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Pressemitteilung vom 24.2.2012

Kunstaktion gegen Waffenhandel

Bundesweiter Aktionstag der Kampagne gegen Rüstungsexporte

Kampagne gegen den Waffenhandel fordert am bundesweiten Aktionstag:
- Ergänzung von Artikel 26 (2) des Grundgesetzes – für ein grundsätzliches Rüstungsexportverbot!
- Keine LEOPARD-2-Panzer für Saudi-Arabien – für Menschenrechte statt Unterdrückung der Demokratiebewegung!
- Keine Waffenlieferungen an Griechenland – für Aufbauhilfen statt Verarmung durch Rüstungsgeschäfte!

Mit 100 Großballons in der Form von Bomben macht die Kampagne "Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!" am Sonntag, den 26. Februar, ab 11:30 Uhr auf der Wiese vor dem Deutschen Bundestag auf den Skandal des deutschen Waffenhandels aufmerksam.

Nach Informationen der Kampagne hat sich das Volumen von Rüstungsexporten aus Deutschland in den vergangenen zehn Jahren versechsfacht. 2010 wurde der Waffenhandel auf die neue Rekordmarke von 2,1 Milliarden Euro gesteigert. Deutschland ist inzwischen Europameister beim Rüstungsexport.

"Der Export von Kriegswaffen und Rüstungsgütern muss grundsätzlich verboten werden, weil er Konflikte anheizt. Deutschland sollte sich erinnern, was es heißt, wenn im eigenen Land Waffengewalt herrscht", sagt Christine Hoffmann, Generalsekretärin von pax christi Deutschland. "Es muss ein Rüstungsexportgesetz mit eindeutigen Vorgaben geschaffen werden! Deshalb fordern wir am bundesweiten Kampagnentag – dem 26.2. – die dringend notwendige Klarstellung in Artikel 26 (2) des Grundgesetzes."

"Von Deutschland geht Krieg aus," kritisiert Jürgen Grässlin, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG-VK). "Die Bundesregierung genehmigt seit Jahren Waffenlieferungen an Diktatoren im Norden Afrikas sowie im Nahen und Mittleren Osten.“ Laut Grässlin erhielten das libysche Regime unter Gaddafi MILAN-Panzerabwehrraketen, der ägyptische Diktator Mubarak G36-Sturmgewehre, das diktatorische Königshaus in Saudi-Arabien gar eine G36-Lizenz, einen 8.000 Kilometer langen Grenzsicherungszaun und Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter. "Die Bundesregierung muss Waffengeschäfte mit Diktatoren sofort beenden, die Lieferung von mehr als 200 LEOPARD-2-Panzern an Riad muss verboten werden. Ansonsten macht sich die Bundesregierung mitschuldig an der weiteren Unterdrückung der Demokratiebewegung in Saudi-Arabien."

Einen "sofortigen Verwendungsstopp für Waffengeschäfte" fordert Paul Russmann, Geschäftsführer der Aktion "Ohne Rüstung Leben" für die Gewährung von EU-Krediten an Griechenland. "Ein wesentlicher Beitrag zur desolaten griechischen Haushaltslage haben die vollkommen überhöhte Rüstungsausgaben und Waffenkäufe `Made in Germany´ geleistet." Russmann kritisiert die Haltung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die darauf dränge, dass Griechenland bestehende Rüstungsaufträge nicht storniert. "Hier wird zu Lasten der verarmten griechischen Bevölkerung die Profitgier der deutschen Rüstungsindustrie verteidigt."

Die Kampagne "Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!" fordert alle im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien auf, ein Rüstungsexportverbot in ihren Parteiprogrammen festzuschreiben und der entsprechenden Änderung des Grundgesetzes zuzustimmen. Dies wäre ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum Stopp des Waffenhandels.

Kontakte und Zeitplanung
Für inhaltliche Rücksprachen und Interviews werden die Sprecher der Kampagne "Aufschrei Waffenhandel" Jürgen Grässlin (DFG-VK) und Christine Hoffmann (pax christi) sowie AktivistInnen aus der Kampagne vor Ort zur Verfügung stehen.

Treffpunkt zur Aktion ist um 10:30 Uhr auf der Wiese vor dem Deutschen Bundestag (Platz der Republik). Die Aktion selbst wird um 11:30 Uhr starten und 30-45 Minuten andauern. Sie ist für Fotografen und Kamerateams besonders geeignet. Auf Grund der Beschaffenheit der Wiesenfläche, empfehlen wir festes Schuhwerk.

Zur besseren Planung bitten wir um kurze Anmeldungen, wenn Sie beabsichtigen den Termin auf der Bundestagswiese wahrzunehmen.

Anmeldungen und Ansprechpartner/in für die Presse:
- Monty Schädel (DFG-VK) – Tel. 0177-8871014,  schaedel[at]defg-vk.de
- Angelika Wilmen (IPPNW) – Tel. 0162-2057943,  wilmen[at]ippnw.de

Bei inhaltlichen Fragen zur Kampagne "Aufschrei - Waffenhandel!" wenden Sie sich bitte an die SprecherInnen der Kampagne:
- Jürgen Grässlin (DFG-VK), 0170 - 61 13 759
- Paul Russmann (Ohne Rüstung leben), 0176 - 28 04 45 23, orl-russmann[at]gaia.de
- Christine Hoffmann (pax christi), 0177 – 52 83 530, c.hoffmann[at]paxchristi.de

"Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!" im Internet:
http://www.aufschrei-waffenhandel.de / http://www.facebook.com/stopptdenwaffenhandel

Die "Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!" wird getragen durch:

aktion hoffnung, Rottenburg-Stuttgart • Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e.V. (AGDF) • Brot für die Welt • Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) • Provinzleitung der Deutschen Franziskaner und Kommission Gerechtigkeit – Frieden – Bewahrung der Schöpfung • Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) • Evangelischer Entwicklungsdienst e. V. (EED) • Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges e. V. (IPPNW) Deutschland • JuristInnen gegen atomare, biologische und chemische Waffen (IALANA) Deutsche Sektion • Naturfreunde Deutschland • pax christi - Internationale katholische Friedensbewegung Deutsche Sektion • Ohne Rüstung Leben (ORL) • RüstungsInformationsBüro (RIB e.V.) • terre des hommes - Hilfe für Kinder in Not (tdh) • Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden (WfGA)
… und vielen angeschlossenen Gruppen im Aktionsbündnis…

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