenco, Foto: Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf
02.05.2019

Auch Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland und Emsland sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und die Ärzteorganisation IPPNW beteiligen sich am morgigen Freitag, 3. Mai, zusammen mit Klima-, Umwelt- und Schülergruppen an den vielfältigen Protesten zur Jahreshauptversammlung von RWE in Essen. In mehreren Redebeiträgen in der Halle und auf einer Kundgebung vor der Gruga-Halle werden sie vom RWE-Vorstand fordern, die verbliebenen Atomkraftwerke des Konzerns in Lingen und Gundremmingen sofort stillzulegen.

Desweiteren fordern sie die sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau. RWE verfügt zusammen mit EON über ein Drittel der Anteile am Gronauer Urananreicherer Urenco und ist damit einer der vier Großaktionäre.

"RWE stemmt sich nicht nur in Sachen Kohleausstieg gegen die gesellschaftliche Mehrheit und die ökologische Vernunft, sondern versucht noch immer, den dringend notwendigen Atomausstieg so lange wie möglich hinauszuzögern. In Lingen gefährdet deshalb noch immer das AKW Emsland die Bevölkerung in einem weiten Umkreis. Täglich fällt neuer Atommüll an, für den es keine sichere Entsorgungsmöglichkeit gibt, in den Niederlanden wurden schon wie in Aachen Jodtabletten verteilt, auch die Stadt Münster überlegt dies. Acht Jahre nach Fukushima ist es dringend Zeit, dass RWE den Atomausstieg akzeptiert und das Atomkraftwerk im Emsland genau wie das in Gundremmingen sofort abschaltet," so Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

"Mit der Beteiligung an der Urananreicherung in Gronau, in den Niederlanden, Großbritannien und den USA möchte RWE auch über 2022 hinaus Atomkonzern bleiben. Urenco beliefert z. B. die Pannenreaktoren Tihange und Doel in Belgien, aber auch Reaktoren in der Ukraine und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zudem versucht der weltweit operierende Urananreicherer derzeit, seine zivilen Beschränkungen beiseite zu schieben. Urenco möchte in den USA Uran bis auf fast 20% Uran 235 anreichern – zivile Leistungsreaktoren benötigen nur ca. 5%. Wir befürchten deshalb, dass Urenco mit Billigung von RWE für das neue, erheblich höher angereicherte Uran gezielt neue Kunden im zivil-militärischen Graubereich sucht. Das hat mit Atomausstieg nichts zu tun und ist extrem gefährlich. RWE muss hier dringend ein Veto einlegen und für eine atompolitische Kurswende sorgen," ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Hinweis für die Redaktionen:
Sowohl heute wie auch am morgigen Freitag vor Ort in der Gruga-Halle in Essen während der RWE-Hauptversammlung stehen Ihnen Herr Bastian und Herr Eickhoff für aktuelle Informationen gerne zur Verfügung:

Peter Bastian, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Tel. 0157-86269233
Matthias Eickhoff, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Tel. 0176-64699023

Weitere Infos:
www.bbu-online.de, www.sofa-ms.de, www.urantransport.de

Herausgeber*innen:
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Bündnis AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf
SOFA (Sofortiger Atomaustieg) Münster
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhütung eines Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung)

Foto: Foto: Anti-Atom-Initiativen fordern von RWE die sofortige Schließung von Urenco, Foto: Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf

Ansprechpartner


Henrik Paulitz
Referent für Energiepolitik
Tel. 06257-505-1707
Email: paulitz[at]ippnw.de

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